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Rq begins of the clans sandstar s cruelest side by sonnenpelz-d5w3crf.png

Cover gezeichnet von Sonnenpelz aus Deviantart (war ein RQ)

DIESE GESCHICHTE WIRD GERADE ÜBERARBEITET!

Sandstern's grausamste Seite (eng.: Sandystar's darkest Side):Es ist ein Buch, dass von Starforce StarClan geschrieben wurde. 

Hierachie ---> Hierarchie von Sandstern's grausamste Seite

Hauptcharakter(e):

Wichtige Nebencharaktere

Prolog

Ein gelbes Fellknäul raste über die große Lichtung. Unerschrocken, aufmerksam und mutig, all dies stahlte sie aus. Ein weiteres gelbes junges, nur etwas heller, folgte ihr. "Bleib stehen!" keuchte das zweite. Dann tapste noch ein drittes dazu, ein graues mit schönen Mustern. "Ihr seid doch verrückt!" rief es. Eine große, silbrige Kätzin huschte ihnen hinterher. "Sandjunges! Sternenjunges! Eisjunges! Kommt sofort zurück!" Das erste Junge blieb wütend stehen "Wieso?" Die große Kätzin schaute es böse an "Sandjunges! Du weißt, du sollst nicht alleine aus der Kinderstube laufen! Ich habe mir Sorgen gemacht!" Sandjunges rollte die Augen. "Ich war ja nicht alleine, Sternenjunges war bei mir." "Sternenjunges ist genau so alt wie du" wies die große Kätzin sie zurecht. "Ich wollte ihr doch nur sagen, dass sie nicht so weit weg soll! Und dann stand plötzlich Eisjunges hinter mir!" Sternenjunges schüttelte sich. "Jaja, alles auf mich schieben..:" quenkelte Eisjunges. Lichtstern, die Gründerin des LichtClans,war vor kurzer Zeit gestorben. Sandjunges wollte auch immer Anführerin werden. Stark und anmutig, nett und vertraulich. Ihre neue Anführerin Blätterstern ging auf sie zu. Sandjunges hielt nicht viel vor ihr. Sie wünschte, Blätterstern würde schon eine Älteste sein. "Diamantenpelz, bitte pass' auf deine Jungen besser auf! Sie stören nicht nur die Ältesten, sondern auch die Krieger, und mich!" Ihr Blick war streng. Ihre Mutter war viel älter als Blätterstern, und trotzdem hatte Blätterstern keinen Respekt vor ihr. "Hab doch mehr Respekt vor Mama!" sagte Sandjunges frech. Sternenjunges sah sie entgeistert an, und Eisjunges zog sich zurück. Blätterstern kniff die Augen zusammen. "E-Es tut mir leid, Blätterstern. Ich werde besser auf sie ..." Blätterstern unterbrach Diamantenpelz "Nein, Diamantenpelz. Du hast recht. Ich sollte mehr Respekt vor dir zeigen. Schließlich wissen wir alle, dass Lichtstern dich zur zweiten Anführerin gewählt hätte, wenn du nicht Jungen erwartet hast. Es tut mir leid.." Diamantenpelz schloss kurz die Augen. Wusste sie dass denn? Sandjunges staunte nicht schlecht. Ihre Mutter wäre Zweite Anführerin geworden? Dann währe sie ja jetzt Diamantenstern! Ein toller Name! Sternenjunges machte große Augen. Eisjunges saß etwas weiter bei ihrer Mutter, und starrte sie voller Respekt und Erfurcht an. "Du bist die richtige dafür.." sagte Diamantenpelz verlegen. "Nein, Diamantenpelz. Ich war nur die zweite Wahl. Vielleicht..Vielleicht war ich auch deswegen so fies zu dir.." Diamantenpelz schaute sie an. "Ich bin deine Kriegerin, und nicht deine Anführerin." sagte sie. Blätterstern nickte kurz. Ihr Kriegername war Blättersturm. Als sie davon trottete, zeigte Sandjunges ihr die Zunge nach. "Sandjunges! Also wirklich!" mauzte Diamantenpelz empört. "Mama, hat dich Lichtstern gemocht?" fragte Eisjunges. Sandjunges mochte ihre beiden Schwestern sehr gerne, auch wenn sie oft nervten. "Ja, Eisjunges. Ich war ihre beste Freundin." Boa! Sandjunges schmiegte sich an sie, und Sternenjunges tat es ihr gleich nach. Auch Eisjunges gesellte sich dazu. Dann kam Schwarzstreif. Ihr Vater.. der.. von Eisjunges und Sternenjunges nicht sehr viel hielt.. "Diamantenpelz, was haben Eisjunges und Sternenjunges jetzt schon wieder angestellt!?" fragte er schlecht gelaunt. Sternenjunges sah ihn gefühlslos an, was Sandjunges verstand, und Eisjunges versteckte sich hinter ihrer Mutter. "Sie haben gar nichts gemacht!" sagte Sandjunges. "Ich war es." Schwarzstreif fauchte sie an. "Wie währe es, wenn ihr euch auf das Schüler-Leben bereit macht, anstatt Unsinn anzustellen? Denkt ihr, die Anführerin hätte nichts besseres zu tun, als euch zu beobachten?!" Mit diesen Worten verschwand er wieder. Sternenjunges legte die Ohren an, während Eisjunges kurz schluchzte. Diamantenpelz lotste die drei wieder in die Kinderstube. "Mama.." Diamantenpelz hielt inne. "Ja, Sandjunges?" Sandjunges platze heraus: "Warum bist du nicht Zweite Anführerin oder Anführerin?" Diamantenpelz leckte ihr kurz über das Ohr "Weil ihr mir wichtiger wart. Ich hätte euch natürlich einer anderen Königin geben können, aber warum sollte ich das tun? Ich liebe euch viel zu sehr. Vielleicht holst du ja mal meinen Posten nach." sagte sie, und zwinkerte. "Oh ja! Das mache ich. Ich werde die beste Anführerin des Clans sein!"

Kapitel 1

Sandpfote kauerte in ihrem Nest, müde, als ihre Mentorin Schwalbenfrost auf sie einredete „Steh jetzt endlich auf, Sandpfote, es wird Zeit!“ knurrte sie wütend. Ihr schwarzgraues Fell schimmerte wunderschön, ihre Augen hingegen sahen sehr müde und gestresst aus. Schwalbenfrost war allerdings immer gestresst, deshalb stand Sandpfote mühsam auf. „Wurde ja auch Zeit“ murmelte Schwalbenfrost. Aber es wunderte Sandpfote nicht das die Kätzin gestresst war. Immerhin hatte sie zwei Schüler gleichzeitig, sie selbst und Rußpfote, da es einen Kriegermangel gab, mal wieder. „So. Sternenpfote sagte sie braucht deine Hilfe. Ich gehe solange mit Rußpfote jagen. Du wirst dann nachkommen, in Ordnung Sandpfote? Zur Lichtung, ja?“ Sandpfote nickte müde. Es gab derzeit sehr viele Schüler: Sie selbst, ihre Schwester Eispfote, Rußpfote, Fährenpfote, Fichtenpfote und Gräserpfote. Zudem noch die Heilerschülerin Sternenpfote, welche ebenfalls ihre Schwester war. Rußpfote war eine gute Freundin von Sandpfote, obwohl sie einen sehr ruhiger Charakter war. Es wirkte als würde sie innerlich ein Geheimnis bergen. Gräserpfote mochte sie auch sehr, Fährenpfote ebenso. Sandpfote gehorchte allerdings ihrer Mentorin und ging zum Heilerbau. Dort sortierte Sternenpfote hektisch Kräuter, Sesamkralle, ihre Mentorin lag hustend neben ihr. Das Sesamkralle krank war, war kein Geheimnis. „Sternenpfote? Du brauchst meine Hilfe?“ murmelte Sandpfote. Die große, langhaarige, lohfarbene Kätzin drehte sich zu ihr um, ihr Fell war matt und staubig wie immer. Sie keuchte „Ich nicht, aber Sesamkralle. Bring ihr bitte etwas zu essen. Eine Maus wäre wohl das Beste.“ Dann drehte sie sich wieder um, ohne eine Reaktion abzuwarten. Seit es Sesamkralle schlechter ging hatte Sternenpfote kaum ein Auge zugetan. Splittermeers aufgeweckte Jungen verbesserte die Situation nicht. Sandpfote sah sich unbemerkt die Beeren an. Sie erinnerte sich, das Eispfote mal meinte, dass es Beeren zum Kräfte stärken gibt. Sie nahm die erst besten und nahm sie mit, und ging dann zum Frischbeutehaufen. Sie schnitt eine Maus auf, und tat die Beeren hinein. Dann nahm sie die Maus und ging zurück zum Heilerbau. Eben wollte Sandpfote die Maus vor Sesamkralle hinlegen als Sternenpfote verwirrt den Kopf hoch „Wieso.. wieso riecht es hier so komisch?“ Sie sah die Maus an, und fauchte erschrocken, schlug Sandpfote die Maus aus dem Mund „Bist du verrückt? Wieso tust du da Todesbeeren rein?!“ Sandpfotes Augen weiteten sich „T-Todesbeeren? Ich dachte die Stärken sie!“ Sternenpfote nahm ihr die Maus in den Mund, und lief aus dem Bau, deutete Sandpfote mit ihr mitzugehen. Hinter dem Lager grub die Heilerschülerin eine kleine Einmuldung, und legte die Maus hinein „Das sind Todesbeeren. Die sind hochgiftig. Hätte Sesamkralle die gegessen, wäre sie tot.“ murmelte Sternenpfote. Schockiert sah Sandpfote auf ihre Pfoten „T-Tut mir leid..“ „Du wolltest nur helfen. Ist schon in Ordnung. Bring ihr bitte einfach eine normale Maus, aber wasch dir vorher die Pfoten“ Dann ging sie zurück ins Lager. Sandpfote gehorchte, wusch sich die Pfoten in einer Pfütze und brachte der Heilerin dann eine andere Maus, die Sternenpfote vorher nochmal begutachtete. Sternenpfote entließ ihre Schwester, welche zur Lichtung lief. Dort waren alle Mentoren und Schüler versammelt. „Perfekt, wir haben schon gewartet“ murmelte Bambusfuß, der Mentor von Fichtenpfote. Schwalbenfrost war die einzige Kriegerin, die zwei Schüler auf einmal hatte, dafür aber auch die talentiertesten. Rußpfote war die beste Jägerin des Clans, und niemand war so stark wie Sandpfote, so groß übrigens auch nicht. Lärchensprenkel, Gräserpfotes Mentorin erhob das Wort, weil sie die Älteste war „Ihr seid alle sehr talentierte Schüler. Aus diesem Grund werden wir so bald wie möglich eure Zeremonien abhalten. Macht euch also bereit, Krieger zu werden, und euren Clan mit eurem Leben zu verteidigen.“ Die Schüler begannen aufgeregt zu tuscheln, sogar Rußpfotes Augen glänzten, die von Fährenpfote ebenso. „Los jetzt, lasst uns zurück zum Lager gehen“ murmelte Frostsäbler. Fichtenpfote beschwerte sich: „Moment, muss Sandpfote nicht noch die Trainingseinheit nachholen? Immerhin wurde sie nicht beurteilt!“ Schwalbenfrost knurrte „Sie ist die beste Schülerin. Sie braucht das nicht“ Fichtenpfote fauchte wütend „Das ist nicht fair! Wieso wird Sandpfote immer bevorzugt?“ „Halt die Klappe, Fichtenpfote“ Sandpfote verdrehte die Augen. Die Katzen gingen danach einfach weiter.

Blätterstern nickte, als Lärchensprenkel mit ihr sprach „Verstehe. Ich werde die Versammlung zusammenrufen.“ Dann sprang die Anführerin auf den Großfelsen „Alle Katzen die alt genug sind ihre eigene Beute zu fangen, mögen sich nun hier versammeln“ „Blätterstern, warte!“ schrie Sternenpfote entsetzt. Sesamkralle torkelte aus dem Bau „Ich möchte zuerst mit Sternenpfote zum Mondsagerort. Danach können sie Krieger werden. Ich bin krank und alt, Sternenpfote braucht ihren Heilernamen. Ich habe noch nie eine so talentierte Schülerin gesehen. Bis später“ Rattankralle, Eispfotes Mentorin fauchte aus Verzweiflung „Nein, Schwester, du bist nicht alt!“ Sesamkralle reagierte nicht, und ging mit Sternenpfote aus dem Lager. Blätterstern sah ihr nach „In Ordnung. Wir warten bis morgen“ Die Katzen murmelten erschüttert über Sesamkralles Zustand „Sternenpfote ist eine gute Schülerin. Sie wird das schaffen“ sagten viele Katzen, einige stimmten zu. Sandpfote überlegte nervös wie wohl ihr Name sein würde. Doch so lange die beiden weg waren, beschloss Sandpfote sich noch etwas hinzulegen.


Kapitel 2

Sie war weggedöst, und träumte schlecht. Was genau in dem Traum passiert war, weiß sie nicht mehr, aber es war überall Blut. Eben als sie aus ihrem Bau kam, sah sie wie Sesamkralle keuchend und erschöpft mit Sternenpfote zurückkam. Sesamkralle konnte sich kaum rühren „Ihr habt eine neue Heilerin“ miaute sie so laut es ging. Rattankralle stürmte traurig zu ihrer Schwester „Mutter wäre stolz auf dich“ miaute sie leise. Sesamkralle sah sie an „Meinst du sie wäre stolz? Auf eine Heilerin, die sich nicht mal selbst heilen kann?“ „Du kannst nichts dafür, das man dich als Junges so schwer verletzt hatte“ Sternenpfote drückte sich an ihre Mentorin. Tintenherz, die erste Heilerin des LichtClans stellte sich zu Sesamkralle, welche einst ihre Schülerin gewesen ist „Komm zu uns in den Bau der Ältesten, Sesamkralle. Es wird dir gut tun. So kannst du dein Leben genießen, keine Angst“ Sie schnurrte warm, Rattankralle sah sie dankend an. Sesamkralle nickte „Vielleicht hast du recht, Tintenherz.“ Blätterstern sah Sesamkralle an „Ist der Name gleich geblieben, wie du es damals dachtest?“ Sesamkralle nickte „Sie wird ihre Sache so gut machen, wie ich es niemals hätte tun können“ Blätterstern schnurrte, und sprang dann erneut auf den Großfelsen. „Katzen des LichtClans“ began sie „Heute haben wir einige Zeremonien vor sich. Sternenpfote ist nun die volle Heilerin des LichtClans. Der SternenClan gab ihr den Namen Sternenkraft, so wird sie ab heute bekannt sein. Der SternenClan verspricht großes, ihr Talent ist enorm und sie wird dem Clan gut dienen“ Sandpfotes Augen leuchteten als ihre Schwester zu Blätterstern ging, und diese ihre Nase berührte. Die Katzen riefen ihren Namen „Sternenkraft! Sternenkraft!“ Sandpfote und Eispfote riefen am lautesten von allen. Sternenkraft's Augen waren groß und leuchtend als sie die jubelten Katzen sah, und schnurrte. Danach trat sie ab, und ging zu Sesamkralle. Blätterstern erhob erneut die Stimme „Wir können heute auch viele neue Krieger begrüßen. Sandpfote, Gräserpfote, Fichtenpfote, Eispfote, Fährenpfote und Rußpfote, tretet vor! Die 6 Katzen gingen zu ihrer Anführerin, Sandpfote war stolz, die erste zu sein „Sandpfote, du hattest in Schwalbenfrost eine wunderbare, edle Mentorin. Von heute an sollst du Sandgesicht heißen, deine Stärke wird dem Clan sehr helfen“ Obwohl Blätterstern Sandgesicht nicht mochte, sprach sie freundlich und offen, und lag ihr ihre Nase auf den Kopf. Sandgesicht freute sich und ihre Brust schwellte an vor stolz. Danach trat Fichtenpfote vor. „Fichtenpfote, Bambusfuß war auch dir ein wunderbarer Mentor. Dein Name soll Fichtenkralle sein“ Er tat es ihr nach, und stellte sich fröhlich neben sie, sah Sandgesicht allerdings verächtlicht an „Nun sind wir gleich auf, Zicke“ zischte er ihr ins Ohr. Und plötzlich sprühten ihre Augen Funken, als sie Fichtenkralle ansah. Und dieser Moment veränderte auf einmal alles Du sagst ich bin schwach? Soll ich dir meine stärke zeigen, du Trottel? dachte sie. Die Blicke der Beiden trafen sich, allerdings sah Fichtenkralle nach einer Zeit nervös wieder weg, Sandgesicht ließ ihre Zähne knirschen Dir zeig ichs! dachte sie. Ihre Lust ihn zu verletzen wurde größer, doch sie konnte nun nicht und unterdrückte es. Währendessen hatte Gräserpfote den Namen Gräserfarn bekommen. Sie schnurrte so laut, dass es in Sandgesichts Ohren dröhnte. Nun war Eispfote an der Reihe, dieses Szenario beobachtete Sandgesicht voller Interesse „Eispfote, Rattankralle hat dich gut ausgebildet, du bist fair und gerecht. Du sollst Eistanz heißen, deiner guten Seele gewidmet“ Sandgesicht freute sich sehr für Eistanz, welche total nervös und wie angekettet zu den anderen stakste „Großer SternenClan, ich bin Kriegerin!“ flüsterte sie, und stellte sich neben Sandgesicht. „Rußpfote, du sollst von heute an Rußschweif heißen. Deine Stille macht dich zu einer gefährlichen Waffe!“ Auch Rußschweif gesellte sich zu Sandgesicht, nachdem sie ihren Namen erhalten hatte, und als Fährenpfote ihren Namen Fährenwolke erhalten hatte, riefen die Katzen der Lichtung „Sandgesicht! Fichtenkralle! Eistanz! Gräserfarn! Rußschweif! Fährenwolke!“ Blätterstern hatte allerdings noch etwas zu sagen „Zudem wir Sesamkralle zu den Ältesten gehen, da ihre Schwäche es ihr unmöglich macht, weiterhin die Heilerin zu sein. Sternenkraft wird ihre eine würdige Nachfolgerin sein, wir danken dir für alles Sesamkralle und wissen, dass wir auch nun noch auf deine Hilfe bauen können“ Die Katzen stimmten zu, jubelten Sesamkralle zu. Dann war die Zeremonie beendet. Engelsflügel, die Mutter von Fährenwolke und Rußschweif lief zu ihnen „Ich bin so stolz auf euch, aber das wisst ihr ja! Ihr seid fantastisch!“ Fährenwolke schnurrte, Rußschweif rührte sich nicht wirklich, warf ihrer Mutter aber einen warmen Blick zu. Diamantenpelz rannte ebenfalls zu ihren drei Jungen „Oh Eistanz, Sandgesicht, Sternenkraft! Eine Mutter könnte nicht stolzer sein!“ Sie schnurrte und drückte sich an die Drei. Schwarzstreif hingegen sah die Drei nicht mal an, Sandgesicht knurrte wütend „Wie wärs wenn du uns beglückwünscht?“ Schwarzstreif sah sie kurz an „Wozu? War ja logisch das ihr irgendwann Krieger werdet. Hab ich eben 3 Kriegerinnen als Töchter. Na und?“ Sternenkraft sah ihn verletzt an „Ich bin aber Heilerin!“ „Was auch immer.“ knurrte er und ging dann zu Eibenblatt, seiner neuen Gefährtin. Eistanz seufzte, Sternenkraft schüttelte den Kopf, doch Sandgesicht fauchte wütend „Du bist ein Idiot! Du verdienst Mutter nicht! Bleib bei Eibenblatt! Sie ist genauso dumm und arrogant wie du!“ „Sandgesicht! Beruhige dich!“ knurrte Blätterstern. Sandgesicht ignorierte sie, und funkelte Schwarzstreif weiter an, doch dieser reagierte nicht. Sternenkraft lag ihren Schweif um Sandgesicht „Alles ist gut“ flüsterte sie „Eines Tages wirst du ihm zeigen wie toll du bist“ Sandgesichts und Sternenkrafts Blicke trafen sich. Wieder hatte Sandgesicht das gleiche Gefühl wie vorher. Was bedeutete das? Und ihr Traum kam wieder in ihre Erinnerung. Blätterstern sah Sandgesicht noch etwas länger an „Gut. Ich hoffe das wars jetzt mit persönlichen Angriffen, Sandgesicht“ Sandgesicht unterdrückte das Verlangen sie umzuwerfen und nie wieder aufstehen zu lassen. Nutzlose Anführerin! dachte sie wütend, wagte es aber nicht ihre Gedanken laut auszusprechen. Stattdessen nickte sie einfach. Blätterstern ging wieder weg und setzte sich zu ihrem Gefährten und Zweiten Anführer Eselsschweif, welcher ein ganzes Stück älter war als sie. Diamantenpelz sah Sandgesicht mitfühlend an „Wir brauchen ihn nicht. Wir sind auch ohne ihm glücklich, vergiss das nicht“ Sandgesicht nickte, und beschloss nicht länger darüber nachzudenken.

Nach ihrer Nachtwache hatte sie wieder einen fuchtbaren Alptraum. Sie sah wie alle ihre Freunde von ihr fort gingen, und sah zudem Gräserfarn blind und verletzt vor sich. Sie erwachte mit einem lauten Schrei in den Ohren und keuchte erschöpft. Eistanz wachte davon auf, und setzte sich zu ihr „Hast du schlecht geträumt?“ fragte Eistanz. Sie erinnerte sich an den Traum zurück. Sie sah auch Blätterstern tot am Boden liegen. Vielleicht war der Tag einfach zu viel für sie? „Nein, ja, also.. Es ging so“ murmelte sie. Dann stand sie einfach auf, sodass Eistanz nicht weiter nachhaken konnte. Sie ging in den Heilerbau, wo Sternenkraft friedlich schlief. „Sternenkraft?“ fragte sie. Diese erwachte „J-Ja?“ murmelte sie noch ganz verwirrt und verschlafen „Ich träume schlecht, jeden Tag. Immer sehe ich Blut.“ Sternenkraft richtete sich mühsam auf „Das.. Das ist komisch. Vielleicht ist das, weil du dir so viele Sorgen machst“ Draußen war es noch komplett dunkel und alle Katzen schliefen „Hast du Angst?“ fragte ihre Schwester sie. Sandgesicht nickte, auch wenn es ihr etwas peinlich war „Du kannst hier schlafen, wenn du willst. Ich fühle mich sowieso einsam. Ich musste die ganze letzte Nacht Splittermeer versorgen, weil es ihr so schlecht ging. Und jetzt wo ich Ruhe habe, fehlt mir Sesamkralle“ Sandgesicht nickte glücklich, und legte sich zu ihrer Schwester. Sie merkte wie Sternenkraft schnurrte und wieder ihre Augen schloss. Sandgesicht sah ein wenig zum Baueingang, ehe sie fragte „Sternenkraft?“ „Hm?“ war die verschlafene Antwort „Erwartet Eibenblatt Junge?“ „Nein, SternenClan sei Dank. Witzig, wie wir uns über die genau gleichen Dinge sorgen machen. Aber was nicht ist, kann noch werden. Bete, dass es nicht passiert“ Sandgesicht nickte, und schloss dann auch ihre Augen.

Kapitel 3

Sandgesicht erwachte, als eines von Splittermeers Jungen im Heilerbau war. Sternenkraft sprach gerade mit ihr, und zeigte ihr einige Kräuter. Glockenjunges war silber mit schwarzen Pfoten, und sie war sehr eifrig und schlau. „Darf ich? Darf ich, darf ich, darf ich?“ Sternenkraft seufzte „Findest du das eine gute Idee, Glockenjunges? Eine Heilerin darf keinen Gefährten, und auch keine Jungen“ Sandgesicht beobachtete das Gespräch interessiert. „Ich will unbedingt deine Schülerin werden!“ Sternenkraft schnurrte kurz „Nun, wenn es dein Wunsch ist. Dann lass es uns Blätterstern sagen. Ich fühle mich hier sowieso total einsam“ Sie warf Sandgesicht einen warmen Blick zu. Sandgesicht ging jedoch aus dem Bau, und ließ Sternenkraft und das Junge weiter diskutieren. Sie beschloss alleine jagen zu gehen und nutzte ihre Kriegertaten sofort aus. Im Wald angekommen ließ sie den Wind durch ihr Fell ziehen. Sie beobachtete einige Vögel, und wollte einen fangen, um diesen ihrer Mutter zu bringen. Eben als sie einen anvisiert hatte, sprang eine andere Katze dazwischen, die sie nicht kannte. Verwirrt sah Sandgesicht den Kater an, und fauchte „Verschwinde von unserem Territorium!“ Er roch wie ein heruntergekommener Einzelläufer, er war so dürr, das er kaum stehen konnte. Sein Fell war schwarz-weiß und sehr schmutzig. „Bitte tu mir nichts, ich verhungere!“ keuchte er müde. Sandgesicht entspannte ihre Muskeln, beobachtete ihn aber genau „Du musst hier weg, sofort!“ Er senkte den Kopf, und betrachtete sie kurz. Sandgesicht konnte nicht anders als sich komplett zu entspannen. „Wo kommst du her, und wer bist du?“ „Ich? Ich bin Silberdunst. Oder ich war es mal. Jetzt bin ich einfach nur Silber. Ich war mal im RegenbogenClan“ er seufzte „Aber dort wollte man mich nicht mehr, weiß der SternenClan wieso“ Sandgesicht hob interessiert den Kopf. „Du kommst vom RegenbogenClan hierher? Wozu? Wieso hier her?“ „Weil ich doch weiß das ihr die schönsten Kätzinnen im Clan habt. Bist du nicht das perfekte Beispiel?“ Peinlich berührt trat Sandgesicht einen Schritt zurück. So ein Idiot! dachte sie, sah ihn nicht an. Er hingegen schnurrte belustigt, hörte allerdings auf, als er merkte, dass Sandgesicht ihre Krallen in den Bogen schlug. „D-Das war nicht witzig“ miaute sie leise, sah ihn nach wie vor nicht an „Sei doch jetzt nicht sauer. Wer bist du? Wie heißt du?“ „Sandgesicht“ murmelte sie leise, sah ihn wieder an, ihre stechenden grünen Augen fixierten ihn „Soll ich dich Silber oder Silberdunst nennen?“ „Nenn mich einfach Silber, ist mir lieber“ Sandgesicht nickte, konnte ein schnurren nicht unterdrücken, er ging einen Schritt näher auf sie zu, und musterte sie erneut „Du bist.. groß. Sehr groß sogar“ murmelte er leise, aber freundlich „Ach, fällt dir früh auf. Ich bin die größte Katze im Clan“ verkündete sie stolz. Er kniff seine Augen zusammen „Sicherlich auch die schönste“ Ihre Zähne knirschten wieder, das war ihr einfach alles so peinlich, aber sie konnte nicht länger sauer sein. „G-Glaub ich nicht...“ murmelte sie schließlich, und dachte dabei an Eibenblatt, die neue Gefährtin ihres Vaters. Doch Silber meinte das offenbar ernst, denn seine Augen glitzerten. Die Beiden gingen eine Weile im Territorium des LichtClans umher, und jagten sogar gemeinsam. Sie selbst aß zwar nichts, aber ließ Silber so viel essen wie er nur konnte. Sie hatte ein komisches Gefühl in ihrem Magen, und sie war sich sicher, dass es nicht Hunger war. Sandgesicht konnte ihren Blick nicht mehr von Silber wenden, während ihre Augen so wie Gold glänzten. Und jeder seiner Blicke erwiederte dies. Doch sie merkte nicht, wie die Zeit verging, und sie musste zurück „Ich verspreche dir wieder zu kommen!“ sagte sie noch, ihr Blick ehrlich. Er bestand darauf und leckte ihr zur Verabschiedung über den Kopf. Auf dem Weg zurück ins Lager überkam Sandgesicht ein schlechtes Gewissen, deshalb beschloss sie noch zu jagen. Zu ihrer Überraschung fing sie sogar sehr viel, und gab wie anfangs gedacht ihrer Mutter etwas davon, welche sich sehr freute. Sie sah wie Blätterstern nervös mit ihrem Gefährten sprach, während sie gemeinsam mit Diamantenpelz und Eistanz aß. Rußschweif stand plötzlich hinter ihr „Sandgesicht kommst du mal?“ fragte sie leise. Sandgesicht sah sehnsüchtig ihre Maus an, folgte ihrer Freundin allerdings, die für sie eigentlich mehr wie eine beste Freundin war. „Du hast heute Silber gar nicht verjagt. Wieso?“ Erschrocken sah Sandgesicht Rußschweif an „Du..?“ „Ich war spazieren. Mach dir nichts draus. Ich halte sowieso nichts vom Gesetz der Krieger, aber das weißt du ja“ murmelte sie. Sandgesicht seufzte erleichtert. Sie konnte sich wirklich immer auf Rußschweif verlassen „Also bleibt es unser Geheimnis?“ „Klar, aber halt mich auf dem Laufenden. Magst du dann mit mir zum Fluss gehen? Schwimmen und Fische fangen?“ Sandgesicht nickte eifrig, sie wusste wie gerne Rußschweif schwamm, und wie gerne sie Fisch aß. Dies teilte sie mit Sandgesicht. Sie trug ihre Maus zu Fährenwolke, welche noch nicht viel gegessen hatte. Fährenwolke bedankte sich bei ihr. Danach gingen Rußschweif und Sandgesicht zu ihrem üblichen Fluss, der sehr tief war, perfekt zum schwimmen. Rußschweif sprang sofort schnurrend und fröhlich in den Teich. Sie war nur im Wasser glücklich, das wusste Sandgesicht, doch diese Leidenschaft teilten nicht viele mit ihr, auch wenn die LichtClan-Katzen die einzigen waren, die schwimmen konnten. „Sandgesicht? Versprich mir was. Wenn du jemals Anführerin wirst, verordne dass alle Katzen schwimmen müssen, ich werde sie unterrichten!“ Sandgesicht schnurrte „Versprochen, du Fisch“ Rußschweif spitzte ihr Wasser ins Gesicht und die beiden besten Freundinnen schwammen noch ein wenig. Als sie zurück in das Lager kamen, lief Sternenkraft zu ihnen „Ihr habt die Zeremonie von Glockenpfote und Rabenpfote verpasst! Glockenpfote ist jetzt Heilerschülerin!“ schnurrte sie. Rußschweif neigte respektvoll den Kopf, Sandgesicht beglücktwünschte ihre Schwester zu ihrer neuen Schülerin „Du wirst eine gute Mentorin sein“ sagte sie noch

Kapitel 4

2 Tage war es her, dass sich Silber und Sandgesicht getroffen hatten, und trotzdem hatte sie ihn immer in seinen Gedanken. „Whooa!“ rief Glockenpfote. Der Wind der hier im Wald ging warf Glockenpfote, Sandgesicht und Sternenkraft beinahe um. „Sternenkraft, hältst du es für sinnvoll genau heute irgendwelche Kräuter zu suchen?“ knurrte Sandgesicht. Sternenkraft schüttelte ihr langes Fell „Nein. Aber ich brauche sie. Immerhin erwartet im Clan jemand Junge“ Glockenpfote schnurrte, doch Sandgesicht sah die Beiden verwirrt an, und dachte sofort an Eibenblatt. „W-Wer denn?“ stotterte sie, Angst vor der Antwort. „Darf ich nicht verraten“ murmelte Sternenkraft, ob sie glücklich darüber war lies sich weder aus ihren Augen noch aus ihrem Tonfall herauslesen. „Weiß Glockenpfote Bescheid?“ fragte Sandgesicht mit Blick auf die kleine Schülerin „Natürlich, sie ist meine Schülerin.“ Ehe Sandgesicht antworten konnte miaute Sternenkraft triumphierend „Hab sie! So, lasst uns zurück gehen, ehe uns noch das Fell vom Leibe gepustet wird“ Glockenpfote kicherte, und ging dann mit Sternenkraft mit. Sandgesicht blickte kurz in den Wald, nachdenklich. Wird sie auch jemals Junge haben? Sie seufzte, und ging ihrer Schwester dann nach. Der Weg ins Lager dauerte nicht lange, und als sie das Lager betraten, nickte Blätterstern ihnen zu „Gut dass ihr da seid“ Sie sah Sandgesicht kalt an. „Ich werde eine Versammlung einberufen“ Sandgesicht sah sie entsetzt an. Der Blick den Blätterstern ihr gerade zugeworfen hatte machte ihr Angst. Wusste sie, dass sie sich mit Silber getroffen hatte? „Alle Katzen die alt genug sind ihre eigene Beute zu fangen, mögen sich unter dem Großfelsen versammeln“ Die Katzen begannen fragend zu tuscheln. Rattankralle half Sesamkralle aus dem Bau der Ältesten, Eistanz setzte sich neben Habichtschatten und warf ihm einen traurigen Blick zu. Sandgesichts Ohrenspitzen zuckten verwirrt, aber sie dachte sich nichts weiter dabei. Was sie hingegen trauriger machte war dass sich Schwarzstreif neben Eibenblatt setzte und Diamantenpelz nicht mal ansah. Sie funkelte ihn hasserfüllt an, als er seiner neuen Gefährtin über die Brust leckte. Blätterstern erhob die Stimme „Liebe Katzen. Mein Gefährte Eselsschweif tritt freiwillig den Rang als Zweiten Anführer ab, seine Gründe sind privat. Er wird von nun an wieder ein normaler Krieger des LichtClans sein, wir danken ihm für seine Unterstützung“ Sie warf ihm einen warmen Blick zu und die Katzen riefen seinen Namen. „Deshalb muss ich einen neuen Stellvertreter wählen“ Sandgesichts Ohrenspitzen zuckten interessiert, wer würde es wohl sein? Insgeheim tippte Sandgesicht auf Rattankralle oder Schwalbenfrost. Sie lauschte Blättersterns Stimme „Die Wahl für mich war nicht einfach. Wir haben hier sehr viele Katzen, die perfekt für diese Aufgabe wären, erfahrene Katzen, starke Katzen oder geschickte Jäger. Letzendlich habe ich mich für jemanden entschieden, der noch nicht lange Kriegertaten ausüben darf, trotz allem bin ich mir sicher, dass sie das gut lösen wird“ Sie sah die Katzen kurz an „Sandgesicht wird meine Zweite Anführerin sein“ Sandgesichts Augen weiteten sich, und sie rang nach Luft, war sich nicht sicher, ob sie sich nicht verhört hatte. Doch Blätterstern sah sie genau an, ihr Blick zwar nicht erfreut, aber bestimmend. Sandgesicht sah verwirrt zurück. Sie war eben erst Kriegerin geworden, und Blätterstern ernannte sie bereits zur Zweiten Anführerin. Sie bemerkte Fichtenkralles wütendes knurren hinter sich, doch Sandgesicht lächelte plötzlich. Wieso sie das tat, wusste sie nicht wirklich. Doch sie stand stolz auf und ging zu Blätterstern auf den Großfelsen, ihre giftgrünen Augen musterten den gesamten Clan. Sie fühlte sich plötzlich unglaublich stark und mächtig „Danke, Blätterstern. Ich habe mit dieser Entscheidung niemals gerechnet“ miaute sie. Blätterstern nickte „Enttäusch mich nicht, Sandgesicht“ murmelte Blätterstern noch und seufzte. „Werde ich nicht, keine Sorge“ sagte Sandgesicht darauf stolz. „Sandgesicht! Sandgesicht!“ die Katzen jubelten. Erwartungsvoll sah sie zu ihrem Vater. Doch zu ihrer Enttäuschung sah Schwarzstreif sie nur gelangweilt an, und rief auch nicht mit. Ihr Mund öffnete sich verletzt, sie wollte über ihn herfallen und zerfetzen. Was wer er nur für eine Katze? Seine Tochter stand auf dem Großfelsen als Zweite Anführerin und es interessierte ihn nicht einmal! Sie unterdrückte ihren Kummer und sprang einfach vom Felsen. Die Versammlung war beendet. Sie sprang zu Sternenkraft, welche ihr nocheinmal gratulierte, ebenso Glockenpfote. Auch Eistanz setzte sich zu ihnen, und murmelte Sandgesicht ihre Glückwünsche aus. Sternenkraft sah Eistanz lange an, doch Eistanz erwiederte ihren Blick nicht. Sandgesicht probierte die ganze Situation zu ignorieren und beschloss, Silber zu suchen. Sie brauchte ihn jetzt. Deshalb sprang sie so schnell sie konnte aus dem Lager, in Richtung der Stelle, wo sie ihn das erste mal sah. Als sie dort ankam, war er allerdings nicht anwesend. Etwas traurig wartete sie, und als sie gehen wollte, sprang er plötzlich aus den Gebüschen. Sandgesichts Blick hellte sich sofort auf, doch sein Gesicht war hektisch und nervös „Silber! Stell dir vor, ich bin Zwei-“ „Sandgesicht! Keine Zeit zu reden!“ keuchte er, rang nach Luft. Sandgesicht sah ihn verwirrt an. „Der RegenbogenClan“ er rang erneut nach Luft, sah sie eindringlich an „Der RegenbogenClan greift euer Lager an!“

Kapitel 5

„Bitte was?“ fragte Sandgesicht verwirrt. Silber war völlig aus der Puste „Lauf schnell! Lauf zu deinem Clan und warne sie!“ Sandgesicht wusste nicht wie ihr geschah, doch sie nickte schnell, dieser letzte Blick auf Silber quälte sie. Sie hätte gerne mehr Zeit mit ihm verbracht. Doch sie lief zurück zu ihrem Clan. Auf dem Weg dorthin schossen ihr viele Gedanken in den Kopf. Als sie im Lager angekommen war, schien alles normal. Sie war sich nicht sicher ob Silber die Wahrheit sagte, doch sie vertraute ihm „Blätterstern!“ schrie sie. Alle Katzen starrten sie an „Der RegenbogenClan greift uns an!“ Blätterstern sah sie kurz an, die Blicke der beiden trafen sich, doch sie nickte dann alamiert. „Krieger, beschützt die Königinnen! Schüler, beschützt die Ältesten! Sandgesicht, Habichtschatten, ich brauch euch hier! Sternenkraft, geh in den Heilerbau und bereite alles mit Glockenpfote vor!“ „Das geht jetzt nicht Blätterstern“ miaute Sternenkraft laut und eilte mit einigen Kräutern zum Heilerbau. Sie sah kurz alle Katzen an, während Glockenpfote in den Bau huschte „Eistanz bekommt ihre Jungen“ Sandgesicht blieb der Mund offen stehen als Sternenkraft das sagte. Eistanz bekommt Junge? Nicht Eibenblatt? Blätterstern sah Sternenkraft ernst an „Gut, aber passt auf euch auf“ murmelte sie schließlich, doch Sternenkraft war bereits in der Kinderstube. Sandgesicht war so verwirrt, dass sie kaum noch stehen konnte. Eistanz...bekam Junge. Damit hatte sie niemals gerechnet. „Sandgesicht, hör auf zu träumen und komm her!“ knurrte Blätterstern, doch es war zu spät. Froststern brach in das Lager ein, seine Krieger folgtem ihm. Er fauchte als er Blätterstern sah „Ihr werdet es noch bereuen euch eingemischt zu haben!“ Sandgesicht verstand nicht was er meinte, doch Blättersterns Augen formten sich zu schlitzen und sie gab das Zeichen zum Angriff. Kampfgeschrei und Fauchen ertönte. Sandgesicht warf sich auf den nächsten bliebigen Krieger, deren Fell braun war, ihre Augen eisblau. Sie sah arrogant aus, und nichts hasste Sandgesicht mehr als sowas. Die Beiden zerfetzten sich sich mit Blicken, im Kampf war diese Kätzin allerdings sehr schwach und verletzte die viel größere Sandgesicht kaum. Sandgesicht hingegen zeigte kein Erbarmen und schlug sie mit einigen schnellen Hieben in die Flucht. Der Blick der Kätzin war kalt, ehe sie verschwand. Stolz bemerkte Sandgesicht dass Blätterstern das gesehen hatte und ihr zunickte. Dann sah sie wie ein großer Kater gegen Diamantenpelz kämpfte, und sie bemerkte auch, wie Schwarzstreif einfach daneben stand und nichts tat. Im Gegenteil, er sah beinahe zu. Wütend riss Sandgesicht den Krieger von Diamantenpelz weg, deren Augen stolz glänzten, als sie sah, wie tapfer Sandgesicht kämpfte. Sie schlug auch diesen Krieger in die Schlucht, und sah, wie sich Schwarzstreif davonschleichen wollte. Als keiner hinsah, und er weit genug am Rand des Lager war stoppte sie ihn mit einem Fauchen „Wo willst du hin?!“ knurrte sie. Er sah sie kalt an „Ich wüsste nicht dass dich das etwas angeht“ „Ich bin deine Tochter! Du kannst mich nicht für immer ignorieren!“ Er lachte hämisch „Selbst wenn du meine Tochter bist, ich hasse dich, und werde es immer tun. Und ich hasse deine Mutter. Ich liebe nur Eibenblatt. Du und deine Schwestern bedeuten mir nichts! Versteh es doch endlich, du nutzloses Ding!“ Wut stieg in Sandgesicht auf, und sie verlor jeglichen Verstand. Sie schrie verletzt, warf sich auf ihren Vater, riss ihn zu Boden, er versuchte sie abzuschütteln, aber sie war viel größer und stärker als er, sie ließ ein ersticktes Fauchen aus als sie ihm ihre mächtigen Pranken ins Gesicht schlug, sie wagte es nicht dabei ihre Kralllen einzuziehen. Er fauchte voller Schmerz, doch Sandgesicht hatte kein Mitleid mehr, sondern lies ihn fallen, vor ihre Pfoten, tot. Auf einmal realisierte was sie gerade getan hat. Sie sah sich hektisch um, doch es war niemand weit und breit zu sehen. Sie löschte ihre schlechten Gedanken aus, und zog ihn zum Lager zurück, wo noch gekämpft wurde. Als sie die Lichtung mit seinem Körper betrat, war plötzlich alles still. Diamantenpelz schnappte erschrocken nach Luft als sie ihren ehemaligen Gefährten tot liegen sah. „Ich hab ihn so gefunden.“ knurrte Sandgesicht „Diese Ratten von RegenbogenClan haben ihn getötet!“ So war es doch, oder? Wären sie nicht gekommen, wäre er noch am leben! Blätterstern's Augen weiteten sich vor Schock, dann knurrte sie Froststern an „Sieh dir nur was deine Krieger getan haben!“ fauchte sie wütend. Eselsschweif stellte sich neben sie, doch Froststern sagte nichts darauf, er blickte den toten Schwarzstreif nur unwohl an. „Es hätte niemand sterben sollen“ murmelte Froststern. „Verschwindet jetzt aus unserem Lager!“ fauchte Sandgesicht. Froststern sagte nichts darauf, sondern nickte seinen Krieger zu, sich zurückzuziehen. Die Katzen machten Platz, um Diamantenpelz zu Schwarzstreif zu gehen. Sie setzte sich traurig vor ihm hin und senkte den Kopf. „Das hast du nicht verdient..“ murmelte sie leise. Sandgesicht traute ihren Ohren nicht als ihre Mutter das sagte. Vater hatte sie ständig schlecht behandelt, und hatte noch dazu eine andere Gefährtin. Diamantenpelz leckte Schwarzstreif über die Wange „Wir sehen uns im SternenClan“ Danach ging sie zurück, um die verzweifelte Eibenblatt zu ihm zu lassen. Sandgesicht lief zu Diamantenpelz „Mutter! Du musst ihn hassen! Du solltest froh sein, dass er fort ist!“ Diamantenpelz seufzte, sah Sandgesicht mitfühlend an „Ich weiß du hasst ihn. Aber ich nicht. Ich liebe ihn“ Sandgesicht fauchte wütend und verzweifelt „Das bildest du dir nur ein! Du hasst ihn! Er war nie dein Gefährte, er liebte Eibenblatt, und er hasste uns, seine Töchter!“ Diamantenpelz sah sie lang an „Ach Sandgesicht. Ich bin alt, das weißt du. Ich spüre keinen Hass mehr. Ich habe drei wunderbare Töchter. Aber wenn du mal jemanden findest, den du liebst, vergehen die Gefühle nicht so schnell. Ich habe es nie bereut seine Gefährtin zu sein. Eines Tages wirst du sojemanden auch finden“ Sandgesicht schüttelte sich, fauchte wütend „Niemals!“ dann drehte sie sich um, ihr schlechtes Gewissen meldete sich wieder. Doch sie schüttelte es ab, als sie Eibenblatt hörte „Es tut mir leid dass ich dir keine Junge schenken konnte“ Sandgesicht sah sie kalt an „Er hatte bereits Junge, dafür brauchte er dich nicht“ Eibenblatt sah genauso kalt zurück „Ihr wart für ihn nie seine Töchter. Er wollte dass ich ihm Junge schenke, nicht Diamantenpelz“ Sandgesicht hörte ihr nicht länger zu, sondern ging in die Kinderstube. Zum einen, um Eistanz' Junge zu sehen, zum anderen mit Sternenkraft zu sprechen. Als sie den Bau betrat, lag Splittermeer bei Eistanz „Deine Jungen sind wunderschön!“ Ihr wurde warm ums Herz wenn sie daran dachte dass Splittermeer bereits einen zweiten Wurf Junge erwartete. Glockenpfote drückte sich an ihre Mutter. „Eistanz“ murmelte Sandgesicht. Eistanz sah Sandgesicht an „Stimmt es dass Schwarzstreif tot ist?“ fragte sie nervös. Sternenkraft sah Sandgesicht plötzlich eindringlich an. Sandgesicht hatte das Gefühl, dass Sternenkraft es schon wieder weiß. Sandgesicht nickte einfach nur, doch sie spürte Sternenkraft's brennenden Blick immernoch. „Wer hat ihn getötet?“ fragte Eistanz, leckte den Körper ihrer Jungen ab. „Das ist jetzt nicht wichtig“ Sie sah auf Eistanz' Junge „Du hast mir gar nicht erzählt dass du Junge erwartest. Wer ist der Vater?“ Eistanz' Augen wurden klein und nervös. „Ist doch egal. Sie sind perfekt, nicht wahr?“ Sandgesicht nickte. Sie erkannte eine kleine Kätzin mit braunem Fell und weißen Pfoten. Neben der Kätzin lag ein schildpattfarbener Kater welcher ein kleines Quieken von sich gab. „Das sind Vogeljunges und Ampferjunges“ miaute Eistanz nervös. „Wow, sie sind wunderschön!“ miaute Sandgesicht entzückt. „Findest du? Ich meine.. ja“ Sternenkraft seufzte plötzlich. Notenjunges, der Sohn von Lärchensprenkel sah die Beiden neuen Junge an „Mama, kann ich mit ihnen spielen?“ Lärchensprenkel schüttelte den Kopf „Noch nicht, Notenjunges. Sie sind noch zu klein“ Notenjunges Bruder, Edeljunges schlief währenddessen. Sandgesicht war glücklich, bis Eistanz wieder Schwarzstreif erwähnte „Ich werde mich mal von ihm verabschieden gehen“ Sandgesicht sah sie entsetzt an „Wieso? Er hasst uns!“ Sternenkraft sah sie wieder eindringlich an, Sandgesicht sah sofort weg. „Ja.. aber.. ich weiß nicht“ murmelte Eistanz. Sandgesicht schüttelte den Kopf, und ging dann aus der Kinderstube. Sie warf Eistanz noch einen langen aber glücklichen Blick zu. Als sie aus der Kinderstube war, wollte sie sofort aus dem Lager. „Sandgesicht? Warte mal! Willst du dich nicht von ihm verabschieden?“ fragte Blätterstern plötzlich. Sandgesicht warf der Anführerin nur einen kurzen Seitenblick zu, der offenbar genug sagte, denn Blätterstern nickte. „Sandgesicht, komm mal bitte in meinen Bau“ Als Sandgesicht die eisige Stimme von Sternenkraft hörte gefrohr ihr das Blut in den Adern. Unauffällig folgte sie ihr. „Ich muss mit dir reden“ sagte Sternenkraft „Ich mit dir auch“ miaute Sandgesicht „Zuerst ich. Ich glaube, Eistanz ist völlig überfordert mit Jungen. Du weißt, dass sie immer schwächer und nervöser als alle anderen war“ Sandgesicht nickte verständlich „Worauf willst du hinaus?“ fragte Sandgesicht. Sternenkraft seufzte „Ich weiß es nicht. Ich hoffe Splittermeer unterstützt sie gut. Was wolltest du mir eigentlich sagen?“ Sandgesicht atmete schneller „Fragen trifft es eher. Wirst du dich von Schwarzstreif verabschieden?“ Sternenkraft sah sie verwirrt an „Wieso sollte ich? Er würde es bei uns auch nicht tun.“ Dann seufzte sie erleichtert. „Ich frage mich trotzdem wer ihn umgebracht hat“ Sandgesicht sah Sternenkraft lang an, welche allerdings schon wieder Kräuter sortierte. „Ich“ spuckte sie kalt aus. Sternenkraft fiel der Bündel Kräuter aus dem Mund, ihre Augen weiteten sich. Doch sie sah nicht erschrocken aus „Ich hab mir das eigentlich schon gedacht. Du bist die einzige die ein Motiv hätte“ Sandgesicht sah sie empört an „Und was ist mit dir? Oder Eistanz? Oder Mutter?“ „Ich bezweifle sehr stark dass Eistanz gleichzeitig ihren Vater töten und Junge bekommen kann. Ich war übrigens bei ihr, sonst hätte sie die Nerven verloren. Und Mutter? Mutter tut keiner Fliege was zuleide“ Sie entspannte sich wieder „Ja.. vielleicht hast du recht“ Sternenkraft nickte „Ich muss jetzt weg. Bis später, ja?“ fragte Sandgesicht „Bis später, Schwesterherz“ murmelte Sternenkraft noch in Gedanken verloren, bei ihren Kräutern. Danach huschte Sandgesicht aus dem Lager.

Kapitel 6

Auf der Suche nach Silber dachte sie viel nach. Über das was Sternenkraft gesagt hatte, und über das was sie getan hatte. Es ist nicht meine Schuld redete sie sich die ganze Zeit ein. Plötzlich sah sie Silber, eine schwarz-getiegerte Kätzin bei ihm. Sie war bildschön, ihre Augen leuchteten Blau. „Silberdunst! Du liebst mich! Du hast es mir geschworen!“ Sandgesichts Herz brach auf einmal in Zwei, als die Kätzin das sagte. „Ich heiße schon lange nicht mehr so, Dunkellicht, und das weißt du auch. Und du weißt auch, dass nun alles anders ist“ „Sandgesicht ist Schuld, nicht wahr? Die Zweite Anführerin des LichtClans!“ knurrte Dunkellicht traurig. Dunkellichts Körper war allgemein sehr unnatürlich, fast Silouettenhaft. „Ich liebe dich, Silberdunst, und ich werde es immer tun“ Sandgesicht fühlte sich grün vor Neid „Ich wünschte ich könnte das gleiche sagen, Dunkellicht. Aber meine Zeit ist noch nicht gekommen, und ich habe dir bereits lange vor deinem Tod gesagt, dass wir keine Gefährten mehr sind“ Dunkellicht senkte den Kopf „Ich werde ewig auf dich warten“ Dann verschwand sie plötzlich. Sandgesicht schüttelte sich zum gefühlten 100-tenmal, ehe sie knurrte. Silber drehte sich um „Sandgesicht!“ Sein Gesicht war fröhlich, er leckte Sandgesicht über das Ohr. Sandgesicht sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an. „Wer war das?“ fragte sie. „Dunkellicht. Meine ehemalige Gefährtin. Aber ist doch egal, ich empfinde nichts mehr für sie. Du bist die einzige, der mein Herz gehört, Sandgesicht!“ Innerlich wollte Sandgesicht vor Freude umher springen und ihm sagen, dass sie das gleiche fühlte, doch ihre gesamte Seele wehrte sich dagegen. „Lügner“ murmelte sie traurig. Silber sah sie verletzt an „Hey, wieso sagst du das? Ich liebe dich, Sandgesicht!“ Sandgesicht sah traurig weg, aus irgendeinem Grund traute sie ihm nicht mehr Mutter sagte ich werde mal einen Gefährten finden, dem ich alles verzeihen werde. Will ich sowas? Nein! Ich brauche sowas nicht! Ich bin nicht so schwach! „S-Sandgesicht?“ Er ging einen Schritt näher auf sie zu. Sie zuckte zurück „Ich kann das nicht, Silber! Ich bin nicht so schwach!“ fauchte sie. „Liebst du mich denn auch?“ fragte er hoffnungsvoll. Ihre giftgrünen Augen musterten ihn lange, ehe ihre Zähne knirschten „Weiß ich nicht, beim SternenClan!“ dann wollte sie laufen, doch er hielt sie fest. „Bitte geh nicht!“ flehte er. Sandgesicht sah ihn traurig an. „Es tut mir leid“ sagte sie und riss sich los. Als sie lief, begegnete sie plötzlich Blätterstern, welche sie scharf ansah „Soso, du verrätst deinen Clan?“ Sandgesicht knurrte „Blödsinn.“ „Oh, dann war das also nicht Silberdunst aus dem RegenbogenClan? Sandgesicht, manchmal frage ich mich, ob du die Richtige Wahl als Zweite Anführerin warst. Du schleichst dich ständig weg, triffst dich mit Einzelläufern und fast jeder hat Angst vor dir. Was soll das?“ „Ich wüsste nicht dass dich das etwas angeht“ „Vielleicht hätte ich nicht dich sondern Eibenblatt als Stellvertreterin wählen sollen...“ „Ich bin zehnmal so gut wie Eibenblatt!“ fauchte sie, und warf Blätterstern um. Diese keuchte „Hast du den Verstand verloren?!?“ Doch Sandgesicht lächelte plötzlich. Dann sprang sie Blätterstern an, mit all dem Wut gegen Silber und Dunkellicht, gegen ihren Vater und gegen Blätterstern. Sie fuhr ihre langen, scharfen Krallen aus, und rammte sie Blätterstern in die Kehle. Nicht ihre Zähne, sondern die Krallen. Blätterstern ließ einen ersticken Schrei aus. „Verschwinde du nutzlose Anführerin!“ zischte sie Blätterstern ins Ohr. Blätterstern sankt zusammen, und rührte sich nicht mehr. Keuchend stand Sandstern vor ihr, knurrte. Plötzlich spürte sie Augenpaare auf sich ruhen. Erschrocken wandte sie den Kopf und sah ihre Schwester wie angekettet am Boden stehen, nicht schockiert. Nein, ihr Blick verriet gar nichts. „S-Sternenkraft? Was machst du denn hier?“ „Ich bin dir gefolgt. Einfach so, Schwesterherz“ murmelte Sternenkraft leise. Sie sah Blätterstern an. Snadgesicht ebenso, und schaute dann Sternenkraft an „Ich muss sie noch 8 mal töten. Erst dann kann sie nichts hiervon verraten. Aber sie ist ziemlich ruhig dafür dass sie sich gerade beim SternenClan regeneriert“ Sternenkraft's Blick blieb weiterhin ruhig, allerdings schüttelte sie den Kopf „Nein, Sandgesicht. Blätterstern wird nicht zurückkommen. Sie ist fort. Sie hatte nie ihre 9 Leben erhalten“ Erschrocken machte Sandgesicht einen Schritt zurück „Bitte was?! A-Aber wieso? Lichtstern hat sie doch fair als Zweite Anführerin ernannt!“ Sternenkraft seufzte „Sie glaubte nie an den SternenClan. Deshalb erhielt sie keine 9 Leben. Sie weigerte sich mit ihnen zu sprechen. Und auf mich hört sie sowieso nicht... beziehungsweise hörte.“ Sandgesicht und Sternenkraft schwiegen, ihre Blicke ruhten aufeinander „Wieso hast du es getan?“ fragte Sternenkraft schließlich. „Sie wollte mir den Stellvertreterposten entziehen. Was hätte ich tun sollen?“ Sternenkraft nickte „Schon gut. Bring sie hier weg. Wir müssen sie zum Clan bringen“ Sandgesicht sah sie schockiert an „Bist du wahnsinnig? Wenn der Clan meine Fellfetzen an ihr sieht?“ „Riech doch mal, Sandgesicht! Hier stinkt es überall nach Fuchs. Du hast sie einfach gegen die Füchse verteidigt. Dann glaubt man dir auch leichter mit den 9 Leben.. niemand weiß, dass sie keine 9 Leben erhalten hat“ Sandgesicht nickte kurz, und deutete ihrer Schwester dann, Blätterstern mit ihr zu heben. „Sternenkraft?“ fragte sie noch leise „Ja?“ Die Heilerin sah zu Sandgesicht „Wieso hilfst du mir? Du verstößt gegen das Gesetz und bringst dich in echte Schwierigkeiten“ Sternenkraft sah zu Boden, antwortete nicht, sondern versuchte Blätterstern irgendwie aufzuheben „Du bist meine Schwester“ murmelte sie leise, ehe sie gemeinsam mit Sandgesicht Richtung Lager ging. Kurz bevor sie beim Lager waren, spuckte Sternenkraft „Tu so, als wärst du erschöpft!“ aus, und maschierte dann weiter. Sandgesicht gehorchte und begann zu keuchen. Als die Beiden die Lichtung betraten, hörte man das Klagen der Katzen. Rußschweif sah Sandgesicht und Sternenkraft verwirrt an, ihr Blick schockiert auf die ehemalige Anführerin. Sternenkraft ließ den Körper sanft zu Boden gleiten, und Sandgesicht erhob das Wort „Füchse haben mich und Blätterstern attakiert! Ich konnte den Fuchs töten, aber Blättersterns Leben nicht retten“ Sie sah Sternenkraft verschmitzt an, diese starrte leer zurück. Die LichtClan-Katzen gingen schweigend und trauernd zu Blätterstern, verabschiedeten sich von ihr. Eselsschweif sah sie völlig schockiert an. Sein Blick voller Trauer. Sandgesicht sah Eselsschweif an. Er stand kauernd und traurig vor Blätterstern's Körper. Er murmelte leise „Welcher Fuchs haucht alle 9 Leben einer Katze aus?“ Sandgesicht sah ihn an. Entschlossen sprang sie auf den Felsen „Katzen des LichtClans!“ Die Katzen sahen sie an „Wir alle trauern um den Verlust unserer Anführerin Blätterstern. Doch ich habe bereits nun schon etwas vor. Eselschweif“ Sie sah den Ältesten an, ihre grünen Augen ruhten auf ihn „Tritt vor zu mir“ Er gehorchte ihr, sah sie skeptisch wie immer an, und setzte sich dann vor sie. „Blätterstern war eine edle Anführerin. Eselsschweif, von heute an sollst du Glanzaugen heißen, damit deine Augen für immer für deine geliebte Gefährtin strahlen, auch wenn sie nun im SternenClan weilt.“ Nein, tut sie nicht dachte SandgesichtDenn sie hat nie an den SternenClan geglaubt Sandgesicht legte ihren Kopf auf den seinen, legte ihm über die Stirn und rief dann „Glanzaugen!“ Die Katzen der Lichtung stimmten mit ein. Sandgesicht sah ihm tief in die Augen und dachte leise Das ist meine Art Entschuldigung dafür zu sagen, dass ich sie getötet habe.. Danach ging sie zu Eistanz, ihrer anderen Schwester. Sternenkraft hatte ihr offenbar nichts erzählt, und dafür war sie auch dankbar „Komm bitte mit mir, wenn ich meine neun Leben empfange“ Eistanz sah sie überrascht an „Jetzt?“ fragte sie „Ja. Jetzt“

Während dem Weg zu den Felsen versuche Eistanz postitiv zu denken "Freust du dich schon?" Ja, hätte sie am liebsten gesagt Endlich wird dieser Clan einen Wert haben aber sie verkniff es sich "Ja, ich bin aufgeregt" Murmelte sie schließlich. Sandgesicht deutete auf den Mondsagerort, der so groß war, dass sie ihn schon sehen konnten. Der Weg dauerte noch ewig,und es kamen Sandgesicht vor wie Monde. Doch sie erreichten den Platz. Eistanz wartete vor der Höhle "Viel Glück" murmelte sie noch glücklich, ehe Sandgesicht in der Höhle verschwand. Es war dunkel, und kalt. Doch Sandgesicht fühlte sich wohl. Sie wusste, heute würde sie endlich Anführerin werden. Sie legte ihren Kopf auf den kühlen Stein, und fand sich auf einer Lichtung wieder. Viele Stimmen schossen ihr in den Kopf. Bekannte, unbekannte, und vollkommen fremde. Erst nach einer Zeit sah sie ein paar wenige Katzen herabsteigen. Sandstern's Füße fühlten sich schwammig an, als würden sie gleich verschwinden. Die erste Katze die Sandgesicht sah, war eine graue Kätzin, deren Augen wie die von Eistanz aussahen. Ihr Blick war klar, freundlich und fröhlich "Willkommen Sandgesicht" miaute sie "Ich bin Eisige Nacht, einst Fuchspfote im LichtClan, und die Schwester deiner Mutter" sagte sie noch feierlich. Sandgesicht wusste von Fuchspfote. Diamantenpelz hatte ihr von ihr erzählt. Allerdings konnte sie den Namen Fuchspfote bei einer grauen Kätzin absolut nicht nachvollziehen. Eisige Nacht berührte ihre Nase "Mit diesem Leben gebe ich dir Mut. Benutze ihn gut, um deinem Clan immer treu beizustehen" Ein Blitz fuhr in Sandgesicht, sie spürte höllischen Schmerz, Angst und sah außerdem einen riesigen Baum, der plötzlich zusammenkrachte, genau auf sie. Doch in dem Moment öffneten sich ihre Augen. Eisige Nacht ging zurück an ihren Platz. Als nächstes kam eine schwarze, dicht befellte Kätzin hervor. Ihre Augen waren grau, aber sie war nicht blind "Mein Name ist Mythe. Ich habe den Clans sehr viel schon geholfen" miaute sie, kurz und knapp, doch ihr Blick war freundlich. "Mit diesem Leben gebe ich dir Gerechtigkeit. Nutze es gut, um in deinem Clan die richtigen Entscheidungen zu treffen" Diesmal war der Blitzschlag nicht schmerzhaft, sondern sanft, jedoch sehr weise. Sie fühlte sich wie die Weiseste aller Katzen, die immer gerecht und freudig war. Mythe ging zurück zu ihrem Platz. Die nächste Katze, war ein grauer Kater. Sandgesicht wusste, dass es Tintenherz' Bruder Rußpfote sein müsste. Rußpfote sah sie freundlich an "Mit diesem Leben gebe ich dir Treue. Treue zu deinem Clan, Treue zu deinem Posten und Treue zum SternenClan" murmelte er. Wieder fuhr ein eiskalter Blitz in sie, diesmla jedoch kein Schmerz, sondern tiefe Trauer. Sie fühlte die Trauer, als Rußpfote's kleine Schwester starb, und als er selbst starb. Dann ging er wieder auf seinen Platz. Die nächste Katze war jemand, den Sandgesicht nicht kannte. Sie ging langsam aber stetig auf Sandgesicht zu „Hallo, Sandgesicht, herzlich Willkommen bei uns. Mein Name ist Orchideenflügel. Ich war die allererste Stellvertreterin von Traumstern. Allerdings war meine Zeit bereits gekommen.“ Orchideenflügel beugte sich zu ihr vor „Mit diesem Leben gebe ich dir Ausdauer. Ausdauer brauchstdu, um deinen Clan durch schwierige Zeiten, und vorallem Hungersnot durchzführen“ Sandgesicht spürte ein ungewohntes Kribbeln im Magen, was ihr nicht gefiel, aber mehr geschah nicht, ehe die TraumClan-Kriegerin zurücktrat. Als nächstes sah Sandgesicht Tintentot, Tintenherz' anderen Bruder. Sie mochte ihn immer sehr. "Hallo Sandgesicht" sagte er freundlich "Mit diesem Leben gebe ich dir die Fähigkeit zu lehren. Nutze sie, um all die Jüngeren von deinen Weisheiten zu lehren" sagte er noch, bevor wieder ein furchtbar schmerzhafter Blitz in sie fuhr. Der bisher schmerzhafteste von allen. Tintentot ging zurück auf seinen Platz. Bei der nächsten Katze fehlten Sandgesicht die Worte. Licht, die Gründerin des LichtClans trat vor. Sie sah Sandgesicht wohlwollend an "Willkommen, Sandgesicht! Wir sind alle sehr stolz auf dich!" sagte sie sanft "Mit diesem Leben gebe ich dir Mitgefühl. Zeige es vor allen, die schwächer sind als du" Ach dieses Leben war furchtbar schmerzhaft für Sandgesicht. Sie fühlte sich.. blind. Dann erinnerte sie sich daran, dass Licht ja blind war. Doch die Kätzin ging zurück auf ihren Platz. Nun trat Engelsflügel vor, die Mutter von Rußschweif und Fährenwolke "Mit diesem Leben gebe ich dir Liebe" sagte sie warmherzig "Liebe deinen Clan und Clangefährten wie eine Königin ihre Jungen" Sandstern war nicht auf den plötzlichen, agressiven Schock gefasst, doch sie wusste warum er so war: Engelsflügel trauerte ihren Jungen nach, welche einigermaßen gefürchtet im Clan sind. Die Kätzin ging zurück. Nun kam nur noch eine rote Kätzin vor. Sie wusste wer es war, doch ihren Namen kannte sie nicht. Auch fiel Sandstern auf, dass es die letzte Katze war, jedoch erst das 8. Leben übergab. "Mein Name ist Rotlicht" sagte die Kätzin feierlich "Ich bin eine der SternenClan-Weisesten. Mit diesem Leben gebe ich dir Edelmut, Sicherheit und Glauben. Edelmut für deinen Clan, Sicherheit für dich und deine Clangefährten und Glauben an den SternenClan" Diesmal war der Schlag etwas sanfter. Als er abebbte blieb Rotlicht ernst vor ihr stehen "Ich weiß was du getan hast. Deshalb ist Blätterstern auch nicht da. Sonst weiß es niemand. Vorest wird es unser Geheimnis bleiben. Du wirst deshalb kein 9. Leben erhalten, Sandgesicht. Führe deinen Clan gut, Sandstern." Damit sangen die SternenClan Katzen ihren Namen "Sandstern! Sandstern! Sandstern!" riefen sie laut. Dann verschwanden sie. Normalerweise müsste Sandstern nun aufwachen, jedoch schlief sie weiter. Kein 9. Leben zu bekommen war ein seltsames Gefühl für sie. Plötzlich erschrack sie, als eine Katze auf sie zukam, die wie sie selbst aussah. Sandstern dachte, ihr Spiegelbild war vor ihr! Jediglich ein wenig sah anders aus "Mein Name ist Armalia" murmelte die Kätzin "Ich bin eine deiner Ältesten Vorfahren" sagte sie schließlich. Sie sah Sandstern an. "Ich bin keine SternenClan Katze. Als ich lebte, gab es keine Clans. Doch, ich gebe dir trotzdem ein Leben.. ich denke, es würde akzeptiert werden. Natürlich darf niemand davon erfahren" murmelte Armalia. Sandstern sah sie an "Ich bin einverstanden" murmelte Sandstern "Mit diesem Leben" gebann Armalia feierlich und geheimnisvoll "Gebe ich dir Schutz. Schütze deine Geschwister und deine Freunde vor den Grausamkeiten der anderen Clans. Vernichte die anderen, denn nur so, wird dass was dir wichtig ist, am leben bleiben. Gib allen die du liebst, vorallem deinen Geschwister, das Gefühl, dass sie das wichtigste im Clan sind. Denn ich durfte dieses Gefühl nie erleben. Töte wie Shyra, liebe wie Crystal, denke wie ich" Diesmal sah Sandstern einen Wald um sich, doch das Leben schmerzte nicht. Im Gegenteil, es fühlte sich sogar gut an "Danke, Armalia" schnurrte sie. Doch Armalia war bereits verschwunden. Langsam erwachte Sandstern wieder..

"Sandgesicht! Wie war es?" fragte Eistanz, als Sandstern aus der Höhle kam. "Unbeschreiblich" sagte sie. "Sandstern.. an den Namen muss ich mich erst gewöhnen." kicherte Eistanz. "Lass uns nach Hause gehen." Auf dem Weg nach Hause begegneten sie Silber. "Geh schon vor, Eistanz." Eistanz nickte und verschwand. "Was willst du hier?" flüsterte Sandstern. "Sandgesicht, hör..." "Sandstern." verbesserte ihn Sandstern. "Herzlichen Glückwunsch, aber deswegen bin ich nicht hier." Er sah sie ernst an. "Ich will wissen, was mit dir los ist." Sandstern schaute weg. "Ich muss mich dazu nicht äußern." Plötzlich tauchte Dunkellicht auf. "Sandstern?" fragte die schöne Kätzin ängstlich. "Verschwinde!" fauchte Sandstern. "Dies ist LichtClan Gebiet!" Dunkellicht sah sie böse an. "Silber hat dir nichts getan. Er liebt dich! Hast du denn kein Herz?" "Wenn ich könnte, würde ich dich töten!" Silber fauchte. "Sandstern, wieso sagst du sowas? Möchtest du wirklich gegen sie kämpfen?" Dunkellicht schaute ihn schüchtern an. "Diesen Kampf würde ich nicht gewinnen. Sandstern ist... sie hat eine besondere Stärke, die durch Wut auf die Welt verstärkt wird. Das macht sie unbesiegbar" Sandstern fauchte. "Du wagst es über mich zu urteilen?!" Silber sah Sandstern traurig an. "Sandstern.. wieso..wieso tust du das? fragte er. Sandstern sah ihn an. "Ich bin ich selbst! Und das werde ich auch immer bleiben, verstanden?!" Dann lief sie weg.

Kapitel 7

Als sie traurig wieder im Lager war, sah sie die Katzen an, welche ihr zujubelten „Sandstern! Sandstern!“ Sie sah alle genau an, und sprang dann auf den Großfelsen „Es wird Zeit einen Stellvertreter zu wählen. Meine neue Zweite Anführerin wird Gräserpelz sein, aufgrund ihrer Stärke!“ Als sie traurig wieder im Lager war, sah sie die Katzen an, welche ihr zujubelten „Sandstern! Sandstern!“ Sie sah alle genau an, und sprang dann auf den Großfelsen „Es wird Zeit einen Stellvertreter zu wählen. Meine neue Zweite Anführerin wird Gräserpelz sein, aufgrund ihrer Stärke!“ Die Katzen jubelten erneut. Gräserpelz sah Sandstern ehrfürchtig an „Wow! Damit hatte ich nie gerechnet!“ Plötzlich sah Sandstern Rußschweif an Ich wünschte du wärst meine Zweite Anführerin dachte sie. Rußschweif sah sie ebenfalls an, aber sie lächelte. Sternenkraft huschte aus dem Heilerbau „Ähm.. Ich möchte ja nicht stören, aber Splittermeer hat ihren Zweiten Wurf bekommen. Es ist diesmal nur ein Junges, eine wunderschöne kleine Kätzin. Splittermeer nannte sie Lichtjunges, um dem LichtClan zu ehren. Sie wollte dass ich dies verkünde“ Dann war sie wieder still. Freudiges Miauen war unter den Clankatzen „Dies ist ein wunderbarer Tag“ murmelte Sandstern. Sie sprang vom Großfelsen, und hörte Rußschweifs Stimme „Ich werde mich erst daran gewöhnen müssen, dich Sandstern zu nennen, meine Gute“ Sandstern schnurrte „Ich baue auf deine Unterstützung, Rußschweif“ Sie nickte „Natürlich. Immerhin hab ich gesehen, wie du Schwarzstreif getötet hast“ Sandsterns Augen weiteten sich „D-Du hast was?“ Sie nickte „Keine Sorge, ich behalte es für mich. Und verstehen kann ich es auch“ Erleichtert seufzte Sandstern „Danke, Rußschweif. Das bedeutet mir sehr viel. Du kommst natürlich mit zur Großen Versammlung heute Nacht.“

„Gut, lasst uns gehen“ Sandstern ging mit einigen Kriegern und Schülern aus dem Lager. Sie bestand auch darauf, dass Eistanz mitkam, auch wenn sie protestiert hatte. Sie wollte wissen wer der Vater ihrer beiden Jungen war, doch sie sagte nie etwas darüber. Sandstern beschloss Sternenkraft zu fragen, sobald sie mit ihr alleine war, doch Sternenkraft ging alleine in der Nähe der Gruppe, Frostsäbler wich wie immer nicht von ihrer Seite. Sandstern schmunzelte als sie daran dachte, dass er einst ihr Mentor war, und seit dem Gefühle für sie entwickelt hatte. Als Sternenkraft sich entschied Heilerin zu werden war er sehr verletzt, aber er kam darüber hinweg. Vielleicht war ja er der Vater von Eistanz' Jungen? Aber als Sandstern sah wie Frostsäbler Sternenkraft ansah, wusste sie, dass das niemals sein konnte. Insgeheim fragte sich Sandstern immernoch, wieso Sternenkraft sich dazu entschieden hatte eine Heilerin zu sein, sie war zwar nie eine große Jägerin, allerdings war sie groß und stark. Sie ging sich nun trotzdem neben ihrer Schwester, und sah Frostsäbler an „Lässt du uns bitte kurz alleine?“ Er nickte kurz und warf Sternenkraft einen Blick zu, doch sie sah nicht mal zurück. „Sternenkraft, ich würde dir erlauben einen Gefährten zu haben, wenn du das wünscht“ flüsterte sie als Frostsäbler weg war. Sternenkraft knurrte wütend, sagte darauf aber nichts. Was dieses Thema anging war sie sehr schnell aggressiv. „Okay, ich hör ja schon auf. Eigentlich wollte ich dich etwas anderes fragen“ Sternenkrafts Ohrenspitzen zuckten kurz, sie veränderte ihren Blick allerdings nicht „Wer ist der Vater von Eistanz' Jungen“ Sternenkraft bleib kurz stehen, und sah ins Leere „Habichtschatten“ murmelte sie schließlich. Sandstern blieb ruckartig stehen „Bitte...was?!“ Habichtschatten war der arroganteste Kater des ganzen Clans, und keiner der drei Geschwister mochte ihn jemals. „Aber.. sie hasst ihn! Und er hasst sie auch! Und woher weißt du das!“ „Sie hasst ihn nicht“ war Sternenkrafts Antwort „Was..dann?“ Sternenkrafts Augen glitzerten, aber sie sagte nichts darauf „Hat sie dir das gesagt?“ Jetzt schüttelte sie ihren Kopf „Woher willst du das dann wissen?“ Sandstern verstand die Welt nicht mehr, warum war Sternenkraft eigentlich immer so verschlossen? „Ich weiß es einfach. Ist doch egal woher“ knurrte sie und ging dann schneller, um weiteren Fragen auszuweichen. Sandstern seufzte, und bemerkte, dass sie bereits beim Versammlungsort angekommen sind. Die anderen Clans waren schon anwesend. „Wir haben bereits gewartet“ knurrten einige SeeClan-Krieger, als die LichtClan-Katzen die Lichtung betraten. „Wo ist Blätterstern?“ fragte Tiefenstern, Anführerin des SeeClans. „Sie ist verstorben, ein Fuchs hatte sie getötet. Ich bin nun die neue Anführerin“ Als sie den letzten Satz sagte musste Sandstern plötzlich grinsen, und sie fühlte sich mächtig und endlich respektiert. Tiefenstern senkte den Kopf „Willkommen, Sandstern, wir trauern um den Verlust von Blätterstern“ Oh bitte, als hätte diese lächerliche Katze jemals etwas bewirkt! dachte sie wütend. Sie sprang zu den anderen Katzen auf den Großfelsen, als die restlichen Clans das sahen, begannen sie über Sandstern zu murmeln „Wer hätte je gedacht, dass sie Anführerin wird?“ dies war ein Krieger des RegenbogenClans, der in das Ohr einer braunen Kätzin flüsterte. Diese Kätzin erkannte Sandstern wieder: Es war genau die, die sie beim Kampf in die Flucht geschlagen hatte „Fühlt sich wohl als etwas besonderes“ antwortete diese arrogant und kalt. Sandstern hörte weg, doch die Kätzin hörte nicht auf „Stell dir mal vor, ich werde eines Tages Anführerin“ Der Kater kicherte „Sicher nicht, Braunblüte, dass passt einfach nicht zu dir.“ Braunblüte knurrte „Ach, und zu der schon? Drachenfeuer, seit wann bist du so ein Idiot geworden? Du bist fast so dämlich wie deine Schwester!“ Drachenfeuer schüttelte kurz den Kopf „Ist doch jetzt egal, Schönheit“ Schönheit? Wie kitschig! „Lasst uns die Versammlung beginnen!“ rief Froststern, er berichtete kurz vom RegenbogenClan, dass die Beute gut lief, und dass Junge geboren waren. Sandstern ärgerte es, dass er nichts von der Niederlage gegen ihren Clan berichtete. Auch Tiefenstern und Schlangenstern hatten nichts aufregendes zu berichten. Dann war Sandstern dran. Ihre erste Rede auf einer Großen Versammlung, doch sie lies sich keinerlei Nervosität andeuten. „Die Beute läuft gut im LichtClan, unsere Katzen sind wohl genährt. Zudem haben Splittermeer und Eistanz Junge bekommen, wir freuen uns sehr die neuen Krieger im Clan begrüßen zu dürfen“ Sie hielt kurz inne, und überlegte nicht länger „Außerdem hat der RegenbogenClan unser Lager angegriffen, doch wir konnten es verteidigen und die Feinde schlagen“ Sie sah Froststerns entsetzten Blick „Schwarzstreif wurde in der Schlacht getötet.“ beendete sie. Die RegenbogenClan Krieger trauten ihren Ohren nicht, was Sandstern gerade auf der Versammlung erzählt hatte „Hat die Alte den Verstand verloren?“ Das war Braunblüte, und wieder bekam Sandstern Wut als sie ihre Stimme hörte. „Sandstern, das ist eine Frechheit!“ knurrte Froststern wütend „Ja! Du bist noch nicht mal einen Mond Anführerin, und tust so als wärst du der ganze SternenClan!“ Braunblütes Gesicht war wutverzerrt. Plötzlich lächelte Sandstern „Ich bin zwar nicht der SternenClan“ Dann sah sie die Katzen an, ehe sie fauchte „Aber mindestens so stark!“ Niemand nahm sie ernst, im Gegenteil, die Katzen lachten sie aus. Sandstern fühlte sich plötzlich komisch, sie konnte allerdings nicht deuten wie. Wieder war Braunblüte die, die ihre Nerven strapazierte „Sandstern, ich weiß nicht ob ich dich so wirklich nennen sollte, aber sogar ein Junges wäre eine bessere Anführerin als du. Du solltest von da oben verschwinden und den Titel einer Katze geben, die auch weiß wie sie sich zu benehmen hat. Liegt wohl bei euch in der Familie“ Bei dem letzten Satz blickte sie auf Eistanz und Sternenkraft. Sandstern vergaß ihre guten Vorsätze, von nun an friedlich zu sein. Sie sprang vom Felsen „Du möchtest dass ich vom Felsen gehe?“ fauchte sie, und drückte Braunblüte zu Boden „Aber nur um dich in den Boden zu stampfen!“ Sie kratzte ihr über das Gesicht „Sandstern! Es ist Waffenruhe!“ Drachenfeuer versuchte Braunblüte zu verteidigen, doch Sandstern warf ihn mit einen kräftigen Hieb weg. Bei Braunblüte hingegen lies sie keine Nachsicht walken „Über meine Familie macht man keine Witze!“ hauchte sie ihr eiskalt ins Ohr, und hauchte ihr Leben mit einem einzigen Schlag aus. Die Katzen auf der Lichtung waren totenstill, niemand wagte es etwas zu sagen. Entschlossen und mit blutigen Pfoten sprang sie wieder auf den Großfelsen „Hört mir zu, der LichtClan regiert nun den Wald! Ihr sollt es nicht wagen, euch gegen mich aufzulehnen, sonst wird es ein Nachspiel haben! Denn nun bin ICH Anführerin!“ Sie sah Eistanz' entsetzten Blick, wie sie auf Braunblütes Körper sah. Dann sah sie vollkommen verstört Sandstern an. Sandstern konnte Eistanz nicht in die Augen sehen, doch sie wusste, wer es verstehen würde: Sternenkraft. Sie deutete den Katzen zu gehen, ehe sie mit schlechtem Gewissen zu ihrer Schwester lief „War es richtig, was ich getan hab?“ fragte sie sie. Sternenkraft seufzte „Das fragst du mich jedes Mal“ „Ich möchte eine Antwort!“ flehte Sandstern „Es wird schon in Ordnung sein“ murmelte Sternenkraft so leise, dass Sandstern es kaum hörte. Im Lager zurück waren alle Katzen noch sehr versört, doch Sandstern nahm es als Kompliment, dass sie ihr nun vertrauten.

6 Monde waren vergangen, die Katzen hatten sich langsam von dem Schock mit Braunblüte erholt, allerdings war die Feindschaft zwischen RegenbogenClan und LichtClan größer als je zuvor. Sandstern bemerkte, das Sternenkraft nervös auf und ab ging. Sie rief nach Glockenpfote, verwirrt und ängstlich. Sie bemerkte auch, wie Fährenwolke sie genervt anstarrte. Belustigst sah sie zu, als Fährenwolke aufstand, und mit Sternenkraft redete. Die beiden führten eine wortgewandte Diskussion, die damit endete das Fährenwolke mit knurrendem Magen aus dem Lager. Sandstern gesellte sich entzwischen zu ihrer Schwester "Was ist denn los?" fragte sie schließlich "Glockenpfote sollte längst zurück sein. Sie wollte doch lediglich Beeren holen! Ich mache mir Sorgen, Schwester" Sandstern nickte "Alles ist in Ordnung. Du kennst sie doch, sie ist jung und tallentiert. Sie weiß was sie tut" Sandstern schnurrte belustigt und leckte ihrer Schwester über das Ohr "Ja du hast recht. Sie wird eines Tages eine wunderbare Heilerin abgeben. Jedenfalls ist Fährenwolke sie suchen gegangen" "Sie wird sie finden. Du weißt dass sie eine gute Kriegerin ist" miaute Sandstern, Sternenkraft nickte wieder. Danach nahmen sie sich etwas vom Frischbeutehaufen und aßen gemeinsam. Doch dann roch Sandstern Blut, dass allerdings nicht von ihrer Maus kam. Ruckartig wandte sie den Kopf, und sah Fährenwolke mit einem weißem Bündel im Maul, doch das weiß war überdeckt mit blutroten Tönen und Schmutz. Sandstern blieb der Mund offen stehen. Sie erkannte die Katze anfangs nicht, und musste mit Schrecken feststellen wer es war. Sternenkraft kreischte neben ihr, ließ ihre Beute liegen und lief zu dem Haufen, der einst Glockenpfote war. "Ich.. habe sie auf dem Donnerweg gefunden, Sternenkraft" murmelte Fährenwolke, Mitleid in ihrem sonst so kaltem Tonfall. Sternenkraft kniete sich vor Glockenpfote's Leiche nieder, schluchzte in ihr ehemalig weißes Fell, und keuchte traurig. Sandstern sah immernoch entsetzt den Körper der Kätzin an. "Nein! Das darf nicht wahr sein!" Rabensturz fauchte, als er sah, dass seine Schwester tot am Boden lag. Doch er musste sich zuerst sofort um deren Mutter kümmern, denn Splittermeer hatte einen Nervenzusammenbruch, als sie Glockenpfote am Boden sah "SternenClan, warum, warum nimmst du mir mein Junges?!" kreischte sie verzweifelt, krümmte sich vor Leid. Rabensturz redete ihr gut zu, Sandstern deutete Sternenkraft, sich um sie zu kümmern. Sternenkraft sagte nichts, sondern trennte sich schweren Herzens von Glockenpfote und ging dann zu Splittermeer."Dies ist ein großer Verlust für unseren Clan, Fährenwolke. Wir brauchen eine Heilerschülerin. Glockenpfote war perfekt für diese Aufgabe. Ich hoffe Sternenkraft hat bereits eine neue Wahl getroffen" "Du willst so schnell nach Glockenpfote Tod Ersatz für sie?!" fauchte Eistanz. Sandster nickte nur. Sternenkraft hatte Splittermeer in den Bau gebracht, und sagte Sandstern dann "Halte so bald wie möglich die Zeremonie für Lichtjunges ab. Es war damals Glockenpfote Idee, dass sie eine tolle Heilerin sein würde. Ihr zu ehren, soll sie meine neue Schülerin sein." Splitttermeer hörte dies, und nickte dankend "Lichtjunges ist Glockenpfotes Schwester. Sie wird das sehr gut machen" Doch es tröstete sie nicht. Dann kauerte sie wieder vor Glockenpfote's Körper, trauernd. Sternenkraft sah auf den kleinen Körper und sagte "Ich sage diese Worte vor Glockenpfote, welche viel zu früh von uns ging" Sandstern bemerkte, wie alle Katzen Sternenkraft genau ansahen "Auch wenn du erst eine Schülerin warst, du warst bereits so weise wie eine volle Heilerin. Von nun an wird man sich an dich mit dem Namen Glockenklang erinnern." Sie leckte Glockenklang über das Fell. Splittermeer murmelte "Ich bin stolz auf dich Glockenklang" Und hob dann ihren Kopf und rief "Glockenklang! Glockenklang!" Die Katzen der Lichtung stimmten mit ein.

Kapitel 8

Wochen später saß Sandstern gemütlich vor ihrem Vogel und knabberte daran. Aus einem Augenwinkel sah sie Eistanz, welche vor Vogelpfote und Ampferpfote saß, und offenbar mit ihnen redete. Nach einiger Zeit merkte Eistanz aber den eindringlichen Blick ihrer Schwester und ging zu ihr. Das traurige Gesicht von ihr beunruhigte Sandstern, und das zurecht. Eistanz sah sie kurz an, und sagte dann „Sandstern? Wie geht es dir?“ Die Frage wunderte Sandstern, vor allem der Tonfall in dem Eistanz sprach „Gut..und dir?“ „Nicht gut. Überhaupt nicht. Und das weißt du.“ Sandstern stand sofort auf und sah sie gequält an „Weshalb? Hat dir Habichtschatten etwas getan?“ Bei diesem Namen zuckte Eistanz wieder zusammen „Nicht mehr als sonst. Aber er ist nicht das Problem. Ich kann nicht mit ansehen wie du den Clan zerstörst.“ Das traf die Anführerin des LichtClans wie ein Stein ins Herz. „Ich zerstöre den Clan nicht! Ich mache ihn stark!“ „Nein, du brichst die Regeln.“ Eistanz senkte den Kopf „Sieh mich an, Schwester. Ich bin keine Kriegerin. Und keine Mutter. Ich kann nicht mal für meine eigenen Jungen sorgen. Da sie keine Jungen mehr sind, habe ich einen Entschluss gefasst.“ Sandstern nickte „Wenn du zu den Ältesten willst, ist das okay. Mutter ist auch dort, ihr werdet euch bestimmt nicht langweilen.“ Sie erinnerte sich schmerzhaft daran, wie sie Diamantenpelz zu den Ältesten senden musste. Doch Eistanz' Augen waren nicht begeistert, „Das meine ich nicht. Ich werde gehen. Den Clan verlassen, Sandstern.“ Sandstern machte einen Schritt zurück „N-Nein! Das verbiete ich dir!“ Verzweiflung in ihrer Stimme, Angst in ihren grünen Augen, doch Eistanz sah so sicher aus, und auch so traurig. „Es tut mir leid.“ sagte sie noch „Aber das Clanleben ist nichts für mich. Ich bin keine Kriegerin. Ich kann kaum jagen.“ „Ist doch egal! Dann wirst du eben Älteste!“ knurrte Sandstern verletzt, hatte ein schlechtes Gewissen. Doch Eistanz schüttelte wieder den Kopf. „Ich werde gehen.“ wiederholte sie, und Sandstern wollte diesen Satz nicht hören. Sie fauchte vor Schmerz und Wut „Und wenn du eines Tages zurück kommst, und ich nicht mehr da bin? Was, wenn dich die anderen nicht aufnehmen?“ knurrte sie verletzt. „Ich komme nie wieder zurück.“ Sandstern fauchte, sank zu Boden „Verlass mich nicht..“ flehte sie leise, beinahe flüsternd. „Ich muss. Ich gehöre hier nicht her, früher nicht, und heute nicht.“ Als Sandstern auf ihre Pfoten sah, erinnerte sie sich an die große Versammlung. An Eistanz' Blick, als Sandstern Braunblütes Leben auslöschte. Dieser Blick. Er hatte etwas bedeutet. Und plötzlich wusste sie was. Sandstern hob langsam den Kopf und sah ihrer Schwester tief in die Augen, sie leuchteten vor Schmerz, „Du hast Angst vor mir.“ Eistanz sah sie kurz schweigend an, ehe sie ein leises „Und selbst wenn, das ändert meine Entscheidung nicht.“ herausquetschte. „Ich habe es für dich getan. Für dich und Sternenkraft.“ Eistanz machte einen Schritt zurück „Bist du des Wahnsinns? Du kannst doch nicht für andere töten!“ Sandstern kniff kurz die Augen zusammen und riss sie wieder auf „Aber ich habe es getan. Und ich würde es wieder tun.“ „Das darfst du nicht!“ „Sternenkraft sagte es ist in Ordnung!“ Eistanz schüttelte sich wütend, „Sternenkraft ist genauso wie du! Sie denkt doch nie richtig nach, bevor sie etwas sagt. Sie ist ständig in Tagträumen.“ Sandstern wusste, dass sie Recht hatte, aber sie gab es nicht zu und sagte „Ich liebe dich, du bist meine Schwester!“ Eistanz senkte den Kopf „Es tut mir so leid.“ Und dann lief sie plötzlich von der Lichtung. Panik ergriff Sandstern und sie peitschte ihr hinterher „Nein! Warte! Denk noch einmal über alles nach! Bitte!“ Doch Eistanz blieb nicht stehen und lief viel zu schnell. Sandstern merkte, wie ihr ihre ewig geliebte Schwester entglitt, als sie in den morschen Bäumen verschwand, in den tiefen Wald, wo sie sie nie wieder finden würde. Sie war weg. Und alles was von ihr übrig war, waren Ampferpfote und Vogelpfote. Verzweifelt machte es sich Sandstern zur Lebensaufgabe, die Beiden groß zu machen. Sie ging niedergeschlagen zurück ins Lager, langsam, und wünschte sich irgendjemanden an ihre Seite. Denn sie fühlte sich einsam, sehr einsam. Sie hatte das verloren, was sie ihr ganzes Leben lang beschützt hatte. Im Lager angekommen, sahen sie alle an, murmelten leise, und Sandstern sah Eistanz' Tochter und Sohn an. Habichtschatten stand ziemlich in der Nähe, sprach herablassend von Eistanz. Plötzlich war Sandsterns Trauer fort. Sie sah den Kater an, und murmelte „Habichtschatten.“ Er sah sie freundlich an „Ja, Sandstern?“ „Verschwinde.“ Seine Augen weiteten sich „Bitte was? Wohin? In den Bau?“ Seine Freunde, die bei ihm standen, Frostsäbler und Lärchensprenkel murmelten zueinander. „Nein.“ antwortete Sandstern kalt und es war ihr ein Vergnügen, den folgenden Satz zu sagen „Verschwinde aus meinem Clan.“ Sandstern hasste ihn. Er war der Vater der Jungen von Eistanz, aber interessiert hatte er sich nie für die Beiden, und für Eistanz sowieso nicht. Er hatte sie ausgenutzt, und nun sprach er schlecht über sie, wo Sandstern sie verloren hatte. Doch Habichtschatten atmete schwerer, deutlich hörbar, und sah sie verzweifelt an „Das kannst du nicht machen! Ich bin ein treuer Krieger!“ Doch Sandsterns Blick blieb standhaft, und da war ein freudiges Aufblitzen in ihren Augen. Es machte ihr Freude, ihn verzweifelt zu sehen. „Ich habe gesagt, du sollst verschwinden.“ „Das kannst du nicht machen! Es ist nicht meine Schuld, dass die Verrückte weg ist!“ Sandsterns Augenlieder zuckten kurz, aber ihr Blick war immer noch klar und bestimmend, „Entweder du verschwindest, oder du stirbst. Hier und jetzt.“ Und er wusste, sie meint es ernst. Er ging einen Schritt auf sie zu, flehend sagte er „Bitte nicht, Sandstern! Es tut mir leid!“ Doch sie ignorierte ihn „Wenn ich dich auf unserem Gebiet finde, bringe ich dich um. Und jetzt geh.“ Frostsäbler wollte etwas sagen, doch als er einen Schritt machte, warf ihm Sandstern einen scharfen Blick zu, und Lärchensprenkel zog ihn zurück. Habichtschatten sah seine Beiden Freunde an, und ging dann in Richtung Lagerausgang. „Du bist ja immer noch da.“ murmelte Sandstern drohend und grub ihre Krallen in den Boden. Das war die letzte Warnung, die sie ihm gab, und er wusste es. Denn er machte einen Satz aus dem Lager. Verbannt. Für immer. Zufrieden seufzte Sandstern auf. Frostsäbler fauchte, sah Sternenkraft, welche neben ihm stand verzweifelt an „Tu etwas! Sie ist deine Schwester, auf dich wird sie hören!“ Sternenkraft bewegte sich nicht. Ihre dunklen Augen blickten glasig in die Mitte des Lagers. Sandstern sah sie genau an. Das meinte Eistanz also, und jetzt wusste sie genau was sie sagen wollte. Sternenkraft träumte, sie war nicht vollständig da, wenn sie nicht gebraucht wurde. Erst nach einer Zeit blinzelte sie, und sagte dann „Ich habe Eistanz verloren.“ murmelte sie niedergeschlagen, und stellte sich neben Sandstern, drückte ihren Kopf an den ihrer Schwester. Frostsäbler sah sie ungläublich an, als sie dies tat. Doch Sandstern war so dankbar, dass Sternenkraft zu ihr stand. „Da der Verräter jetzt weg ist, versuchen wir halbwegs harmonisch zu leben.“ Doch Sandstern wollte zuerst zu Vogelpfote und Ampferpfote. Vogelpfote sah wütend aus, während Ampferpfote nachdenklich war. „Meine Lieben. Ihr werdet wunderbare Krieger.“ Vogelpfote keifte „Unglaublich dass sie uns verlassen hat! Sie liebt uns nicht!“ Ampferpfote gab ihr einen Klaps mit seiner linken Pfote „Natürlich liebt sie uns. Sie konnte nunmal nicht mehr. Ich hoffe es geht ihr gut, wo sie jetzt ist.“ Während Sandstern die Beiden musterte und ihrem Wortgefecht zuhörte, erinnerte sie sich an ihre eigene Schülerzeit. Eistanz und sie haben oft miteinander gespielt, obwohl Eistanz nie sehr aufgeweckt war. Trotzdem war sie stark. Sternenkraft hingegen war schon immer etwas abwesend, aber sie weigerte sich immer darüber zu reden, weshalb. Sandstern sah wie Lichtpfote gegen Sternenkraft lief, weil diese sich weigerte sich zu bewegen. „Sternenkraft! Komm, wir müssen in den Heilerbau!“ jammerte die kleine Schülerin. Sternenkraft's Blick hatte sich nicht verändert, als sie auf Lichtpfote sah „Was soll ich da, Lichtpfote?“ fragte sie gequält. „Wir müssen den anderen Katzen helfen, wir sind doch Heiler!“ Sternenkraft sagte nichts, sondern ging einfach in ihren Bau, Lichtpfote lief hinter ihr mit hängendem Schweif her. Sandstern blinzelte, und ging dann langsam zu ihrer Freundin Rußschweif. „Hey.“ sagte sie leise, und Rußschweif sah sie an „Hallo. Tut mir leid wegen Eistanz.“ „Mir auch“ sagte Sandstern daraufhin. Rußschweif rückte plötzlich näher zu ihr „Hör mal. Der SeeClan und der RegenbogenClan wollen sich gegen uns verbünden, oder besser gesagt, sie haben es schon getan. Sie werden uns angreifen, Sandstern.“ Die Anführerin blickte Rußschweif in ihre grünen Augen „Woher hast du denn das gehört?“ fragte sie verblüfft. Rußschweif schloss die Augen kurz und riss sie danach wieder auf „Hat mir ein Vögelchen des TraumClans gezwitschert.“ murmelte sie dann, so leise, dass Sandstern es kaum verstand. „Ach, und wer ist dieses Vögelchen? Und woher weiß ein TraumClan Krieger, dass sich die anderen Clans gegen uns verbünden?“ Rußschweif schnurrte belustigt „Oh, die beiden Clans wollten auch den TraumClan mit in ihr Bündnis nehmen. Aber er hat abgelehnt.“ „Verstehe. Und wer ist der Krieger nun?“ „Darf ich dir nicht sagen.“ „Rußschweif!“ knurrte Sandstern, Rußschweif stupste ihr kurz in die Seite „Vertrau mir, ich regle das.“ Sandstern war mit dieser Antwort zwar nicht zufrieden, aber Rußschweif war nunmal ihre beste Freundin, und sie wusste was sie tat. „Was ist ihr Plan?“ fragte sie stattdessen. „Das kann dir jemand anderer besser beantworten.“ Mit einem Ohrenzucken von Rußschweif ging Fährenwolke langsam zu ihnen, ebenfalls eine Freundin von Sandstern, allerdings eine stille Kämpferin. Doch Sandstern wusste das genau dass ihre wahre Stärke war. „Der Angriff ist bald. Deshalb müssen wir vorbereitet sein. Mehr Training für die Schüler, weniger Jagd. Beute läuft derzeit genug umher.“ Sandstern blinzelte Fährenwolke kurz an. „Gut. Dann tun wir das. Rußschweif, ich möchte dass du drei Krieger nimmst, und mit ihnen patrouillierst, und danach mit ihnen trainierst. Fährenwolke, du wirst dir ebenfalls einige Krieger nehmen und sie trainieren. Ich nehme mir auch einige.“ Rußschweif nickte und Fährenwolke knurrte zustimmend. „Wir werden kämpfen und siegen.“ sagte Sandstern noch abschließend, und war überrascht, als Fährenwolke plötzlich sagen „Oh, liebend gerne. Ich hätte wirklich Lust diesen lächerlichen Streunern meine Krallen in den Körper zu schlagen.“ Rußschweif sagte darauf nichts, sondern tat wie ihr besagt. „Oh, Rußschweif, vergiss nicht das Vögelchen des Unheils zu informieren“ murmelte Fährenwolke noch, und Rußschweif nickte, gab Sandstern einen vielsagenden Blick. Was genau die beiden meinten, wusste diese aber nicht. Stattdessen machte sie sich auf, einige Krieger zu holen.

Kapitel 9

Unzählige Trainingssessionen wurden abgehalten, die Schüler auf Hochtouren trainiert, angeführt von Fährenwolke und Rußschweif. Die Erschöpfung machte sich im ganzen Clan breit, aber Sandstern war fest davon überzeugt, dass sie auch diese Hürde meistern würden. Gräserfarn ging langsam zu Sandstern und murmelte dann „Du hast mir noch immer nicht gesagt, wieso wir so viel trainieren.“ Sandstern blickte Gräserfarn in ihre Augen und sagte „Ein Angriff steht bevor. Wir müssen gerüstet sein.“ „Angriff? Und das hast du mir nicht gesagt? Deiner zweiten Anführerin?“ Ihre Stimme klang verletzt, und Sandstern realisierte, dass sie Gräserfarn nie wie als ihre zweite Anführerin behandelt hatte. Letztendlich war das vielleicht besser so. „Das ist schon in Ordnung, Gräserfarn. Rußschweif hat alles voll unter Kontrolle.“ Gräserfarn senkte den Kopf „Rußschweif also.“ Ihre Stimme klang mittlerweile fast wütend „Du hast sie immer lieber gehabt als mich. Wieso hast du nicht sie als Zweite Anführerin ernannt, wenn du sowieso nur auf sie hörst?“ knurrte sie. Sandstern blinzelte kurz. „Berechtigte Frage, ehrlich gesagt bereue ich das selbst auch.“ Gräserfarn drehte sich kurz um, und holte Luft „Okay. Ich ignoriere deinen letzten Satz mal. Wer greift an? Und wann?“ Sandstern schmunzelte, fletschte ihre Zähne „Hoffentlich bald. Meine Krallen langen danach, benutzt zu werden.“ Gräserfarn machte einen Schritt zurück „Du hast doch wohl nicht vor, jemanden umzubringen?“ Sandstern sagte nichts darauf „Mach dich bereit, Gräserfarn. Und sei bereit zu töten. In diesem Kampf wird Blut fließen.“ Sandstern sprang auf den Großfelsen und fauchte „Katzen, zuhören!“ Fährenwolke und Rußschweif saßen dicht beieinander, und fletschten ihre Zähne. Die langen Vorderkrallen und Fährenwolke kamen zum Vorschein und kratzten lustvoll an der kahlen Erde. „Der SeeClan wird uns angreifen. Bald. Seid bereit.“ Erschrockenes Gemurmel war unter den Katzen zu hören, und Frostsäbler knurrte „Und was sollen wir deiner Meinung nach tun, um bereit zu sein?“ Sandstern fixierte ihn mit ihrem Blick, sagte aber nichts darauf. Lärchensprenkel begann nervös umher zu treten und murmelte „Aber Sandstern, du kannst doch nicht verlangen, dass wir töten! Das Gesetz der Kr-“ „Halt die Klappe, Lärchensprenkel. Das Wort der Anführerin ist Gesetz!“ fauchte Fährenwolke, als würde sie nicht wollen, dass Sandstern es sich anders überlegte. Lärchensprenkel warf ihr einen verhassten Blick zu, und verstummte dann. Tatsächlich passierte es nur eine halbe Sekunde später. Mausezahn aus dem SeeClan betrat das Lager des LichtClans und sah sich kurz um, etwas verwirrt, dass ihn niemand erschrocken ansah „Wie.. ach egal! Jedenfalls, Sandstern. Da du ja irgendwie allen Clans die Feindschaft ankündigts, beginnt der SeeClan damit! Meine Katzen sind bereit, euch einen Kampf zu liefern, damit du wieder zur Vernunft kommst!“ Fährenwolke sprang plötzlich auf den Großfelsen zu Sandstern, was grundsätzlich nicht erlaubt war. „Ihr wollt einen Kampf?“ fragte Fährenwolke geheimnissvoll, blinzelte kurz und fauchte dann „Wir geben euch Krieg!“ „Angriff!“ stimmte Sandstern mit ein, und warf sich direkt auf Mausezahn. Etwas erleichtert bemerkte die sandfarbene Kätzin, dass ihr Clan ebenfalls begann zu kämpfen. Mausezahn sah sie erst etwas erschrocken an, beruhigte sich wieder, und schlug mit seinen Krallen auf die viel größere Kätzin ein. Sandstern duckte sich allerdings geschickt, und trat ihn mit ihren Hinterläufen. Und plötzlich war Mausezahn verschwunden. Sie wusste, dass er noch da war, wo wusste sie allerdings nicht. Danach warf sie sich zu Rattankralle, welche mit Nachtkampf rang. Nachtkampf stellte sich allerdings als starke Gegnerin heraus. Sie drückte Rattankralle zu Boden und Sandstern konnte nichts dagegen tun. Fährenwolke riss Nachtkampf gewaltätig von ihr runter und fauchte ihr kalt ins Ohr „Ich habe gehört du hast Junge bekommen. Wenn du nicht abhaust und zu ihnen gehst, bin ich vielleicht zuerst bei ihnen.“ Nachtkampf spannte alle ihre Muskeln an, und sie wusste, dass Fährenwolke das ernst meinte. Sie riss sich von Fährenwolke los, zischte „Warts ab, Mäusedreck“ Und verschwand dann von der Lichtung. Sandstern sah ihre Freundin respektvoll an, und neigte den Kopf vor ihr. Diese sagte nichts, sondern stürzte sich wieder ins Geschehen. Ihre Augen brannten vor Lust und Grausamkeit, was Sandstern fast etwas erschreckte. Aber stattdessen beschloss sie, einfach weiterzukämpfen. Die Kinderstube! Die hatte sie vollkommen vergessen, doch als sie dort hin wollte, sah sie, wie die anderen Krieger diese bereits verteidigten. Dann wurde Sandstern von hinten attackiet, die Katze verbiss sich in ihrem Ohr. Sandstern schüttelte sich wild, sodass der Angreifer brutal auf den Boden knallte. Sandstern baute sich vor dem Krieger auf fletschte ihre Zähne. Die Katze unter ihr begann zu wimmern, und lief weg. Eine weitere Katze stürzte sich auf Sandstern, sodass die Kinderstube nun nur noch von Sternenkraft und Lichtpfote bewacht war. Sandstern knurrte und schlug dem Angreifen ihre Krallen ins Gesicht, was ihn aufjaulen lies, und letztendlich auch flüchten lies. Doch was Sandstern dann sah, würde sie ihr ganzes Leben lang nicht vergessen. „Sternenkraft? Nein!“ Sie sah wie Mausezahn ihre Schwester zu Boden sinken lies. Lichtpfote lag in der Kinderstube, verteidigte die Jungen der Königinnen, starrte mit großen Augen auf den blutenden Körper ihrer Mentorin. Sandstern warf sich mit Wut in den Klauen auf Mausezahn, zerkratzte ihm den Bauch und schickte ihn somit in den SternenClan. „Tötet sie alle!“ fauchte Sandstern über die Lichtung, und wie befohlen warf sich Fährenwolke urplötzlich auf einen kleinen Kater, einen Schüler namens Eschenpfote, und drückte ihn zu Boden, tötete ihn und knurrte dann. Die Katzen des SeeClans nahmen ihre Verstorbenen, und huschten so schnell sie konnten aus dem Lager „Das wird ein Nachspiel haben!“ fauchte noch eine Kriegerin, wurde aber sofort mitgezogen. Doch Mausezahn und Eschenpfote waren nicht der einzigen, die auf den Weg in den SternenClan waren. Verzweifelt sah Sandstern ihrer Schwester in das leidende Gesicht „Sternenkraft.. bitte.. bitte geh nicht..“ flehte die Anführerin, doch Sternenkraft brachte mit ihrer schweren Verletzung kaum noch ein Wort heraus. „S-Sag Lichtpfote, dass e-es mir leid t-tut.. D-Das i-ich ihr das G-Gefühl gegeben hab.. sie s-sei wertlos.. Nenn sie L-Lichtfeder, Sandstern..“ keuchte sie unter Schmerzen „I-Ich glaube der N-Name gefällt ihr..“ „Du hast nichts falsch gemacht, Sternenkraft.“ sagte Sandstern mit einem Klos im Hals „Du warst die beste Heilerin aller Zeiten.“ Sternenkraft versuchte ihren Kopf zu schütteln, hatte dafür allerdings keine Kraft mehr „I-Ich bin stolz auf dich..“ Diamantenpelz, welche aus dem Bau der Ältesten kam, stellte sich neben Sandstern, drückte ihr ihren Kopf in die Flanke und sagte „Ich kann kaum hinsehen, Sandstern..“ Doch Sternenkraft regte sich nicht mehr. Sie war auf dem Weg, um sich im SternenClan mit ihrer Mentorin Sesamkralle, und ihrer ersten Schülerin Glockenklang, die Zungen zugeben. „Mutter“ flüsterte Sandstern Diamantenpelz ins Ohr „Wir werden sie niemals vergessen..“ Diamantenpelz nickte kurz, und leckte ihrer verstorbenen Tochter ein letztes Mal über die Wange. „Ich habe ihren Tod gerächt.“ knurrte Sandstern. Und dann sah sie ihre Clanmitglieder an „Ihr habt gut gekämpft. Doch jetzt befinden wir uns im Krieg. Solltet ihr einen SeeClan-Krieger auf unserem Territorium finden, ist es eure Pflicht, ihn zu töten!“ Die Katzen sahen sie erschrocken an, und Sandstern sah auf den leblosen Körper von Sternenkraft „Erst Eistanz, und jetzt auch noch du.. Wir müssen sie begraben. Und eine Trauerzeremonie halten.“ Sie sah ihre Mutter an „Ich möchte dass du dabei bist.“ Diamantenpelz nickte „Ich konnte mich nicht von Eistanz verabschieden. Diese Schuld will ich nicht nochmal durchmachen müssen.“ Danach sah Sandstern kraftlos zu Lichtpfote „Lichtpfote.. du wirst deinen Heilernamen bekommen. Ich werde ihn dir hier, vor Sternenkrafts Körper geben. Sie sagte mir, sie hätte dich Lichtfeder genannt.“ Dann sah sie zum Himmel „SternenClan, seht auf diese junge Heilerin herab und akzeptiert meine Entscheidung, ihr den ehrenwerten Namen Lichtfeder zu geben. Möge sie dem Clan so gut dienen wie ihre Vorgängerin.“ Sandstern berührte ihren Kopf und die Katzen der Lichtung riefen ihren Namen „Lichtfeder! Lichtfeder!“ Dann wurde alles für die Trauerzeremonie vorbereitet.


Schwerer als gedacht versuchte sich Sandstern zu erholen, und zog sich in den Anführerbau zurück. Es war bereits spät Nachts, weshalb der Mond leuchtete. Während Sandstern in ihrem Bau lag, fühlte sie sich alleine. Doch dann erschien ein kleines Lichtflackern, aus dem eine Katze erschien. Sternenkraft! „Sternenkraft! Du lebst!“ freute sich Sandstern und lief zu ihr, konnte sie allerdings nicht fühlen. Sternenkraft schüttelte ihren Kopf „Nein, Sandstern. Aber trauere nicht. Du bist eine Anführerin, vergiss das nicht. Du musst deinem Clan dienen. Und vertrau Lichtfeder. Sie weiß was sie tut..“ Neben Sternenkraft erschien plötzlich eine kleine Kätzin mit weißem Fell und dunkelgrauen Pfoten und Sandstern traute ihren Augen kaum. „G-Glockenklang!“ Sie lief kurz zu Sandstern und sagte „Hallo, Sandstern! Ich bin so stolz auf Lichtfeder. Sie ist das, was ich niemals sein konnte.“ Sternenkraft sah ihre ehemalige Schülerin liebevoll an und sagte dann „Glockenklang, lass uns kurz alleine.“ Diese nickte, und verschwand plötzlich. „Sag wie geht es dir, Schwester?“ fragte Sandstern traurig. „Die Wiesen des SternenClans sind groß, weit und wunderschön. Allerdings.. bin ich hier um dir etwas zu sagen.“ Fragend sah Sandstern ihre Schwester an, welche weitersprach „Ich habe überall gesucht, aber.. ich konnte Eistanz nirgends finden.“ Sandstern erschrack „Heißt das, sie wurde nicht aufgenommen?“ Sternenkraft schüttelte den Kopf „Ich denke, das bedeutet, dass sie noch lebt.“ Aber wo? Sandstern hätte sie zu gern noch einmal gesehen, und ihr von Sternenkrafts Tod berichtet. Und genau das musste sie tun. „Weißt du wo sie ist?“ fragte Sandstern, doch Sternenkraft schüttelte den Kopf „Es wird Zeit. Wir sehen uns wieder, Sandstern.“ Und dann verschwand sie in dem Licht, aus dem sie gekommen ist.  

Kapitel 10

Sandstern war am nächsten Morgen alleine jagen. Sie brauchte Ruhe. Einfach Ruhe und Frieden. Und niemand anderen. Doch da hatte sie die Rechnung wohl ohne einem gewissen Einzelläufer gemacht. Denn kurz bevor sich Sandstern an eine Maus anpirschte, sprang ihr Silber dazwischen. „Was willst du hier? Hab ich dir nicht gesagt, du sollst mich in Ruhe lassen?“ presste die Anführerin heraus. In ihrem Herz brannte etwas, was Sandstern am liebsten vernichtet hätte, genauso, wie sie Mausezahn vernichtet hatte. Sandstern funkelte ihn an, nicht wütend, sondern traurig. „Ja, hast du. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich auf dich höre.“ Sandstern sah weg, wollte nicht in seine Augen sehen „Was willst du?“ knurrte sie. „Ich will dir das mit Dunkellicht erklären.“ Sie funkelte ihn an „Was gibt es da zu erklären? Sie ist deine Gefährtin, und du warst nur so freundlich zu mir, weil du hier in Ruhe jagen wolltest!“ Silber schüttelte verzweifelt den Kopf „Nein eben nicht, und ich verlange von dir, dass du mir zuhörst!“ Sandstern fletschte ihre Zähne, nickte aber schließlich und setzte sich hin. „Dann erzähl mir deine Geschichte.“ Silber beruhigte sich, atmete langsamer und murmelte „Dunkellicht war meine Gefährtin im RegenbogenClan – das ist wahr. Sie erwartete meine Junge.“ Wie ein Schlag ins Herz traf Sandstern diese Nachricht, und sie wusste nicht mal weshalb. Doch sie hörte Silber weiter zu, versuchte sich ihre Eifersucht nicht anmerken zu lassen. „Doch wir haben uns auseinander gelebt. Ich war nicht glücklich mit ihr, verstehst du? Jedenfalls wurde ich dann von Froststern verbannt, als ich zu oft am SeeClan-Territorium war. Ich versuchte gar nicht erst, ihn umzustimmen, da ich durch meine Verbannung auch weg von Dunkellicht war. Aber ich wusste nicht, dass sie an grünem Husten erkrankt war, und letztendlich daran starb. Das wusste niemand. Sie suchte mich nach ihrem Tod oft auf, doch ich wollte nichts mit ihr zu tun haben. Weil ich jemand anderen gefunden hatte.“ Er senkte seinen Kopf. Sandstern konnte nicht beschreiben, was sie gerade fühlte. Erleichterung, oder doch Angst? Sie blinzelte kurz, versuchte ihre Gedanken zu ordnen. Doch bevor sie das konnte, wurde ihr Gefühlschaos noch größer, als Silber plötzlich sagte „Ich liebe dich, Sandstern.“ Sie stand auf, und machte einen Schritt zurück, weigerte sich, ihrem Herz freien Lauf zu lassen. „A-Aber..“ Silber ging näher auf sie zu und sagte „Kein Aber!“ „Ich habe Braunblüte getötet!“ knurrte Sandstern verzweifelt. „Ich weiß, das hat mir Dunkellicht mitgeteilt. Aber es ist mir egal.“ Sandstern sah ihn verzweifelt an und fauchte dann „Ich liebe dich auch! Aber das geht nicht! Ich will nicht so enden wie Diamantenpelz!“ Dann drehte sie sich um, doch Silber stellte sich ihr in den Weg. „Was meinst du?“ „Sie.. Sie und ihr ehemaliger Gefährte.. sie ist nie von ihm los gekommen, auch als er sie wie Fuchsdung behandelt hatte!“ „Ich würde dir niemals weh tun..“ Sandstern sah ihn traurig an, und knurrte dann „Nein, es geht nicht. Ich habe meine Geschwister verloren. Ich werde mich nicht auch noch selbst verlieren. L-Lebe Wohl, Silber..“ Dann floh sie in das Gebüsch, und hörte Silber noch traurig Jaulen. Es verletzte sie fürchterlich, und zeriss ihr beinahe das Herz. Doch sie lief weiter, immer weiter, bis sie mit Gräserfarn zusammen stieß. Diese knurrte sie an „Sandstern! Du betrügst deinen Clan!“ „B-Bitte was?“ Gräserfarn holte kurz Luft „Du kannst dich doch nicht einfach in einen Einzelläufer verlieben!“ Sandstern's Augen wurden größer, nicht vor Schreck, sondern vor Zorn. „Du spionierst mir nach?“ „Ich spioniere nicht! Ich wollte wissen, wo du alleine hingehst.“ Sandstern schüttelte sich vor Wut, aber konnte ihr Misstrauen gegenüber Gräserfarn nicht abschütteln. „Ich will nicht, dass du mir hinterher gehst. Und es ist meine Sache, was ich für wen fühle.“ knurrte sie schließlich. Gräserfarn sah kurz in die Luft und miaute dann „Und was wird der Rest des Clanes davon halten, dass sich die Anführerin in einen Einzelläufer verliebt hat? Der vom RegenbogenClan verstoßen wurde?“ Jetzt brannte die Wut sogar in Sandsterns Krallen. „Der Rest des Clans wird es nicht erfahren, hast du mich verstanden?“ Gräserfarn jedoch schüttelte den Kopf „Ich kann meinen Clan nicht belügen. Tut mir leid, Sandstern.“ Sie drehte sich um, und Panik übermannte Sandstern. Sie starrte auf Gräserfarns Rücken, bevor sie ihre Krallen ausfuhr, und sprang. Sie sprang auf ihre Zweite Anführerin, drückte ihr ihre Krallen in den Rücken, und riss sie zu Boden. „Sandstern, hast du den Verstand verl-“ doch weiter kam sie nicht. Sandstern kratzte ihrer ehemaligen Freundin über die Augen, und Gräserfarn schrie vor Schmerz. Dann hinterließ Sandstern Gräserfarn eine Narbe an ihrem Bauch, und sie blutete. Gräserfarn atmete schwer, und Sandstern keuchte, starrte auf ihr Opfer. Sie nahm sie am Nackenfell, und zog sie mit ins Lager. Dabei vergaß Sandstern völlig, dass ihre schneeweißen Pfoten blutrot waren. Deshalb sprang sie kurz in einem Bach, wo sie sich die Pfoten wusch, so gut es ging. Im Lager angekommen, sahen die Katzen Sandstern schockiert an. Sie ließ Gräserfarn unsanft zu Boden fallen und hörte Schwalbenfrost nach Lichtfeder rufen. Als die hellgraue Kätzin aus dem Heilerbau kam, brach es ihr beinahe das Herz, das nicht das lohfarbene Fell ihrer Schwester zu sehen war. „Was.. was ist passiert?“ „Spielt keine Rolle. Kümmere dich um sie.“ Lichtfeder untersuchte Gräserfarn, holte einige Kräuter, die sie der Kätzin auf die Wunde legte, doch der Schmerz schien nicht aufzuhören. Sie litt, das bemerkte Sandstern. Dann sah Lichtfeder die Katzen an, die im Lager standen, und hoffnungsvoll die Heilerin ansahen „Ihr Leben liegt in den Pfoten des SternenClans. Es gibt nichts, was ich noch tun kann.“ Die Brüder Edelpfote und Notenpfote starrten verzweifelt auf die keuchende Kätzin, und auch Vogelpfote und Ampferpfoten kamen näher. Sandstern bemerkte, dass Ampferpfote auf Sandsterns Pfoten sah, welche noch einen leichten Rotstich in sich hatten. Erschrocken ging er einen Schritt zurück, flüchtete in den Schülerbau. Sonst hatte es aber niemand gesehen, was Sandstern erleichtert aufatmen lies. Lärchensprenkel kniete sich zu ihrer ehemaligen Schülerin auf den Boden, schluchzte leise. „Wer hat dir das angetan? Was ist passiert? Sprich, Gräserfarn!“ Doch Gräserfarn brachte kein Wort mehr heraus. Es dauerte noch, bis sich Gräserfarns Flanke das letzte mal hebte, und dann schließlich still liegen blieb. Erschüttertes Jaulen unter der Katzen, doch Sandstern blickte auf ihr Opfer hinab, und flüsterte kaum hörbar „Ich habe dich gewarnt.“ Dann sah sie zu den Katzen „Ich werde einen neuen Zweiten Anführer ernennen müssen.“ Für Sandstern war völlig klar, wer es war. Rußschweif war ihre beste Freundin, und konnte sie am besten unterstützen. Doch während sie auf den Großfelsen sprang, dachte sie nach. Sie erinnerte sich an einen Streit, den sie vor langer Zeit, bei ihrer Kriegerzeremonie hatte. Ich habe dir damals geschworen, das ich mich räche. Wenn du mein Zweiter Anführer bist, kann ich dich fertig machen.. dachte sie und erhob die Stimme mit einem bösen Ausdruck in ihrem Gesicht. „Ich sage diese Worte vor Gräserfarns Seele, damit sie meiner Entscheidung zustimmen kann.“ Sie starrte die Katzen an, doch Rußschweif rechnete offenbar nicht mal damit, dass sie zweite Anführerin wurde. Gut so, dachte Sandstern, denn so wäre sie nicht enttäsucht „Fichtenkralle wird mein neuer, zweiter Anführer.“ fauchte sie fast wütend, und dieser erschrak. Er legte die Ohren an, und es war zu sehen, dass er es nicht wollte. Doch Sandsterns Entscheidung war gefallen. Fichtenkralle schluckte etwas hinunter, und ging langsam zu ihr auf den Großfelsen „Danke, Sandstern.“ flüsterte er nur, und die Katzen riefen seinen Namen „Fichtenkralle! Fichtenkralle!“ Sandstern warf ihm einen Blick zu, und Fichtenkralle starrte mittlerweile auch entsetzt auf ihre Pfoten, und dann in ihre giftgrünen Augen, welche Funken sprühten. Oh, ich hab dir damals gesagt, du sollst aufpassen. Und jetzt stehst du hier mit mir auf dem Großfelsen, als mein Diener. Ich mach dir das Leben schwer, versprochen!, dachte sie, und wandte sich wieder dem Clan zu.

Kapitel 11

Die Tage krochen langsam vor sich hin, unzählige Monde waren vergangen. Trotz der mageren Ausbeute an Nahrung hatte der Clan kein Hungerleiden – zu viel war in der letzten Zeit passiert. Sandstern lag in ihrem Bau, starrte die Wände an, und war eigentlich kurz davor einzuschlafen. Sie war müde geworden. Doch Rußschweif kündigte sich an. „Sandstern, hier ist jemand, der dich sprechen will. Sie lässt sich nicht abwimmeln.“ knurrte sie, und Sandstern sah zu ihr. Neben der weißen Kätzin stand eine silbergraue Kätzin Kätzin mit einer weißen Vorderpfote, dunkelgrauen Ohren und klaren, hellblauen Augen. Diese Augen erinnerten sie an Eistanz, und sofort spürte sie stechenden Schmerz in ihrem Herzen. „Elritzenblatt, was möchtest du?“ fragte Sandstern die Heilerin des SeeClans mit rauer Stimme. Elritzenblatt sah Rußschweif an, und Sandstern gab ihr ein Zeichen zu gehen. Nachdem Rußschweif gegangen war, ging Elritzenblatt näher zu Sandstern. „Ich bin eigentlich nur gekommen, um Lichtfeder um etwas Katzenminze zu beten.“ Alarmiert stellte Sandstern die Ohren auf, doch Elritzenblatt sprach weiter „Da Lichtfeder aber gerade nicht hier ist, dachte ich mir, ich frage dich. Und da ist noch-“ Doch Sandstern schnitt ihr das Wort ab „Sicherlich nicht. Wir brauchen die Katzenminze selbst.“ Elritzenblatt ließ sich nicht aus der Ruhe bringen „Das verstehe ich, wir benötigen nur eine kleine Menge. Ich fürchte, meine Schülerin hat sich den grünen Husten eingefangen, und ich will nicht riskieren, dass ihr etwas zustößt.“ Doch Sandstern schüttelte wieder den Kopf „Ich habe nein gesagt.“ Doch die Heilerin beharrte weiterhin auf eine kleine Menge Katzenminze. „Hör mal, es ist wirklich wichtig.“ Sandstern knurrte „Es ist mir egal, ob deine Schülerin krank ist oder nicht.“ Das erste mal blinzelte Elritzenblatt öfter als zuvor. „Sternenkraft hätte niemals Katzen sterben gelassen. Sie wird zürnen.“ Erst jetzt war Sandstern vollständig wach und starrte die Heilerin verstört an. Sofort wollte sie erwidern, dass Elritzenblatt nichts von Sternenkraft wusste, doch ihre Gedanken verbaten es ihr. Und was, wenn sie recht hat? Sie dachte lange nach, doch sie schüttelte trotzig den Kopf. „Meine Antwort lautet nein. Die Probleme deines Clans interessieren mich nicht.“ knurrte Sandstern. Elritzenblatt legte die Ohren an. „Du kannst nicht unschuldige wegen deiner eingebildeten Kränkungen sterben lassen“ fauchte die alte Heilerin. Sandstern kniff die Augen zusammen. „Dein Clan muss dafür bezahlen, was er getan hat.“ „Du kannst nicht einen ganzen Clan für den Fehler einer Katze verantwortlich machen.“ Sandstern knurrte wütend. „Mausezahn hat meine Schwester getötet.“ spuckte sie, und spürte den frischen Schmerz in ihrem Herzen. „In einem Krieg den du selbst angezettelt hast!“ gab Elritzenblatt zurück, ihre eisblauen Augen glitzerten kalt. Die Augen von Sandstern weiteten sich, als sie einen Funken Wahrheit in ihren Worten fand, den sie sofort wieder aus ihren Gedanken verbannte. „Sei vorsichtig mit dem was du sagst.“ murmelte die Heilerin und ging einen Schritt näher auf Sandstern zu. „Sieh es als gut gemeinten Rat. Wenn dir etwas an deinem Clan liegt, dann zieh dich zurück. Gib den Posten deinem zweiten Anführer, und flüchte in den Wald, bitte um Vergebung und hoffe auf Gnade.“ Sandstern musste belustigt schnurren, doch Elritzenblatt veränderte ihren Ausdruck noch immer nicht. „Ich werde mich bestimmt nicht vor dir beugen – und schon gar nicht vor deinem oder meinem Clan.“ Elritzenblatt fauchte ein wenig, aber sie war noch genauso ruhig wie zuvor „Du bist für den Posten des Anführers nicht gemacht. Das ist nicht deine Bestimmung. Ich frage mich, ob du überhaupt eine Clankatze bist.“ Sandstern fuhr ihre Krallen aus, doch auch diesmal blieb die Heilerin komplett regungslos sitzen. „Blätterstern hat mich als Zweite Anführerin ernannt!“ „Und mit dem Tod bezahlt.“ knurrte Elritzenblatt. „Sie wacht eben im SternenClan über mich“ log Sandstern, doch Elritzenblatt wusste es besser „Belüg mich nicht. Du weißt genauso gut wie ich, dass Blätterstern weder Glaube noch Vertrauen in den SternenClan hatte. Selbst wenn sie nach ihrem Tod die Wahl hatte, ob sie zu ihnen gehen darf, hätte sie abgelehnt.“ Sie holte kurz Luft „Und abgesehen davon hatte sie nie vertrauen in dich. Wie auch?“ Die Heilerin spuckte Sandstern die Wörter förmlich vor die Pfoten, doch Sandstern konnte sich nicht wehren. „Verschwinde jetzt aus meinem Clan, oder ich vertreibe dich. Und das endet nicht schön für dich.“ Elritzenblatt schnurrte „Wir werden sehen, für wen es nicht schön endet.“ Sandstern schluckte den Klos in ihrem Hals herunter, und ärgerte sich über die Heilerin immer mehr. Sie fauchte und das gab Elritzenblatt nun ein Zeichen, den Bau zu verlassen. „Verschwinde. Und komm bloß nicht wieder.“ „Du wirst so sterben wie du gelebt hast – fallend und verzweifelt.“ murmelte Elritzenblatt noch, und sprang dann zum Bau der Heilerin, um die Katzenminze zu holen. „Geh ihr hinterher, Rußschweif.“ Rußschweif nickte sofort, und fletschte ihre Zähne „Töte sie nicht. Ich hab das Gefühl, sie weiß etwas, was ich auch wissen sollte.“ murmelte sie dann noch, doch Rußschweif war ihr bereits hinterhergelaufen. Sie versuchte sich bloß nicht über diese Heilerin aufzuregen, doch in ihrem Kopf schwirrten tausend Gedanken umher. Letztendlich beschloss sie, einfach ein wenig Zeit im Lager zu verbringen. Fichtenkralle teilte Patrouillen ein, und Schwalbenfrost war auf dem Weg um auf die Jagd zu gehen. Vogelpfote und ihr Bruder kauerten gemeinsam unter einem Ast und sprachen innig miteinander. Zu gerne hätte Sandstern gewusst, über was sie sprachen. Sie erinnerte sich an Ampferpfotes Blick, als er ihre rötlichen Pfoten gesehen hatte. Sie dachte kurz nach – in drei Tagen wäre die nächste große Versammlung. Sollte sie von den Angriffen erzählen? Einfach von allem? Oder sollte sie schweigen, so wie Elritzenblatt es vorgeschlagen hatte. Wut packte die große Kätzin und sie schlug ihre Krallen tief in die Erde. Niemand wird mich brechen. flüsterte sie in sich selbst hinein und sah ihren Clan an, die starken Katzen, die ihr folgen mussten, ob sie wollten oder nicht. Und wenn Sandstern nun sagen würde, sie greifen einen anderen Clan an, blieb ihnen nichts anderes übrig, als mitzukommen. Dieses Gefühl gab Sandstern Mut und sie nahm sich eine Maus vom Frischbeutehaufen, und setzte sich zu Fährenwolke, aß mit ihr gemütlich die Beute. Fährenwolke knabberte an einem Vogel, der alt und zäh wirkte „Hol dir doch was anderes, Fährenwolke.“ Doch diese schüttelte den Kopf „Ich weiß nicht, irgendwie hatte ich Lust auf diesen hier.“ Doch nach einer Zeit merkte Sandstern, dass Fährenwolke aufhörte zu essen, und das Husten untedrückte. „Alles in Ordnung?“ fragte Sandstern alarmiert, dachte sofort an den weißen Husten, den Elritzenblatt erwähnt hatte. Doch Fährenwolke konnte nicht mal richtig antworten, so einen Hustanfall bekam sie. Panisch stand Sandstern auf, als sie Lichtfeder bemerkte, welche gerade die Lichtung betrat „Lichtfeder!“ kreischte sie, und Lichtfeder lief sofort zu ihr, als sie Fährenwolke keuchen sah.

Kapitel 12

Als die Kätzin ihre Augen öffnete, sah sie die Sterne vor sich, und die endlosen Weiten einer Lichtung, an die sie sich aus ihren Träumen am Mondsagerort erinnerte. Die braun-getigerte Kätzin sah begeistert in den Nachthimmel. Es beeindruckt mich jedes mal aufs Neue. Sie hörte die Pfotenschritte hinter sich nicht „Du bist hier“ murmelte eine geisterhafte Stimme. Die Heilerin drehte sich um und sah überrascht ein bekanntes Gesicht. „Wie bist du in meinen Traum gekommen?“ fragte sie und schnurrte. Die weiße Kätzin mit der zarten Tigerung setzte sich vor die Heilerin und seufzte. „Ich muss hier bleiben.“ Die eisblauen Augen der Heilerin weiteten sich, als sie verstand, was die weiße Kätzin meinte. „A-Aber.. Wann? Du.. du hast doch eben noch mit mir gesprochen!“ Kummer stand ihr ins Gesicht geschrieben. „Es sollte so sein.“ sagte sie ruhig darauf. Doch die braune Kätzin starrte sie nach wie vor verzweifelt an. „Du warst so jung! Und ich so alt. Wer soll den Clan unterstützen, wenn ich nicht mehr bin? Ich werde nicht jünger, Flusswasser! Du kannst nicht einfach gehen, nicht jetzt!“ knurrte sie wütend und traurig zugleich. Flusswasser seufzte. „Es musste so sein. Es gibt einen Schüler, der davon träumt, Heiler zu werden. Bilde ihn so aus wie du mich ausgebildet hast. Dann wird alles gut.“ sagte sie. Die braune Kätzin senkte den Kopf „Aber deswegen bin ich nicht hier, Elritzenblatt“ murmelte sie. Elritzenblatt sah ihre Schülerin fragend an. „Ich habe.. etwas gesehen. Etwas dunkles kommt auf euch zu.“ Elritzenblatt zeigte ein wenig ihre Zähne und krächzte „Die Dunkelheit ist bereits da. Sandstern wird von Tag zu Tag wahnsinniger.“ Doch Flusswasser schüttelte den Kopf „Ich rede nicht von Sandstern. Da kommt etwas dunkles. Aber nicht alles was schlecht scheint, ist schlecht....“

Tage vergingen. Lichtfeder stand bestimmt schon endlos lang über Fährenwolke, gab ihr verschiedene Kräuter und untersuchte die Wunde, die sie im Kampf gegen den SeeClan bekommen hat. Sandstern war nicht von ihrer Seite gewichen, ebensowenig Rußschweif, deren grüne Augen mit Angst gefüllt waren. Sandstern fixierte immerwieder Fährenwolkes Flanke, um zu überprüfen, ob sie noch am Leben war. „Ich brauche mehr Mohnsamen. Sie hat Schmerzen“ sagte Lichtfeder. Rabensturz lief sofort los um seiner kleinen Schwester zu helfen. Die zwei Schüler, die Jungen von Ahorneule und Wiesenschatten, standen ängstlich bei ihren Mentoren. Rubinpfotes tiefrotes Fell war gesträubt vor Angst, als sie jeden Pfotengriff von Lichtfeder beobachtete. Ihr Bruder Ginsterpfote stand etwas weiter abseits. Die Älteren Geschwister der zwei, Muschelwind, Apfelfall und Stromfluss waren erst vor kurzem zu Kriegern ernannt worden. Auch die älteste Schülerin des Clans, Efeupfote drückte sich ängstlich an ihre Mutter. Auch Edelpfote, Notenpfote, Ampferpfote und Vogelpfote standen in der Nähe. Fährenwolke leckte die Samen, die Rabensturz ihr gebracht hatte, schweren Herzens auf, doch sogar dafür war sie fast zu schwach. Wir haben zu viele Schüler dachte Sandstern in ihren Gedanken. Sie sah ihre Nichte und ihren Neffen an. In all der Eile hatte sie vollkommen vergessen, sie zu Kriegern ernennen. Ich denke, sie sind soweit. Sie dachte daran, dass auch die Jungen von Schwalbenfrost, Federpfote und Minzpfote bald Krieger werden würden. Schmerzhaft sah Sandstern, wie die beiden großen Jungen bei ihrer Mutter saßen. Federpfotes langes, braunes Fell war angelegt vor Angst, während sich Minzpfote hinter den Beinen ihrer Mutter versteckte. Als sie die Beiden Katzen sah, sah sie sofort den Tod ihrer Schwester vor sich - Federpfote und Minzpfote waren die Jungen, für die Sternenkraft ihr Leben gelassen hatte. Lichtfeder sah kurz auf und merkte, wie alle sie anstarrten. „So kann ich nicht arbeiten!“ schimpfte sie. „Rabensturz, Rußschweif, helft mir Fährenwolke in meinen Bau zu tragen.“ Sofort waren beide zur Stelle. Sandstern warf Rußschweif einen hilflosen Blick zu, den diese erwiderte. Es ist soweit. dachte Sandstern und sprang auf den Großfelsen. „Alle Katzen die alt genug sind um ihre eigene Beute zu fangen, versammeln sich bei mir.“ Die Katzen strömten sofort hin, begannen aufgeregt zu reden. Sandstern brachte sie mit einem strengen Blick zum schweigen. „Dies ist ein dunkler Tag für den LichtClan. Doch ich bin mir sicher, dass Lichtfeder unsere treue Freundin Fährenwolke retten kann. Sie hat schließlich von der besten gelernt.“ Bei den letzten Worten brach ihr die Stimme ab, und sie musste kurz Luft holen, damit sie nicht zusammenbrach vor Schmerz. Es ist unzählige Monde her, und trotzdem zerbricht mein Herz allein bei dem Gedanken daran. Sie wartete noch kurz, bis sie sich wieder gesammelt hatte. „Vier Schüler haben lange und hart trainiert, und verdienen heute ihren Kriegernamen.“ Aufgeregtes Gemurmel trat ein, und Sandstern seufzte zufrieden. „Ampferpfote, Vogelpfote, Efeupfote, Notenpfote und Edelpfote, kommt herauf zu mir.“ Die vier Schüler taten es sofort und standen in der Reihe vor Sandstern. Zuerst sah die Anführerin Ampferpfote, ihren Neffen an, und sagte „Ampferpfote. Du hattest in Rattankralle eine gute Mentorin, sie hat dich ausgebildet, so wie sie deine Mutter ausgebildet hat. Von heute an sollst du Ampferstreif heißen.“ Sandstern berührte den Kopf des schildpattfarbenen Katers und setzte bei ihrer Nichte fort. „Vogelpfote, Rußschweif war dir eine wunderbare Mentorin. Von heute an sollst du Vogelblatt heißen. Sie tat das gleiche auch bei Efeupfote, Notenpfote und Edelpfote, welche von nun an Efeuherz, Notenherz und Edelsprung hießen. Der Clan rief die Namen der vier Krieger und Sandstern war glücklich zu sehen, wie ihre Verwandtschaft bejubelt wurde. Ich wünschte du könntest deine Jungen sehen, Eistanz. Du wärst so stolz. dachte Sandstern traurig. Die Versammlung löste sich auf und sie sprang zurück auf den Boden, und wollte gerade zum Heilerbau, als ihr Diamantenpelz über den Weg lief. Sie ist so schwach dachte Sandstern erschrocken. Die uralte Kätzin schnurrte ihrer Tochter zu. „Das hast du wunderbar gemacht.“ krächzte sie. Sandstern senkte dankend den Kopf, und leckte ihr über den Kopf. Ihre Mutter musterte sie, und ihre Ohren stellten sich plötzlich erfreut auf. „Sandstern!“ rief sie begeistert. Die sandfarbene Kätzin sah sie fragend an. „Herzlichen Glückwunsch!“ Sandstern kniff die Augen ein wenig zusammen. „Für was?“ Diamantenpelz blinzelte. „Jetzt sag bloß du hast das nicht gemerkt?“ fragte sie verwundert. Träumt sie? dachte Sandstern, doch sie schüttelte nur den Kopf „Wovon redest du?“ Diamantenpelz legte den Kopf schief, aber schnurrte. „Du Dummerchen! Du bekommst Junge!“ Sandsterns Augen weiteten sich, und sie machte einen Schritt zurück. „Was redest du denn für einen Blödsinn?“ knurrte Sandstern. Das hätte ich doch gemerkt! dachte Sandstern. „Das ist kein Blödsinn. Ich weiß wie eine Königin riecht. Du bekommst Junge!“ sagte sie aufgeregt. Junge? Ich? Sie sah verwirrt zur Seite. „Ich.. ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich wusste das nicht.“ „Ich kann dir helfen. Du musst dich schonen.“ sagte Diamantenpelz bestimmend. „Das geht nicht! Ich bin eine Anführerin!“ Außerdem plane ich, den SeeClan zu vernichten. dachte sie, wagte es aber nicht laut zu sagen. „Du bist trotzdem mein Junges. Und deine Junge sind meine Familie. Ich will dass sie gesund sind.“ Plötzlich wirkte Diamantenpelz voller Leben, nicht mehr so gebrechlich und alt wie zuvor. Dafür hatte Diamantenpelz immer gelebt: Für Junge. Sie liebte Junge. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie es ist, Mutter zu sein... Silber muss der Vater sein... dachte sie, und spürte plötzlich Freude in sich aufsteigen. Silber und ich bekommen Junge!, doch sofort verbannte sie den Gedanken aus ihrem Kopf. Er wird es nicht erfahren. Ich brauche keinen Gefährten. Ich kann meine Junge auch ohne ihn aufziehen. „Also, du musst dich mehr schonen. Keine Kämpfe mehr. Und iss genug, damit du Milch hast wenn die Jungen kommen.“ Sandstern warf Diamantenpelz einen langen Blick zu. „Ich bin immernoch die Anführerin. Ich werde keine Schwäche zeigen. Ich schaffe das.“ Dann wollte sie zum Heilerbau, doch Diamantenpelz folgte ihr auf Schritt und Tritt. Rußschweif kam gerade aus dem Bau. Sandstern stellte die Ohren auf „Rußschweif! Ich bekomme Junge!“ sagte sie und fühlte sich wie ein kleines Kätzchen. Rußschweif warf ihr einen verwunderten Blick zu, aber schnurrte. „Ich freue mich für dich, doch mein Herz ist dunkel.“ murmelte sie. „Fährenwolke geht es immer schlechter. Ich.. ich glaube, wir müssen mit dem schlimmsten rechnen.“

Kapitel 13

Die Katzen standen hinter Sandstern, bereit das Lager für die große Versammlung zu verlassen. Fichtenkralle hatte sich neben die viel größere Kätzin gestellt und gesagt „Schattenblüte kann nicht mitkommen. Sie erwartet Junge. Meine Junge.“ Sandstern war so erschrocken und wütend gewesen, dass sie bald die Kinderstube mit Schattenblüte teilen musste. Sie hatte zwar nichts gegen Schattenblüte, doch waren es Fichtenkralles Junge. Gräserfarn würde das bestimmt nicht gutheißen, wenn er Vater wird, sie aber nicht die Mutter der Jungen ist., sagte sie zu sich selbst. Sie wagte es gar nicht daran zu denken, dass es eigentlich ihre Schuld war, dass Gräserfarn niemals Junge bekommen hat, und sie niemals bekommen wird. Meine Jungen werden gedeihen, egal ob mit oder ohne Schattenblütes Junge als Spielkameraden. Die ganze letzte Nacht hatte die Anführerin damit verbracht, sich Namen auszudenken, und zu überlegen, ob sie Silber nicht doch davon erzählen sollte. Doch nun galt ihre Aufmerksamkeit der Großen Versammlung. Diamantenpelz wollte eigentlich mitkommen, doch Sandstern hat sich geweigert ihre Mutter mitzunehmen. Sie war viel zu schwach um mitzukommen. Die Ironie ist, dass sich Eibenblatt am besten von allen Ältesten um sie kümmerte. Das war der sandfarbenen Kätzin ein Dorn im Auge, doch Diamantenpelz' Wohl war ihr wichtiger als ihr Stolz. „Gehen wir“ sagte Sandstern schließlich, und ihre Katzen folgten ihr. Sandstern warf Rußschweif, welche sich entschieden hat bei ihrer Schwester zu bleiben, einen traurigen Blick zu. Diese erwiderte ihren Blick voller Sorge. Dann verschwand sie wieder in den Heilerbau. Der Weg zur Versammlung war weder lange noch schwer, und sie waren die Letzten, die eintrafen. Ihre Katzen gesellten sich zur Menge. Sandstern sprang zu den anderen Anführern an den großen Felsen. Froststern neigte den Kopf vor ihr, Schlangenstern rührte sich nicht und Tiefenstern warf ihr einen wütenden, warnenden Blick zu. Die Situation zwischen LichtClan und SeeClan drohte zu eskalieren. Es ist nicht meine Schuld. dachte Sandstern wütend. Die Versammlung begann kurz darauf, und Froststern fing an zu sprechen. Er hatte nicht sonderlich viel zu erzählen – die Beute lief gut, das Wetter legte seinem Clan keine Steine in den Weg und alle Jungen waren wohlauf. Schlangenstern erzählte, dass Falbenschatten ein gesundes Junge zur Welt gebracht hatte, mit dem Namen Liedjunges. Die anderen sprachen im Glückwünsche aus, denn Falbenschatten war seine Tochter. Dann trat Tiefenstern vor, sie sah ihren neuen Zweiten Anführer Riffklaue lange an, und holte dann tief Luft. „Mein Clan hungert nicht, und auch wir wurden mit der Gesundheit von zwei Jungen gesegnet.“ Sie hielt kurz inne „Wir heißen Iltisjunges und Ringelblumenjunges, die Jungen von Weidenflügel, herzlich im Clan willkommen. Möge der SternenClan über sie wachen.“ Gemurmel und Glückwünsche waren zu hören. Dann wurde der Blick von Tiefenstern düsterer. „Doch diesen Mond wurden wir vom Grünen Husten heimgesucht. Elritzenblatt und Flusswasser haben alles getan, was sie konnten, und haben es geschafft, alle unsere kranken Katzen zu heilen.“ Beeindruckendes Gemurmel breitete sich aus, Tiefenstern brachte sie mit einem Blick zum schweigen. „Mein eigener Sohn Himmelsflug war ebenfalls schwer krank. Nur dank unseren beiden Heilerinnen ist es möglich, dass er noch unter uns wandert.“ Dann senkte sie den Blick „Doch Flusswasser ist selbst daran erkrankt, und hat den Kampf gegen den grünen Husten verloren. Von nun an wird sie im SternenClan über uns wachen, und meine Dankbarkeit zu ihr wird niemals enden.“ Bestürztes Miauen war auf der Lichtung zu hören, verzweifelte Rufe und Beileidssprüche. „Das kann nicht sein!“ „Sie war noch so jung..“ „Einen ehrenvolleren Tod kann eine Heilerin nicht sterben.“ Sandstern weitete die Augen vor Schock. Sie erinnerte sich zurück als Elritzenblatt vor einigen Tagen zum LichtClan kam und um Katzenminze für Flusswasser gebeten hat. Sandstern begann zu zittern. Ich hab sie ihr nicht gegeben! Sie erinnerte sich zurück, als sie Elritzenblatt mit wütendem Blick abgewiesen hatte. Flusswasser ist tot, und das ist meine Schuld! Hätte ich Elritzenblatt nur die Katzenminze gegeben... Die Anführerin spürte den brennenden Blick von Elritzenblatt auf ihr. Ihre eiskalten, blauen Augen sahen sie wütend an, und auch Tiefenstern warf ihr einen vorwurfsvollen Blick zu. Es ist meine Schuld! Sie sah sich hilflos um. Sternenkraft, wo bist du? Ich brauche dich! Wieso bist du einfach gegangen?! Immer wenn Sandstern sich schuldig fühlte, war ihre geliebte Schwester da gewesen um ihr zu sagen, dass es nicht ihre Schuld war. Sandstern kniff die Augen zusammen. Nein. dachte sie plötzlich. Sie öffnete ihre Augen langsam wieder. Sternenkraft ist nicht gegangen. Der SeeClan hat sie umgebracht. Nun erwiderte sie Elritzenblatts kalten Blick, und sah sie noch eindringlicher an, als diese es tat. Elritzenblatt musste blinzeln, und sie konnte spüren, dass die Heilerin damit nicht gerechnet hat. Es ist die Schuld deiner Krieger, dass meine Schwester tot ist. Hätten sie Sternenkraft nicht getötet, hätte ich dir Katzenminze gegeben für Flusswasser. Als ihr meine Schwester getötet habt, habt ihr auch eure Heilerschülerin getötet. dachte sie und sah Tiefenstern dabei kalt an. Dann trat sie vor. Sie sah auf die Katzen der Lichtung, die sie erwartungsvoll ansahen. „Mein Beileid, Tiefenstern.“ knurrte sie. Sandstern sagte nicht viel, nur dass die Beute gut lief und ihre Katzen stark waren. Von Fährenwolke sagte sie nichts. Sie wollte so schnell wie möglich zurück zum Clan. Und so beendete sie die Versammlung, als sie einfach den Felsen verließ. Sie trommelte ihre Katzen zusammen und verließ die Lichtung. Sie wollte Rußschweif erzählen, was passiert ist, doch diese wartete mit erschöpften und verweinten Blick vor dem Lager. Als Sandstern sie sah, hielt sie inne. Ihr Mund öffnete sich und formte sich zu einem leisen „Nein“ Sie betraten das Lager, Rußschweif sah Sandstern lange an. „Sie ist fort.“ flüsterte sie niedergeschlagen. Der leblose Körper von Fährenwolke lag in der Mitte des Lagers. Als Sandstern ihre Freundin so hilflos sah, zerbrach ihr Herz in tausend Teile. Lichtfeder stand ebenfalls in der Nähe von Fährenwolke, ihr Blick leer und gesenkt. Sandstern ging auf die graue Kätzin zu. „Ich habe alles versucht. Alles. Doch die Wunde, die sie hatte, war zu tief. Sie war noch aus dem Kampf mit dem SeeClan. Und sie hat sich damals nicht behandeln lassen.“ Ihr Blick senkte sich noch mehr. Sandstern sah die Heilerin lange an. „Es ist nicht deine Schuld“ sagte sie, und ging dann zu Fährenwolke, und drückte ihren Kopf an den der braunen Kätzin. Sie erinnerte sich zurück, als sie gemeinsam mit Rußschweif und Fährenwolke trainiert hatte. Sie war eine ihrer engsten Freundinnen gewesen, immer war sie hinter ihr gestanden. Sandstern verharrte lange so an ihrer Seite, Rußschweif in ihrer Nähe. Ihr Blick zeigte dass sie schon sehr lange um ihre Schwester getrauert hatte. „Der SeeClan“ knurrte Sandstern nach einer Zeit. „Wird dafür bezahlen.“ Rußschweif nickte mit wutverzerrtem Blick. „Nachtkampf hat ihr diese Wunde damals zugefügt. Ich werde mich selbst darum kümmern.“ Sandstern sah Rußschweif lange an und nickte dann. „Ich werde nicht ruhen ehe der SeeClan nicht für all seine Taten gebüßt hat.“ fauchte sie.

Kapitel 14

Sandstern hatte schlecht geschlafen. Die Nächte waren lang und anstrengend gewesen. Lichtfeder hatte mittlerweile bemerkt, dass Sandstern Junge erwartete, und beobachtete sie die ganze Zeit. Die Anführerin merkte, dass der Tag der Geburt immer näher kam, und sie dachte nervös daran, wie der Clan wohl reagieren wird. Nun stand die Kätzin in der Mitte des Lagers und beobachtete, wie Rußschweif nervös auf und ab ging. Als die weiße Kätzin den Blick von Sandstern bemerkte, ging sie langsam auf sie zu. „Ich muss mit dir reden“ knurrte sie. Ihr Blick war erschöpft, schwer und sie sah aus, als hätte sie seit Nächten kein Auge zubekommen. Der Tod von Fährenwolke nimmt sie mehr mit, als sie jemals zugeben würde. „Nachtkampf hat sie umgebracht, Sandstern. Nachtkampf war es. Und ich kann nicht schlafen, bevor ich nicht weiß, dass diese miese Ratte dieselben Schmerzen leidet, wie ich es tue.“ Sandstern nickte verständnisvoll. „Sie hat Junge.“ murmelte die sandfarbene Kätzin, doch Rußschweif schüttelte den Kopf „Ihre Jungen haben die Nacht nicht überlebt.“ In Sandsterns Magen ziehte sich alles zusammen, als sie daran dachte, dass sie selbst auch Junge erwartete. „Woher weißt du das?“ fragte Sandstern schließlich, und Rußschweif seufzte. „Im SeeClan gibt es eine Katze, die ausgestoßen wird. Sie wird nicht akzeptiert. Und Nachtkampf ist der Grund. Sie will sich ebenfalls rächen.“ Sandstern spitzte interessiert die Ohren. „Und sie verrät ihren Clan deshalb?“ Rußschweif nickte. „Es ist Unheilböe.“ Sandstern kannte diesen Namen nicht. Sie konnte sich nicht erinnern, dass Tiefenstern jemals diese Katze erwähnt hatte. „Ich verstehe. Du hast meine Unterstützung.“ Rußschweif nickte dankbar, und ging dann weg, höchstwahrscheinlich zu Unheilböe. Sandstern sah ihrer Freundin nach, wie sie aus dem Lager huschte. Lichtfeder eilte hin und her, von der Kinderstube zum Heilerbau und wieder zurück. Sandstern sah sie fragend an, und Lichtfeder rief ihr zu „Nachtblüte bekommt ihre Jungen“ ohne dabei stehenzubleiben. Sie wartete auf keine Antwort, sondern lief sofort weiter. Sandstern war überrascht. So früh schon? Sie sah zur Kinderstube und entdeckte wie einige Katzen aufgeregt davor saßen. Fichtenkralle war wohl bei seiner Gefährtin. Sandstern spürte Eifersucht in sich hochsteigen. Nachtblütes Gefährte wird bei der Geburt ihrer Jungen dabei sein. Meine Jungen werden ihren Vater nie kennenlernen. Diese Sehnsucht nach Silber wurde größer, als sie jemals dachte. Er muss hier sein. Er muss meinen Jungen ein Vater sein. dachte sie und ihr Magen begann zu kribbeln. Sie lief aus dem Lager, in Richtung des RegenbogenClans. Sie lief schneller, als sie je zuvor gelaufen ist. Silber, wir werden wieder vereint sein! Und wir werden unsere Jungen gemeinsam aufziehen. Oh, Silber.. Gedanken rasten durch ihren Kopf, und dies spornte sie an, noch schneller zu laufen. Als sie an ihrem üblichen Ort ankamen, schaute sich Sandstern aufgeregt um. Ihr Fell wehte im Wind, und ihre giftgrünen Augen glitzerten vor Vorfreude. „Silber!“ rief sie, und sah sich wieder um. Sie wartete. Sie wartete sehr lange, doch Silber kam nicht. Ihre Freude hatte sich in Sorge verwandelt. Was, wenn er weitergezogen ist? Ohne mir? Was, wenn er eine neue Gefährtin hat? Tiefe Verzweiflung kam in der Anführerin hoch. Ihr Traum schien zu platzen. Dann, aus dem nichts, hörte sie Pfotenschritte. Ihre Ohren stellten sich aufgeregt auf, und sie starrte dorthin, wo das Geräusch herkam. „Silber?“ fragte sie laut, etwas im Gebüsch zischte. „Silber!“ rief sie wieder, und ging langsam darauf zu. Was sie jedoch sah, war nicht Silber, sondern eine Kätzin. Diese sah sie verwundert an. Die Kätzin hatte schwarzes Fell – so dunkel, wie eine sternenlose Nacht. Im dunklen wäre es bestimmt schwer, sie zu sehen, würden ihre Augen nicht blau leuchten. In ihrem Gesicht hatte sie jeweils links und rechts zwei Tupfen. Sandsterns Gesichtmuskel veränderten sich zu Enttäuschung. Die schwarze Kätzin sah sie fragend an, und sagte dann „Kann ich dir helfen?“ Sandstern seufzte, und schüttelte den Kopf, machte kehrt und wollte gehen. „Bist du aus dem RegenbogenClan?“ fragte sie plötzlich. Sandstern drehte sich sofort wieder um. „Nein, vom LichtClan. Du kennst die Clans?“ Die Kätzin nickte „Mehr oder weniger. Der LichtClan ist doch weit weg. Was machst du hier?“ Sandstern ignorierte die Frage „Weißt du, wo ein Kater names Silberdunst ist?“ Die Kätzin dachte kurz nach „Ich kenne niemanden, der Silberdunst heißt. Nur Silber.“ sagte sie. Sandsterns Herz begann schneller zu schlagen. „Weißt du wo er ist?“ Der Blick der Kätzin veränderte sich nicht. „Bist du Sandstern?“ fragte sie. Sandstern nickte sofort. Es muss ihr von mir erzählt haben! Freude breitete sich in ihr aus. Die Kätzin sah kurz in den Himmel, ehe sie wieder Sandstern ansah. „Silber, ich und einige andere Katzen lebten hier in der Nähe, bei der Grenze zum SeeClan.“ Nähe? Die Grenze ist weit weg, dachte Sandstern, doch sie sagte nichts. „Wir sind in einen Kampf gekommen.“ sagte sie „Silber und mein Bruder haben diesen Kampf nicht überlebt.“ Sie wurde leiser. Sandsterns Ohren legten sich an ihren Kopf, ihre Augen weiteten sich. Sie spürte, wie sie sich mit Tränen füllten. Sie begann, langsam ihren Kopf zu schütteln, und dann rannen ihr die Tränen über die Wange. Sie senkte den Kopf und begann zu zittern. Die Kätzin sah sie traurig an. „Es tut mir so leid.“ Sandstern brachte einige Sekunden kein Wort heraus. Es wunderte sie, dass die Kätzin immernoch da war. Sie beobachtete sie, und wich nicht von ihrer Seite. „Wer?“ krächzte Sandstern nach einiger Zeit. Die Kätzin sah sie an „Was meinst du?“ „Wer hat ihn getötet?“ „Ich kenne ihren Namen nicht. Sie hatte schwarzes Fell, und hatte eine helle Tigerung.“ Sandstern sah die Kätzin wutverzerrt an. „Nachtkampf“ fauchte sie und schrie es in den Wald hinaus. Die Kätzin veränderte ihren Blick nicht. Was will mir der SeeClan noch nehmen? Dafür werden sie bezahlen. Ich werde diesen Clan vernichten!, dachte sie, und begann heftiger zu atmen. „Reg dich nicht zu sehr auf“ meinte die Kätzin „Das ist nicht gut für deine Jungen“ bemerkte sie mit einen Blick auf Sandsterns geschwollenen Bauch. Sandstern sah sie kurz an und nickte dann. Ihr Herzschlag beruhigte sich wieder. „Möchtest du den Tod deines Bruders nicht rächen?“ knurrte Sandstern. Die Kätzin schüttelte den Kopf „Das macht ihn nicht wieder lebendig.“ Sandstern verstand dies zwar nicht, doch sie nickte. „Nachtkampf und der SeeClan haben mir viel genommen. Das werde ich ihnen nicht verzeihen.“ Die Kätzin antwortete darauf nicht. „Silber hat viel von dir erzählt.“ sagte sie stattdessen. „Ich nehme mal an, dies sind seine Jungen?“ Sandstern nickte traurig. Danach kehrte Stille zwischen den Beiden ein. „Wie ist eigentlich dein Name?“ fragte Sandstern dann schließlich. „Alptraum.“ sagte sie, und Sandstern schauderte ein bisschen bei diesem Namen. Doch sie nickte. Sandstern stand auf, und sagte „Ich muss zurück zu meinem Clan.“ Ihr Kopf gesenkt. „Warte!“ sagte Alptraum, und Sandstern sah sie fragend an. „Ich möchte.. bitte mitkommen.“ Sandstern traute ihren Ohren nicht „Was?“ „Ich will deinem Clan beitreten.“ sagte sie wieder, komplett ruhig. „Silber hat mir viel von den Clans erzählt. Nicht so viel wie von dir, aber trotzdem viel. Vom SternenClan, und allem. Ich mag die Idee, in Harmonie gemeinsam zu leben.“ Sandstern knurrte „Es ist nicht immer harmonisch. Es kann grausam sein.“ „Das ist mir bewusst.“ sagte sie trotzig. Sandstern schüttelte den Kopf „Das geht nicht. Du bist keine Kriegerin.“ „Ich kann kämpfen und jagen. Sonst wäre ich nicht mehr am Leben.“ Ihre Sturheit beeindruckte Sandstern irgendwie. Vielleicht hat ihr Silber noch mehr erzählt. Er schien ihr vertraut zu haben. Sie dachte kurz nach und nickte dann. „In Ordnung. Folge mir.“ Alptraum ging hinter Sandstern her, sie waren den ganzen Weg über komplett still und sprachen kein Wort. Erst, als sie vor dem Clanlager standen, sagte Alptraum „Ist es in Ordnung, wenn ich meinen Namen behalte?“ Sandstern nickte, und betrat das Lager. Sie wurde von Rattankralle begrüßt, doch als diese Alptraum sah, verzog sie das Gesicht „Wer ist das?“ Sandstern sagte nichts. Alptraum folgte Sandstern schweigend. Lichtfeder entdeckte sie, sah sie fragend an und lief dann zu ihr „Nachtblüte hat zwei gesunde Töchter. Sie heißen Gräserjunges und Heckenrosenjunges.“ Gräserjunges! dachte Sandstern überrascht Dieser Name kommt garantiert von Fichtenkralle. Doch sie nickte nur „Wer ist das?“ fragte nun auch Lichtfeder. „Alptraum. Sie möchte dem Clan beitreten.“ Lichtfeder legte den Kopf etwas schief „Eine Einzelläuferin als Kriegerin?“ Sandstern sagte nichts, sondern sprang auf den Felsen und trommelte ihre Katzen beisammen. „LichtClan, heute feiern wir die Geburt von Gräserjunges und Heckenrosenjunges, die Töchter von Nachtblüte und Fichtenkralle. Möge der SternenClan über die Beiden wachen.“ Der Clan rief die Namen der Beiden glücklich. „Außerdem“ sagte Sandstern „Begrüßen wir nocb eine neue Kriegerin im Clan – bitte heißt mit mir Alptraum willkommen. Sie kommt von weit weg um uns beizutreten.“ Die Katzen sahen Sandstern zaghaft an . „Findest du das eine gute Idee, Sandstern? Wir kennen sie nicht!“ gab Bambusfuß zu bedenken. „Brauchen wir unbedingt zusätzliche Krieger?“ fragte die alte Kriegerin Rattankralle. Sandstern brachte die Gespräche mit einem Blick zum Schweigen. „Ich verstehe eure Sorge. Doch Alptraum ist eine hervorragende Jägerin und eine starke Kämpferin. Ich bitte euch, sie gut in den Clan aufzunehmen.“ Schließlich nickten einige, einige jedoch schüttelten immernoch den Kopf. Alptraum sah Sandstern dankend an.

Kapitel 15

Die Anführerin des LichtClans starrte in den leeren Himmel, welcher von Wolken bedeckt war. Kein Sonnenstrahl kam durch die mächtige Decke von hellgrauem Flaum. Es hatte seit Tagen nur geregnet. Alptraum hatte sich im Clan überraschenderweise recht schnell eingefügt. Sie kam fast mit jedem gut aus und es wirkte, als wäre sie hier geboren. Rußschweif kam vor einigen Tagen mit der überraschenden Nachricht, dass die Sache mit Nachtkampf erledigt sei – sie hatte sie umgebracht. Aus Rache. Diese Nachricht beruhigte Sandsterns schreiende Seele, zu viel hatte ihr der SeeClan genommen. Doch ihr Hass gegen den Clan und Tiefenstern wuchs mit jedem Tag. Die sandfarbene Kätzin hatte niemanden erzählt, dass Nachtkampf auch Silber getötet hat. Nicht einmal Rußschweif. Sie wollte über den Tod von Silber nicht sprechen, genausowenig wie über den von Sternenkraft. Manchmal spürte Sandstern ihre Jungen in ihrem Bauch treten, und sofort brach ihr Herz, als sie daran dachte, dass sie ihren Vater niemals kennenlernen würden. Die Anführerin des LichtClans verbrachte die Tage damit, in Selbstmitleid und Kummer zu versinken. Die Nachricht des Todes ihres Gefährten hatte sie zerbrochen. Sie organisierte keine Patrouillen mehr, sie jagte nicht mehr, sie verkroch sich in ihrem Bau und schlief. Sie hoffte ständig darauf, dass Sternenkraft sie besuchen kommen würde, doch sie wartete vergebens. Sandstern erinnerte sich zurück, als Fichtenkralle ihr mal als Schülerin sagte, dass ihr Herz kalt und leer sei. Wenn mein Herz leer ist, wieso kann es dann brechen? hatte sie sich oft gefragt. Lichtfeder betrat plötzlich ihren Bau. „Sandstern?“ fragte sie zögerlich. Sandstern hob schweren Herzens den Kopf. „Sandstern, ich weiß zwar nicht, was passiert ist, aber du musst wieder an deinen Clan denken..“ murmelte die Heilerin. Sandstern seufzte. Der Clan wird mir niemals das geben, was mir meine Schwestern oder Silber gegeben haben! Lichtfeder wartete auf keine Antwort. „Ich bin aber eigentlich wegen etwas anderem hier. Es geht um deine Jungen. Es wird Zeit, dass du in die Kinderstube gehst.“ Jetzt sah Sandstern sie überrascht an. „Reicht es nicht, wenn ich das kurz vor der Geburt tue?“ fragte sie verwirrt. Lichtfeder schüttelte den Kopf. „Natürlich nicht. Du musst dich auf die Geburt vorbereiten, und solange du deine Jungen säugst, kannst du den Clan ohnehin nicht anführen.“ Alarmiert begann das Herz von Sandstern zu schlagen. Ich kann doch Fichtenkralle nicht den Clan überlassen! dachte sie schockiert. „Aber keine Sorge“ unterbrach Lichtfeder ihre Gedanken „Du wirst in der Kinderstube nicht vereinsamen – Nachtblüte ist schließlich auch dort. Ich denke ohnhin dass es dir gut tut, wenn du wieder jemanden um dich hast.“ Es musste natürlich die Gefährtin von Fichtenkralle sein. dachte Sandstern trocken und wütend. „Ich schlage vor, dass du heute in die Kinderstube umziehst.“ sagte Lichtfeder noch, und deutete Sandstern, mit ihr zu kommen. Alles sträubte sich in der Anführerin, doch das Wohl ihrer Jungen war ihr wichtiger. Sie nickte, und stand auf. Ihre Knochen schmerzten, und ihr Bauch war sehr rund geworden. Sandstern sprang auf den Felsen und rief alle zu sich. Sie sahen sich überrascht an, nur einige Kätzinnen deuteten auf den Bauch ihrer Anführerin. „Ich habe eine Ankündigung zu machen.“ sagte Sandstern, und holte kurz Luft. „Ich erwarte Junge, und muss nun in die Kinderstube umziehen. In dieser Zeit ist es mir nicht möglich, den LichtClan anzuführen.“ Die Katzen begannen angeregt zu sprechen, sonderlich enttäuscht schien niemand zu sein. Nachtblüte saß bei der Kinderstube und nickte Sandstern freundlich zu. Doch die Anführerin hatte etwas anderes im Auge – genau hinter Fichtenkralle saß Rußschweif, deren Blick sie lange durchbohrte. „Rußschweif wird solange den Clan statt mir anführen.“ Da weiteten sich die grünen Augen ihrer Freundin. Sie hielt kurz inne und die Krieger des LichtClans waren überrascht und schockiert. „Aber wieso? Fichtenkralle ist dein Zweiter Anführer! Er sollte den Clan anführen!“ „Das verstößt gegen das Gesetz der Krieger!“ „Der SternenClan wird zürnen!“ Rege Diskussionen brachen aus, doch Sandstern ignorierte sie. Sie deutete Rußschweif, auf den Felsen zu kommen, und sie tat es. „Ich werde dieses Amt dankend annehmen, Sandstern.“ sagte sie und senkte den Kopf. „Du wirst mich wunderbar vertreten.“ Doch ihr Clan wartete auf Antworten. „Ich möchte den Clan in die Obhut einer Katze geben, der ich blind vertraue. Rußschweif ist diese Katze. Wir alle wissen wie intelligent und gerissen sie ist. Sie wird die Anführerin sein, solange ich es nicht bin.“ Einige Katzen stimmten ihr offenbar nicht zu, doch sie sagten nichts. „Und noch etwas“ sagte Sandstern plötzlich. „Sollte ein SeeClan-Krieger auch nur daran denken, die Grenze zu überschreiten, verjagt ihr ihn. Und sollte er die Grenze überschritten haben.“ Ihre Augen wurden zu Schlitzen. „Tötet ihn.“ Die Augen unter ihr weiteten sich vor Schreck, doch keiner traute sich etwas dagegen sagen. „Das Wort der Anführerin ist Gesetz.“ knurrte Rußschweif, als Fichtenkralle offenbar etwas sagen wollte. Er funkelte sie wütend an, doch Sandstern nickte und wiederholte ihre Freundin. „Das Wort der Anführerin ist Gesetz. Ich werde die Regel, die ich soeben eingeführt habe, durchsetzen. Sollte mir unterkommen, dass jemand gegen diese Regel verstößt, muss er mit einer entsprechenden Strafe rechnen.“ Rußschweif nickte und einige Katzen sahen einander verzweifelt an. Dann sprang Sandstern vom Felsen, und ging auf die Kinderstube zu. Nachtblüte blinzelte sie traurig an. „Sandstern, ich bin froh mit dir das Nest teilen zu dürfen – aber bitte, überdenke die Entscheidung..“ „Mein Urteil ist gefallen. Sie wollten es so.“ Nachtblüte sagte nichts, sondern zeigte ihr das Nest, dass sie für sie gemacht hat. „Ich hoffe es gefällt dir.“ murmelte sie. Sandstern war ein wenig gerührt von der Tatsache, dass Nachtblüte sich so um sie kümmerte. „Ich danke dir.“ sagte sie und schnurrte. Ihre Jungen, Gräserjunges und Heckenrosenjunges sahen Sandstern aufgeregt an. „Mama, schläft die Anführerin des Clans bei uns?“ „Ich will sie zudecken!“ Nachtblüte sah sie scharf an „Seid nicht so unhöflich!“ Sandstern sah die Beiden Jungen an. Sie waren wirklich hübsche Junge, auch wenn sie das ärgerte. Ich hoffe meine Jungen verstehen sich mit den Beiden. Ich will, dass sie gute Freunde haben, und von jedem geliebt werden.

Sandstern träumte viel von Silber, und wachte oft traurig auf, aber die Anwesenheit von Nachtblüte half ihr tatsächlich – sie war sehr nett und hilfsbereit, sie unterhielten sich über ihre Jungenzeit und über ihre Mentoren. Alptraum kam oft vorbei, um nach Sandstern zu sehen, und Rußschweif war ohnehin ständig an ihrer Seite. Ich habe wohl doch Katzen hier, die noch an mich glauben dachte sie, und dachte verzweifelt an Sternenkraft. Doch ihre Mission ging weiter: Der Weg, den SeeClan zu zerstören würde lange dauern, doch sie würde nicht ruhen, ehe es nicht vollbracht war.

Kapitel 16

Doch die Monde schlichen langsam dahin. Sie begann, die Jungen in ihrem Bauch immer deutlicher zu spüren, und jeder Tritt ihrer Nachkommen umhüllte sie in eine Welle der Liebe. Doch etwas anderes beschäftigte die Anführerin des LichtClans: Wann immer die große, sandfarbene Katze den Bau verließ, stach ihr Lichtfeder ins Gesicht. Und jedes mal sah sie ihre geliebte Schwester vor sich. Die Tatsache, dass die graue Kätzin den Platz von Sternenkraft eingenommen hatte, zerriss Sandstern das Herz und trieb sie in den blanken Wahnsinn. Sie spürte, wie ihr Herz verlangte Lichtfeder zu töten und auf einen Heiler zu verzichten, bis eines ihrer Jungen alt genug ist. Nur meine Familie darf das Amt des Heilers übernehmen, dachte Sandstern und ihre blanken, müden Augen starrten dabei in den Nachthimmel. Doch in sich drinnen wusste Sandstern, dass wenn sie Lichtfeder töten würde und bei der Geburt ihrer Jungen Komplikationen auftreten, dass ihr niemand helfen konnte. Sandstern wurde von Apfelfall aus ihren Gedanken gerissen. Die junge, cremefarbene Kriegerin erwartete nun ebenfalls Junge – und Vater dieser Jungen war Rabensturz, ausgerechnet der Bruder von Lichtfeder. Der Clan war gesegnet von jungen, kräftigen Katzen die bereit waren für diesen zu sterben. Doch umso mehr bemerkte Sandstern, wie alle, die sie liebte alterten. Ihre Mutter, Diamantenpelz war nun die Älteste Katze im Clan und dieser Gedanke bereitete Sandstern große Angst. Die letzte Epidemie des Grünen Hustens hatte ihre Opfer gefordert: Schwalbenfrost, Rattankralle und Bambusfuß haben den Kampf gegen die Krankheit verloren – Minzwolke und Bienenflug wären ihr ohne Lichtfeders Hilfe ebenfalls zum Opfer gefallen. Das erste mal in Sandsterns Leben hatte sie Mitleid mit Frostsäbler, der drei seiner engsten Freunde verloren hatte, empfunden. Zurück aus dieser Gruppe blieben nur noch er und Lärchensprenkel. Nein, dachte Sandstern Lichtfeder darf jetzt nicht sterben. Wir haben zu viele Krieger verloren. Wenn ich unsere Heilerin töte, wird der Clan dem Untergang geweiht sein.. Doch das Verlangen danach hörte nicht auf. Immer und immer wieder brach es ihr das Herz und zeriss ihre Vernunft wenn sie Lichtfeder anstatt von Sternenkraft im Bau des Heilers vorfand. Apfelfall hatte offenbar bemerkt, dass Sandstern aufgewacht war. Sie senkte grüßend ihren Kopf, und setzte sich neben Sandstern. „Spürst du die Jungen schon sehr deutlich?“ fragte die junge Kätzin. Es wunderte Sandstern, dass Apfelfall so entspannt mit ihr sprach. Da war kein Hass in ihrer Stimme. Keine Angst, und auch keine Ablehnung. Apfelfall erinnerte Sandstern ein wenig an ihre hitzköpfige Nichte Vogelblatt, eine treue Kriegerin die Sandstern immer verteidigen würde. Als Schülerin hatte sie zu ihr aufgesehen – vielleicht hat sie in Sandstern sogar soetwas wie eine Mutter gesehen. Bevor Sandstern antworten konnte, sprach Apfelfall weiter „Ich freue mich schon so sehr auf die Geburt meiner Jungen. Ich glaube, ich bin geboren um Mutter zu sein. So wie meine Mutter auch.“ Sie seufzte. Sandstern mochte ihren Gedanken, und sofort stach sie ein schlechtes Gewissen, wenn sie sah wie ruhig und friedlich war, und in Sandstern gingen jede Sekunde Vulkane hoch. Vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken. Meine Jungen sind nun höchste Priorität. „Meine Mutter hat mir viel von früher erzählt, als du noch Kriegerin warst.“ Sandsterns Schweif begann aufgeregt zu zucken. Was gibt es da groß zu erzählen? An alles was ich mich aus meiner Kriegerzeit erinnern kann ist, dass ich meinen Vater getötet habe, und dass nicht aus Treue oder wegen Ehre, sondern weil ich wütend war. Das ist nicht gerade ein guter Grund, jemanden zu töten. „Sie hat gesagt, dass du die stärkste von allen warst, und dass du sehr schnell zweite Anführerin geworden bist. Ich hoffe, eines meiner Jungen wird eines Tages auch Anführer! Ich wäre so stolz..“ „Es kommt immer darauf an, was für ein Anführer man ist. Ob man ein Anführer ist, auf den eine Mutter stolz sein kann..“ murmelte Sandstern. Ist Diamantenpelz stolz auf mich? Ich glaube kaum. „Eine Mutter ist immer stolz auf ihre Jungen.“ sagte Apfelfall und seufzte glücklich. „Nichts ist so schlimm, das es nicht für irgendetwas gut ist.“ Das schlechte Gewissen erdrückte Sandstern fast, aber andererseits verstand sie Apfelfalls Gedanken. Es regte sie selbst zum nachdenken an. Und für einen Moment hatte sie all ihre Sorgen vergessen, als sie und Apfelfall in den blanken, sternenlosen Himmel starrten.


Doch einige Tage später wurde Sandstern von Schmerzen geweckt. Ihr lauter Schrei weckte Apfelfall, Nachtblüte und ihre Jungen. Apfelfall sprang sofort auf ihre Beine „Ich hole Lichtfeder“ sagte sie hastig und lief los. Die Jungen!, dachte Sandstern verzweifelt. Nur Sekunden später war Apfelfall mit Lichtfeder im Schlepptau zurück. Nachtblüte verließ solange mit Heckenrosenjunges und Gräserjunges den Bau, die Jungen starrten Sandstern mit Angst in ihren kleinen Augen an. Lichtfeder begann sich einzurichten, und tastete Sandsterns geschwollenen Bauch ab „Die Jungen werden kommen.“ murmelte sie. „Aber es ist doch zu früh!“ sagte Apfelfall nervös. Panik schoss in Sandstern hoch, doch Lichtfeder beruhigte die Beiden „Früher als gedacht, aber es sollte kein Problem sein.“ An die folgenden Momente konnte sich Sandstern nur noch in Bruchstücken erinnern. Sie erinnerte sich an qualvolle Schmerzen, und dass vor der Kinderstube alle gespannt warteten. Sie bemerkte, dass Rußschweif in den Bau wollte, doch Apfelfall lies sie nicht durch. „Das erste Junge kommt“ sagte Lichtfeder, sie versuchte ruhig zu bleiben, doch auch Lichtfeder war nervös. Es würde eine schwere Geburt werden. Wieder quälten die Schmerzen Sandstern. Apfelfall reichte der Anführerin ein Stück Holz, an dem sie beißen konnte. Dann, die kurze Erleichterung, als sie ein quiecken hörte. Sofort füllte sich das Herz von Sandstern mit Liebe, und sie sah zu der kleinen, braunen Kätzin, die ihre ungeschickten, kurzen Beinchen nach ihrer Mutter streckte. „Es ist eine Kätzin“ sagte Lichtfeder nach kurzer Begutachtung „Sie atmet normal und ist fit und gesund.“ Apfelfall beobachtete das Junge mit leuchtenden Augen „Sie ist so groß, und das obwohl sie doch sogar früher als erwartet auf die Welt kam!“ Doch bis das zweite Junge kam, dauerte es. Erst als ihr zweites Junges sich den Weg nach draußen bahnte, erfasste Sandstern wieder ein höllischer Schmerz. Apfelfall versuchte sie abzulenken, während sie die Tochter von Sandstern sauber leckte. „Ich glaube die Kleine hat schon Hunger!“ sagte sie amüsiert, doch Sandstern konnte sich schwer konzentrieren. Erst als sie ein weiteres, quietschendes Fellbündel sah, war Sandstern wieder ihren Sinnen treu. Lichtfeder legte ein schneeweißes Junges vor die Pfoten von Sandstern. Schmerzhaft stellte Sandstern fest, dass er dieses weiße Fell von seinem Vater geerbt haben muss. „Es ist ein Kater“ sagte Lichtfeder. Sandstern begann das Junge rein zu lecken. Die Schmerzen waren beinahe fort. Die Geburt schien vorbei. Sandstern betrachtete überglücklich ihre Beiden Schätze. Doch plötzlich spürte sie den Angstgeruch von Lichtfeder „Sandstern, da ist noch ein Junges.“ Sandstern traute ihren Ohren nicht. Sie spürte keinen Schmerz. „Es muss sehr klein sein. Ich glaube es liegt verkehrt. Versuch deine Hinterbeine weiter auseinander zu strecken.“ sagte Lichtfeder. Sandstern folgte ihren Anweisungen, und schmerzlos presste sie das letzte Junge aus dem Mutterleib. „Sie ist es“ flüsterte plötzlich eine Stimme. Und diese Stimme kannte Sandstern. Vor ihren Augen stand der Geist von Sternenkraft, umhüllt von Sternen und gleißendem Licht. Apfelfall traute ihren Augen nicht. Lichtfeder starrte ihre ehemalige Mentorin mit großen Augen an, doch Sandsterns Herz umhüllte sich mit Wärme. Bevor Lichfeder reagierte, legte sie das cremefarbene Junge zu Sandstern, doch Sternenkraft ging dazwischen, und nahm ihr das Junge aus dem Maul „Was machst du da Sternenkraft?“ fragte Lichtfeder erschrocken. Plötzlich atmete das Junge nicht mehr, ihr Körper erschlaffte. Sandstern fauchte verzweifelt „Sternenkraft, was tust du?!“ Doch ihre Schwester legte das Junge behutsam auf den Boden „Ich lasse nicht zu, dass meine Nichte heute stirbt. Der SternenClan wird sie heute nicht an sich nehmen.“ flüsterte die Heilerin, und drückte ihre Nase gegen die des leblosen, cremefarbenen Jungen. Ein helles Licht umhüllte Sandsterns Schwester und ihre tote Tochter. „Lass nicht los, Kleines“ flüsterte Sternenkraft mit festern Stimme, und ein heller Lichtstrahl fuhr in das Junge hinein. Nach einigen Sekunden, die Sandstern wie die Ewigkeit vorkamen, quieckte das Junge plötzlich. Sandstern floss eine Träne aus ihren Augen, als Sternenkraft ihre Tochter zu ihrem Bauch legte. Sofort leckte Sandstern ihre Tochter, und sah Sternenkraft dann dankend an „Woher wusstest du nur...?“ Doch Sternenkraft antwortete nicht. Lichtfeder sah ihre Mentorin ebenfalls verwirrt an, und Apfelfall war hin und weg von den Ereignissen. „Ist es dir erlaubt, so in das Schicksal einzugreifen?“ fragte Lichtfeder leise. Sandstern traute ihren Ohren nicht, und ihre Wut über Lichtfeder brannte wieder in ihr. Sie soll dankbar sein, dass meine Tochter nicht tot ist!, dachte sie verzweifelt. Wäre das Junge gestorben, hätte Sandstern ihren Tod gerächt – an Lichtfeder. Doch auch darauf antwortete Sternenkraft nicht. Sie schien mit ihren Gedanken wieder ganz wo anders zu sein. „Bitte“ flüsterte Sandstern ihrer geliebten Schwester zu „Such dir den Namen für das Junge aus. Du hast ihr Leben gerettet.“ Sternenkraft schien etwas überfordert mit dieser Bitte, doch nach einiger Zeit sagte sie „Nenn sie Morgenjunges. Da sie doch noch das Licht des Morgens erblicken durfte.“ Dann verstummte Sternenkraft „Ja. Sie ist das Licht des Morgens. Ich verstehe.“ Sternenkraft schloss zufrieden die Augen. Sandstern fragte nicht länger nach, sondern nickte „Morgenjunges. Das ist ein wundervoller Name.“ Und bevor sie Sternenkraft noch eine Frage stellen konnte, löste sich ihre Schwester vor ihren Augen wieder auf „Nein! Geh nicht! Bitte..“ flehte Sandstern, doch Sternenkrafts traurige Augen starrten genau in die von Sandstern „Ich bin immer da. Wo du auch bist.“ Und dann war sie verschwunden. Apfelfall starrte ebenfalls in die Leere „Das war.. unglaublich“ flüsterte sie ehrbürtig. „Deine anderen Beiden Jungen brauchen noch Namen“ riss Lichtfeder Sandstern aus ihren Gedanken. „Ja.. genau..“ Sie sah ihre Älteste, kräftigste Tochter an, die mit dem braunem Fell „Sie soll Pinienjunges heißen.“ und dann sah Sandstern ihren Sohn an „Und er Weißjunges“ Das ist nicht der kreativste Name, aber er gefällt mir., dachte sie noch.

Kapitel 17

Wird überarbeitet!

Epilog (unvollständig)

Die Augen öffneten sich. Was sie sah, war Dunkelheit und Nebel. Sandstern richtete sich mühsam auf. „Wo bin ich?“ flüsterte sie zu sich selbst. „Na rate mal“ Die Stimme die Sandstern hörte, war eine aggressive, kalte und genervte. Eine nachtschwarze Kätzin trat aus den Schatten hervor „Toll dich zu sehen“ murmelte die Kätzin sarkastisch gemeint. Sandstern hatte keine Ahnung wer sie war. Sie verdrehte genervt die Augen. „Willkommen beim Platz ohne Sterne. Frag mich nicht, was ich hier will, ich wandle hier nicht“ Ihre Art erinnerte Sandstern an sich selbst. Aber diese Katze war doch sicherlich keine Clankatze. Was hat sie also hier? „Wer bist du?“ fragte Sandstern leise, und vielleicht auch etwas ängstlich „Streng doch dein kleines Erbsenhirn an und dann komm mit“ Sie knurrte, und schnippte mit dem Schweif. Sandstern fauchte. Was erlaubte sich diese Kätzin? „Du weißt wohl nicht mit wem du sprichst, Hauskätzchen!“ Sandstern knurrte sie wütend an. Die Kätzin sah Sandstern mit ihren trüben Augen an. Sie lächelte geheimnisvoll „Wie niedlich, dass du dich selbst beleidigst“ Dann machte sie kehrt. Wütend sprang Sandstern die schwarze Kätzin an. Doch zu Sandstern’s Überraschung sprang sie einfach zur Seite. „Hast du nicht mehr drauf?“ zischte sie in Sandstern’s Ohr. Diese fauchte vor Wut, und sprang sie erneut an. Blitzschnell wich die Kätzin wieder aus, und warf ihr ihre schwarze Pranke ins Gesicht. Sandstern fiel um. Sie blutete aus dem Ohr. Langsam richtete sie sich wieder auf. Die schwarze Kätzin hingegen stand gelangweilt da, und wartete auf den nächsten Angriff. „Sag schon“ krächzte Sandstern „Wer bist du?“ Die Kätzin antwortete nicht. Sandstern stürzte sich erneut auf die Kätzin, welche wieder auswich. Sie war einfach zu schnell. Erneut warf die Kätzin sie einfach um „Hör doch mal auf“ knurrte die Kätzin „Verschwende doch nicht deine Zeit“ Sandstern fühlte sich schwach, einfach nur elendig. Sie ließ den Kopf hängen „Ich..habe versagt“ murmelte sie, und lag mit dem Kopf im Staub. Die Kätzin kam näher „Steh auf“ befahl sie. Doch Sandstern bewegte sich nicht „Ich sagte, st-“ „Du bist nicht meine Mentorin!“ knurrte Sandstern. „Ach, ich dachte wir sind Hauskätzchen? Seit wann haben Hauskätzchen Mentoren?“ forderte die Kätzin sie heraus. Jetzt hob Sandstern den Kopf, und sah sie genau an. Erschrocken fiel ihr auf, dass die Kätzin voller Narben war, ihr Fell war zerfetzt, ihre Ohren sahen furchtbar aus. „DU bist ein Hauskätzchen, nicht ich“ murmelte sie. Die Kätzin machte kehrt „Achja? Nun, wenn ich ein Hauskätzchen war, dann hast du Hauskätzchenblut in dir“ Und mit diesen Worten ging sie ein paar Schritte von ihr weg. Sandstern stand ruckartig auf „Wir sind verwandt?“ fauchte sie. Die Kätzin hingegen sah sie wieder genervt an „Du hast einen Verstand einer Ameise. Spinnen haben wohl ihre Netze in deinem Gehirn gesponnen“ Sandstern sah zu Boden, und dann sah sie sie wieder an „Wie weit sind wir verwandt?“ „Die Mutter deiner Mutter war meine Nichte. Das reicht doch oder? Ich habe keine Zeit in alten Erinnerungen zu schwelgen. Immerhin könnte ich dich stattdessen töten“ Sie fletschte die Zähne „Ach was, du bist tot, wie willst du mich töten?“ herausfordernd sah Sandstern sie an „Falls du es noch nicht bemerkt hast, Sand, bist du auch tot“ Und plötzlich realisierte Sandstern es wieder: Sie war tot. Es riss ihr erneut den Boden unter den Füßen weg. „Ich werde hier weiterleben! Ich werde nicht ruhen, ehe ich mich an Fichtenkralle gerächt habe! Hilfst du mir?“ Die Kätzin ging einen Schritt zurück und lachte „Ich? Dir helfen? Warum sollte ich? Shyra hilft niemanden“ Shyra also. Diesen Namen hat Sandstern vorher noch nie gehört. „Ich hab keine Angst vor dir“ knurrte Sandstern. „Wie interessant“ murmelte Shyra noch, bevor sie langsam zwischen den Bäumen verschwand. „Du bist schwach. Genauso schwach die alle von unserer Familie. Ich war die einzige die Stärke gezeigt hatte. Wenn es um Territorien ging, hab ich jeden vertrieben. Sogar meinen Bruder. Meine Schwestern haben mir das zwar nie verziehen, aber es war mir sowieso egal.“ Mit diesen Worten verschwand sie entgültig. Sandstern schüttelte den Kopf. „Ich muss Rußschweif finden“ sagte Sandstern zu sich selbst. Und so ging sie des Weges, auch wenn ihre Pfoten von dem Kampf schmerzten. Das Land war kahl, trocken und leblos. Es waren alte, verdorrte Bäume, gefallene Blätter, nasses Laub und Nebel. Mal dichter Nebel, mal wenig Nebel. Aber er war immer da. Es schien, als wäre hier alles tot. Einfach nur mausetot, so wie sie selbst. Doch sie würde nicht aufgeben. Jetzt strengte die Kätzin ihre giftgrünen Augen an, um besser zu sehen. Erschöpfung machte sich breit, doch sie würde nicht schlafen, ehe sie ihre Freunde gefunden hatte. Das Laub raschelte unter ihren Pfoten. Dieser Laut erinnerte Sandstern ein wenig daran, wie es im Wald war. Auch hier war Wald. Allerdings toter Wald. Den SternenClan hatte sie auch nie gesehen. So auch nicht Sternenkraft. Doch sie vermisste ihre Schwester. Sie würde sie suchen, nachdem sie Fährenwolke und Rußschweif gefunden hatte. Eben als sie an die beiden dachte, liefen sie ihr über den Weg „Sandstern!“ Fährenwolke lief zu ihr, die beiden begrüßten sich. Es war so lange her, dass sie Fährenwolke gesehen hatte. Bei ihren Freunden stand auch Unheilböe, die Kätzin, die dem LichtClan half, Sternenkraft’s Tod zu rächen. Nur ungern erinnerte sich die Anführerin an den Augenblick, als Sternenkraft von ihnen ging. Doch sie war nun im SternenClan. Bei Eistanz. Sandstern hingegen war zurückgeblieben. „Sandstern, wir sind in der gleichen Schlacht gestorben“ sagte Rußschweif feierlich „Doch wir sind nicht umsonst gestorben. Fichtenkralle wird niemals seine neun Leben bekommen, nachdem er seine Anführerin getötet hat“ Fährenwolke grinste gehässig als Rußschweif das sagte, Unheilböe gab allerdings keine Geste von sich. Ihr Blick blieb starr und kalt. Sie würde sich schon noch einleben. Sie gehörte nun dazu. „Überstürzt nichts. Immerhin habe ich auch 9 Leben bekommen, auch nachdem ich Blätterstern getötet habe“ Unheilböe’s Ohren zuckten überrascht. Rußschweif nickte, Fährenwolke jedoch sagte „Aber das wusste sonst niemand“ Sandstern schüttelte den Kopf „Falsch. Sternenkraft hatte es an den Wunden von Blätterstern gemerkt. Sie hat es mir sogar gesagt, als wir zum Mondsagerort gegangen sind. Doch sie hat zugestimmt, dass ich die bessere Anführerin bin“ „Warst du auch“ murmelte Fährenwolke, Rußschweif nickte. Sandstern sah Unheilböe an „Gut, dass du nun auf unsere Seite bist. Wir werden den Clans das Leben schwer machen. Sie werden sich immer an uns vier erinnern. „Fünf“ korrigierte Unheilböe kalt. Sandstern sah sie fragend an, Rußschweif ebenso. „Du meinst wohl Windträne“ murmelte Fährenwolke leise. „Windträne?“ wiederholte Sandstern. „Windträne.. nun.. sie ist.. also, sie ist..“ Unheilböe sah Fährenwolke an. Fährenwolke nickte „Windträne war die erste Heilerin im TraumClan. Sie war zuvor eine Streunerin. Sie hatte bereits viele Kämpfe hinter sich, und sah auch dementsprechend aus“ Sie hielt kurz inne „Sie sah sich nicht als Heilerin an, sondern als Kriegerin, deshalb weigerte sie sich, Katzen zu versorgen. Sie wollte kämpfen“ Sandstern’s Ohr zuckte interessiert. „Aber sie wurde nicht vertrieben, da sie Kräuter wie niemand anderer wusste. Irgendwann hat sie einen Schüler so halb ausgebildet, und als der genug wusste, wurde sie vertrieben. Allerdings schwor sie Rache“ Damit endete Unheilböe. Sandstern kam plötzlich eine Idee „Wie wäre es..wenn wir einen Clan hier gründen? Ich könnte ihn anführen.. Windträne könnte Heilerin werden, wenn sie mitmacht“ Dann sah Sandstern Rußschweif und Fährenwolke an „Ihr könntet..“ „..Krieger sein“ beendete Fährenwolke für Sandstern den Satz „Ich möchte keine Zweite Anführerin sein“ „Bei mir genauso“ miaute Rußschweif noch. „Gut, dann belassen wir es erst einmal dabei. Wir sollten Windträne suchen“ „Mich kann man nicht suchen, und schon gar nicht finden, sondern ich finde euch“ krächzte eine Stimme. Aus dem Gebüsch kam eine völlig zugerichtete, große, braune Kätzin. Sie war voller Narben, hatte ein verfilztes Fell und ihre Ohren waren zerfetzt. Hätte sie schwarzes Fell, könnte sie Shyra sein. Allerdings hatte Shyra keine blutroten Augen. „Sei gegrüßt, Windträne“ miaute Sandstern „Hiermit lade..“ „Ich hab sowieso alles gehört, verschwende deinen Atem nicht. Nein, ich mache nicht mit. Ich plane meine Rache alleine. Also lasst mich mit dem Mist in Ruhe“ Das waren klare Worte. Sandstern’s Augen ruhten auf Windträne „Verstehe. Ich werde deine Entscheidung respektieren“ „Es ist mir völlig egal ob du es akzeptierst oder nicht“ fauchte Windträne, und ging auf Abstand „Macht nur, ich werde euch sowieso beobachten“ knurrte sie. Sandstern ignorierte sie. „Wir sollten uns ein Lager aufbauen“ miaute Sandstern. Die Katzen nickten „Einen Platz haben wir bereits“ sagte Rußschweif, und führte Sandstern entlang eines Baches. Dort war eine riesige Lichtung, umrandet von Bäumen „Wenn wir das abdichten, ist es perfekt“ miaute Sandstern begeistert. Rußschweif nickte erneut „Lass uns anfangen“ miaute sie. Der Lageraufbau begann. Sandstern schleppte Äste hin und her, es wurde gegraben, und umher getragen. Der erste Bau war allerdings bald fertig: Der Kriegerbau. Bald darauf wurde die Kinderstube gemacht, und natürlich ein Heilerbau. Nachdem alle Baue fertig waren, find Sandstern an, das Lager etwas abzusichern, damit man nicht durchsehen konnte. Letzendlich war das viel Arbeit, sah aber sehr gut aus. Sandstern war stolz auf ihren neuen Clan. Plötzlich trat Windträne auf die Lichtung „Wow, ich bin begeistert“ miaute sie „Hätte nicht gedacht dass ihr das hinbekommt“ Das Miauen wurde zu leisem Murmeln „Du kannst immernoch beitreten“ sagte Sandstern. Windträne sagte darauf gar nichts. „Nein“ antwortete sie schließlich, und verschwand einfach wieder. Sandstern verdrehte die Augen, und widmete sich wieder dem Lager..

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  • Sandsterns grausamste Seite

    57 Nachrichten
    • Ich hab grade heute Sandsterns grauamsate Seite gelesen und muss sagen,dass deise Geschichte sehr spannend und brutal ist.Aber ich li…
    • Ich sage jetzt nocheinmal etwas dazu: Du, wikia nutzer, ich weis es ist deine Meinung, aber du hättest das nicht so hier hin schreiben soll…

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