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Morgengrauen
CoverMorgengrauen
Autor Kojotenpfote
Illustrator Cover by Kojotenpfote
Veröffentlichungsdatum 22.07.16
Veröffentlicht von WarriorCats Erfindungs Wiki
Ist es wirklich Richtig
Vorgänger: Vergeltung
Nachfolger: Nachglühen

Informationen

Morgengrauen (Eng:Daybreak) ist der fünfte Band meiner neuen Staffel Ist es wirklich Richtig

»Die Schlange versteckt sich hinter dem Schein der Freundlichkeit. Bald wird sie ihr wahres Gesicht zeigen und den Clan ins Verderben stürzen.«


Klappentext

Nachtigall und ihre Begleiter haben den BlitzClan erreicht und fragen um rat, wegen Dämmerung. Kojotenstern hat keine Ahnung, aber Sandpfote und Schneepfote wissen was los ist. Doch sie trauen sich nichts zu sagen. Unterdessen treibt Vipernherz ihr falsches Spiel mit dem BrandClan und der StrudelClan verteidigt weiter seine Grenzen gegen die anderen Clans.

Hierachien

BlitzClan

Anführerin Kojotenstern -braungescheckte Kätzin
Zweiter Anführer Rauchpelz - weiß-grauer Kater; Mentor von Schneepfote
Heilerin Blattsumpf - braun getigerete Kätzin mit blinden orangen Augen; Mentorin von Mausepfote-zierliche hellbraune Kätzin mit grüngelben Augen
Krieger Flammenherz- langhaariger roter Kater
Glückssturm - schildpattfarbener Kater
Kristallfeder- langhaarige weiße Katze mit leuchtend blauen Augen
Kleiberflug- brauner Kater mit grünen Augen; Mentor von Sandpfote
Nebelrose - graue Katze mit Rosa schimmernden Fell; Mentorin von Funkenpfote
Amselflug - braune Kätzin mit grauen Augen
Weißbart- langhaariger schwarz-weißer Kater; Mentor von Blaupfote
Dachskralle - schwarzer Kater mit weißer Dachsmusterung; Mentor von Nachthimmelpfote
Dunkelwolke - grau schwarz getigerter Kater
Eisauge - hübscher weißer Kater mit blauen Augen
Honigtau-hellbraun gesprenkelte Kätzin
Salbeiblüte- hellsandfarbene Kätzin mit grünen Augen
Silberblüte - silberne Kätzin mit hellblauen Augen, hellem Bauch und Pfoten
Schüler Sandpfote -sandfarbener Kater mit gelben Augen
Schneepfote - weißer Kater mit blauen Augen
Blaupfote - hellgraue Kätzin deren Fell im Mondlhct wie blau schimmert
Funkenpfote- rote Kätzin mit rostroten Sprenkeln und hellblauen Augen.
Nachthimmelpfote-schwarzblauer-blaugrauer Kater mit gelben Augen
Königinnen keiner bekannt
Junge keine bekannt
Älteste keine bekannt

BrandClan

Anführerin Schattenstern -anmutige junge Kätzin mit buschigem schwarzem Fell und bernsteinfarbenen Augen
Zweite Anführerin Vipernherz- graubraune Katze mit giftgrünen Augen
Heilerin Sternenfell-silberne Kätzin
Krieger Sonnensturm - rot-getigert mit weißen Pfoten und einem buschigen Schwanz und grünen Augen; Mentor von Rabenpfote
Windklang - grau Katze mit blaugrauen Augen
Diamantstein - grau-weiße Kätzin mit blauen Augen
Adlerkralle - dunkelgrau-schwarzer Kater mit grauen Augen; Mentor von Flockenpfote
Donnerschlag-attraktiver dunkelgrauer Kater mit goldenen Augen
Falkenschwinge-großer, muskulöser brauner Kater mit cremefarbenen Bauch und Brustfell.
Mondfell - weiße Katze mit braunen Ohren, Schweif und blauen Augen
Wüstensturm- sandfarbe Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen; Mentorin von Seepfote
Schneeteich-weiße Kätzin mit grünen Augen
Wassertropfen-blau-graue Katze mit blau-grünen Augen
Feuerkralle - rotge Katze mit gelben Augen.
Schüler Flockenpfote-weiße Kätzin mit weichem Fell, eiuner dunkelbraunen Pfote und blauen Augen
Seepfote-schwarzer Kater mit blauen Augen
Rabenpfote-schwarz-grauer Kater mit grünen Augen
Königinnen Tigerfell- rot-schwarze Kätzin mit braunen Augen; Erwartet Sasoris Junge
Goldpelz-gelb-goldene Kätzin mit grünen Augen; Mutter von Adlerkralles Jungen; Moosjunges, Steinjunges, Felsenjunges & Ahornjunges
Junge Felsenjunges - großer Kater mit stachlig abstehenden, grauem Pelz und dunkelbraunen Augen
Steinjunges - kleiner Kater mit hellgrauem langen Pelz und grau-blauen Augen und sehr lange Krallen
Moosjunges - mittelgroße grau-braune Kätzin mit mit Weißer rechter Vordertatze und Schwanzspitze und sehr dunkelblaue Augen
Ahornjunges - sehr kleine braune schildpatt Kätzin mit goldenen Tatzen und hellgrünen Augen
Älteste Rauchschweif-hat einheitlich graues Fell, welches nur an ihrem Schweif ins Dunkelgrau übergeht und hellgrüne Augen

Anmerkungen:

wird noch ergänzt im laufe der Geschichte

Strudelclan

Anführer Silberstern - silberner Kater
Zweiter Anführer Nebelstreif - kurzes, grau getigertes Fell und grünen Augen
Heiler Schneefuß- schwarzer Kater mit dunkelgrünen Augen und weißen Pfoten
Flammenflug -dunkelroter Kater mit oranger unterseite und Schweif.
Krieger Wieselsprung-helbrauner Kater mit kaum sichtbaren beigen Tabbymuster
Schneeblatt -weiß mit schwarzen Ohrenspitzen, Schweif und kleinen schwarzen Punkten unter den Augen
Feuersee - Rotbraune Kätzin mit grünen Augen; Mentorin von Elsterpfote
Ampferpelz-Schildpattkarter mit warmen bernsteinfarbenen Augen
Hagebuttenschweif-langbeiniger roter Kater mit grünen Augen
Wirbelblatt- schwarz- weiß gefleckt mit dunkelgrauen und hellgrauen Tigermuster
Windhauch - weißer Kater mit bernsteinfarbenen Augen
Schüler Elsterpfote-schwarzer Kater mit blauen Augen, rosa Nase und Ballen. Weißem Strich auf dem Nasenrücken, Weißem Schweif so wie einem komplett weißem Vorderbein.
Königinnen Saatpfote - braun Katze mit cremefarbener Brust und Unterseite; Erwartet Hagebuttenschweifs Junge
Brennnesselfell - schildpatt Kätzin mit grünen Augen; Mutter von Federjunges, Dunstjunges, Glutjunges, Himmeljunges & Lärchenjunges
Junge Federjunges - schwarzer Kater mit, weißem Bauch, Pfoten, Schnauze, Schwanzspitze und blauen Augen
Dunstjunges - hellgrauer Kater mit bernsteinfarbenen Augen
Glutjunges - helle rot-orange Kätzin mit grünen Augen
Himmeljunges - weiße Kätzin mit graugrünen Augen
Lärchenjunges - hellbraun-dunkelbraune Kätzin mit grauen Augen

Anmerkungen:

wird noch ergänzt im laufe der Geschichte

Stamm des tobenden Sturms

Seher und Anführer Sager des tobenden Sturms (Sturmsager) - kräftiger schwarz grauer Kater mit gelben Augen
Höhlenwächter Wind der Berg umweht (Wind) - kräftiger, breitschultriger silberner Kater mit Tigerung an den Vorderbeinen.
Adler der Maus fängt (Adler) - massiger brauner Kater mit weißer Brust und Fleck auf dem Rücken und einer vernarbten Gesichtshälfte.
Löwe mit mutigem Herz (Löwe) - langhaariger agiler brauner Kater mit gelben Nacken und Brust, so wie Bauch. sein rechtes Vorderbein und sein linkes Hinterbein sind golden
Fels der hinab rollt (Fels) - graue Katze mit dunkelgrauer Tigerung
Beutejäger Kaninchen das flüchtet (Kaninchen)-dunkelrotbraune Katze mit lila Augen
Nacht mit Sternen (Nacht) - schwarze Katze mit braunen Augen
See der im Licht scheint (See) - anmutige helle sandfarbene Katze mit dunkelbraunem Tigermuster und grünen Augen
Schatten in finsterer Nacht - Schwarz-Weißer dünner Kater mit blauen Augen
Blatt das im Wind weht (Blatt) - hell-dunkel und weiß getupfte schildpattkätzin mit grünen Augen
Dämmerung die früh kommt (Dämmerung) - grau-braune Schildpattkätzin mit gelben Augen. So wie hellen und weißen verwaschenen Flecken.
Verstoßene Maus die in den Himmel guckt (Maus) - zierliche hellbraune Kätzin
Zukünftige Dämmerung die früh kommt (Dämmerung) - grau-braune Schildpattkätzin mit gelben Augen. So wie hellen und weißen verwaschenen Flecken.
Jungenmütter Schwalbe die fliegt (Schwalbe) - ist eine schlanke Katze mit harten Ballen und scharfen Krallen; Erwartet Adler's junges

Anmerkungen:

wird noch ergänzt im laufe der Geschichte
Stammes Katzen auf Missiom

Nachtigall die in Bäumen singt (Nachtigall)-schlanke Katze mit beigem Fell und dukelgelben verwaschenen Flecken so wie graugrünen Augen.
Wolf der den Mond anheult (Wolf) - stämmiger grauer Kater mit blauen Augen
Sonnenstrahl der durch Wolken bricht (Sonnenstrahl) - goldener Kater mit warmen grünen Augen
Wind der kalten Zeit (Wind)- großer weißer Kater mit breiten schultern und dunkelgrauem tigermuster.
Regen der am Abend kommt (Regen) - grauer Kater Kater mit blauen Augen.


Umfrage

Soll Kojotenstern zurück treten oder nicht?
 
2
 
10
 

Die Umfrage wurde am 4. März 2017 um 15:11 erstellt. Bisher haben 12 Nutzer abgestimmt.
Soll ich die Bücher Aufbruch - Morgengrauen überarbeiten?
 
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Die Umfrage wurde am 6. Mai 2018 um 10:50 erstellt. Bisher haben 4 Nutzer abgestimmt.

Prolog

Sasori sah zu Sternenfell als er auf sie zuschritt.
»Ich bin froh dass es dir gut geht«, murmelte die silberne Katze.
»Ja aber ich muss dir etwas wichtiges sagen«, meinte der Schildpattkater.
»Was denn? Eine Nachricht an Tigerfell?«
»Das auch. Aber das ist wichtiger. Es betrifft den ganzen Clan.«
»Was denn?«, Sternenfell‘ Fell sträubte sich kaum merklich.
»Die Schlange versteckt sich hinter dem Schein der Freundlichkeit. Bald wird sie ihr wahres Gesicht zeigen und den Clan ins Verderben stürzen.«
»Das kann nicht sein«, rief Sternenfell und sah zu Sasori.
»Leider doch. Du musst die Augen und Ohren aufhalten. Um Tigerfells und unserer gemeinsamen Jungen Wille«
»Aber wie soll ich die Schlange erkennen?«
»Du wirst die Zeichen sehen. Du bist eine super Heilerin. So wie deine Mentorin.«
»A-Aber«, kam es von Sternenfell.
»Sasori hat recht. Du darfst nicht an dir Zweifeln. Wenn du das tust, wird die Schlange siegen.« Eine langbeinige schwarze Katze mit einem zerfetzten Ohr. Schattenfell die ehemalige zweite Anführerin die bei dem Angriff der Zweibeiner zurück blieb um den anderen die Flucht zu ermöglichen. Langsam aber unsicher nickte die Heilerin.
»Wenn ihr das sagt«, meinte sie als ihr Traum verblasste. Wieso sollte sich eine Schlange hinter einem freundlichen Gesicht verbergen? Noch total verwirrt, bekam sie nicht mit wie sie angesprochen wurde.
»Sternenfell alles ok?«, wollte Flammenflug wissen.
»Wie?«, irritiert sah sie zu ihm.
»Ist alles ok mit dir? Du wirkst so abwesend?«
»Ich hab eine beunruhigende Nachricht erhalten«, gestand die Heilerin.
»Wirklich? Worum ging es?«, kam es von Blattsumpf.
»Würde ich auch gerne wissen«, meinte Mausepfote und setzte sich neben ihre Mentorin.

Sternenfell seufzte. Sollte sie es mit den anderen besprechen?
»Verratet ihr es auch nicht euren Clan-Kameraden?«, wollte sie wissen.
»Beim SternenClan nein«, kam es von Blattsumpf.
»Seit jeher reden die Heiler zusammen über ihre Träume und teilen sie nur noch mit ihren Anführern, wenn sie nicht alle Clans betreffen. Dann verkünden sie die Träume die sie hatten auf der Großen Versammlung.« Sternenfell nickte.
»Ich weiß nicht mal ob es eine Prophezeiung ist oder nicht.«
»Wenn du sie nicht mitteilst, können wir dir es nicht sagen«, miaute Blattsumpf und Sternenfell wendete sich um.
»Die Schlange versteckt sich hinter dem Schein der Freundlichkeit. Bald wird sie ihr wahres Gesicht zeigen und den Clan ins Verderben stürzen.«
Blattsumpf, wurde Still und auch die anderen Heiler wurden es.
»Das ist eine Prophezeiung, teil sie auf jedenfall Schattenstern mit.« Sternenfell nickte und danke Blattsumpf dann sprang sie davon.
»Blattsumpf, Mausepfote«, kam es von Flammenflug.
»Was ist?«, zischte die Heilerin.
»Ihr werdet bald wieder Wasser haben. Ich bin sicher Silberstern wird ein Einsehen haben.«
»Ich will es hoffen, lange halten wir es nicht mehr aus. Aber wenn jetzt bald die Blattleere kommt, dann wird es etwas leichter werden.«
»Ich glaube er hat einfach Angst, dass es so wie damals endet, als die Zweibeiner unseren Fluss mit ihrem Krähenfraß verschmutzten und die Fische starben. Verhungerten viele von uns in der Blattleere da der Fluss zufror und wir das Eis nicht brechen konnten. Er glaubt es würde wieder so enden.«
»Und einfach mal mit uns reden geht nicht?«, fauchte Blattsumpf und lief los. Sie, Mausepfote und Flammenflug waren die einzigsten Katzen die noch am Mondwasserfall waren.
»Ich glaub einfach er hat vergessen, dass es noch andere Clans gibt, welche nicht so egozentrisch sind wie die Zweibeiner.«
»Ich hoffe es wirklich, Salbeiblüte braucht frisches Wasser, sie hat sich von der Wunde immer noch nicht richtig erholt.«
»Ich rede mit ihm. Notfalls soll er sich selber ein Bild von der Situation machen.«
»Tu das«, miaute Mausepfote und sprang die Steine hinab. Blattsumpf und Flammenflug folgten ihr und liefen den Weg langsam zurück, ehe sie sich trennten.

Kapitel 1

»Sie werden bald Wasser haben«, meinte Silberstern und wendete den Kopf gen Himmel an dem sich dunkle Wolken sammelten. Er hatte bei der letzten großen Versammlung gesehen wie schlecht es dem BlitzClan ging, seit sein Clan den Fluss komplett kontrollierten.
»Silberstern«, kam es von Nebelstreif als er Flammenflug nach sah.
»Was ist?«, wollte der Anführer wissen.
»Glaubst du wirklich der SternenClan wird dir das verzeihen?«
»Nein. Aber ich kann nicht riskieren, dass es so endet wie damals als die Zweibeiner ihren Krähenfraß in unseren Fluss warfen.«
»Was wenn sie verdursten? Glaubst du wirklich du kommst dann in den SternenClan?«, wollte der Zweite Anführer wissen.
»Wir werden die Grenze zurück verlegen, sowie die Blattleere vorbei ist«, miaute Silberstern und stand auf.
»Dann ist es vielleicht zu spät. Wir können von Glück reden, dass der BlitzClan im Moment, keine Jungen, Königinnen und Älteste hat. Nur Salbeiblüte könnte sterben« Nebelstreif erhob sich ebenfalls und wandte sich ab.

Silbersterns Blick glitt zur Kinderstube wo Saatpfote und Brennnesselfell lagen und die tobenden Jungen beobachteten. Brennnesselfell fauchte ihren Sohn Federjunges an, als dieser auf Saatpfotes Bauch springen wollte.
»Aber sie ist so rund«, kam es von dem, Jungen.
»Ja. Weil sie auch Junge erwartet! Wenn du auf ihren Bauch springst, verletzt du ihre Jungen.«
»Denen passiert bestimmt nichts«, wiedersprach der kleine schwarz-weiße Kater.
»Doch. Du könntest sie versehentlich töten«, erklärte Saatpfote und leckte sich das Bauchfell, als sie die Beine an ihren Körper zog.
»Das tut weh«, stöhnte sie und sank auf die Seite.
»Keine Angst, das ist ganz normal. Deine Jungen kommen bald«, murmelte Brennnesselfell als sie ihre Jungen etwas weg scheuchte um Saatpfote hoch zu helfen. Silberstern spürte wie sein Magen schwer wurde. Hatte er übertrieben?, er wusste es nicht. »Nebelstreif ich gehe zum BlitzClan hol du Hagebuttenschweif.« Nebelstreif nickte und machte sich auf den Weg., gerade als Flammenflug in die Kinderstube eilte und Brennnesselfell raus trat.

BlitzClan Grenze an der Felswand

»Was will der StrudelClan hier?«, fauchte Kleiberflug aus verengten Augen und schaute hinab. Neben ihm standen sein Schüler, Sandpfote, so wie die Stammeskatzen Regen, Nachtigall und Wolf. Alle hatten die Pelze gesträubt.
»Ich will mit Kojotenstern reden«
»Was gibt es zu reden? Willst du unser gesamtes Territorium einnehmen?«
»Nein! Will ich nicht«, wider sprach der StrudelClan Anführer und sein Blick schweifte über die Katzen. Sie alle leckten sich die Mäuler da sie kein Wasser hatten.
»Kojotenstern kann nicht kommen, sie sucht verzweifelt nach einer neuen Wasserquelle.«
»Es wird sicher bald Regnen. Der Himmel wird immer dunkler«, versuchte Silberstern die Situation zu entschärfen, doch das war zu viel für Sandpfote und er sprang mit einem Satz hinab und stürzte sich auf Silberstern.

Leises Grollen war zu hören, als der Schüler den älteren Kater umwarf und die dunklen Wolken ballten sich immer stärker zusammen. Die beiden Höhlenwächter, Regen und Wolf sprangen ebenfalls runter und trennten die beiden Kater voneinander. Das Grollen wurde lauter, die Wolken dunkler. »Das wird ein heftiger Sturm«, miaute Wolf und dränge Sandpfote zur Felswand.
»Lasst mich! Er und sein Angriff sind schuld wenn meine Schwester stirbt!«, fauchte Sandpfote doch es ging im Heulen einer Windböe unter.
»Nein! Wenn dann Schneepfote! Er hat die Verstärkung nicht gebracht«, rief Silberstern als erste tropfen auf den Boden und die Katzen fielen.
»Ich kann deinen Zorn verstehen Sandpfote, aber jetzt habt ihr Wasser. Ich bin sicher der SternenClan wird eine neue Trinkmöglichkeit für euch eröffnen und in der Blattgrüne bekommt ihr euren Teil des Flusses wieder«
»Ich will es hoffen. Sonst wird unser Angriff nicht auf sich warten lassen«, jaulte Kleiberflug über den nun heftig wehenden Wind hinweg.
»Da bin ich sicher«, jaulte Silberstern zurück und blickte den BlitzClan Katzen nach, wie sie im Wald verschwanden.

BrandClan

Sternenfell blickte zur Kinderstube, in der Goldplez mit ihren Jungen schlief. Tigerfell flüchtete sich ebenfalls in diese denn, ein Regensturm war losgebrochen und prasselte auf den Boden. Besorgt sah die Heilerin wie die Kinderstube wankte und auch der Ältestenbau sowie der Heilerbau hatten mühe dem Wind standzuhalten. Ein Jaulen erklang aus der Kinderstube als eine Böe einen Ast gegen den Brombeerstrauch welcher die Kinderstube war, wehte und diesen wegriss. Die beiden Königinnen im strömenden Regen standen, während der Wind an ihren Pelzen zerrte. Eng rückten sie zusammen um die Jungen von Goldpelz zu schützen die in ihrem Nest hockten. Sternenfell wollte zu ihnen rennen doch heftig peitschte ihr der Regen entgegen und hinderte sie am Vorrankommen.
»Schnell! Die Kinderstube ist weg«, rief Vipernherz und rannte zu den beiden Kätzinnen und den Jungen, welche sie in Richtung des Kriegerbaus drängte. Kurz darauf waren auch Diamantstein und Adlerkralle da und trugen zwei der Jungen, während Tigerfell und Goldpelz die anderen beiden trugen. Im Kriegerbau angekommen, schüttelten sich die Katzen und ernteten wütendes Fauch von Falkenschwinge. Doch Mondfell beruhigte ihn und deutete nach draußen. Neugierig ging der Krieger zum Ausgang des Baus und schluckte, als er da hinblickte wo zuvor die Kinderstube war.
»Beim SternenClan, was für ein Sturm«, murmelte er und sah zu den beiden Königinnen, welche die Jungen trocken leckten und die sich unter den Zungen wandten.

»Deine Jungen sind echt hübsch Adlerkralle«, meinte die Kriegerin.
»Ja das sind sie und sie werden eines Tages eine Bereicherung für unseren Clan sein«, murmelte er und dachte an Brennnesselfell die nun auch seine Jungen hatte. Er würde es bald sagen müssen und sie vielleicht hier her holen. Egal was seine Clankameraden sagen würden. Die Jungen nun im trocknen sahen sich neugierig um und erkundeten dann den Fremdenbau.

Kapitel 2

Langsam erhob sich Salbeiblüte und sah zu Dunkelwolke, welcher ihr einen feuchten Moosball brachte. »Hier etwas zu trinken. Geht es dir besser?«, wollte er wissen und kurz darauf erschien Sandpfote im Heilerbau.
»Ja aber ich hab so einen Durst«, damit nahm sie den Moosball ins Maul und drückte ihn zusammen, sodass das Wasser ihre Kehle hinab rinnen konnte.
»Was hast du jetzt vor?«, wollte Sandpfote wissen.
»Mit Dunkelwolke auf Patrouille gehen. Er hat eine Grenzpatrouille und die will ich begleiten«
»Ok ich hab jetzt Kampftraining mit Kleiberflug. Danach stoßen wir wenn er es erlaubt zu euch.« Salbeiblüte nickte und drückte ihren Kopf an den ihres Bruders. Dann trat sie aus dem Heilerbau und stand vor Schneepfote. Ihre Augen wurden Schmal und sie schob sich an ihm vorbei.

»Es tut mir wirklich leid Salbeiblüte. Ich war einfach so müde und hatte nicht die Absicht einzuschlafen wollte mich nur kurz ausruhen und«
»Sag einfach nichts mehr Schneepfote. Die Wunde am Hals, hab ich kaum gespürt, es ist nur eine von vielen welche meinen Körper zieren.« Dunkelwolke verzog das Gesicht. Als er die Narben sah. Einige hatte er ihr zugefügt, einige Kristallfeder, eigentlich fast der gesamte Clan. Warum nur waren sie damals so blind gewesen? Schneepfote legte die Ohren an. Die Gleichgültigkeit mit der seine Schwester zu ihm sprach, war erschreckend. Hilfesuchend sah er zu Sandpfote der neben ihn trat.

»Windpelz und die anderen sind sauer, sie fragen wo du bist und warum du einfach so am Tag bei ihnen auftauchst. Wir treffen uns Nachts mit ihnen.«
»Es tut mir doch leid«, zischte Schneepfote und sah zu seinem Bruder.
»Konzentrier dich einfach«, meinte er und schritt zu Kleiberflug, welcher ihm mit dem Schweif zu schnippte. Schneepfote nickte wie benommen und blickte zu Rauchpelz.
»Na komm, wir beide gehen auf die Jagd. Weißbart und Dachskralle warten mit ihren Schülern schon auf uns«, meinte Rauchpelz.
»Ok. Wer führt die Patrouille an?«, kam es von Schneepfote.
»Nachtigall die in Bäumen singt«, meinte der Zweite Anführer. Schneepfote sah ihn an.
»Warum denn Nachtigall?«, wollte der weise Kater wissen.
»Kojotenstern hat es so angeordnet. Sie meint wir können von ihr etwas lernen.« Schneepfote nickte. Dann verließen sie das Lager.
»Der Sturm hat ja ganz schön gewütet«, miaute Blaupfote.
»Da werden wir ‚ne Menge Frischbeute machen. So fern Schneepfote nicht wieder einschläft.«
»Das werde ich bestimmt nicht!«, konterte der Kater
»Bestimmt«, meinte Blaupfote und Nachtigall fauchte.
»Ihr beiden Käferhirne vertreibt noch die Fangbeute«
»Fangbeute? Was ist denn das?«, kam es von Nachthimmelpfote.
»Sie meint Frischbeute«, schaltete sich Schneepfote ein und trat neben Nachtigall.
»Blaupfote was kannst du riechen?«, wollte die baldige Beutejägerin wissen. Die Schülerin stoppte und schnupperte. Es dauerte einen Moment doch dann rief sie: „Amsel“, und ihr Mentor nickte. Ebenso Nachtigall.
»Was noch?« Nachthimmelpfote trat ebenfalls vor und schnupperte. »Kaninchen?«, fragte er.
»Auch aber es ist noch was da? Was?«, fragte Nachtigall.
»Schnee der wirbelt, was meinst du?«
»Mein Name ist Schneepfote Nachtigall aber ich kann wenn ich mich jetzt nicht schwer täusche Wachtel riechen und« er stoppte einen Moment. »Rebhuhn aber die leben doch eigentlich nicht in diesem Gebiet.«
»Richtig Schneepfote«, miaute Nachtigall.
»Wie jagt man Wachteln und Rebhühner? Könnt ihr mir das sagen? Blaupfote, Nachthimmelpfote?«, wollte Nachtigall wissen. Die beiden Schüler wechselten einen langen Blick.
»Wie Mäuse!«, kam es von Blaupfote.
»Nein«, kam es von Nachtigall und Schneepfote schüttelte den Kopf.
»Wie bei den Kaninchen?«, kam es von Nachthimmelpfote. Die Mentoren wechselten Blicke und beobachteten Schneepfote.
»Rauchpelz? Weißbart? Dachskralle? Was meint ihr?« Die Mentoren sahen sie an und schüttelten die Köpfe.
»Schneepfote wie jagt man Wachteln und Rebhühner?«
»Beide werden wie Tauben oder Amseln gejagt. Gegen den Wind anschleichen und auf sie stürzen.« Damit ging er davon und ließ sich in das Jagdkauern fallen. Dann war er verschwunden.

Trainingslichtung BlitzClan

»Ok Sandpfote. Du greifst mich an und ich weiche aus. Wir hören erst auf, wenn du mich einmal erwischt hast.«
»Ja. Kleiberflug«, meinte er und machte sich bereit. Rannte los und sprang ab. Der Kater wich geschickt nach links aus. Hart kam Sandpfote auf dem Boden auf, schüttelte sich und rannte erneut los. Kleiberflug wich wieder aus. Der sandfarbene Schüler fauchte verärgert und sprang ab. Als er aufkam, sprang er gleich wieder ab und auf Kleiberflug zu. Dieser sprang nach oben und landete auf dem Rücken seines Schülers.
»Du bist echt langsam«, neckte ihn sein Mentor.
»Bin ich nicht!«, fauchte Sandpfote und griff erneut an als er frei war.

Kleiberflug duckte sich als Sandpfote sprang und rammte ihm die Vorderpfoten in den Bauch. Dann landete er auf dem Boden und ehe er sich aufrichten konnte, hatte Kleiberflug ihn auf dem Boden festgehalten.
»Du bist echt langsam«, wiederholte er und wurde überrascht als ihm die Hinterpfoten weggeschlagen wurden. Verdutzt sah er sich um als Sandpfote mit schnellen hieben auf seine linke Schulter einschlug. Wie der Blitz rollte der Krieger sich weg.

Schwer atmend richtete sich der Kater auf.
»Das war richtig gut, du hast mich eiskalt überrascht. Wie hast du das gemacht? Trainierst du heimlich?«, wollte er wissen.
»Ja manchmal wenn mir langweilig ist«, meinte er und sah ihn an.
»Ist das sehr schlimm?«, wollte er wissen. Kleiberflug schüttelte den Kopf.
»Nein! Ich finde es gut. Auch wenn du ruhig mich fragen kannst, wenn du etwas mehr trainieren willst. Ich bin dein Mentor und immer für dich da. Ich bin sicher, auch Blaupfote und ihre Geschwister, trainieren gerne mit dir oder einer der anderen Krieger. Du musst nicht immer alleine trainieren.« Sandpfote nickte.
»Das wusste ich jetzt nicht«, meinte er ehrlich überrascht.
»Jetzt weißt du es. Morgen wirst du an der Felswand klettern üben. Das musst du können, wenn du Krieger werden willst. Ich bin sicher, wenn du so gut weiter machst, wirst du bald ein Krieger werden«
»Wirklich?«, die gelben Augen des Katers leuchteten vor Freude auf.
»Ja bist du. Wie es mit Schneepfote aussieht, da hab ich keine Ahnung, aber der wird wohl noch warten. Aber jetzt sollten wir uns Dunkelwolke und Salbeiblüte bei der Grenzpatrouille am Fluss anschließen«, kam es von diesem.
»Können wir auf dem Rückweg jagen?«, wollte er wissen.
»Das entscheidet Dunkelwolke, er führt die Patrouille an. Aber ich glaub er will einfach etwas Zeit alleine mit deiner Schwester verbringen. Er ist ihr wohl seit der Suchaktion sehr zugetan«, raunte der Kater seinem Schüler zu.
»Wirklich? So wirken sie aber nicht«, meinte dieser.
»Lass dich doch einfach überraschen«, meinte Kleiberflug und lief in Richtung der Grenze am Fluss.

Schon von weitem konnten sie die Stimmen von Dunkelwolke und Salbeiblüte hören die sich stritten. Im näher kommen, erkannten sie die Stimmen von mehreren StrudelClan Katzen, die sich mit den beiden jungen Kriegern im Fell lagen. Es waren Feuersee und ihr Schüler Elsterpfote und die rotbraune Kätzin war alles andere als gelassen. Tatsächlich war sie kurz davor auf Dunkelwolke loszugehen. »Was ist hier los!«, rief Kleiberflug und schritt zu den streitenden Katzen.

»Eure Fuchsherzigen Krieger, haben unsere Grenze überschritten!«, rief Elsterpfote.
»Wo sind wir fuchsherzig?«, erboste sich Salbeiblüte.
»Ihr seid doch die Fuchsherzen! Einfach so eine Grenze verlegen. Der Regen von gestern wird uns nicht ewig mit Wasser versorgen, wir haben Durst«, meinte Salbeiblüte.
»Nicht unser Problem. Silberstern hat gesagt, in der Blattgrüne bekommt ihr euren Teil des Flusses zurück«, überlegen grinste die Kriegerin.
»Bis dahin sind wir verdurstet«
»Na und? Ihr habt weder Älteste noch Junge. Ihr werdet ja wohl was suchen können«, meinte Elsterpfote und Sandpfote sträubte seinen Pelz.

»Lass dich nicht provozieren diese Mäusehirne legen es darauf an. Sie wollen dich reizen damit du die Grenze übertrittst«, raunte Kleiberflug und Dunkelwolke stand vor Salbeiblüte, welche aussah als wolle sie sich gleich auf Feuersee stürzen.
»Ja verzieht euch. Ihr Angstmäuse!«, höhnte Elsterpfote und schritt auf die Grenze zu.
»Ihr habt einfach nur Angst. Ihr fürchtet euch vor einem echten Kampf, weil ihr zu schwach seid.« Feuersee grinste ebenfalls als die BlitzClan Katzen abzogen.

Kapitel 3

Schneepfote kam wieder, zwischen seinen Kiefern hing ein Vogel, den bis auf Nachtigall die anderen noch nie gesehen hatten. Er war gedrungen, hatte kurze Beine, kurze runde Flügel und einen ebenso runden Schwanz. Sein Kopf war orangebraun, die Vorderseite grau, die Seiten rotbraun gebändert. Der Schwanz leuchtete in kräftigen rostrot. Dazu kam ein kleiner brauner Fleck, der auf der Mitte der Brust war.

»Was ist das für ein Vorgel?«, miaute Blaupfote und betrachtete ihn eingehend.
»Das ist ein Rebhuhn«, erklärte Nachtigall und Schneepfote verscharrte seinen Fang unter einem nahen Baum. Dann zogen sie weiter. Auf halbem Weg, kam ihnen die Grenzpatrouille entgegen, die mehr als nur verärgert wirkte.
»Was ist passiert?«, wollte Dachskralle wissen.
»Der StrudelClan ist passiert«, fauchte Sandpfote.
»Was hat er gemacht?«, kam es von Nachthimmelpfote.
»Hat gemeint wir sollten nach einer anderen Trinkstelle, suchen da wir bis zur Blattgrüne warten müssen, ehe wir unsere Seite des Flusses wieder bekommen.«
»Das haben sie nicht!«, fauchte Weißbart und sah die anderen an.
»Doch haben sie«, bestätigte Salbeiblüte.
»Sollten wir sie nicht angreifen?«, fragte Blaupfote. Die Krieger schüttelten den Kopf.
»Nein! Wir berichten Kojotenstern und sie entscheidet was wir machen«, erklärte Kleiberflug und Rauchpelz nickte.
»Sollen wir euch begleiten?«, hakte Rauchpelz nach und Kleiberflug nickte.
»Wäre besser, ich glaub Kojotenstern wird, mehr als nur verärgert sein«, murmelte Kleiberflug.
»Kann ich verstehen«, antwortete Nachtigall und beide Patrouillen machten, sich auf den Rückweg. Unterwegs grub Schneepfote sein Rebhuhn aus und nahm es mit. Blaupfote hatte eine Amsel und Nachthimmelpfote ein Eichhörnchen gefangen.

BrandClan

Die Jungen tollten auf der Lagerlichtung und erklommen die Pappel in, welcher der Kriegerbau war.
»Der BlitzClan greift an!«, jaulte Felsenjunges und stürzte sich auf Falkenschwinge der gerade in den Kriegerbau wollte. Überrumpelt ging dieser zu Boden und war schon Sekunden später unter den vier Jungen begraben. Der Körper des Katers zitterte ehe er aufsprang und die kleinen runterpurzelten.
»KÖNNT IHR NICHT WO ANDERS SPIELEN!?«, fauchte er und die Jungen wichen erschrocken zurück. Drückten sich ängstlich aneinander und rannten dann jaulend zu Goldpelz, welche sie erst tröstete und dann sah wie Adlerkralle sich vor dem jungen Krieger aufbaute.
»Lass. Meine. Jungen. In. Ruhe! «, fauchte er bedrohlich leise und Falkenschwinge wurde gleich etwas kleiner. Dann stakste Adlerkralle davon und lief aus dem Lager. Diamantstein, beobachtete das einen Moment, dann folgte sie ihrem Bruder und war mehr als nur erschrocken als sie den Weg, welchen der Krieger nahm erkannte. Er lief in Richtung StrudelClan und überschritt die Grenze. Alarmiert folgte sie ihm und packte ihn an der Spitze seines Schweifs.
»Was soll das?!«, fauchte er und sah zu seiner Schwester, welche versuchte ihn zurück zu ziehen.

»Lass mich los«, giftete Adlerkralle und funkelte die Kriegerin an.
»Bist du vom SternenClan verlassen? Was wenn dich eine Patrouille sieht?«, wollte diese wissen.
»Mir doch egal, ich will zu meinen Jungen!«, konterte dieser.
»Deinen Jungen? Doch nicht Brennnesselfell?«, entsetzt wich Diamantstein zurück und sah ihn an.
»Wie kannst du nur? War Goldpelz nur dazu da? Deine Untreue deinem Clan gegenüber zu verbergen? Um dein Gewissen zu beruhigen? Oder hast du keines?«, flüsterte sie und rannte dann weg. Adlerkralle sah ihr nach und machte sich auf Brennnesselfell zu besuchen.

StrudelClan

»Was willst du hier?! BrandClan Kater«, fauchte Ampferpelz mit gesträubten Pelz
»Ich will Brennnesselfell besuchen«, antwortete der Kater und Ampferpelz zog die Augen misstrauisch zusammen.
»Warum?«, kam es von Hagebuttenschweif mit ebenfalls großen Argwohn.
»Die Jungen!«, rief Schneeblatt und die Kater wandten der Kätzin den Kopf zu.
»Jungen? Doch nicht die von Brennnesselfell«, keuchte Ampferpelz und sah wie Schneeblatt nickte.
»Doch, immer hin warum sonst sollte er Brennnesselfell sehen wollen? Ich meine Saatpfote hat uns allen erzählt dass sie Hagebuttenschweifs Junge erwartet, ohne zu zögern aber Brennnesselfell hat sich dazu nie geäußert wer Vater ihrer Jungen ist.« Die beiden Kater fuhren die Krallen aus. Dann stürzten sie sich auf den Eindringling. Dieser zögerte nicht lange und griff ebenfalls an. Schon nach wenigen Momenten, fuhren sie sich mit den Krallen durch das Fell. Adlerkralle duckte sich und entging so dem Angriff von Ampferpelz. Jedoch landete Hagebuttenschweif, einen Treffer an der Flanke von Adlerkralle, welcher erschrocken aufschrie. Ampferpelz nutzte diesen Moment und stürzte sich auf den Rücken des Katers, welcher herumwirbelte um den Angriff abzuwehren. Doch der rote StrudelClan Krieger, grub seine Krallen in dessen linkes Hinterbein und dann sah er wie Schneeblatt ihm in die rechte Vorderpfote biss. Schmerzlich jaulte er auf.

»Was ist hier los!«, rief eine wütende Stimme und Silberstern schritt auf die kämpfenden Katzen zu, welche sich trennten.
»Schneeblatt, Hagebuttenschweif, Ampferpelz, würdet ihr mir das bitte erklären?«, er deutete auf Adlerkralle.
»Er wollte Brennnesselfell besuchen. Scheinbar sind ihre Jungen von ihm«, meinte der schildpatt
»Sicher?«, kam es Misstrauisch von Silberstern.
»Natürlich, von euren Kriegern hat ja keiner der Mut gehabt«
»Noch ein Wort und du kannst den SternenClan von mir grüßen!«, fauchte Silberstern bedrohlich und schritt auf Adlerkralle zu.
»Mach dir nicht gleich ins Fell. Ich wollte sie nur kurz besuchen und«
»Hau ab oder du kannst die Jungen vom SternenClan aus beobachten!«, damit stürzte sich Silberstern ebenfalls auf Adlerkralle doch dieser wirbelte herum und der Angriff verlief ins Leere.
»Lauf nur du Mausherz!«, riefen die StrudelClan Katzen dem verschwindenen Krieger nach.

BlitzClan

»So eine Unverschämtheit!«, rief Kojotenstern und eilte auf die Clan-Lichtung um ein Clantreffen einzuberufen. Die Katzen eilten sofort zum Fels auf dem sie stand und überblickte ihre Krieger. Die Nachricht der beiden Patrouillen hatten sie mehr als nur verärgert.
»Ihr habt es alle gehört oder? Was heute an der Grenze beim Fluss los war?«, rief sie und zustimmendes Gejaule erhob sich.
»Bei der nächsten Großen Versammlung, werden wir unseren Teil des Flusses zurück verlangen! Sollten sie sich weigern, werden wir den StrudelClan bekämpfen!«, verkündete sie.
»Wir wurden einmal vertrieben! Wir werden es nicht ein zweites Mal! Wir werden uns wehren und ihnen zeigen warum wir der BlitzClan sind! Möge Donner der Gründer unseres Clans bei uns sein und uns Kraft geben! Sie sollen sehen auf den Blitz folgt der Donner. Wir heißen jetzt vielleicht BlitzClan aber im Herzen sind wir immer noch der DonnerClan. Schnell wie der Blitz laut wie der Donner!«, rief sie und viele Katzen johlten vor Begeisterung. Riefen schnell wie der Blitz laut wie der Donner.
»Wir auch?«, rief Blaupfote.
»Die jüngeren Schüler sind in der zweiten Gruppe und bilden zusammen mit den jüngeren Kriegern wie Amselflug, Dachskralle, Weißbart, Dunkelwolke, Wolf, Wind, Regen, Sonnenstrahl die Unterstützung«
»Was ist mit mir?«, rief Honigtau.
»Du bleibst in der zweiten Gruppe, du lernst noch wie man richtig kämpft. Da du als Heilerin außerhalb der Grenzstreitigkeiten gestanden hast. Aber jetzt da du von diesem Posten zurück getreten bist, ist das nicht mehr der Fall«
»Warum gerade die Stammeskatzen?«, rief Nebelrose.
»Sie sind Höhlenwächter und kennen ein paar nette Tricks um Feinde anzugreifen. Der StrudelClan kennt die Techniken der Stammeskatzen nicht, wir sind ihnen gegenüber im Vorteil, vor allem da sie in der Zweiten Gruppe sind.« Nebelrose nickte und Salbeiblüte musste ein knurren runter schlucken denn sie würde mit Nachtigall hier bleiben. Dunkelwolke drückte sich an sie.

Kapitel 4

»Da kommt der BlitzClan«, rief Vipernherz als sie den Geruch der ankommenden Katzen auffing. Schattenstern, die bereits auf dem Felsen stand, beobachtete dies genau und die drei Schüler unterbrachen ihre Rauferei. Wüstensturm, Sonnensturm und Adlerkralle wendeten die Köpfe und jaulten leise Begrüßungen. Rauchschweif die Älteste streckte ihre Beine und legte sich bequemer hin.

»Seid Gegrüßt ist der StrudelClan schon da?«, wollte Kojotenstern wissen und Vipernherz schüttelte den Kopf.
»Noch nicht«, antwortete diese und blickte zu Rauchpelz welcher sich neben sie setzte.
»Wo ist Tigerfell?«, fragte Weißbart und erlaubte seiner Schülerin die Schüler des BrandClan zu begrüßen. Kurz darauf folgten ihr auch ihre Geschwister Nachthimmelpfote und Funkenpfote. Kojotenstern hingegen sprang zu Schattenstern und unterhielt sich mit dieser.
»Zurück getreten, da sie in die Kinderstube umgezogen ist«, kam es von der grauen Kriegerin mit den giftgrünen Augen.
»Was gibt es bei euch neues?«, kam es von ihr neugierig.
»Ich hab meine erste Schülerin«, miaute Weißbart stolz und deutete zu Blaupfote die eine nicht ernst gemeinte Rauferei mit Flockenpfote anfing. Denn beide jagten sich über die Lichtung und warfen sich gegenseitig um.
»Flockenpfote! Hör auf, zeig ihr nicht deine Kampftricks!«, rief Vipernherz.
»Mach ich doch nicht! Wir spielen nur«, kam die Antwort.
»Ich sag dir, wenn wir wegen dir einen Kampf verlieren wirst du einen Monat lang die Ältesten nach Zecken absuchen!« Flockenpfote legte die Ohren an und nickte.
»Schade«, meinte Blaupfote und ging zu ihrem Mentor zurück. Rauchpelz wollte etwas sagen als der StrudelClan auftauchte. Sofort versteiften sich die BlitzClan Katzen und würdigten die soeben angekommenen nicht eines Blickes.

Silberstern sprang zu Schattenstern und Kojotenstern und begrüßte beide doch von der BlitzClan Anführerin kam nur ein knappes nicken ehe sie den Kopf erneut abwandte. Jaulen erklang von Schattenstern und schweigen senkte sich über die Lichtung.
»Wer möchte anfangen?«, fragte Schattenstern und Silberstern meinte sofort er würde es.
»Die Beute im StrudelClan läuft gut. Saatpfote ist in die Kinderstube gezogen und wir können uns über sieben Gesunde Jungen freuen. Die Jungen von Brennnesselfell heißen Federjunges, Dunstjunges, Glutjunges, Himmelsjunges, Lärchenjunges. Die von Hagebuttenschweif und Saatpfote heißen Fuchsjunges und Staubjunges.«
»Wer ist der Vater von Brennnesselfells Jungen?«
»Wir vermuten Adlerkralle. Er wollte sie nämlich besuchen«, das freudige Gejaule über die Jungen beim BrandClan verstummte und wütendes Protestgeheule erhob sich.
»Das ist eine Lüge! Denn Goldpelz hat bereits Adlerkralles Junge geboren!«, fauchte Schattenstern
»Das kommt vor«, schaltete sich Kojotenstern ein.
»Auch in der Vergangenheit meines Clans als wir noch der DonnerClan waren, gab es dies. Denn Krähenfeder vom WindClan hatte mit unserer Heilerin Blattsee Junge um aber seine Loyalität dem WindClan zu beweisen, hatte er einen Sohn mit Nachtwolke und hat bis zum Schluss seine anderen Jungen verleugnet, obwohl er sie immer geliebt hat«
»Adlerkralle Stimmt es was Silberstern sagt?«, fauchte Vipernherz.
»Vielleicht«, meinte er nur.
»Vertreibt die Jungen! Vertreibt sie und ihre Mutter!«, jaulten mehrere Katzen.
»Wir könnten sie doch zu uns holen oder?«, fragte Adlerkralle und noch mehr Protestgeheulte erhob sich. Diesmal vom BrandClan.
»Nein!«, fauchte Schattenstern und funkelte Adlerkralle an.
»Was sagen die Heiler dazu?«, fragte Silberstern und sah zu Schneefuß und Flammenflug.
»Ich denke Brennnesselfell und die Jungen sollten bei uns im StrudelClan bleiben.«
»Ich stimme dem zu!«, rief Sternenfell.
»Es wäre nicht gut. Denn sowohl Brennesselfell wie auch Goldpelz werden sich nicht sonderlich gut leiden können und die Jungen müssen dann mit dieser Last leben.« Kojotenstern schaltete sich ein ehe der StudelClan Anführer antworten konnte.
»Silberstern, wann bekommen wir unseren Teil der Fluss Grenze zurück?«, wollte Kojotenstern nun wissen. Der StrudelClan Anführer, sah sie an.
»Nach der Blattleere«, war die Antwort.
»Ja klar doch. Wird die Blattgrüne zu warm, dann werdet ihr ihn wieder besetzen und die Grenze verlegen. So läuft das nicht! Wir wurden einmal verjagt, wir werden nicht noch mal verschwinden!« Silberstern schlucktet kurz.
»Es wird alles in Ordnung kommen. Ihr habt bald Wasser. Der Regensturm hat euch doch schon Wasser gegeben und«, Kojotenstern fauchte laut.
»Wenn ihr die Grenze nicht bis zum nächsten Halbmond an ihren ursprünglichen Platz zurück verlegt habt. Greifen wir euch an!«
»Ihr droht uns! Nach allem was wir für euch getan haben?«, fauchte Nebelstreif.
»Das haben wir nicht vergessen aber«
»Was aber?«, unterbrach Feuersee.
»Eine Grenze einfach zu verlegen und einem Clan das Wasser zu stehlen ist das wirklich nötig?«
»Ja! Wir haben in der Blattleere den Großteil unseres Clan verloren durch Wasser, das Zweibeiner vergiftet haben. Das wollen wir nicht noch mal zu lassen«
»Was wenn es nicht geregnet hätte? Wir wären elendig verdurstet. Selbst jetzt haben wir unter dem Wassermangel zu leiden! Was glaubt ihr wie der SternenClan das wohl aufnehmen würde? Wenn ihr einen ganzen Clan durch Angst zum Tode verurteilt?« Schweigen herrschte unter den StrudelClan Katzen und nur die Heiler schienen nicht um eine Antwort verlegen.
»Kojotenstern hat nicht unrecht Silberstern. Der SternenClan wird das nie verzeihen«, meinte Flammenflug.

BlitzClan Lager

»So Nachtigall was genau ist los? Warum seid ihr wirklich hier?«, wollte Salbeiblüte wissen als sie sich streckte. Die Beutejägerin oder eher Zukünftige Beutejägerin. Nachtigall sah ihre alte Freundin an. Dann erzählte sie ihr von Dämmerung und ihrem verhalten. Die Kriegerin wendete den Kopf.
»Mit meinen Brüdern stimmt auch was nicht. Sie sind so merkwürdig und dauernd müde. Schneepfote hat es sogar nicht geschafft Hilfe zu holen. Der ist einfach eingeschlafen«
»Kojotenstern und mein Bruder Sandpfote waren mehr als nur sauer auf Schneepfote. Ich glaub die Verachtung die er gespürt hatte, weil ich im Sterben lag war die größte Strafe für ihn die es gibt.« Dunkelwolke näherte sich und setzte sich dann etwas entfernt hin.
»Was beredet ihr da? Wer ist Dämmerung?«, wollte er wissen.
»Die Tochter von Blatt und Wind der kalten Zeit.« Ein Fragezeichen schwebte über Dunkelwolkes Kopf.
»Blatt das im Wind weht und Wind der kalten Zeit sind Gefährten und Dämmerung die früh kommt ihre Tochter. Wie beim Stamm üblich benutzen wir nur die erste Silbe des Namens. Ich war Salbei der blüht, meine Brüder Schnee der wirbelt und Sand der rieselt. Wir wurden Salbei, Sand und Schnee gerufen.« Der Kater nickte und legte sich neben die cremefarbene Katze. »Deswegen nenne ich Mausepfote manchmal noch Maus. Weil sie früher Maus die in den Himmel guckt hieß.« Dunkelwolke zuckte mit der Schwanzspitze.
»Redet ihr mal ruhig in Stammessprache weiter«, meinte er und gähnte. Dann legte er seinen Kopf auf den Rücken von Salbeiblüte und schloss die Augen.
»Als du das letzte mal bei uns warst, hast du nur gemeint, ihr würdet besser miteinander auskommen. Aber anscheinend seit ihr ja schon Gefährten. Die Jungen werden dann wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen«, witzelte Nachtigall und Salbeiblüte sprang so abrupt auf, das Dunkelwolke vor Schreck umkippte.
»Wie? Was?«, fragte er und sah zu Salbeiblüte die mit leicht gesträubten Pelz zu Nachtigall starrte.
»Dafür sind wir doch noch zu Jung. Ich bin noch nicht mal vier Blattwechsel lang Kriegerin und dann schon Junge? Also wirklich? Ich weiß ja nicht mal ob er Junge überhaupt will«, rechtfertigte sie sich und Dunkelwolke sah sie an.
»Also ich hab nichts dagegen, aber wie du sagtest wir sind noch junge Krieger wir haben noch etwas Zeit.«

Nachtigall lag lachend auf dem Boden als sie sah, wie Dunkelwolke aus dem Schlummer gerissen wurde. Das Lachen lockte aber auch Sandpfote und Schneepfote an, welche das verwirrt beobachteten.

Kapitel 5

Die Anspannung zwischen Silberstern und Kojotenstern stieg und auch Rauchpelz und Nebelstreif, sahen sich aus verengten Augen an. Die Felle waren leicht gesträubt. Flammenflug und die anderen Heiler suchten den Himmel ab. Flehten den SternenClan an ein Zeichen zu schicken. Ein Zeichen das er Streit aufhören musste. Aber es sah nicht so aus. Schattenstern beobachtete dies mit wachem Interesse und Vipernherz blickte mit vor Aufregung leuchtenden Augen zu den beiden zerstrittenen Clans. Der Fakt das Adlerkralle nicht nur mit Goldpelz sondern auch Brennnesselfell Junge hatte, war vergessen.
»Ich hab meine Antwort gegeben. Nach der Blattleere bekommt der BlitzClan seinen Teil des Flusses wieder. Die Versammlung ist beendet«, damit sprang Silberstern hinab und sammelte seine Katzen um sich, welche ihm folgten.
»FUCHSHERZEN! DACHSHERZEN! FEIGE EICHHÖRNCHEN!«, riefen die BlitzClan Katzen und versammelten sich um die Lichtung ebenfalls zu verlassen. Der BrandClan blieb noch einen Moment da, dann kehrte auch er zurück zu seinem Lager.

StrudelClan Lager

Die Rufe der BlitzClan Katzen hallten noch in ihren Ohren, als sie ihr Lager betraten. Sie sahen wie Hagebuttenschweif und Saatpfote versuchten ihre Jungen in die Kinderstube zu locken, aber die kleinen waren so quirlig wie zwei Eichhörnchen und jagten sich über die Lichtung.
»Ihr beiden geht sofort in euer Nest und schlaft!«, meinte Silberstern streng und die Jungen sahen den Anführer aus großen Augen an. Dann folgten sie ihrer Mutter in die Kinderstube und beobachteten noch wie Silberstern ebenfalls eintrat und zu Brennnesselfells Nest lief. Ehe er sie anstupste. Diese hob den Kopf.
»Was gibt es?«, fragte sie leise um die schlafenden Jungen nicht zu wecken.
»Morgen früh kommst du in meinen Bau! Ich muss mit dir reden.« Dabei betrachtete er die Jungen die neben ihr lagen und Wut blitzte in seinen Augen auf. Wut über die Untreue der Kriegerin
»Saatpfote du passt bitte morgen auf die Jungen von Brennnesselfell auf, während sie in meinem Bau ist.«
»Natürlich mach ich das«, miaute die braune Kätzin und leckte ihre eigenen Jungen vorsichtig den Kopf, welche sich enger an die Königin kuschelten.

Als der Morgen anbrach erhob sich Brennnesselfell schwerfällig aus ihrem Nest und schritt aus der Kinderstube. Die Jungen legte sie zu Saatpfote, welche den Kopf hob.
»Die Sonne ist noch nicht mal aufgegangen«, murmelte diese und zog die Jungen mit dem Schweif zu sich. Lächelnd betrachtete sie diese und rollte sich zusammen.
»Schon aber je eher umso besser oder? Versprich mir dich um meine Jungen zu kümmern, sollte mich Silberstern verbannen«, dann wandte sich Brennnesselfell ab und schritt zum Anführerbau, den sie betrat.

Nur wenige Herzschläge später erschien Silberstern und berief ein Clan-Treffen ein. Neugierig schob sich Saatpfote aus dem Bau und setzte sich an den Eingang der Kinderstube und die Jungen stürtzten hinter ihr her, wurden aber von der jungen Königin gestoppt.
»Wo wollt ihr hin?«, fragte sie und sah zu den kleinen Fellbällen.
»Wir wollen wissen warum Mama so komisch ist«, piepte Glutjunges und die rote Kätzin versuchte über Saatpfote zu klettern.
»Könnt ihr schon eure eigene Beute erlegen?«, wollte die Schülerin wissen und die Jungen stoppten.
»Macht euch nichts draus. Ich war auch mal ein Junges und wollte zu jeder Clan Versammlung. Wenn ihr jetzt Maus spielt und ganz still hinter mir liegen bleibt, könnt ihr der Versammlung beiwohnen. Aber ich will keinen Ton von euch hören.« Die Jungen nickten und platzierten sich so dass sie halbwegs verborgen im Eingang der Kinderstube hockten. Was bei sieben Jungen gar nicht einfach war. Denn jedes wollte den besten Platz.

»Der Grund warum ich dieses Treffen einberufen habe ist das nicht jeder von euch gestern mitbekommen hat, was auf der Großen Versammlung los war.« Leise raunten die Katzen und sahen sich an. Dann erneut zu Silberstern. »Dafür wissen wir nun wer der Vater von Brennnesselfells Jungen ist.« Nun setzte aufgeregtes Gemurmel ein und einige Katzen sahen feindselig zu der Königin. »Es ist Adlerkralle aus dem BrandClan. Brennnesselfell hat es mit eben in meinem Bau bestätigt.«
»Verräterin! Lügnerin!«, erklang es wütend von Stimmen und Saatpfote starrte in die Kinderstube in der es auch unruhig wurde.
»Saatpfote was bedeutet das?«, fragte Dunstjunges.
»Das bedeutet euer Vater lebt in einem anderen Clan und kann euch nicht besuchen«, murmelte die junge Königin.
»Wir dachten er ist im SternenClan«, rief Lärchenjunges
»Nein. Vermutlich hat sie es nur behauptet um zu erklären warum er euch nicht besuchen kommt«, antwortete die Schülerin.
»A-aber das ist unfair Fuchsjunges und Staubjunges Vater kommt auch immer zu euch«, empörte sich Glutjunges.
»Ja aber er ist auch ein Krieger unseres Clans und kann sie besuchen. Außerdem hat von dem was ich gehört habe euer Vater ebenfalls Junge mit einer Kriegerin seines Clans und«, Saatpfote brach ab als Glutjunges einen Satz auf sie machte und dann gefolgt von ihren Geschwistern aus der Kinderstube rannte. Fuchsjunges und Staubjunges wollten ebenfalls mit, wurden aber von Saatpfote mit dem Schweif aufgehalten.
»Das geht euch nichts an«, flüsterte sie und sah zu den Jungen von Brennnesselfell die wütend mit ihrer Mutter schimpften. Diese versuchte sich zu erklären, konnte aber nichts entgegen was das ganze beruhigen würde.
»ICH HASSE DICH! WEGEN DIR HABEN WIR KEINEN VATER!«, rief eine Stimme und alle starrten zu dem Jungen.

Brennnesselfell legte die Ohren an, als sich Tränen in ihren Augen sammelten. Es war Glutjunges deren Augen vor Zorn zu lodern schienen.
»Es tut mir Leid Glutjunges«, murmelte sie und immer mehr Tränen sammelten sich.
»Genau! Was bist du für eine Mutter?«, fragte Feuersee und beugte sich zu dem Jungen hinab.
»Lass mich«, fauchte Glutjunges und wandte sich ab. Schritt zur Kinderstube und verschwand darin.
»Ich mag dich trotzdem Mama«, kam es von Himmeljunges und sie schmiegte sich an die Schildpatt Kätzin. Diese leckte dem weißen Jungen über den Kopf.
»Man sollte sie vertreiben«, fauchte Wirbelblatt.
»Meinst du? Das ist doch zu harmlos für sie«, kam es von Wieselsprung.
»RUHE!«, brüllte Silberstern.
»Sie wird nicht bestraft. Das ihre Jungen sie verachten, ist Strafe genug für sie.« Damit sprang er hinab und beendete das Clan Treffen. Brennnesselfell blieb mit Himmeljunges zurück.

Kapitel 6

Viperherz blickte zu Goldpelz und Adlerkralle die mit den Jungen spielten. Von Brennnesselfell und seinen anderen Jungen redete er gar nicht. Felsenjunges war nicht zu sehen doch schon kurz darauf spürte die Zweite Anführerin winzige Zähne und Krallen die sich in ihren Schweif bohrten.
»Was soll das?«, fauchte sie und sah zu Felsenjunges der sie aus großen Augen ansah.
»Beute jagen«, kam es zögernd von dem Kater.
»Nimm einen Stock oder ein Blatt aber nicht meinen Schweif«, meinte sie und packte ihm am Nacken. Dann trug sie ihn zu seinen Eltern.

Diese entschuldigten sich und fingen an mit Felsenjunges zu schimpfen.
»Seid doch nicht so streng. Ich hab ihm schon erklärt, dass es besser mit einem Stock oder Blatt geht«, beschwichtigte sie diese.
»Ok«, murmelte Felsenjunges und nickte zögernd, dann warf sich auf Steinjunges mit dem er über die Lichtung kullerte. Seine beiden Schwestern Moosjunges und Ahornjunges sahen beide an und stürzten sich ebenfalls ins Getümmel.

»Bleib stehen du mieser StrudelClan Krieger! Du wirst meine Geschwister nicht verletzen!«, fauchte Moosjunges und bearbeitete Steinjunges mit ihren Pfoten. Dieser kämpfte sich frei und stürzte sich auf seine Schwester, welche sofort Unterstützung von Ahornjunges bekam. Doch Felsenjunges griff ebenfalls seine Schwestern an. Die Rauferei der Jungen wurde wilder, bis auf einmal Moosjunges vor Schmerz jaulte. Sofort eilten Goldpelz und Adlerkralle zu den Jungen und sahen was los war. Steinjunges hatte seinen Krallen ausgefahren und bohrte sie in die Brust der kleinen Kätzin.

»Tu- Tut mir leid. I- ich wollte d-das ni-nicht«, stammelte Steinjunges, zog seine Krallen ein und ließ von seiner Schwester ab.
»Was ist passiert?«, fragte Goldpelz und funkelte Steinjunges an.
»Wir haben gespielt und ich hab mich etwas gehen lassen«, kam es von dem Kater, der vorsichtig zu seiner blutenden Schwester trat und ihr hoch half. Diese fauchte verärgert und funkelte ihren Bruder an. Dann stupste sie ihn mit der Nase an und sah zu Sternenfell die sie in den Heilerbau scheuchte.

Vipernherz beobachtete das und ging dann zu Tigerfell, welche sich streckte.
»Na was gibt es denn?«, kam es von der Königin und sie sah zu ihrer Nachfolgerin auf.
»Ich kann nicht verstehen, wie eine Kätzin, dazu noch eine Stellvertreterin Junge über ihren Posten stellen kann«
»Ich wollte schon immer Junge und hab es nur deswegen übernommen, weil Schattenfell nicht da war und Schattenherz oder besser Schattenstern wusste, dass ich immer Junge wollte. Ich find es nur schade, dass sie dich zu meiner Nachfolgerin ernannt hat. Diamantstein wäre mir persönlich lieber gewesen, aber gut. Es ist ihre Entscheidung«, damit wandte sie sich ab und spürte Krallen in ihrer Flanke.

»Sie hat es aber nicht und du passt besser auf, wenn ich erst mal das sagen habe im Clan dann wird das Gesetz der Krieger erweitert und perfektioniert.«
»Lass mich los!«, fauchte Tigerfell als der Duck in ihrer Seite nachließ und Vipernherz weg ging.

Die ehemalige Stellvertreterin, fauchte tonlos auf und ihre Augen wurden Schlitze. Was die graubraune ihr erzählt hatte, gefiel ihr gar nicht. Aber sie konnte jetzt nicht mehr viel machen. Sie war nun eine Königin und musste auf den SternenClan vertrauen, dass alles gut gehen würde.

Kapitel 7

Wolf und Nachtigall sahen zu wie Sandpfote und Schneepfote aus dem Schülerbau schritten und dabei gähnten. Die Felle der beiden waren aufgeplustert, gegen die Kälte.

»Schnee, Sand alles ok?«, wollte Nachtigall wissen.
»Ja alles gut«, murmelte Schneepfote mit einem gähnen.
»Warum habt ihr dann rum gejault als seien die ungezähmten Hunde hinter euch her?«, hakte Nachtigall nach.
»Wir haben sehr lebhafte Träume«, knurrte Sandpfote.
»Wir schlafen deshalb einfach nur schlecht«, fügte Schneepfote hinzu.
»Und Igel können fliegen«, spottete Dunkelwolke.
»Also wirklich Dunkelwolke«, empörte sich Salbeiblüte wobei man merkte, sie amüsierte sich etwas über Dunkelwolkes Kommentar.
»Sei du doch still Fellkugel. Nur weil du schon Kriegerin bist!«, rief Sandpfote mit zornig gesträubten Pelz.
»Warum wohl?«, konterte Salbeiblüte. »Soweit ich mich erinnere ist Schneepfote nicht mit der Verstärkung zurück gekommen«
»Jetzt fang nicht wieder damit an!«, regte sich Schneepfote auf.
»Wir sind Krieger, du wirst es bald sehen. Sobald wir unsere letzte Beurteilung hinter uns haben. Sie wird sicher jeden Tag kommen«, meinte Sandpfote zuversichtlich.
»Bestimmt, wenn ihr nicht so viel Krach wie Dachse macht«, kam es von Funkenpfote als die rote Kätzin auf die Gruppe zu kam und gähnte.
»Hallo Funkenpfote wo kommst du denn her?«, fragte nun Nachtigall.
»Ich hab meine erste Mondhoch Patrouille gehabt«, kam es stolz von dieser.
»Wirklich? Obwohl du erst zwei Monde Schülerin bist?«, kam es erstaunt von Dunkelwolke.
»Ich bin ihre Mentorin und ich entscheide, was ich ihr wann beibringe. Außerdem hat Flammenherz gemeint, alle Schüler sollen absofort auch bei Mondhochpatrouillen dabei sein. Auch sollen sie das Jagen bei Nacht lernen.«
»Das sind doch die Trainingsmethoden die der SchattenClan benutzt oder irre ich mich? Jedenfalls meinten das Spinnenpfote und Bernsteinpfote bei meiner ersten Großen Versammlung auf der Insel im See«, Salbeiblütes Stimme wurde nachdenklich.
»Ja in der Tat. Wir müssen es lernen, wer weiß wie es weiter geht und ob wir es nicht brauchen können. Wir alle waren damals verwirrt als wir sahen wie Kleiberflug Amselflug Tag für Tag die Mauern im Felsenkessel hochklettern ließ. Wir verstanden es nicht, bei dem Angriff und auch als Blattsumpf durch ihren Sturz verwunet wurde, war es ihr hilfreich.«

Salbeiblüte nickte und Dunkelwolke sah zu Funkenpfote die immer noch ganz kleinlaut wirkte ganz anders als sonst. Fragend schaute er zu Nebelrose.

»Scheinbar traut sie sich nicht so Vorlaut zu sein, weil zu viele Krieger hier sind«, sprach die Mentorin ihre Gedanken aus.
»Gut sie geht mir mit ihrem gehabe oft genug auf die Nerven«, brummte Dunkelwolke und Salbeiblüte schwieg und beobachtete wie eine Krähe über ihre Köpfe hinweg flog.

»Was wohl Krähenpfote macht?«, murmelte sie leise.
»Ob er den Kriegernamen hat den er wollte?«, kam es leise von ihr.
»Salbeiblüte warum denkst du jetzt an den?«, fragte Dunkelwolke erstaunt.
»Du bist doch nicht etwa!«, er wurde leicht panisch was die Stimme betrifft.
»Sag bloß du bist immer noch eifersüchtig auf ihn?«
»Nein! Natürlich nicht warum sollte ich?«, fragte der junge Krieger ertappt.
»Du hast doch schon so bei euren Besuchen im WindClan Lager deutlich gezeigt, dass du ihn nicht magst«, sie stupste ihn sanft an der Schulter an. »Gib es zu, du bist eifersüchtig«, meinte Salbeiblüte lachend.
»Stimmt doch gar nicht. Warum sollte ich das sein? Also wirklich was denkst du denn«, rechtfertigte sich der Krieger.
»Dunkelwolke ist verliebt«, riefen Wolf und Nachtigall und sahen zu den beiden Kriegern.

Dunkelwolke sah beide an und versuchte alles seine Gefühle nicht durch scheinen zu lassen auch wenn er wusste, die drei hatten recht. Er wollte es nur noch nicht zugeben.

Kapitel 8

Brennnesselfell sah zu ihren Jungen die mit Fuchsjunges und Staubjunges spielten. Seit die Affäre mit Adlerkralle aufgedeckt worden war, fühlte sie sich nur noch elender, denn der ganze Clan verachtete sie. Silberstern und Nebelstreif hatten klar gesagt, sie müsse erst wieder ihre Loyalität beweisen aber wie das wusste sie noch nicht. Den Kopf hängend blickte sie zu Saatpfote und Hagebuttenschweif, die sich unterhielten und schloss die Augen. Vielleicht würde schlaf sie etwas ablenken. Als sie die Augen öffnete war sie an einem dunklen Ort. Hohe kahle Bäume streckten sich in einen düsteren sternenlosen Himmel. Um sie herum nur ein schwaches unheimliches leuchten aber keine Katze war zu sehen. Unsicher trat sie einen schritt vor und der Boden gab unter ihren Pfoten nach als sie diese aufsetzte. Mühsam bewegte sie sich vorwärts bis sie festeren Boden unter den Pfoten spürte und sich darauf bewegte, während das tote Laub an ihren Pfoten haften blieb. Immer wieder sah sie sich um.

»Hallo Brennnesselfell«, erklang eine Stimme und die Kriegerin drehte den Kopf. Sah zu der Katze welche auf sie zu kam. Erst war sie nur undeutlich zu sehen, doch bald schon erkannte sie die Katze. Blaues mit Narben überzogenes Fell und grüne Augen.
»Blauklaue«, flüsterte die schildpatt Kätzin mit leichter Unsicherheit in der Stimme.
»Ja ich bin es«, bestätigte der Kater.
»Was mache ich hier?«, fragte sie.
»Du brauchst Hilfe und ich werde dir helfen, du musst keine Angst haben. Ich mache dich stärker, so stark, dass der Clan zu dir aufsehen kann. Vielleicht bis hin zur Anführerin?«
»Das brauche ich nicht. Nur meine Jungen«, widersprach Brennnesselfell.
»Auch sie werden dich bewundern.«

Die Kätzin sah ihren toten Clankameraden an. Langsam schritt sie zurück und stolperte über einen abgestorbenen Ast auf dem Boden.

»Wo vor hast du Angst?«, fragte Blaukralle und sah sie an. Schritt immer weiter auf sie zu und stand irgendwann über ihr.
»I-ich«, stotterte Brennnesselfell
»Was? Der Clan will das du deine Treue beweist! Dann tu es in dem du eine starke Kriegerin wirst! Eine die keine Gnade dem Gegner entgegen bringt.«
»Aber?«
»Aber was!?«, fauchte Blauklaue. »Es ist so einfach. Tu dir selber einen Gefallen, trainiere hier mit uns. Hier wirst du stark und alle werden dich bewundern, deine Jungen, deine Kameraden«, wiederholte er flüsternd. Brennnesselfell blinzelte wiederholt.
»Aber ist das nicht gefährlich?«
»Nein! Es wird alles gut gehen, du kannst bis zur Anführerin aufsteigen. Wäre das nicht toll? Brennnesselstern? Bewundert von allen?«, flüsterte er.

Brennnesselfell wich zurück. Was war das nur für ein Traum? Er war so schrecklich und doch so real. Die Kätzin fing an zu zittern. Sie wollte es nicht hören, und doch war es so leicht. Nein das durfte sie nicht.

»Wo vor hast du Angst? Du bist doch schon ganz unten? Willst du nicht zurück auf die Sonnenseite des Clan Lebens?? Anerkennungn verdienen?«, flüsterte Blauklaue.
»Schon aber«
»Dann was aber? Worauf wartest du noch?«
»Ich hab auf den SternenClan geschworen, das ich«
»Du hast das Gesetz der Krieger gebrochen? Du landest eh irgendwann hier. Also zögere nicht länger.«
»N-nein«
»Was nein?«
»Nein!«
»Warum? Es ist der shnellste Weg für dich zurück auf die Sonnenseite.«
»Nein! Ich schaffe es auch alleine!«
»Du schaffst es nicht ohne uns!«
»NEIN! LASS MICH IN RUHE BLAUKLAUE!«, rief sie die Augen zu kneifend dann schreckte sie auf.

Keuchend schlug die Kätzin die Augen auf. Sie lag in der Kinderstube und bis auf Himmeljunges waren die anderen draußen und tobten. Saatpfote rief irgendwas und sofort verstummten die Jungen.

»Alles ok Brennnesselfell?«, fragte Himmeljunges und sah sie aus großen Augen an.
»Ja mein Schatz. Alles gut. Ich habe nur schlecht geträumt«, sprach die Königin.
»Wer ist Blauklaue? Du hast seinen Namen gemurmelt«, kam es von dem Jungen.
»Ja wer ist Blauklaue?«, fragte Glutjunges, welche mit Federjunges, Lärchenjunges und Dunstjunges in die Kindertube trat.
»Ach ich dachte ihr hasst mich, da ihr ja wegen mir keinen Vater habt. Warum wollt Ihr es dann wissen? Fragt doch im Ältestenbau nach?«, fragte Brennnesselfell gespielt entsetzt und sah die vier Jungen an.
»A- aber«, stammelte Dunstjunges
»Hier gibt es keine Ältesten!«, rief Federjunges
»Ja«, pflichtete Lärchenjunges bei.
»Dann fragt doch einen der Krieger oder Schüler? Ihr könnt auch Silberstern und Nebelstreif fragen«, Brennnesselfell sah die vier Jungen an und leckte Himmeljunges über den Kopf.

Himmeljunges sah zu ihren Geschwistern welche sie neidisch anschauten. Seit Ihre Schwester Glutjunges, Federjunges, Dunstjunges und Lärchenjunges Brennnesselfell diese harschen Wörter an den Kopf geworfen hatten, hatte diese sich nur noch um Himmeljunges gekümmert. Die anderen schliefen in einem Nest für sich und putzen sich gegenseitig. Sie wandten sich ab und verließen die Kinderstube und besonders Glutjunges wirkte niedergeschlagen.

»Hätte nie gedacht, dass sie das so lange durchhält«, miaute Glutjunges, welche Ihre Worte schon seit mindestens zwei Monden bereute.
»Ja«, stimmte Federjunges zu.
»Aber. Es war die Wahrheit auch wenn sie wehtut«, widersprach Dunstjunges.
»Aber ich vermisse sie. Wir sollten uns bei Ihr entschuldigen und hoffen, dass sie uns verzeiht«, sprach Lärchenjunges und wandte sich ab.
»Wo willst du hin?«, fragte Federjunges.
»Das tun, was ich schon lang hätte tun sollen. Mich bei Ihr entschuldigen!«, damit verschwand Lärchenjunges erneut in der Kinderstube. Brennnesselfell sah Lärchenjunges an.

»Was führt dich denn wieder hier rein?«, wollte sie wissen und Himmeljunges wendete den Kopf. Lärchenjunges scharrte mit den Krallen im Boden und druckste etwas herum. Dann platzte es mit der Wahrheit heraus und sah am Ende die schildpattfarbenen Katze aus großen Augen an.

»Da muss ich erst Mal drüber nachdenken«, sprach sie und rollte sich erneut zusammen. Lärchenjunges nickte nur und verließ die Kinderstube wieder.
»Und?«, fragte Glutjunges.
»Sie denkt darüber nach«, war die Antwort und damit ging die kleine Kätzin zum Frischbeutehaufen.

Kapitel 9

Adlerkralle schaute zu Flockenpfote, welche Ihm gerade eine Trainingsmethode zeigte, die sie von Sasori gelernt hatte.

»Und das hat er dir beigebracht?«, fragte der dunkle Krieger skeptisch als er sah, wie Flockenpfote, einen großen Stein in Ihr Maul nahm, sich auf die Hinterbeine stellte und auf einen Ast einschlug der nach vier gezielten Schlägen zerbrach.
»Ja«, meinte die Schülerin als sie den Stein abgelegt hatte. Dann fügte sie hinzu: »Schattenfell persönlich hat Ihn so trainiert«
»Ach ja. Schattenfell war ja eine seiner Mentorinnen«, erinnerte sich der Krieger.

Flockenpfote stellte den Schweif auf vor Stolz und erzählte Ihm von dem Training und dass sie es gerne so weiterführen wollte, wie es bisher der Fall war. Adlerkralle sah sie an und seufzte. Gerne hätte er ja eine andere Methode genommen, aber er wusste auch das Flockenpfote sehr an Sasori gehangen hatte. Immerhin war er es der sie dem Clan zurück gebracht hatte und dem entsprechend war Ihm auch Wassertropfen sehr zugetan gewesen.

»Wenn du mir zeigst, wie er das Training gestaltet hat, dann kann ich dich nach seiner Methode trainieren, aber nur, wenn du auch ein bisschen was von meinen eigenen, Ideen für das Training akzeptierst.«  Doch Flockenpfote nickte und zeigte Adlerkralle alle Übungen die sie von Sasori gelernt hatte.

Bei einem Übungskampf um zu sehen, wie weit seine Schülerin war, musste Adlerkralle feststellen, dass er Sasoris Trainingsmethode unterschätzt hatte. Flockenpfote hatte ganz schön Kraft in ihren Pfoten obwohl sie den Stein trug und selbst das ausweichen ging ihr leicht von der Pfote. Dann wollte er ihr können, ohne den Stein sehen und fand sich rasch am Boden des Trainingsplatz wieder, seine Schülerin triumphierend über ihm.

»Nicht schlecht oder? Überrascht?«, fragte die weiße Schülerin und der Kater erhob sich. Schüttelte sich das Fell und sah sie an.
»Allerdings. Ich muss zugeben eine ungewöhnliche aber effektive Methode Flockenpfote. Ich nehme mal an deine zukünftigen Schüler wirst du auch so trainieren?«
»Ich«, Flockenpfote brach ab. »Ich denke schon. Vielleicht werde ich sie um einige eigene Ideen ergänzen aber den Stein wird fest in meinen Plan integriert!«, verkündete sie und hörte Ihm dann zu wie er Ihr einige Feinheiten erklärte die wichtig waren. Als die Sonne langsam Unterging, machten sie sich auf den Rückweg zum Lager.

Dort angekommen bemerkten sie das Tigerfell immer wieder zu Vipernherz schaute und dabei sehr angespannt wirkte, denn der Schweif der Kätzin peitschte über den Boden.

Kapitel 10

Wind der kalten Zeit beobachtete Maus die in den Himmel guckt, welche nun auf den Namen Mausepfote hörte. Seufzend dachte er an seine Tochter Dämmerung und was sie tat. Woher kannte sie das? Hatte sie Kontakt mit dem BlitzClan? Aber das war unmöglich. Der Weg war zu weit für eine so junge Katze.

»Wind der kalten Zeit was ist los?«, fragte Mausepfote, welche den Blick auf ihrem Fell bemerkt hatte. »Ihr seid doch nicht ohne Grund hier«, fügte sie hinzu.
»Du hast ja recht Maus«, kam es von Wind der kalten Zeit.
»Also was bedrückt dich?«
»Na ja. Es geht um Dämmerung«, meinte er leise.
»Was ist mit Dämmerung?«
»Sie kann schon sehr gut Jagen obwohl sie erst seit etwa zwei Monden nennen es doch die Clans Beutejägerin ist und eigentlich das ganze lernen sollte. Auch kann sie kämpfen und zwar ganz so als wenn eine Clankatze kämpft.«
»Wie damals Kojotenstern in der Stammeshöhle gegen die ungezähmten Hunde gekämpft hat?«
»Genau«, bestätigte Wind.
»Da kann ich dir nicht helfen. Der SternenClan und auch der Stamm haben mir nichts der Gleichen gesagt. Normalerweise würde ich sagen, frag die Ältesten aus dem Clan aber es gibt keine zur Zeit. Wie wäre es wenn du Kojotenstern oder Sandpfote und Schneepfote fragst?«
»Du meinst Sand der rieselt und Schnee der wirbelt?«
»Genau. Salbeiblüte hat zur Zeit oft Streit mit ihnen weil sie Tagsüber immer müde sind und riechen als wären hätten sie in Sumpfwasser gebadet.«

Wind der kalten Zeit erhob sich auf die Pfoten und verneigte sich. »Ich danke dir Maus. Du hast mir sehr geholfen ich frag die beiden zukünftigen«
»Schüler. Sie sie sind Pfoten.«, korrigierte die Heilerschülerin.

Wind der kalten Zeit nickte und verließ den Heilerbau. Suchte die Anführerin und die beiden Schüler.

Diese betraten gerade das Lager und legten Beute auf dem Frischbeutehaufen ab. Dann nahmen sie sich je ein Stück und setzten sich vor den Schülerbau. Langsam schritt Wind auf die beiden zu.

»Kann ich kurz mit Euch reden?«, fragte er als er bei Ihnen war.
»Was gibt es denn?«, wollte Sandpfote wissen und sah von seinem Maulwurf auf.
»Ich dachte, ihr wisst was mit Dämmerung los ist. Für eine Zukünftige, die erst das jagen lernen muss, ist sie schon sehr geschickt«
»Wirklich? Das ist doch gut oder nicht?«, fragte Schneepfote.
»Schon aber sie kämpft auch. Sowie eine Clan Katze.«
»Lernt ihr das denn nicht? Seit dem Kampf mit den ungezähmten Hunden?«, fragte Sandpfote.
»Nein. Der Sturmsager hat es verboten, wenige Tage nachdem ihr weg wart.«
»So ein Käferhirn«, brummte Schneepfote und sah Wind der kalten Zeit an.
»Was Dämmerung betrifft, da kann ich dir auch nicht helfen? Du etwa Schneepfote?«
»Nein. Keine Ahnung«, kam die Antwort.

Wind sah den beiden Schülern zu, welche sich nun feuchten Trost gaben. »Seid ihr beiden Sicher, dass ihr nicht wisst was mit Dämmerung sein könnte?«, fragte er und erinnerte sich an die Worte von Maus. ‚Ihre Brüder riechen jeden Morgen, als haben sie in Sumpfwasser gebadet.

»Sie hat immer einen Geruch nach Sumpf an ihrem Fell hängen“, erwähnte er nebenbei und sah zu den beiden, welche die Köpfe zu ihm wandten.

»Und? Was hat das jetzt mit uns zu tun?«, fragte Schneepfote misstrauisch und sein Nackenfell sträubte sich etwas.
»Nun ja. Sie hat auch Verletzungen an Ihrem Körper und«
»Keine Ahnung was mit Dämmerung los ist«, fauchte Sandpfote und erhob sich.
»Mir wird das hier zu blöd, ich bin in meinem Nest«, damit verschwand der sandfarbene Kater im Schülerbau. Schneepfote folgte ihm.

Kapitel 11

Silberstern und Nebelstreif beobachteten das Ganze. Lärchenjunges und ihre Geschwister litten unter der kalten Schulter die sie von Brennnesselfell gezeigt bekamen. Tief seufzte der Kater. Natürlich musste sowas verkündet werden, aber dass es so ausarten würde? Die Jungen litten nun am meisten und diese traf keine Schuld. »Ich rede mit Ihr. Vielleicht waren wir wirklich zu hart zu ihr«, meinte er und erhob sich auf die Pfoten.
»Woher der Sinneswandel?«, rief Nebelstreif.
»Sie wäre ja fast von Goldpelz und Adlerkralle getötet, worden, weil die Patrouille Ihr nicht geholfen hat. Was wenn sie wirklich gestorben wäre?« Nebelstreif schwieg und sah Silberstern, nach.

Himmeljunges trat aus der Kinderstube und eilte zum Frischbeutehaufen um sich etwas zu Essen zu holen.

»Wie lange willst du Glutjunges und ihre Geschwister noch ignorieren? Du kümmerst dich doch nur um Himmeljunges!«, rief Silberstern.
»Vielleicht weil sie die einzige war, die mich zu dem Zeitpunkt nicht, wie Krähenfraß behandelt hat?«, rief die Königin.
»Aber sie leiden darunter. Sie können doch nichts für deinen Fehler«, konterte der Anführer.
»Das können sie nicht. Aber bis auf Lärchenjunges hat keines von ihnen auch nur Anstalten gemacht, sich zu entschuldigen.«
»Jungen brauchen ihre Mutter und«
»Glutjunges sagte selber ich wäre nicht mehr die Mutter von Ihr und den anderen. Also? Warum sollte ich mich dann um sie noch kümmern?«, die Königin stürmte wie von der Biene gestochen, aus der Kinderstube und dem Lager. Die versammelten Katzen sahen ihr nach. Die Geschwister sahen sich entsetzt an und keiner merkte, wie sich Himmeljunges zum Ausgang des Lagers schlich. Lärchenjunges folgtet ihrer Schwester und holte sie am Tunnel, der zum Schmutzplatz führte ein.

»Was machst du denn hier?«, fauchte Himmeljunges
»Ich will Mama suchen«, zischte die Kätzin.
»Nachdem du sie Monde lang so mies behandelt hast?«
»Es tut mir doch leid«, erklärte sich die kleine Katze.
»Na gut. Komm aber keiner darf uns sehen«, flüsterte sie und ihre Ohren schnellten nach vorne.

»Los in den Schmutzplatztunnel«, rief sie und drängte Lärchenjunges in den Tunnel aus Dornenranken.
»Was aber«, brach die braune mit den dunklen Ohren und Pfoten ab.
»Keiner wird Verdacht schöpfen«, flüsterte sie zwängte sich dann durch eine Lücke in der Dornenwand, die den Schmutzplatz umgab.

Silberstern stand wie die anderen im Lager und bemerkte nicht mal dass die beiden Jungen den Schmutzplatz für die Flucht aus dem sicheren Lager nutzten. »Was machen wir jetzt?«, rief Nebelstreif und sah zu Silberstern. Der Anführer des Clan sah zu Boden. »Wir warten. Warten und hoffen, dass sie sich wieder beruhigt und zurück kommt. Sie würde Himmeljunges nie im Stich lassen«, meinte er und ging zu seinem Bau.

Wie sollte das nur noch mal Enden? Das war es was sich wohl alle Katzen fragten. Er konnte ja die Kätzin verstehen und doch, warum war sie so stur? Oder war sie nur so stur? Weil sie nicht einlenken konnten? Lag es vielleicht an ihnen? Er wusste es nicht. Er würde es bei der nächsten Clanversammlung ansprechen. Es musste doch eine Lösung geben, mit der sie alle leben konnten.