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Autor Starforce StarClan
Buchserie
Vorgänger
/
Nachfolger
Mondhoch

Der fünfte Clan (eng.: The fifth Clan) ist eine FacFic von Starforce StarClan 12:40, 12. Sep. 2011 (UTC). Es handelt dabei um die Entstehung des FunkelClan's. Es ist das erste Buch der Staffel Wunden der Zeit. Auf dem Cover ist Sonnenstern zusehen, das FunkelClan Zeichen und das verschwommenes Augenpaar von Rotlicht.

Hauptcharakter(e):

Wichtige Nebencharaktere:

Prolog

"Ist alles in Ordnung, Tintenherz?" eine schwarze Kätzin mit schimmernden Augen starrte auf eine schildpattfarbene, kleine Kätzin. Tintenherz hob den Kopf. "Nein, Mythe. Es ist wegen Sternenwort." Mythe starrte auf Tintenherz. "Warum Sternenwort?" Tintenherz erwiederte den besorgten Blick der Kätzin. "Generation für Generation, lagen immer 4 Steine bei Sternenwort. Nun sind es fünf. Das muss etwas bedeuten." Eine leuchtend rote Kätzin stand auf. "Der fünfte Clan!" rief sie. "Beruhige dich, Rotlicht. Es gibt noch keine Anzeichen für einen fünften Clan." Rotlicht starrte in Mythe's grüne Augen. "Keine Anzeichen? Ein fünfter Stein, dass muss etwas bedeuten!" Tintenherz sah weg. Mythe sagte nichts. Rotlicht starrte die beiden ungläubig an. Dann blitze ein Licht in ihren türkisen Augen auf. Da, Sonne, überall, überall Sonne. "Sonne!" kreischte sie. Tintenherz erschrak. "Sonne?!" Mythe brachte sie mit einem Schwanzschnippen zum schweigen. "Was siehst du?" Rotlicht schloss die Augen. Überall, glänzende Sonne, und ein Schatten einer Katze. Doch dann, ein Schatten einer Blüte tauchte vor der Sonne auf. "Rotlicht?" fragte Tintenherz ihre Schwester. "Sonne. Wir müssen Sonne glauben! Nur Sonne wird dieses Schicksal leiten können! Doch das war nicht alles.. da muss es noch etwas geben, Ich sahe Blüten einer Pflanze, aber nur den Schatten." Mythe und Tintenherz sahen sich an. "Gut. Nun ... Sonne also.. doch was ist Sonne?" Rotlicht antwortete nicht mehr. Sie hörte dem rauschen des Windes im SternenClan-Territorium zu...

1. Kapitel (Holunderpfote's Sicht)

"Also wirklich Holunderpfote! Was soll denn das?!" Holunderpfote stand wiederwillig auf. "Ich bin müde!" Ihre Mentorin sah sie wütend an. "Steh auf!" Holunderpfote knurrte. "Ja, Wacholderherz." Sie sah ihre beiden Brüder an ihr vorbei zuckeln. "Morgen Holunderpfote. Müde?" Ein leicht getiegerter Kater stand vor ihr. "Ähm, nein natürlich nicht Schlangenpfote. Wo ist...?" "..Schlammpfote? Der ist auf Patrouille." Patrouille, dachte Holunderpfote verächtlich. Ich will kämpfen! Sie schüttelte sich kurz. "Es ist Blattleere." stellte Schlangenpfote fest. Holunderpfote nickte nur kurz. Es war eiskalt, wenn sie so nachdachte. Sie nahm ein rascheln war. "Schlammpfote!" Schlammpfote stürmte auf die beiden zu, mit einer oragnen Kätzin an seiner Seite. "Holunderpfote, du Schlafmütze! Sieh dir nur unsere neue Heilerschülerin an. Morgenpfote." Holunderpfote seufzte, und bevor sie hallo sagen konnte, ging eine braune Kätzin an ihnen vorbei. "Oh hallo Taubenpfote!" Taubenpfote's Augen glänzten. Schlammpfote sah sie verträumt an. Holunderpfote seufzte. "Auffälliger geht's nicht!" flüsterte sie Schlangenpfote ins Ohr. Schlangenpfote lachte kurz. "Stimmt es, dass du jetzt Kriegerin wirst?" Taubenpfote nickte aufgeregt. "Ja!" Holunderpfote hustete unauffällig. "So toll finde ich dich aber garnicht. Du bist fast so klein wie ich. Und ich bin noch Schülerin." Taubenpfote sah sie verletzt an. "Hör nicht auf diese Mäusehirnige Kätzin. Sie ist nur eifersüchtig" Taubenpfote leckte Schlammpfote kurz über's Ohr. Schlangenpfote knurrte, aber eher genervt. "Zu viel.. komm Holunderpfote. Nebelschweif meinte, sie geht heute mit dir und Wacholderherz trainieren. Und mit mir." Holunderpfote's Pelz sträubte sich. Nebelschweif! Diese alte, verträumte Kätzin! Doch sie ließ sich nichts anmerken. "So, ihr zwei. Ihr habt heute einen Jagdauftrag. Holunderpfote, wir beide werden morgen nochmal die Angriffshaltungen durchgehen." Holunderpfote nickte, und machte sie auf den Weg. Das LichtClan-Territorium sah heute so leer aus. Kein Sonnenschein, nur Gewitterwolken am kalten Himmel. Ohne Vorwahnung, krachte sie gegen eine andere Katze. Erstmal sammelte sie sich, bis sie die gefleckte Kätzin richtig sah. "Wer bist du? Was machst du hier?!" Auch sie stand erstmal langsam auf. "Ich suche Clans. Und einen Ort namends Sternenwort. Ich bin übrigens Sonne und du?" Holunderpfote schwieg kurz. "Sonne also. Seltsamer Name. Ich bin Holunderpfote. Du suchst Sternenwort? Was hat eine Einzelläuferin mit Sternenwort zu tun? Ich denke, ich werde dich mit zum LichtClan nehmen." Sonne sah sie verständnislos an. "LichtClan?" Holunderpfote verollte die Augen. "Der Clan, in dem ich lebe!" Sonne nickte amüsiert. "Ach, okay. Dann nimm mich mit. Aber ich führe dich, klar?" Holunderpfote lachte auf. "Du mich führen? Hier? Das ich nicht lache. Ich führe uns." Sonne schmunzelte, noch freundlich. "Nein ich. Ich bin älter." Holunderpfote's Augen wurde zu schlitzen. "Ich führe uns an. Ich lebe hier." Sonne gab nicht nach. "Gut. Aber ich gehe vorne." Holunderpfote fauchte. "Dämliches Mäusehirn! Ich gehe natürlich vorne, komm jetzt!" Holunderpfote war wütend auf Sonne, und ging einfach los. "Erzähl mal, Holunder. Von den Clans." Holunderpfote seufzte. "Mein Name ist Holunderpfote. Und hier leben der TraumClan, der RegenbogenClan und der SeeClan. Und eben mein Clan, der beste von allen." Verkündete sie stolz. Sonne tapste hinter ihr her. "Zu wem führst du mich?" "Stechpalmenstern" Sonne blieb ruckartig stehen. "Stech-was?" "Stechpalmenstern." Sonne lachte ein wenig. "Komischer Name." "Sagt die die Sonne heißt." Eine Weile schwiegen beide. "So. Wir sind gleich da." Sonne nickte. Dann betraten sie das Lager des LichtClans. "Stechpalmenstern!" rief Holunderpfote über den ganzen Clan. Stechpalmenstern erschien. "Holunderpfote? Wer ist das?" Holunderpfote sah Sonne an. "Das ist.. äh Sonne. Ich habe sie auf dem Territorium gefunden." Stechpalmenstern musterte Sonne. "Und was will sie hier?" Sonne übernahm das Wort. "Holunderlicht hat mich hergeführt. Ich muss mit den Clans reden. Aber das braucht Zeit, und ich möchte mich vorher ausruhen. Bitte?" Holunderpfote sprach, bevor ihre Anführerin sprechen konnte. "Ich heiße Holunderpfote!" Stechpalmenstern brachte sie mit einem Blick zu schweigen. "Also Sonne. Ich gewähre dir eine kurze Zeit im Clan. Aber vorher." Sie sprang auf den Großfelsen. "Taubenpfote, komm her." Taubenpfote quiekte glücklich, vorher leckte ihr Schlammpfote nochmal über das Ohr. "Taubenpfote. Du hast herrvorragende Arbeit geleistet. Es wird Zeit dass du deinen Kriegernamen erhälts." Sie hielt inne, bevor sie Taubenpfote ansah. "Du sollst Taubenlied heißen." Taubenlied leckte Stechpalmenstern über die Schulter, und ihre Augen glitzerten. "Alles gute!!" mauzte Schlammpfote glücklich, und rannte zu Taubenlied. "Ist sowas normal?" frage Sonne verwirrt. "Ja, Sonne. Alles in Ordnung.."

2. Kapitel (Sonne's Sicht)

Sonne wachte auf. Klatschnass war sie, und sie hörte ein Junges schreien. Sie schoss die Augen auf, und sah eine kleine, schildpattfarbene Kätzin vor sich. Sie kreischte, und winselte. Sonne rannte zu ihr. Sie war eiskalt! "Holunderpfote!" rief sie laut, bis die schwarze Schülerin aus ihrem Bau gekrochen kam. "Was..? Oh! Hageljunges! Was hast du gemacht!" Sonne fauchte kurz. "Sie ist eiskalt!" Holunderpfote war hellwach, und stürmte in den Königinnenbau. "Schneefluss!" Eine schöne, schneeweiße Kätzin mit türkisem Bauch und türkiser Schnauze lief aus dem Bau. "Hageljunges? Hageljunges!" Sie fauchte Sonne wütend an, und begann ihr Junges gründlich zu lecken. "Nein Hageljunges, bitte geh nicht!" Sonne sah sie an. Holunderpfote hatte ihr erzählt, dass es eigentlich 3 Jungen waren, die erste Kätzin aber gestorben ist. Sie sah angeblich ein bisschen aus wie Schneefluss. "Sonne hat nichts getan, Schneefluss. Sie hatte Hageljunges bemerkt." verteidigte Holunderpfote die Streunerin. Plötzlich warf Schneefluss den Kopf in die Höhe. "Wo ist Grasjunges?!" Sonne dachte nach. Grasjunges musste der Kater sein. Panisch packte sie Hageljunges und rannte zum Heilerbau, wo auch Traumgeflüster wartete. "Komm her, Schneefluss. Keine Sorge, Grasjunges geht es gut. Er ist bei Schlammpfote." Schneefluss seufzte erleichtert und folgte dann Traumgeflüster in ihren Bau. Sonne beobachtete alles still. "Wird Hageljunges überleben?" frage sie Holunderpfote. Holunderpfote seufzte. "Weißt du, Hageljunges ist sehr klein und ziemlich schwach. Ich denke nicht, dass sie es schafft." Eine hellbraune Kätzin mit grünen Augen gesellte sich zu ihnen. "Hallo Sonne. Nimm sie nicht zu ernst. Im inneren ist sie dankbar, dass du Hageljunges gefunden hast" Sie sah Holunderpfote an. "Blumenbeet" Schneefluss kam keuchend aus dem Heilerbau. "Sei froh, dass du gesunde Kinder hast." Blumenbeet sah sie an. Ihre Augen rund vor schmerz. "Ach Schneefluss. Ich bin mir sicher, Hageljunges bleibt am Leben. Schlangenpfote war auch mal so schwach, und nun ist er fast Krieger." Schneefluss nickte. "Ich hoffe wirklich, dass Hageljunges mal einen schönen Namen bekommt." Dann musste Blumenbeet Holunderpfote's Mutter sein. "Wieviele Geschwister hast du?" fragte sie dann gleich ihre Freundin. "Vier. Die anderen sind aber noch Jungen. Ich weiß nicht wo sie sind." Blumenbeet antwortete. "Es geht ihnen gut. Sie schlafen.." Schneefluss war wieder im Heilerbau verschwunden, und Blumenbeet machte sich auf dem Weg zu dem der Königinnen. "Ich fühle mich hier fremd" sagte Sonne traurig. "Das liegt daran, dass du fremd bist." Holunderpfote sah sie an. "Wird alles wieder" Sonne nickte kaum merklich, bevor sie zu Stechpalmenstern's Bau ging. "Hallo." Stechpalmenstern sah auf. "Ja, Sonne?" Dann räusperte sich die braune Kätzin bevor sie sprach. "Bitte führ mich zu Sternenwort, ich muss zu den anderen Clans sprechen" Stechpalmenstern grinste nur kurz. "Das geht nicht. Es ist nicht Vollmond. Du wirst warten müssen. Und bis Vollmond ist, werden Schlangenpfote und Schlammpfote Krieger." Sonne riss die Augen auf. "Was ist mit Holunderpfote?" "Holunderpfote war zuerst Heilerschülerin. Und dann wollte sie plötzlich Kriegerschülerin sein. Ihre Brüder sind länger im training als sie" Sonne fand das ungerecht, da Holunderpfote ziemlich groß für eine Schülerin war. "Und die anderen -Pfoten?" Stechpalmenstern schüttelte sich. "Werden bald mal.. ach sprich bitte mit Tränentropfen, wenn du etwas willst. Ich gehe nun auf Patrouille." Sonne sah sie verwirrt an. Was? Patrouillen? "Wer ist Tränentropfen? Und was sind Patrouillen?" Stechpalmenstern streckte sich genervt. "Frag Holunderpfote. Ich gehe jetzt." Sonne verrollte die Augen. "Na gut" Bevor sie auch nur nach Holunderpfote Ausschau halten konnte, sah sie eine Katzengestalt vor sich, die blaugraues Fell, einen schwarzen Bauch und einen Riss im Ohr hatte. "Traumgeflüster sucht dich. Gehe zu ihr. Jetzt!" befahl sie ihr. Sonne nickte, und stakste flüchtig an ihr vorbei. War das Tränentropfen? Traumgeflüster erwartete sie vor ihrem Bau. "Komm herein" Sonne befolgte es. "Gerne" Bevor Sonne sprechen konnte, fing sie an. "Es geht um dich, und um Hageljunges. Sie wird sterben, wenn du mir nicht hilfst." Sonne sprang auf. "Was? Sterben?" Traumgeflüster's Ohr zuckte. "Ja." Sonne setzte sich wieder aufrecht hin. "Also. Es geht darum. Der SternenClan hat dich geschickt. Doch darum geht es nicht. Du hast Sternenstaub auf deinen Pfoten. Berühre diese Blätter, und sagt mir was du siehst." Wieder gehorchte ise, und schloss die Augen. Nichts. Sie wartete. "Nichts." Traumgeflüster seufzte traurig, doch in dem Moment, sah Sonne ihre Augen aufblitzen. Eine Weile war sie still. "Sonne! Danke! Ich weiß was ich tun muss!" Sonne legte den Kopf schief. "Was hast du getan?" Traumgeflüster's Augen leuchteten. "Ich habe eine gelb-goldene Kätzin gesehen, die nach der Mondblume suchte! Und nun weiß ich, wo man sie finden kann." Sonne war verwirrter denn je. "Welche Kätzin?" "Den LichtClan regierte eins eine Tyrannin, genannt Sandstern. Sie war anfangs von allen geehrt, doch sie vernichtete alles was ihr in den Weg kam. Sie tötete einfach jede Katze, die sie im girinsten gestört hatte. Man glaubte, sie sei unsterblich. Und Sandstern hatte zwei Schwestern, die eine war Eistanz, und die andere hieß Sternenkraft, und war die Mentorin der Mentorin meiner Mentorin. Ich bin mir sicher dass sie es war!" Sonne versuchte die Worte zu verstehen, doch der Name Sandstern kam ihr furchtbar bekannt vor. Es kribelte in ihrem Bauch..

3. Kapitel (Holunderpfote/blüte's Sicht / Rotlicht's Sicht)

Wütend und traurig saß Holunderpfote vor dem Großfelsen. Stechpalmenstern oben, und ihre Brüder, Schlangenpfote und Schlammpfote. Holunderpfote hatte nur ein paar Tage weniger training als sie, und wurde nicht auserwählt. "Schlangenpfote. Von nun an sollst du Schlangenkralle sein. Deine Wendigkeit und Schnelligkeit ist beeindruckend, und Nebelschweif war dir eine wunderbare Mentorin." Zeremoniell leckte er ihr über die Schulter. Es war die Nacht vor dem nächsten Vollmond. Also vor der nächsten großen Versammlung. "Schlammpfote. Von nun an sollst du Schlammfuß genannt werden. Schlammfuß, ich sehe, du hast ein gutes, und treues Herz. Bitte bleib, wie du bist." Auch er leckte ihr über die Schulter, und die Katzen auf der Lichtung schreiten "Schlammfuß. Schlangenkralle" Nur Sonne rief nicht mit. Holunderpfote rief mit, da es ihre Brüder waren. "Doch damit nicht genug. Morgenpfote ist ja nun schon länger Schülerin, und es wird Zeit dass auch Phanterjunges und Feldjunges Schüler werden. Kirschenfell" Eine hübsche, kleine, weinrote Kätzin trottete an Holunderpfote vorbei. "Du wirst Mentorin von Feldpfote sein. Kirschenfell, ich weiß du mustest viel in deinem Leben erleben, und ich bin stolz, dich in meinem Clan zu haben" Kirschenfell verneigte sich vor Stechpalmenstern und wandte sich dann Feldpfote zu. "Du wirst das gut machen." Dann sah Stechpalmenstern wieder über die Lichtung. "Taubenlied." Nein! wollte Holunderpfote schreien. "Du wirst Mentorin von Phanterpfote. Taubenlied, du bist noch nicht lange Kriegerin, aber du hattest das große Glück, von Tränentropfen ausgebildet zu werden. Bitte gib alles an diese Schülerin weiter." Taubenlied stolperte auf den Felsen, und ein Funken Eifersucht war in Holunderpfote's Augen zu sehen. Dann sah Blumenbeet zu Boden. Stechpalmenstern's Augen blitzten kurz auf. Auch Traumgeflüster's Ohr zuckte. "Nun" sagte Stechpalmenstern unsicher. "Holunderpfote komm zu mir." Holunderpfote blinzelte. Was hatte das zu bedeuten? "Holunderpfote. Du hattest Wacholderherz als Mentor. Sie, wie alle anderen sind der Meinung, du bist weit genug." Da sah Stechpalmenstern kurz weg, bevor sie weitersprach. "Holunderpfote. Du sollst Holunderblüte heißen."

Ein eisiger Blitz erschreckte Rotlicht. "Nein!" kreischte sie. Tintenherz stand langsam von ihrem Moosnest auf. "Ich weiß es jetzt! Die Prophezeihung! Der fünfte Clan!" Verwirrt sah sie Tintenherz weiter an. "Holunderblüte!" schrie sie noch lauter, in der Hoffnung, die schwarze Kätzin könne sie hören. Auch Mythe erwachte bei dem Geschrei. "Rotlicht, beruhige dich. Was meinst du denn damit schon wieder?" Rotlicht schüttelte geschockt den Kopf. "Nein! Viel zu früh, viel zu früh! Die Blüten sollten noch verschlossen sein. Unheil, Unheil!" Mythe und Tintenherz sahen sich besorgt an, und Tintenherz ging auf ihre Schwester zu. "Ruhig Rotlicht.." Rotlicht hörte ihr nicht mehr zu. Holunderblüte. Viel zu früh. Nein, mach nicht diesen Fehler! Unheil.. Dann sank sie langsam zusammen und schlief wieder ein.

Wie starr leckte Holunderblüte Stechpalmenstern über die Schulter. Dann ging sie vom Felsen, während ihre Anführerin noch sprach. "Herzlichen Glückwunsch!" miaute Schlangenkralle. "Wir drei halten heute Wache!" mauzte Schlammfuß. Holunderblüte nickte. Schlangenkralle und Schlammfuß entfernten sich. Traumgeflüster kam wütend auf sie zu. "Glaube nicht, du hast das verdient." Holunderblüte sah sie verständnislos an. "Du bist zu jung." Dann fauchte sie. "Bin ich nicht!" Traumgeflüster sah sie zornig an. "Du bist eine fantastische Kriegerin. Aber es war nicht deine Zeit." Dann kniff Holunderblüte die Augen zusammen. "Du ärgerst dich doch nur, weil ich nicht deine armselige Schülerin geblieben bin!" Dann stapfte sie weg, um sich auf ihre Zeremonie vorzubereiten.

4. Kapitel (Sonne's Sicht)

"Sonne" Die Kätzin hob den Kopf. Eine rote Kätzin stand vor ihr, dahinter eine schwarze, eine schildpattfarbene und etwas weiter dahinter auch noch ein grauer und ein gefleckter. "Hallo Sonne" miaute die schildpattfarbene. Sonne starrte die Katzen an. Sie hatte sie nie zuvor gesehen. "Wer seid ihr? Was sollte ihr im LichtClan Lager?" Die schwarze Kätzin sah weg. Die schildpattfarbene lachte kurz. "Das geht in Ordnung. Ich bin Tintenherz. Ich war die erste Heilerin im LichtClan" Sonne brummte der Kopf. Wie alt musste diese Katze dann sein? "Du bist aber alt." Tintenherz lachte erneut. "Ach Sonne. Ich bin schon lange tot." Sonne fühlte sich, als würde ein Stein auf sie prallen. "Willkommen im SternenClan-Territorium" die schwarze Kätzin sah sie an. "Ich bin Mythe. Und auch ich bin lange tot." Die Rote Kätzin sagte noch immer nichts. Tintenherz sah sie mitfühlend an. "Es ist in Ordnung Rotlicht. Vielleicht legst du dich hin." Rotlicht! Was für ein schöner Name! dachte Sonne. Der graue Kater trat vor. "Ich bin Tintentot." Auch der braune kam langsam vor. "Tintenblut mein Name" Tintenherz-Tintenblut-Tintentot? fragte sich Sonne. Rotlicht sagte noch immer nichts. "Was hat sie?" platzte Sonne heraus. Tintenherz antwortete der braunen Kätzin. "Das wirst du alles erfahren." In dem Moment raste eine schöne, graue Kätzin an ihnen vorbei. "Aschenpfote! Bleib stehen!" Irritiert sprang Rotlicht auf die Seite. "Kannst du mit Aschenpfote nicht wo anders trainieren, Eistanz?" Das ist Eistanz? Die Schwester der Tyrannin? "Ahm.." "Ich bin schneller als du, Aschenpfote!" Eine getiegerte Kätzin raste an allen vorbei. "Davon träumst du, Wolkenpfote!" antwortete die gescheckte graue Kätzin. Eine andere, viel größere getiegerte Kätzin sprang hinter ihnen her. "Vogelblatt!" beschwerte sich Rotlicht. Sonne hatte Mitleid mit den beiden. "Sie sind doch noch so jung.." Tintenherz schnurrte. "Sie sind am Leben. Sie werden hier trainiert." Jetzt verstand Sonne gar nichts mehr. Und doch interessierte sie es, wo die Tyrannin war. "Wo ist die Tyrannin? Ich möchte sie gerne sehen." Sie stellte sich eine schwarze, braune, kleine Kätzin mit roten Augen vor. Eistanz und Tintenherz antworteten gleichzeitig. "Du meinst Sandstern? Hmm.." Dann schnippte Eistanz mit dem Schwanz, und ging mit ihr an den beglitzerten Bäumen vorbei. Dann standen sie vor einer Kätzin. Ehrfürchrig starrte sie sie an. Wenn das Sandstern war, wusste Sonne wirklich nicht, was sie sagen sollte. Sie war sandgelb, mit grünen Augen. "Was wollt ihr SternenClan Katzen hier?!" fauchte sie. Bis Eistanz vorkam war Zorn in den Augen der Kätzin. "Oh, hallo Eistanz." Eistanz sah ihr kaum in die Augen. "Dies ist Sonne." Sonne starrte die Kätzin weiter an. Sie war beinahe zweimal so groß wie Sonne, und Sonne dachte, dass sie groß war. Mythe zog Sonne von Sandstern weg. "Komm jetzt." Sonne gehorchte. "Was gibt es?" Bevor Mythe etwas sagen konnte, schrie Rotlich erneut. "Nein, Nein! Nicht sagen! Aufhören! Aufhören! Abschaum! Unheil! Der fünfte Clan! Sie soll gehen! JETZT!" Sie kreischte, und Sonne's Traum verschwand. "Nein!"

"Wach auf Sonne! Wir brechen auf!" ruckartig hob Sonne den Kopf, und sah Holunderblüte mit genervten Blick vor sich stehen. Sonne nickte kaum merklich, und versuchte den Traum zu vergessen. Holunderblüte stand immer noch vor ihr. "Komm jetzt!" Sonne stand auf, und tapste hinter ihrer Freundin her. "Alle anwesend?" fragte Stechpalmenstern. Die Katzen miauten zustimmend, und Stechpalmenstern gab das Zeichen zu gehen.

Nach dem Marsch, waren auch alle anderen Anführer eingetroffen. Bevor sie sich ausmachten, wer spricht, sprang Sonne auf den Großfelsen. "Nicht!" schrie Holunderblüte leise. "Katzen aller Clans. Ich muss etwas sagen. Ich wurde vom SternenClan geschickt, und soll einen neuen Clan gründen!" Die Katzen fielen in Gelächter. Ein großer, schwarz-roter Kater stellte sich vor Stechpalmenstern auf, und lachte. "Ha-Ha! Stechpalmenstern, nimmst du solche Mäusehirne in deinen Clan auf? Seid ihr so tief gesunken, seid Sandstern tot ist?" Stechpalmenstern sah ihn verächtlich an. Sonne fühlte sich unwohl. "Sonne ist eine sehr starke Kätzin, Blutstern, und der SternenClan sandte sie wirklich. Und du hast kein Recht, über Sandstern zu sprechen. Dieser Name ist im LichtClan verboten. Sie brachte Schande, Blut und Tot in unser Lager." Blutstern lachte immernoch, und Sonne drängte sich dazwischen. "Sandstern war doppelt so groß wie du! Zieh' ihren Namen nicht in den Dreck!" Der schwarze Kater hörte Aprupt auf zu lachen. "Du hast mir nichts zu sagen!" Dann fauchte er laut, als würde er anfangen mit Sonne zu kämpfen. "Nein, Blutstern, nein!" miaute eine gebrechliche, beige-weiße Kätzin mit grünen Augen dazwischen. Sie keuchte, als wäre sie durch den ganzen Wald gerannt. "Urgh.." Eine reinschwarze Kätzin folgte ihr. Sie war extrem groß, was Sonne nicht gefiehl. Eine schwarze Kätzin mit ein wenig weiß auf dem Kopf sprang zu der Kätzin. "Lasst sie in Ruhe! Sie hat schon genug durchgemacht.. Komm Moosstern setzt..." Moosstern sprang aprupt wieder auf. "Nein, Fuchstrott! Das kann es nicht sein!" Sonne sah die beiden an. Fuchstrott war eine sehr kleine Kätzin, während Moosstern sehr groß war, größer als Blutstern. Auch die andere kam dazu. "Moosstern, ich bin auch dagegen. Es gibt jetzt schon zu wenig Beute im Clan" Die Zweite Anführerin? Moosstern sah die schwarze mit wütenden Blick an. "Wie kannst du sowas nur sagen Nachgeflüster! Wir müssen auf den SternenClan hören." Nachtgeflüster schüttelte sich. "Das ist verrückt, Moos..."Blutstern fauchte dazwischen. "Wir werden die Versammlung nun abhalten!" Stechpalmenstern sprang dazwischen. "Lassen wir die Anführer entscheiden, ob Sonne nun einen Clan gründet oder nicht!" Hoffnung glühte in Sonne's Augen. "Blutstern?" Er sah die beiden hasserfüllt an. "Nein! Sie soll verschwinden!" Stechpalmenstern murmelte etwas unverständliches. "Moosstern?" Die Kätzin hustete, und sagte dann "Ja. Wir müssen dem SternenClan vertrauen!" Nachtgeflüster, aber auch Fuchstrott drehten ihre Köpfe weg. Dann schaute Stechpalmenstern einen grau-weißen Kater an. Das musste der Anführer des RegenbogenClans sein. "Weidenstern?" Er sah sie an. Lange sogar. "Nein... Es ist nicht gut. Es gab immer vier Clans hier!" "Und jetzt, halten wir diese Versammlung vielleicht auch ab?" fragte Blutstern. Traurig nickte Stechpalmenstern, und die Versammlung begann....

5. Kapitel (Sonne's Sicht/Hanna's Sicht)

"Wach schnell auf, Sonne! Ich habe eine Idee!" Sie hob erneut den Kopf, und Holunderblüte stand mal wieder vor ihr. "Was ist denn?" fragte sie schlecht gelaunt. Holunderblüte grinste. "Du brauchst Katzen für einen Clan. Manche Einzelläufer würden gerne in einem Clan leben. Wie wär's?" Sonne war sofort wach. "Au ja!" Holunderblüte nickte. "Aber sei leise!" Holunderblüte hisste aus dem Bau, die gescheckte Kätzin hinter ihr her. Als sie aus dem Lager geschlüpft sind, kam Sonne eine Idee. "Hör mal, ich war ja früher eine Streunerin. Ich kenne da ein paar.." Holunderblüte schnurrte. "Das ist ja fantastisch!" Gemütlich zuckelte Sonne hinter Holunderblüte her. Sie gingen am Zweibeinerort vorbei. Da hörte mal wildes Zweibeinergeschrei. Eine Katze rannte aus dem Zweibeinernest, die Augen rund wie der Vollmond. Dann kam ein Gegenstand aus dem Haus, der versuchte die Katze zu treffen. Sonne verstand Zweibeinersprache nicht, aber anscheinend warf er die Katze gerade raus. Er brülle und tobte, und die Katze senkte den Kopf, und ging in Richtung Wald. Holunderblüte übernahm das. "Hallo Hauskätzchen. Was war denn mit dem?" Die Kätzin hob den Kopf. "Er hasst mich." Sie senkte ihn wieder, um weiterzugehen. Sonne stellte sich vor ihr auf. "Wie heißt du?" "Hanna" Sonne nickte. Sie hatte Mitleid mit Hanna. "Das tut mir leid, Hanna." Holunderblüte sah Sonne eindringlich an. "Ich bin Sonne, und das ist Holunderblüte. Wir wohnen im Wald. Sie in einem Clan. Ich bin dabei einen Clan zu gründen. Aber mir fehlen Katzen. Willst du dich mir anschließen? Bitte!" Sonne bettelte Hanna förmlich an. "Du kannst entzwischen auch bei uns im Clan bleiben, wie Sonne." Hanna's Blick hellte sich ein wenig auf. "Oh? Okay!" Sonne jubelte kurz. Holunderblüte schnurrte zufrieden. "Sucht ihr noch mehr Katzen? Ich kenne da ein paar..."

Hanna ging vor. Sie war total aufgeregt. Endlich hatte sie wieder jemanden gefunden. Die Kätzin von vorher sprach sie an. "Zu welcher Katze gehen wir?" fragte sie. Hanna antwortete Sonne "Ich.." Da war sie ja! Hanna rannte zu ihr. "Hallo, Hanna" sagte sie mit schiefen Blick. Als sie Holunderblüte und Sonne sah, sprang sie erschreckt auf. "Wer ist das?! Hanna pass auf!" Hanna lachte kurz. "Keine Sorge. Das sind meine Freunde. Leute, dass ist Samantha." Samantha sah sie nicht an. "Was willst du mit diesen Bestien hier, Hanna? Und was ist mit deinem Pelz passiert! Pflegst du dich nichtmehr?" Holunderblüte verollte die Augen und Sonne knurrte. "Mein Hausmensch hat mich rausgeworfen. Und dann haben mich die beiden gefunden. Sonne" Sie deutete auf die gescheckte Kätzin. "Möchte einen WaldClan gründen. Wir leben alle zusammen, und teilen. Willst du mitkommen?" Samantha rollte sich am Boden, und lachte. "Deine Hausleute haben dich rausgeworfen? Ha-Ha! Ich wusste es! Du warst nie eine gute Hauskatze." Hanna senkte den Kopf. Nun war Aggressivität in Holunderblüte's Augen. "Kommst du nun oder nicht?" fragte Hanna traurig. Samantha lachte nochmal auf. "Du träumst wohl! Ich bin doch keine Wilde!.." "Aber armselig! Und nun verschwinde in dein Zweibeinernest, oder ich zieh dir dein arrogantes Fell über die Ohren!" fauchte Holunderblüte. Samantha hörte auf zu lachen, miaute ängstlich und verschwand im Zweibeinernest. "Fuchsherz!" knurrte Holunderblüte. Sonne sah ihr nichtmal mehr nach. "Hanna? Stimmt es?" Urplötzlich drehte sich Hanna um, und sah ihre beste Freundin vor sich stehen. "Abby!" Die schwaze Kätzin mit einem auffalend hellem Auge sah sie traurig an. "Heißt das, wir sehen uns nie wieder?" Die Einzelläuferin starrte zu Boden. Holunderblüte stellte sich vor Hanna. "Du kannst doch mit, Abby!" Abby trat auf ihren Pfoten herum. "Ich weiß nicht...." Sonne stellte sich zu ihr. "Ich weiß wie das ist. Hier zu leben. Alleine, kaum Nahrung.." Abby sah Sonne an. "Knurrli und Blood sprachen von dir. Auch Ahorn hat nach dir gefragt. Sie wissen nicht wo du bist. Ich bin neu in deren Gemeinschaft..." Ein kurzes Aufblitzen war in Sonne's Augen. "Blood? Von mir?" Abby nickte. Sonne sagte nichts. "Willst du?" drängelte Hanna, um auch wieder etwas zu sagen. Einige Minuten, die Hanna wie Stunden vorkamen, vergingen,bis sich Abby entschieden hatte. "Ja, warum nicht." Sonne und Hanna jubelten. "Clan, wir kommen!!" miaute Hanna überglücklich. Holunderblüte sah sie geschockt an. "Wie?!" Hanna starrte Holunderblüte an. "Was ist denn?" Holunderblüte kniff die Augen zu schlafen. "Noch denkst du, das wird ein Abenteuer. Eines dieser Spiele, die du mit Zweibeinern spielst, und wenn du nicht mehr willst, gehst du einfach weg. Aber das ist es nciht. Du kämpfst um dein Überleben, und ist dein Clan in Gefahr, musst du ihn mit deinem Leben beschützen. Du wirst in der Blattleere Hunger und Kälte leiden, möglicherweise an grünem Husten sterben, oder erfrieren. Vielleicht findest du einen Gefährten, vielleicht bekommst du Junge. Alles schön, und alles scheint perfekt. Und trotzdem kann das schlimmste passieren. Stell dir vor, deine Junge sterben? Du brauchst alle Kraft, und Erfahrung, um auch nur daran zu denken, ein Krieger zu sein!" Hanna sah sie an. "Ich weiß. Ich werde aufpassen." Holunderblüte nickte, und Sonne sah sie vorwurfsvoll an. Abby ging hinter ihnen her, in Richtung LichtClan..

6. Kapitel (Sonne's Sicht / Rotlicht's Sicht)

Sonne saß mit Hanna und Abby in der Mitte des Lagers. Holunderblüte neben ihnen. "Sonne! Holunderblüte! Wie könnt ihr es wagen, einfach so zwei Fremde Katzen in unser Lager zu bringen?!" Stechpalmenstern's Stimme war scharf, und vorwurfsvoll. Sonne sah, wie Holunderblüte den Kopf senkte. Aber sie war nicht traurig, sondern wütend auf Stechpalmenstern. "Es ist für meinen Clan!" miaute Sonne. Stechpalmenstern wandte Windesschnell den Kopf zu Sonne. "Ein Clan besteht nicht aus drei Katzen! Wie könnt ihr nur glauben, dass ich euch alle ernähren kann?" Traumgeflüster ging dazwischen, und versuchte ihre Anführerin zu besänftigen. "Wie sagte Wasserlilie einst? Nächstenliebe.." Stechpalmenstern fauchte. "Du erlaubst dir, in unserem Lager, eine SeeClan Katze zu erwähnen! Manchmal glaube ich, du bist verrückt, Traumgeflüster!" Sonne brummte der Schädel. Wer war denn Wasserlilie schon wieder. Dann beruhigte sich die Kätzin, und sah sie alle an. "Gut. Ihr könnt bleiben. Aber Sonne! Keine einzige Katze mehr, ja?" Sonne hob erfreut den Kopf. "Danke!" Ein schwarzer, getiegerter Kater stolzierte an ihnen vorbei. Zwielichtpelz. "Eine Streunerin, ein Hauskätzchen und eine Einzelläuferin? Was sind wir für ein Clan?" Blumenbeet stellte sich vor Zwielichtpelz. "Lass meine Tochter und ihr Freunde in Ruhe! Du weißt, sie kann dich nicht leiden!" Zwielichtpelz fauchte, grinste danach Holunderblüte an, und spatzierte dann zu Taubenlied und Kirschenfell. "Eines Tages ziehe ich ihm das Fell über die Ohren!" flüsterte Holunderblüte. Blumenbeet schaute ihm nach. "So ein .." Ein Kampfsgeheul war zu hören, dass Abby zusammenzucken ließ. "SeeClan" kreischte Blumenbeet erschrocken. Hanna sprang auf. Sonne duckte sich, auch wenn noch niemand zu sehen war. Stechpalmenstern raste mit Tränentropfen an ihrer Seite in die Mitte des Lagers. Bevor sie etwas sagen konnte, stand Blutstern auf der Lichtung. "Stechpalmenstern" sagte er schelmisch. Als er Abby und Hanna sah grinste er. "Was ist denn hier los? Ach diese Sonne." Er kniff wütend die Augen zusammen. "Die lebt ja immernoch. Wird Zeit das zu endern." Er fauchte, und befahl seinen Kriegern damit anzugreifen. Sonne sah aus einem Augenwinkel, dass Stechpalmenstern rief. "Schützt die Jungen!" Phanterpfote raste zum Königinnenbau, bereit, die Jungen mit ihrem Leben zu verteidigen. Sie sah auch, dass eine graue Kätzin auf die Kinderstube zurannte. Doch bevor Sonne angreifen konnte, warf sich Abby auf die Kätzin, verletzte sie mit schnellen, effektiven Hieben bis sie in die Büsche flüchtete. Hanna beschützte die Jungen, und vorallem das kleine blaugraue klammerte sich an Hanna. Dann stand Blutstern vor ihr. "Auf Wiedersehen!" rief er, und stürzte sich auf sie. Geschickt sprang sie zur Seite, sodass er sie nicht erwischte. Erschrocken stellte Sonne fest, das Blutstern seine Krallen in ihren Pelz bohrte. Sie kreischte auf, es brannte höllisch. Dann packte er sie am Genick und schleuderte sie gegen einen Stein. Das Blut floss aus ihrem Mund, und aus ihrem Nacken. Sie sah Wolken. Überall Wolken. Nurnoch leichte Siloutten von Stechpalmenstern, Abby und Holunderblüte. Langsam spürte sie, dass da kaum noch Leben in ihr war. Sie wusste sie würde jetzt ins Jenseits kommen, ohne den Clan gegründet zu haben. Es war vorbei.. Dann, als sie dachte, sie sei tot, sah sie ein Licht aufflackern. Eine sehr kleine, weiße Kätzin mit grauen Flecken stand nun vor ihr. "Steh' auf. Deine Zeit ist noch nicht gekommen." Sie berührte ihre Nase, mit der von Sonne. Pures Leben schoss in sie. Doch sie war immer noch bei der Kätzin. "Wer bist du?" Sie antwortete nicht. Langsam verschwand ihre Fellfärbung, und nur noch eine hell glitzernde Umrandung blieb zurück. "..Amperflügel.." antwortete sie flüsternd, bevor sie verschwand. Blutend wachte Sonne auf. "Sonne! Sonne!" Abby stand kreischend vor ihr. "Bleib da! Geh nicht fort!" "Urgh.." keuchte sie. Wackelnd stand sie auf. Der SeeClan war weg. Sie hatten die Schlacht gewonnen. "Traumgeflüster" die schildpattfarbene Kätzin war schon auf dem Weg, um Sonne's Wunder zu versorgen. Blumenbeet stellte sich zu Stechpalmenstern. "Du bist Hanna Dank Schuld. Ohne ihr, wären alle Jungen weg." Den Rest hörte Sonne nicht mehr...

"Ampferflügen." miaute Rotlicht, ohne ihre Schwester dabei anzusehen. "Warum wolltest du sie in den Tod schicken, Rotlich?" antwortete Ampferflügel vorwurfsvoll. "Ich wollte sie testen." "testen.." angewiedert wiederholte Ampferflügel die Worte Rotlicht's. Rotlicht beachtete das nicht. Sie ist es. Sie ist es!! sagte sich Rotlicht still. "Denkst du über die Prophezeihung nach?" Rotlicht nickte. "Wir senden doch eigentlich die Prophezeihungen. Warum bekomme ich dann eine? Wer ist höher als wir?" "Niemand" antwortete Ampferflügel . "Du bist eben etwas besonderes." Rotlicht wollte aber nichts besonderes sein. "Teste sie nie wieder." miaute Ampferflügel streng. "Rette sie nie wieder." erwiderte Rotlicht, ohne den Blick vom Horizont zu wenden. Ampferflügel seufzte. "Du weißt, was du wissen musst. Du hasst die Sonne gefunden, die den fünften Clan gründen muss..." Rotlicht sah sie genervt an. "Aber was ist mit Holunderblüte! Da ist irgendetwas.. Ich spüre es!" Ampferflügel leckte ihr über das Ohr, bevor sie in Richtung Nest ging. Ich weiß es! ..

7. Kapitel (Rotlicht's Sicht/Holunderblüte's Sicht)

"Tintenherz, Tintenherz!" Rotlicht's schriller Schrei hallte über die Lichtung. "Was hast du denn?" fragte Tintenherz verwirrt. Rotlicht sah sie vielsagend an. "Sonne lebt." Tintenherz nickte. "Dank Ampferflügel ." Rotlicht knurrte. "Sie hätte sterben sollen!" Tintenherz knurrte wütend. "Nein! Was redest du dir da ein? Sie muss den fünften Clan gründen!" Rotlicht sagte nichts. "Da ist noch etwas. Holunderblüte. Irgendetwas stimmt mit ihr nicht. Sie muss es sein!" Tintenherz verdrehte genervt die Augen. "Bei dir ist es immer jemand anderes. Vor Holunderblüte solltest du aufpassen. Ich spüre da etwas komischer in ihr." "Ach pappalapapp! Sie muss es sein, ich bin mir sicher." Tintenherz's Schweifspitze zuckte. "Mal wieder. Was hast du vor?" Rotlicht sah ihrer Schwester nicht in die Augen. "Holunderblüte muss Sonne töten. Ansonsten steht Sonne ihr im Weg." Tintenherz erschrack. Ihre Augen weiteten sich, die Panik war darin zu sehen. Rotlicht hingegen blieb ruhig. "Bist du verrückt? Das kannst du Sonne nicht antun!" Rotlicht grinste verschworen. "Ich kann was ich will. Ich bin eine hohe SternenClan-Ahnin. Ich kann tun und lassen..." Tintenherz fuhr ihr emotional dazwischen. Noch nie hatte Rotlicht Tintenherz so wütend gesehen. "Dir ist es nicht erlaubt, in das Schicksal anderer Katzen einzugreifen!" Empört drehte sich Rotlicht von ihr weg. "Ignoriere mich nicht, Rotlicht. Ich bin genauso alt wie du." Rotlich sank den Kopf. "Ich bin länger tot als du, Schwesterchen." Ihre Schwester sah sie verletzt an, doch Rotlicht sah der schildpattfarbenen Kätzin nicht in die Augen. "Es ist vorbei, Tintenherz. Sonne muss sterben." "Sonne kann nicht sterben, Rotlicht!" Die Stimme gehörte niemand anderem als Mythe. "Sie ist die Auserwählte, nicht Holunderblüte." Rotlicht fauchte, ihre Wut und ihre Trauer spiegelten sich in ihren Augen. "Sie sollte zu Sternenkraft gehen. Es wird Zeit, dass du wieder normal wirst." miaute Tintenherz. Doch Rotlicht hörte ihnen nicht mehr zu.

"Au! Das tut weh!" Traumgeflüster knurrte. "Es soll auch wehtun. Das zeigt, dass es wirkt." Holunderblüte schnaubte unzufrieden. Eben hatten sie den Kampf gegen den verräterischen SeeClan gewonnen, da musste sie neue Schmerzen durchleben. "Ich geb's auf Traumgeflüster, es wird nicht besser." Traumgeflüster seufzte genervt. "Hör endlich auf zu jammern! Und jetzt, schlaf ein wenig. Und wehe du tust es nicht!" Traumgeflüster ließ sie endlich laufen. Knurrend aber dankbar entschwand sie dem Heilerbau. Es regnete. Glitzernde Tropfen schlugen auf ihren dunkelgrauen Pelz ein. Er glänzte. Genauso wie ihre violetten Augen. Zwielichtpelz sah sie. Oh nein dachte sie, als er aufstand und zu ihr stakste. "Hallo Holunderblüte. Willst du jagen gehen?" Holunderblüte seufzte unauffällig. "Äh, Traumgeflüster meinte, ich sollte mich ausruhen." Zwielichtpelz hielt den Kopf schief. "Wie wäre es mit einem Spaziergang?" In seinen heideblauen Augen blitze Hoffnung auf. Warum genau sie? Warum nicht Taubenlied? Warum sie? "Ich weiß ja nicht..." sagte sie sehr leise. Doch er hatte es gehört. Die Hoffnung verglühte. Da war nun nur noch Traurigkeit. Er wollte schon gehen, als er sich nochmal umdrehte. "Bist du dir sicher?" Gerade wollte Holunderblüte ja sagen, damit der nicht zu gekränkt war, als ihr die Rettung entgegen kam: Schneefluss! "Gut dich zu sehen, Holunderblüte. Hilf mir mit Hageljunges. Krieger sollten nach einem Kampf nicht im Lager sein und nichts tun. Beweg dich. Und du" sie schaute auf Zwielichtpelz. "Geh jagen oder mach sonst etwas. Holunderblüte hat jetzt keine Zeit. Komm, nimm Hageljunges!" befahl sie sowohl Zwielichtpelz als auch Holunderblüte. Holunderblüte nahm skeptisch das schildpattfarbene Junge hoch. Dann folgte sie Schneefluss, die ihr anderes Junges, Grasjunges, im Maul hatte. Sie dachte wohl nicht mehr viel an Leuchtjunges. Als sie in der Kinderstube ankamen, legte Holunderblüte Hageljunges ab. "Und jetzt?" fragte sie. "Hmm. Bitte bring frisches Moos, für sie." Holunderblüte's Fell sträubte sich. "Ich bin keine Schülerin mehr!" Wütend funkelte Schneefluss sie an. "Tu es, oder ich mach dir Beine!" Holunderblüte gehorchte, und rannte in den Wald. Frisches Moos war auf ihrem Territorium leicht zu finden. Holunderblüte sog die Walddüfte auf. Sie war so froh, hier leben zu dürfen. Sie schlenderte weiter, bis sie zu dem Ort kam. Mit den Krallen zerrte sie etwas Moos ab. "Holunderblüte" Holunderblüte erschrack, sie ließ das Moos zu Boden fallen. Vorsichtig drehte sie sich um. Dann sah sie eine Kätzin. Eine rote Kätzin, die sehr fremd roch. "H-Hallo?" fragte sie skeptisch. "Hallo. Ich bin Rotlicht. Ich bin eine deiner Ahninnen. Ich bin vom SternenClan zu kommen." Holunderblüte brummte der Kopf. Eine SternenClan Katze war einfach mal so gekommen? Zu ihr? "Es geht um Sonne" Ruckartig spitzte Holunderblüte die Ohren. "Und was genau?" Rotlicht grinste ein wenig, aber kaum merklich. "Sie ist nich die Auserwählte. Ich spüre es. Du bist es." miaute sie. Nun war Holunderblüte noch verwirrtet. "Die Auserwählte für...was? Den Clan zu gründen?" Rotlicht seufzte. Hatte sie das schonmal gehört? "Nein, wir brauchen keinen fünften Clan. Vergiss' das. Sie hat gelogen. Das stimmt alles nicht. Sie ist eine Lügnerin, und will deine Bestimmung zerstören. Du wirst den LichtClan groß machen. Ich schwöre es dir, du wirst eines Tages den LichtClan führen und groß machen!" Holunderblüte's Wut stieg. Also hatte Sonne gelogen, nur weil sie einen Platz haben wollte? "Wie kann sie nur! Ich muss..." "du musst sie töten, Holunderblüte." Holunderblüte starrte Rotlicht mit offnenem Mund an. Sie töten? "Es ist so." Plötzlich dämmerte es Holunderblüte. "Aber woher wusste sie, was Sternenwort ist?" Rotlicht wich dieser Frage offenbar aus. "Zufall" war das Wort, dass sie antwortete. "Rette deine eigene Bestimmung." Holunderblüte blickte Rotlicht entschlossen in die Augen. "Wann soll ich sie darauf ansprechen?" Rotlicht's Augen weiteten sich. Was passte der SternenClan-Kätzin denn nicht? "Äh, äh noch nicht! Das hat noch Zeit. Du..Du wirst einen passenden Zeitpunkt finden. Auf Wiedersehen" plötzlich wurde sie ganz hastig. Dann rannte sie zum Himmel empor. "Deine Bestimmung!" rief sie ihr nach. Meine Bestimmung wiederholten Holunderblüte's Gedanken Rotlicht's Worte. Rasch packte Holunderblüte das Moos und raste zurück zum LichtClan.

Erschöpft kam sie im Lager an. "Da bist du ja endlich!" miaute Schneefluss vorwurfsvoll. "Meine Jungen und ich friehren!" Holunderblüte legte müde das Moos ab. "Tut mir leid." Dann lies sie Schneefluss stehen und drängelte sich in den Bau der Krieger. "Hallo Holunderblüte. Wo..?" Sonne redete sie an. Doch Holunderblüte sah ihr nicht in die Augen. Sonne sagte dazu nichts, sondern ging hinaus, doch Holunderblüte hörte sie mit ihrer neuen Freundin Taubenlied sprechen. Wütend schloss Holunderblüte ihre Augen...

8. Kapitel (Hanna's Sicht)

Hanna beachtete die halbe Maus vor ihren Pfoten. Eigentlich hatte sie keinen Hunger mehr, aber man sollte nichts verschwenden. Sie zwang sich dazu, abzubeißen. "Na Hanna." Abby lachte. "Kannst du nicht mehr?" Hanna erwiderte ihren Blick. "Äh nein. Willst du etwas?" Abby nickte eifrig. Hanna schob die Maus zu ihrer Freundin. Diese nahm sofort einen großen Bissen Maus. Sie schnurrte. "Das ist viel besser als eine Einzelläuferin sein!" Hanna stimmte ihr mit einem Nicken zu. "Das ist alles so neu für mich." Abby sah nur hin und wieder von ihrer Maus auf. "Das wird schon Hanna. Du wirst das Clanleben lieben lernen" Dann verputzte Abby die Maus. Sie leckte sich zufrieden über das Maul. Hanna beachtete Abby. Hinter ihr saß eine rote Kätzin mit einem beigen Schüler. Beide sahen Hanna und Abby verächtlich an. Sie wusste den Namen des Schülers, Feldpfote, aber wer die Kätzin war, wusste sie nicht. "Abby wer ist die rote Kätzin da" Abby drehte sich um. "Sonne sagte, sie heißt Kirschenfell. Passt zu ihr" Hanna nickte erneut. Stechpalmenstern kam auf sie zu. "Es wird Zeit, dass ihr auch mal etwas tut. Schließt euch der Jagdpatrouille von Schlangenkralle an." Abby und Hanna sahen sich an. Für Abby musste jagen kein Problem sein. Sie selbst konnte es ja auch, aber nicht so gut wie die anderen. "Okay!" miaute Abby eifrig. Hanna schüttelte den Kopf. Schlangenkralle schnippte mit dem Schweif. Die Patrouille bestand aus Schlangenkralle, Zwielichtpelz, den beiden und Phanterpfote. Besonders Zwielichtpelz ignorierte Abby und Hanna. "Sie wollen uns nicht dabei haben!" zischte Hanna Abby ins Ohr. "Kommt ihr alleine klar?" fragte Schlangenkralle freundlich. Abby nickte, Hanna sagte nichts. Sie schaute nur weg. "Gut. Zwielichtpelz, geh du mit Hanna. Sie wirkt etwas unsicher. Abby du kannst alleine gehen." Dann verschwand Schlangenkralle in den Büschen, hinter ihm Phanterpfote und dann Abby. Zwielichtpelz blieb mit Hanna alleine. "Toll. Egal. Also, ich gehe links, und du rechts, klar?" Hanna nickte unsicher. Zwielichtpelz verschwand. Also ging Hanna nach rechts. Sie lauschte dem Wald, und nahm ein Geräusch war. Maus! Sie duckte sie. Da war sie schon. Gebannt blieb Hanna liegen. Dann lief sie los und stürzte sich auf die Maus. Doch die, war schon über alle Berge. Bedrückt ging Hanna weiter. So ging sie eine Weile, bis sie zu der Lichtung kam. Dort waren Vögel. Einer saß am Baum, und schien sich gerade auszuruhen. Still sprang sie auf den Baum, und dann auf den Ast auf dem der Vogel saß. Blitzschnell fuhr sie ihre Krallen aus, und der Vogel starb. Stolz nahm sie ihn in ihren Mund. Sie hatte das erste mal einen Vogel gefangen. Immer wieder versuchte sie sich an Mäusen, Hasen und so weiter. Am Ende hatte sie eine Menge gefangen. Auch die anderen waren beeindruckt. "Toll gemacht ihr zwei. Nehmt euch etwas." freute sich Stechpalmenstern über Hanna's und Abby's Beute. Abby schnurrte glücklich. Hanna nickte mal wieder nur. Sie fühlte sich in einen fremden Clan nicht wohl, aber freute sich auf ihren eigenen Clan. Sonne stakste auf sie zu. "Leute." miaute sie. "Ich brauche einen Namen für unseren Clan." Sie setzte sich zu ihren. "Wie wäre es mit SonnenClan?" schlug Abby vor. Sonne verrollte die Augen. "Das klingt so eitel." Hanna überlegte auch. Sie sah die Maus an. Dann Sonne. "FunkelClan!" rief sie. Sonne beachtete sie interessiert. "Das wäre keine schlechte Idee. Es klingt..Mystisch und längst vergangen." Abby schnurrte zufrieden, bis sie ein schockiertes Gesicht machte. "Was ist los?" fragte Hanna ihre Freundin. "Wir sind gerademal drei Katzen! Sieh dir diesen Clan an!" Sie zeigte mit dem Kopf auf die LichtClan Katzen. Sonne senkte den Kopf, und hob ihn erst einige Momente später wieder. "Ich weiß wo wir anfangen, Abby. Komm mit, zum Waldrand." Abby schreckte zurück. "Da bekommen mich keine zehn Pferde mehr hin!" Sonne seufzte. "Bitte, Abby." Abby setze sich hin. "Hrgh...Aber nur für dich und Hanna, Sonne!" Sonne freute sie, wie Hanna erkannte. "Ich komme auch mit." sagte sie leise. Sonne schnurrte. "Danke. Los, lasst uns gleich aufbrechen!"

9. Kapitel (Sonne's Sicht/Holunderblüte's Sicht)

Abby und Hanna tapsten hinter Sonne her. Der Waldrand war nicht mehr fern. Der Wind wehte stark, sodass die Blätter von den Bäumen fielen. Die meisten waren schon braun, und nur einige ausgewählte vom SternenClan waren noch saftig grün, wie die Wiese. Der Blattfall war eingetreten. "Wir sind da" sagte Sonne. Abby nickte, und Hanna starrte ängstlich auf den Waldrand. Dort waren sie auch schon, die ersten katzen. "Sonne" fauchte eine Kätzin. Sie war schneeweiß mit  blutroten Augen. "Sei gegrüßt Blood." Ein beiger Kater stürmte an ihnen vorbei, hin zu Abby. "Abby! Ich dachte ich sehe dich nie wieder!" Er schurrte, und war glücklich sie zu sehen. Blood war weniger glücklich, Sonne zu sehen. "Du riechst fremd" stellte Blood wütend fest. "Glaube nicht, du kannst hier wieder alle übernehmen!" Sonne schaute zum Himmel empor. "Deswegen bin ich nicht hier. Ich wollte euch Streuner fragen, ob ihr nicht lust habt, in einer gemeinschaft zu Leben, die sich gerne hat, und für einander jagd.. und so weiter.." hoffnungsvoll schaute Sonne auf die vielen, mageren Katzen. "Du meinst einen Clan, nicht wahr?" fragte eine blaugraue Kätzin mit einer langen Narbe traurig. Sonne nickte verwundert. "Ich werde mit euch gehen, in Erinnerung an Schwefel. Ich bin Dyna" Sonne kannte keine Schwefel, und Dyna auch nicht, aber sie war froh, dass Dyna mit ihnen kam. "Danke, Dyna!" Eine braun-weiße Kätzin sprang vor Blood. "Und auch von mir war Schwefel eine Freundin. Ich werde meiner Schwester Dyna folgen. Ich bin Ahorn." Abby schiehn Ahorn zu kennen. "Toll Ahorn, dass du zu uns kommst!" sie schaute zu dem beigen Kater. "Und du, Knurrli? Kommst du auch mit uns?" Abby sah ihren alten Freund vielsagend an. "Nun, ähm.. Ja.. okay, ich komme mit euch" Mit einem Sehnsüchtigen Blick starrte Knurrli zu einer schwarzen Kätzin, welche ihn nur verächtlich anschaute. "Savage, willst du nicht mit uns kommen?" Die schwarze Kätzin richtete sich auf, fauchte "Niemals würde ich nur noch einen Tag mit dir verbringen, Sonne!" Blood schnurrte zufrieden, Savage setzte sich neben sie. "Wie du vielleicht erkennst, meine Liebe Sonne" murmelte Blood "Hier leben alle Katzen in Freiheit. Wenn sie gehen wollen, sollen sie gehen. Ich habe bewilligt, dass sie hier jagen. Wenn sie jetzt nur noch einen Schritt auf dieses Land setzen, werden sie getötet. Dies ist kein Clan, keine Gemeinschaft. Hier lebt jeder für sich selbst. Und ich bin nicht ihre Leiterin. Aber wen ich nicht hier haben will, der ist auch nicht hier" Sonne sah eine graue Kätzin, mit blauem Rücken. Sonne kannte sie nicht "Blood, ich werde auch mit ihren gehen. Du hast recht, dies ist nicht dein Ort, doch mit dir zu leben ist furchtbar.." Sie stolzierte zu Sonne "Mein Name ist Meer." "Sei gegrüßt." murmelte Abby. "Der SternenClan sagte mir, dass ihr kommen würdet" murmelte sie schließlich. Sonne sah sie verwirrt an, sagte aber nichts. "Lustig, wie Sonne kommt, und Katzen mitnimmt. Glaubt wohl, sie könnte uns Angst machen. Von wegen" Eine braune Kätzin mit getiegertem Schweif und grünen Augen kam näher "Na, alte Freundin?" sagte sie zum Abschluss, in einem spöttischem Unterton. Sonne fauchte, als sie die Kätzin sah. Die Kätzin, die Schuld an Sonne's Riss im Ohr war "Grace!" Grace nahm 3 Junge Katzen am Nacken, und warf sie regelrecht vor die Pfoten der Katzen. "Da" murmelte Grace "Nehmt sie mit. Oder wir töten sie" "Bell, Schnief und Abend!" rief Dyna "Sind dies Freunde von euch?" fragte Hanna "Nunja, ihre Mutter ist tot. Die armen Kätzchen wurden immer von Grace wie Dreck behandelt" miaute Ahorn. Grace setzte sich neben Blood und Savage. "Haut jetzt ab, ihr dreckigen Fellbälle" fauchte Blood, drohend und angsteinflößend. Hanna zuckte zusammen, Abby versteckte sich hinter Sonne. Savage find an zu lachen "Na viel Spaß mit deinem Clan. Vielleicht komm ich euch ja mal besuchen.." Mit diesem Satz verließ Savage die anderen, Grace folgte ihr. Blood blieb stehen "Passt auf euer kleines Grüppchen auf. Ehe etwas furchtbares passiert" Und dann verschwand auch Blood. Die übrigen Katzen, die noch dawaren, knurrten Sonne und die anderen an, so dass diese rasch weggingen. "Und wo wollen die ganzen Katzen schlafen?" fragte Hanna verwirrt. "Im LichtClan" miaute Sonne. Hanna blieb stehen "Hast du den Verstand verloren?" "Die eine Nacht wird in Ordnung sein. Kommt jetzt, Hanna. Wir werden uns heute noch ein Territorium suchen."



"Holunderblüte, Holunderblüte! Komm schnell, meine Jungen kommen!" Holunderblüte schaute erfreut von ihrem Eichhörnchen auf. Schlammfuß's Junge! Und Taubenlied's, aber dass war ihr egal. "Schnell!" Holunderblüte rannte erfreut ihrem Bruder nach. Taubenlied war im Bau. "Wartet" sagte Morgenpfote. "Traumgeflüster ist bei ihr. Irgendetwas stimmt nicht." Schlammfuß' Augen wurden rund vor Angst. "Ruhig, Schlammfuß" beruhigte ihn Holunderblüte. "Holunderblüte, was ist denn da los?" fragte Seepferdchenjunges. Holunderblüte sah ihre Schwester liebevoll an. "Schlammfuß wird Vater" antwortete sie. Traumgeflüster kam aus dem Bau. "Traumgeflüster! Was ist los?" In der weisen Heilerin war eine Spur Angst, und eine Spur Verwirrung. Sie antwortete Schlammfuß nicht. "Komm Morgenpfote, ich brauche dich" Morgenpfote nickte ohne zu zögern. "Traumgeflüster, dass kannst du mir nicht antun!" kreischte Schlammfuß. Schlangenkralle kam angerannt. "Was ist los? Was ist mit den Jungen?" Schlangenkralle's Augen blickten Mitfühlend auf seinen Bruder. Aufgeregt stand die Katzen des Clans vor der Kinderstube. "Ein Junges ist da, eine Kätzin!" schrie Traumgeflüster aus der Kinderstube. "Da kommt noch eines." sagte sie beunruhigt. "Ein Kater!" kam bald darauf. Eine Zeit lang blieb Traumgeflüster im Bau. Holunderblüte hörte ein schluchzen. Nein! wollte sie rufen. Auch Schlammfuß hatte es gehört. Traumgeflüster kam erneut. "Warte." sagte sie, als er hinein stürzen wollte. "Es geht ihnen gut" beruhigte sie ihn. "Aber, Taubenlied ist zu schwach. Sie hat keine Milch. Gar keine. Sie war zu jung." Traumgeflüster senkte den Kopf. "Schlammfuß, Schneefluss muss sie säugen, sonst werden sie sterben. Sie hat genug Milch." Holunderblüte sah Traumgeflüster erschrocken an. Schlammfuß sagte nichts sondern stürmte zu Taubenlied, die in einer Ecke lag, ohne Junge. "Ich habe sie Schneefluss gegeben. Sie sollen denken, sie wäre ihre Mutter. Ich bin zu schwach Schlammfuß. Es tut mir leid" Verzweiflung und Angst war in ihrer Stimme. Er drückte sich an sie. Holunderblüte sah die Jungen. Ein braunes mit heller Tigerung, und ein weißes mit grauen Flecken. Sie waren so schön wie Taubenlied selbst. "Taubenlied" miaute Schneefluss mitfühlend. "Ich werde sie säugen, doch du wirst sie aufziehen. Sie werden es verstehen." Holunderblüte fand dass eine gute Idee. Die Jungen hatten zuende gegessen. Nun krochen sie instinktiv zu Taubenlied. "Wir brauchen Namen" miaute Schlammfuß liebevoll. Taubenlied sah Holunderblüte schüchtern an. Holunderblüte nickte ihr respektvoll zu. Schlammfuß' Augen glühten vor Dankbarkeit. Seepferdchenjunges sah die Jungen genau an. Sie deutete auf das getiegerte "Das ist aber ein schönes Junges!" miaute sie vergnügt. Taubenlied bemerkte die blauen Augen, die er hatte. "Wie wäre es mit Tigerjunges?" Schlammfuß schnurrte. "Gefällt mir" "Tigerjunges!" Seepferdchenjunge's Augen glitzerten. Holunderblüte hatte das Gefühl, als würde zwischen den beiden eines Tages etwas geschehen. "Und dieses...Taljunges passt zu ihr, wegen den schönen, grauen Flecken." miaute Schlammfuß. "Ja, das ist ein perfekter Name für sie." antwortete Taubenlied glücklich. Holunderblüte lies die beiden alleine.

10 Kapitel (Hanna's Sicht/Sonne's Sicht)

"Also Leute. Es geht los. Lasst uns suchen!" miaute Abby begeistert. Die Katzen waren untergebracht, auch wenn Stechpalmenstern nicht sehr erfreut war. Hanna tabte genau hinter Abby her. "Wohin gehen wir zuerst?" Sonne sah Hanna nachdenkend an. "Suchen wir unterhalb des LichtClan Territoriums." Schlug Sonne stolz vor. Abby nickte aufgeregt und huschte hinter ihr her. Hanna danach. Sie marschierten los. Das Territorium hinter dem LichtClan wirkte leer. Doch roch Hanna all die Waldtiere und die Freiheit, die sie in ihrem Zweibeinerhaus nie hatte. "Sonne, warum nehmen wir eigentlich nicht einfach das Territorium hinter der Himmelsleiter?" riss Abby sie aus ihren Gedanken. "Es wäre zu gefährlich, dort zu leben" miaute sie. Sie waren am Waldrand angekommen. "Hier riecht alles nach Beute!" stellte Abby fest. Sonne nickte. "Dieser Platz ist gut. Kommt, sehen wir uns um." Sie kamen an einer riesengroßen Höhle vorbei, die innen eisblau war. "Was ist das?" fragte Hanna. "Das ist..äh ich glaube Holunderblüte nannte es Eishöhle. Siehst du den Weg dahinter? So würden wir zu Sternenwort gelangen. Für die Versammlungen" Hanna nickte beeindruckt. "Oh man, sieh dir mal die Steine da an! Wie ein Scherbenmeer!" In Hanna's Kopf machte es Klickk! "Nennen wir ihn doch Scherbenweg!" miaute sie von sich selbst begeistert. Sonne lachte. "Wow Hanna, ich dachte nie, dass du so einfallsreich bist! Scherbenweg ist wunderbar" sie schnurrte, genauso wie Abby. "Hey sieh mal, der Tunnel da!" rief Abby. Der Scherbenweg war auf einer Ebene, die wie eine Sims aussah, bloß nicht so hoch. Darunter war ein risieger, stabieler Tunnel. "Interessant, aber was soll uns der helfen?" überlegte Sonne laut. Auch Hanna überlegte. Aber ihr fiehl nichts ein. "Moment! Schaut mal!" rief Abby. "Da riecht es nach Beute! Ich wette das ist ein toller Jagdplatz!" Sonne sprang erfeut hoch. "Super!" Der Tunnel also. Hanna schnurrte. Ihr gefiel ihr neues zuhause jetzt schon. Sie tapsten weiter, vorbei an den verschiedensten Bäumen, Felsen, Hügel, Blätter und anderem. Es war windstille, doch trotzdem kalt. "Dort ist der Zweibeinerort" Offentbar hatte es Abby so an sich, Hanna ständig aus ihren Gedanken zu holen. Hanna betrachtete die weiter hinter liegenden Zweibeinernester, die mit ihren Gärten beschmückt waren. "Gehen wir weiter" miaute Sonne. Dankbar schnurrte Hanna. "Wir brauchen einen Trainingsort." miaute sie während dem gehen. "Wo unsere Schüler trainieren können" Abby lief voraus. "Hey, eine Grube!" Ja, eine Grube, und jetzt? dachte Hanna. "Vielleicht geht das als Trainingsort?" dachte Sonne. Abby nickte. Hanna auch. "Nun brauchen wir einen Namen......." miaute Sonne. Abby warf sich auf den Boden. "Immer diese blöden Namen!" Hanna überlegte, und hörte ihnen nicht mehr zu. Die Schüler trainieren darin, also um Krieger zu werden. Sie wollen Glück...Glück.... "Glücksgrube!" rief Hanna laut. "Du beeindruckst mich immer wieder, Hanna." scherzte Abby. Hanna schnurrte stolz, sie mochte den Namen, und konnte nicht glauben, dass sie ihn sich ausgedacht hat. "Lasst uns nun mal ein Lager suchen." sagte Sonne, nachdem sie sich auch bei Hanna für den Namen bedankte. "Gehen wir weiter in die Mitte des Territoriums." Gesagt, getan. Die drei Freunde huschten über das Territorium des FunkelClans, bis sie zu einer geschützen Umrandung kommen, die sehr groß war. Ein kleiner Bach war auch dort. Wow! dachte Hanna. "Das ist wundervoll." sagte sie mit leuchtenden Augen. "Ja meine Liebe, da hast du recht." miaute Sonne wie aus einer anderen Welt. Abby lief in die Mitte. "Toll! Toll! Toll!!" sie war überglücklich. "Unser Territorium ist eigentlich sehr groß. Es ist größer als das des TraumClan's. Genug Beute finden wir sicher. Und sie dort. Der große See umrandet uns. Hier ist unser zuhause" sagte Sonne emotional. "Los, erzählen wir es den anderen."

Sie rannten so schnell sie konnten zum LichtClan. "Katzen des baldigen FunkelClan! Wir haben einen Ort gefunden. Kommt mit uns." dann sah sie Hanna und Abby an. "Führt sie durch dass Territorium. Ich komme bald nach." Sie ging zu Stechpalmenstern. "Wir danken dir für die Unterkunft." sie neigte respektvoll den Kopf. Stechpalmenstern erwiederte das mit einem nicken. Dann suchte Sonne Holunderblüte. "Auf Wiedersehen, meine Freundin" schnurrte sie. Holunderblüte knurrte sie an. "Wir sind Feinde! Verschwinde!"

11. Kapitel (Holunderblüte's Sicht)

Sieben Monde waren vergangen, seit Sonne weg war. Und noch immer hatte sie keine neun Leben. Sie war auch auf keiner Versammlung. "Seepferdchenpfote, benimm dich bitte" maiute ihre Mentorin, Tränentropfen genervt, als Seepferdchenpfote mit Tigerpfote spielte. "Och komm schon, Tränentropfen." Tränentropfen kneifte wütend die Augen zusammen. "Wenn du so weiter machst, wirst du nie eine richtige Kriegerin werden." Holunderblüte seufute. Warum musste Tränentropfen immer so streng sein? Sie stakste weg. "Seepferchenpfote, können du und Tigerpfote nicht eine Auszeit geben? Du willst doch eine gute Kriegerin sein oder?" Seepferdchenpfote nickte. "Und eines Tages eine gute Anführerin!" maiute sie. Tigerpfote schnurrte und warf sie um. Die beiden waren einfach füreinander bestimmt, stellte Holunderblüte fest. Feldschweif stolzierte an ihr vorbei. "Zwielichtpelz und Phanterpelz suchen dich." Dann trottete er weiter zu Haselnuss. Feldschweif konnte Holunderblüte nie leiden. Sie ging los, um Zwielichtpelz zu suchen. Der war beim Frischbeutehaufen, mit seinem Schüler, Blaupfote, ihr Bruder. "Wo hast du Talpfote gelassen? Sie ist immerhin deine Schülerin." Er blickte stolz auf seinen bereits dritten Schüler, Blaupfote. "Sie ist mit Schlangenkralle und Hagelpfote draußen. Wusstest du, dass Kirschenfell Junge erwartet?" Zwielichtpelz sah sie erstaunt an. "Nein, aber dass ist eine gute Nachricht." "Sie soll bald werfen." Traumgeflüster erschien hinter ihr. "Sie hat schon geworfen. Deine Familie wächst. Es sind Schlangekralle's Junge. Es sind sogar vier. " Sie lächelte. Vier? "Dass es seine werden, wusste ich. Kann ich sie sehen?" Traumgeflüster nickte. "Ich komme mit!" miaute Zwielichtpelz. Blaupfote kam auch. Sie gingen in die Kinderstube. "Hallo Kirschenfell. Och, sie sind ja so süß!" Entzückt erkannte sie die vier Jungen. "Wie heißen sie denn?" Kirschenfell tupfte sie nacheinander an. "Die schildpattfarbene Kätzin heißt Efeujunges. Der rote Kater heißt Schwalbenjunges, der braun getiegerte Kater heißt Beerenjunges und diese, schöne graue Kätzin heißt Traumjunges. Sie sieht dir ein bisschen ähnlich." Holunderblüte sah die Jungen verträumt an. Trotz allem konnte sie an nichts anders denken als an Rotlicht, und an Sonne, an ihre eigene Bestimmung. Sie bemerkte nicht, wie Schlammfuß und Taubenlied sie von hinten anstupsten. Holunderblüte lächelte Schlammfuß an, sah Taubenlied aber unbeeindruckt an. "Holunderblüte, ich will, dass du eines Tages Taljunges' mentorin wirst" miaute Schlammfuß. Taubenlied sah dabei weg, es passte ihr nicht. "Ich? Die mentorin von den Jungen von Taubenlied? Niemals!" Schlammfuß sah sie an "Sie sind auch meine Jungen. Und DU bist meine Schwester. Erfüll mir doch diesen Wunsch" Holunderblüte knurrte "Ich werds mir überlegen" Schlammfuß sah zu Boden "Du hast dich sehr verändert. Schade eigentlich" dann ging er einfach weg von ihr, und ließ sie so stehen. Knurrend wollte sie wieder ihre Nichten und Neffen ansehen, doch da rannte ihr Zwielichtpelz in die Pfoten. Holunderblüte verdrehte die Augen, doch er hatte es nicht gemerkt "Holunderblüte!" miaute er fröhlich. Holunderblüte seufzte "Was willst du?" Zwielichtpelz sah ihr in ihre violetten Augen "Du bist wirklich sehr lieb zu den Jungen" sagte er und sah sie dabei genau an. Holunderblüte verstand gar nichts und wollte weitergehen "Ahja. Wars das? Ich würde gerne zu Kirschenfell" Zwielichtpelz hielt sie weiterhin auf "Nein, dass wars eigentlich nicht. Verstehst du, ich finde, du würdest ebenfalls eine gute mutter sein, ebenso eine mentorin" Hoffnungsvoll sah er sie an, doch sie starrte in die Luft, damit sie ihm nicht das Ohr zerfetzte "Ich will weder Jungen noch einen Gefährten. Hast du jetzt verstanden, dass ich niemals deine Gefährtin sein werde?" Das schmerzte ihn, und es tat Holunderblüte auch eine kurze Sekunde leid, aber das verklang wieder als sie an Rotlicht dachte. "A-Aber warum nicht?" stotterte Zwielichtpelz traurig "Weil ich keine Zeit für Jungen habe. Das ist dann wohl Taubenlied's Bestimmung, einen Gefährten zu haben und vom ganzen Clan geliebt zu werden. Aber nicht meine. Ich gehe meinen Weg völlig alleine, und das soll so sein. Wie Rot.." Sie stockte. Sie durfte unter keinen umständen Rotlichts Namen verraten "Rot was?" Zwielichtpelz sah sie fragend an "Ist doch egal. Und jetzt würde ich gerne zu meinen Blutsverwandten" Zwielichtpelz ließ die schwarze Kätzin schweren Herzens durch. Er senkte den Kopf und in seinen Augen lag Trauer. Aus einem Augenwinkel bemerkte Holunderblüte, wie Borkenflug zu ihm trat und ihn tröstete. Als er Holunderblütes Blick einfing, funkelte er sie wütend an. Doch das war Holunderblüte völlig egal. Sie machte kehrt, und lief in den Wald, um zu jagen, um den Kopf frei zu kriegen, und um vielleicht sogar mit Rotlicht zu sprechen..

12. Kapitel (Hanna's Sicht/Rotlicht's Sicht)

"Sonne?" "Ja, Hanna?" "Nunja.. findest du nicht es wird Zeit, dass du die Namen der Katzen änderst?" Sonne sah sie an "Du hast recht! Das werden wir jetzt gleich tun!" Sonne sprang aus dem Anführerbau. Hanna sah ihr seufzend nach. Sonne war furchtbar eifrig und wild, unvorsichtig und abenteuerlustig. Der Clan war nicht wirklich das, was Hanna erwartet hatte. Es gab eine Anführerin, Sonne, und die Mitglieder. Mehr gab es nicht. Bisher hatten die Katzen nur gejagt, und das Lager aufgebaut. Sie waren nichtmal auf dieser Versammlung, von der Holunderblüte früher immer erzählt hatte. Langsam folgte sie Sonne's Ruf von Draußen: "Katzen des FunkelClan's, Versammelt euch vor dem Funkelfelsen!" Hanna sah, wie die Katzen langsam daherkrochen. "7 Monde sind vergangen, seit wir hier hausen. Es wird Zeit, eure Namen zu ändern!" Die Katzen begannen zu murmeln. "Beginnen wir. Hanna!" Als Hanna ihren Namen hörte, sah sie zu ihrer Anführerin "Komm zu mir auf den Funkelfelsen" Hanna sprang nach oben, gespannt, wie sie wohl heißen würde "Hanna, von diesem Tage an, wirst du Blumenwiese heißen. Ihre Ehre deine Ruhe, und deinen Klaren Verstand" Sie berührte mit ihrer Nase die Stirn von Hanna..jetzt Blumenwiese. Blumenwiese zitterte ein wenig, ehe sie leise murmelte "Danke, Sonne" Stolz auf ihren neuen Namen, trat sie zurück, und lauschte der Versammlung weiter "Knurrli, Abby, Meer, tretet nun ihr vor" Die drei Katzen sprangen zu ihrer Anführerin "Knurrli, von heute an wirst du Pfauenschritt heißen. Ich lobe deinen Mut, und deine Art Dinge zu lösen" Pfauenschritt bedankte sich bei ihr, ehe er zu Blumenwiese sprang. "Abby, von heute an sollst du Schwebelicht heißen. Danke, für alles was du für diesen Clan getan hast, ich weiß, es war sehr schwer für dich" Abby murmelte ihr etwas für Blumenwiese unhörbares zu, und sprang dann neben Pfauenschritt "Meer. Von heute an sollst du Meeressturm heißen. Ich bin stolz auf dich. Du bist eine exzellente Jägerin, bitte behalte diese Fähigkeit bei" Auch Meeressturm bedankte sich. "Nun, Dyna, Ahorn, tretet vor" Die beiden Halbgeschwister sprangen nebeneinander "Dyna, von heute an wirst du Sprenkelblatt heißen, Ahorn, du sollst Ahornfeder sein. Ihr habt geholfen, diesen Clan zu dem zu machen was er heute ist. Danke dafür" SIe traten ab, als Sonne wieder ihre Stimme erhob. "Nun, zu euch, Bell, Schnief, und Abend. Ihr seid noch sehr jung und unerfahren. Deshalb werdet ihr ab heute Schüler sein. Schwebelicht" Schwebelicht sah aufgeregt zu Sonne als sie ihren Namen hörte "Du wirst Mentorin von Glockenpfote sein. Leere sie all dies, was dich Holunderblüte leerte." Schwebelicht ging zu Glockenpfote "Du wirst dass toll machen" Glockenpfote miaute glücklich. "Pfauenschritt, du wirst Mentor von Abendpfote sein. Ich habe großes Vertrauen, dass du aus Abendpfote einen wunderbaren Krieger machen wirst." Auch die beiden begrüßten sich. "Nun.. Sprenkelblatt" Als die Kätzin ihren Namen hörte, sah sie Sonne an "Du wirst Mentorin von Schniefpfote sein. Du bist sehr weise, gib dies an deinen Schüler weiter" Sprenkelblatt nickte, und sprach kurz auf Schniefpfote ein. Die Katzen dachten, die Versammlung wäre vorbei, und wollten wieder in die Baue gehen "Wartet noch, Katzen des FunkelClan's." Alle sahen Sonne an "Um ein richtiger Clan zu sein, brauchen wir einen Zweiten Anführer und einen Heiler. Leider ist noch kein Kandidat als Heiler hier. Jedoch werde ich nun, vor euch, einen Zweiten Anführer wählen" Die Katzen wurden nervös, vorallem Pfauenschritt starrte zu seiner Anführerin. Blumenwiese überlegte, wenn Sonne wählen könnte. Sie tippte sehr auf Schwebelicht, da Sonne und Schwebelicht sehr gute Freunde waren. "Meine Zweite Anführerin wird Blumenwiese sein!" Blumenwiese's Beine wurden zu Pudding. Sie? Sie sollte es sein. Die Katzen bejubelten sie. Blumenwiese ging langsam auf den Felsen zu Sonne "B-Bist du dir sicher?" fragte Blumenwiese "Ja, ich war mir nie sicherer. Danke, für alles was du getan hast. Ich weiß, dass ich auf dich zählen kann" Sonne berührte Blumenwiese's Kopf mit ihrer Nase. Langsam gingen die Katzen wieder umher. "Sonne, es gibt eine Sache die du tun musst" miaute Blumenwiese. "Ja?" fragte Sonne "Deine neun Leben in-" "Das mach cih schon noch" Dann stolzierte sie weg. Blumenwiese sah ihr mit mulmigen Gefühl nach.

Rotlicht taumelte bei Mythenstern umher. "Rotlicht, erkläre mir bitte, warum du meinst, dass Sonne nicht als Anführerin in Frage kommt?" "Ich habe ein Zeichen erhalten! Ich weiß es, Mythenstern, sie ist die falsche! Ich schwöre es dir doch!" Mythenstern rollte ihre Augen. Rotlicht fauchte "Ich bin ebenfalls eine SternenClan-Weise, ich bin schon sehr lange hier, wie du weißt!" Mythenstern stimmte zu "Ja, das weiß ich" Mythenstern sah Rotlicht an. Rotlicht sah furchtbar aus. Als hätte sie tagelang nicht geschlafen, ihre Augen weit geöffnet, und sie keuchte. "Rotlicht, vielleicht solltest du dich einfach mal ein wenig entspannen" murmelte Mythenstern. Rotlicht nahm dies als Beleidigung auf "Was willst du damit sagen?!" fauchte sie der Weisesten ins Gesicht. "Ich habe großen Respekt vor dir. Du bist eine sehr weise Katze, und du weißt wie das Leben ist. Du hast schon viel erlebt. Aber du wirst langsam verrückt. Schon fast wahnsinnig. Ich werde, und kann, dir niemals deinen Titel als Weise nehmen, aber du verhältst dich in letzter Zeit wie eine Streunerin" Rotlicht entspannte ihre Muskeln, und sah Mythenstern in ihre bernsteinfarbene Augen. Sie seufzte. Dann wandte sie ihren Kopf "Du hast recht. Du kannst mir meinen Titel nicht nehmen. Ich habe ihn verdient, und das weiß ich. Ich weiß, ich tue das richtige, Mythenstern" Sie drehte sich wieder zu der nachtschwarzen Kätzin "Ich weiß es!" Dann sprang sie in den Wald des SternenClan's. Mythenstern sah ihr nach, seufzend.

13. Kapitel (Sonne's Sicht/Holunderblüte's Sicht)

Sonne ging auf dem Territorium des TraumClan's spazieren. Sie war sich nicht darüber im klaren, auf fremden Land zu spazieren. Sie war auf der Suche nach neuen Katzen für ihren Clan! Als sie so spazierte fing sie sich eine Maus, welche sie genüßlich verspeiste. Plötzlich roch sie Katzen. Sie kannte keinen von ihren. Eine Kätzin mit weißen gesicht und schildpattfarbenen Fell führte die Gruppe an. War das eine Patrouille, von der Holunderblüte mal erzählt hatte? "Was machst DU denn hier?!" fauchte die Kätzin wütend. Ein schwarzer Kater und ein kleinerer, weißer Kater folgten ihr. Alle drei sahen sie bedrohlich an. "Ich bin auf der Suche nach Einzelläufern, die meinem Clan beitreten wollen" Der kleine, weiße Kater lachte "Sag bloß, du suchst immer noch nach Katzen?" Sonne sah den Kater verwirrt an "Natürlich! Der FunkelClan hat noch nicht viele Krieger. Ich werde nun weitergehen, auf wiedersehen" "Du gehst nirgens hin!" Die schildpattfarbene Kätzin stellte sich vor Sonne, und sah sie bedrohlich an. "Dies ist TraumClan-Territorium! Hau ab, oder wir bringen dich dazu, Sonnenstern!" "Sonne" korrigierte Sonne zaghaft. Der schwarze Kater begann laut zu lachen "Du sagst, du willst einen Clan leiten, hast aber nichtmal neun Leben? Hat der SternenClan dich und deinen lächerlichen Clan nicht akzeptiert, oder was?" Sonne fauchte kurz. Der weiße Kater wollte Sonne anspringen, doch der Schwarze hielt ihn zurück "Hör auf damit, Gespensterpfote. Sie ist keinen Kampf wert" Gespensterpfote murmelte etwas unverständliches. "Lärchensturm, was machen wir nun mit ihr?" fragte der schwarze Kater "Ganz einfach, Sturmböe. Wir nehmen sie mit zu Moosstern. Sie soll darüber entscheiden." "Bist du verrückt? Moosstern ist steinalt, sie wird -" "Schweig! Wage es nicht, so von unserer Anführerin zu sprechen" Sonne beobachtete das Szenario schweigend. Gespensterpfote ging einen Schritt zurück. Sonne kannte Lärchensturm von Holunderblüte. Holunderblüte beschrieb sie stehts als faire Kätzin, die nach irgendeinem Gesetz handelte. Davon fiel Sonne allerdings wenig auf. Lärchensturm sah die Kätzin an "Komm jetzt mit. Moosstern wird entscheiden, was passiert." Sonne zuckte mit ihren Barthaaren. Langsam folgte sie der schildpattfarbenen Kätzin mit dem weißen Gesicht. Hinter Sonne gingen Sturmböe und sein Schüler Gespensterpfote. Als sie endlich nach einer Ewigkeit im Lager angekommen waren, sah sie als erstes eine schöne, grau-gelbe und weiße Kätzin. Die Kätzin sah sehr freundlich aus "Nanu, Lärchensturm, wen hast du uns denn da mitgebracht?" fragte sie in einer hohen Stimme. "Guten Morgen, Sonnengeist. Diese Anführerin" sie sprach das letzte Wort so verächtlich aus, dass Sonne beinahe schlecht wurde, "War mal wieder" auch dieses Wort betonte sie "Auf unserem" langsam reichte es Sonne mit diesen Betonungen "Land." Sonne empfand es wie ein Glücksgefühl, als Lärchensturm endlich aufhörte zu sprechen. Sonnengeist nickte nur, sah Sonne aber mitfühlend an. "Moosstern ist gerade im Wald" miaute ein grauschwarzer Kater. Lärchensturm nickte kurz, und sah dann zu der zweiten Anführerin des Clans. Sonne schluckte als die Kätzin auf sie zukam: Sie sah mächtig aus, riesengroß mit dunkelblauen Augen. Ihr Fell glänzte, allgemein war sie eine sehr hübsche Kätzin. "In Ordnung Lärchensturm, gute Arbeit. Das werde ich mir merken, auch Moosstern wird davon erfahren" In Lärchensturm's Augen blitzte Stolz und Dankbarkeit. Mit einen Schweifzucken zeigte die Kätzin Lärchensturm dass sie gehen darf. "Hallo, Sonne" miaute sie schließlich "Guten Morgen" antwortete Sonne höflich. "Mein Name ist Ahornfeuer, falls du ihn noch nicht kennst. Ich bin die Zweite Anführerin des TraumClans. Bis Moosstern kommt, wirst du bitte hier mit Sonnengeist warten." Sonne war total verblüfft wie freundlich Ahornfeuer war. Sie hatte sie sich eigentlich strenger vorgestellt. Sie nickte jedoch, und setzte sich neben Sonnengeist. Einige Krieger des Clans warfen ihr einen bösen Blick zu, andere fauchten sie an. Sie fühlte sich absolut nicht wohl. "Mach dir nichts draus, Sonne. Ich finde es toll, dass du einen Clan gründest. Läuft denn alles gut?" fragte Sonnengeist freundlich. Sonne nickte "Ja, ich habe nun eine Zweite Anführerin, Blumenwiese" Sonnengeist nickte verständnisvoll "Das ist super. Warst du eigentlich schon mal im SeeClan?" Sonne schüttelte den Kopf. Sonnengeist starrte in den Himmel "Meine Schwester ist dort. Unsere Mutter kam aus dem SeeClan, unser Vater aus dem TraumClan. Wir wurden getrennt, als wir Schüler waren. Ich denke manchmal an sie, allerdings vermisse ich sie nicht wirklich" Sie sah Sonne an "Ihr Name ist Stromflügel, vielleicht hast du schonmal von ihr gehört?" Doch Sonne schüttelte wieder den Kopf "Nein, leider nicht. Ich würde sie gern kennenlernen" Sonnengeist kicherte kurz "Sie ist ein wenig zickig, komplett anders als die meisten denken. Aber eigentlich hat sie ein gutes Herz" Sonne wollte gerade antworten, als plötzlich eine alte, gebrechliche Katze vor ihr stand. Moosstern "Sonne? Was machst du denn hier?" Obwohl sie sehr schwach aussah, war ihre Stimme stark. "Moosstern... Ich war auf der Suche nach Einzelläufern, und da bin ich wohl in euer Territorium gerutscht. Entschuldige Bitte" Moosstern sah sie an, die Katzen sahen erwartungsvoll zu ihrer Anführerin. Moosstern sah Sonne kurz an, ehe sie sprach "Kein Problem Sonne, ich weiß du neu, ich lasse dich gehen. Such nach Katzen für deinen Clan! Möge der SternenClan deinen Weg erleuchten" Die Katzen jaulten im Protest "Moosstern, was soll das?! Sie ist in unserer Territorium gekommen, hat Beute erlegt, und du lässt sie einfach so davon kommen?!" Ahornfeuer trat vor Sturmböe, mit starkem Blick auf den Clan "Das Wort des Anführers ist Gesetz! Moosstern ist sehr weise, sie weiß was sie tut!" Moosstern stellte sich neben Ahornfeuer "Danke dir, Ahornfeuer. Freunde, glaubt mir, ich habe zu viele Kämpfe und Leid erlebt, da wart ihr noch nicht mal geboren. Es ist wichtig, noch ein wenig Frieden zu bewahren. Sonne" sie sah die Kätzin noch einmal an "Ich wünsche dir Glück, wenn du zum Mondsagerort gehst. Der SternenClan wird eine so edle Kätzin wie dich ehren" Sonne wurde heiß vor Stolz. Sie fühlte sich einfach wunderbar: Eine so weise Anführerin wie Moosstern hat sie vor IHREM Clan so sehr gelobt! Sonne senkte den Kopf vor Respekt "Ich danke dir, Moosstern" dann huschte sie aus dem TraumClan, und suchte weiter nach Katzen für ihren Clan. Sie hoffte, dass Blumenwiese im FunkelClan alles regelte. Aber sie vertraute ihrer zweiten Anführerin sehr..

Holunderblüte kam ächzend aus dem Kriegerbau. Sie stellte sich neben Schneeblütenblatt, welche bereits auf sie wartete "Morgenpatrouille" jammerte Holunderblüte "Wer auch immer sich das ausgedacht hat, dem zieh' ich das Fell über die Ohren" Schneeblütenblatt zuckte amüsiert mit den Schnurrhaaren, Feldschweif grinste sie an, und Graspfote hüpfte aufgeregt hin und her. Graspfote's Mentor, der zufälligerweise ihr Bruder war, war wie gewöhnlich bei seiner Gefährtin. Deshalb nahm Feldschweif den Schüler heute mit. "Dir wird das hüpfen noch vergehen" murmelte Holunderblüte müde, hungrig und demotiviert, als sie den Schüler so umher hüpfen sah. "Ach Holunderblüte, du bist doch schon wie die Ältesten" miaute Schneeblütenblatt. Seerosengewässer huschte an der Morgenpatrouille vorbei. Es wunderte Holunderblüte mal wieder, wie früh diese Kätzin immer aufstand "Also ich weiß ja nicht recht Schwester, aber ich erinnere mich noch als du eine Junge Kriegerin warst, und dich immer von den Patrouillen gedrückt hast" neckte Seerosengewässer Schneeblütenblatt. Schneeblütenblatt antwortete etwas darauf, und die beiden lachten herzhaft. Danach schlich Seerosengewässer weiter in den Heilerbau, um mit Traumgeflüster zu sprechen. Schneeblütenblatt sah die Gruppe an "Gut, wir sind vollzählig. Gehen wir" Die Katzen des LichtClan's maschierten los. Schneeblütenblatt leitete die ganze Gruppe, Feldschweif, Graspfote und Holunderblüte folgten ihr. Sie patroulierten die übliche Runde, untersuchten alles sehr genau. Plötzlich roch Holunderblüte Sonne. War sie die einzige, die die Anführerin des FunkelClan's auf dem Territorium des LichtClan's roch? Doch Feldschweif blieb plötzlich stehen "Ich rieche Sonne und Hanna! Ganz deutlich!" fauchte er hasserfüllt. Holunderblüte seufzte erleichtert. Schneeblütenblatt prüfte die Luft, und stimmte Feldschweif zu. "Graspfote, lauf zum Lager und melde dies Stechpalmenstern." miaute Schneeblütenblatt schließlich. Graspfote nickte, und lief los. "Und wir suchen Sonne, unglaublich dass sie sich einfach so auf unserem Territorium rumtreibt" Holunderblüte folgte Schneeblütenblatt langsam. Doch plötzlich lief ihnen Hanna entgegen! "Holunderblüte! Feldschweif!" schrie Hanna verzweifelt. Feldschweif zuckte mit dem Schweif "Bitte, ihr müsst uns helfen!!!" schrie Hanna weiterhin, Schneeblütenblatt stellte sich vor sie "Was ist los?" fragte sie verwirrt. "Der SeeClan" keuchte Hanna "Der SeeClan greift unser Lager an!"

14. Kapitel (Holunderblüte's Sicht)

Schneeblütenblatt war in alarmbereitschaft. Sie sah Feldschweif an "Lauf zum Lager, hol verstärkung, und komm dann zum FunkelClan" rief sie Feldschweif zu. Feldschweif wollte protestieren, tat es nach einem scharfen Blick von der erfahrenen Krieger doch nicht. "Holunderblüte!" Sie sah in Holunderblüte's violette Augen "Du kommst mit mir mit zu ...?" sie sah Hanna an "Blumenwiese" murmelte diese. Holunderblüte zuckte überrascht mit dem Schweif, Hanna hatte also schon ihren Kriegernamen! "Los jetzt, Holunderblüte" miaute Schneeblütenblatt, und Blumenwiese lief voraus. Schneeblütenblatt und Holunderblüte folgten ihr, es ging alles so furchtbar schnell. Blitzschnell waren Schneeblütenblatt und Holunderblüte mit Blumenwiese am Lager angekommen. Es roch nach Blut, und nach SeeClan. Holunderblüte fauchte, als sie das Schlachtfeld sah: Sonne ring mit Blizzardblick und Doppelschlag, und sah wirklich erschöpft aus. Schneeblütenblatt kam Holunderblüte zuvor, als sie die Anführerin schützte. Sie warf sich auf Blizzardblick, und rammte den Zweiten Anführer des SeeClan's eiskalt zu Boden. Holunderblüte war begeistert. Plötzlich warf sich eine Katze auf sie, zu ihrer Überraschung war es Muschelauge, eine Kätzin, die Holunderblüte eigentlich immer sehr nett fand. Muschelauge fauchte sie wütend an, Holunderblüte tat es ihr nach, und schlug dann nach ihr aus. Muschelauge jedoch war schnell und geschickt, und wich den Angriffen von Holunderblüte einfach aus. Dann griff die Kätzin an - und kratzte Holunderblüte über die Flanke. Holunderblüte schrie auf vor Schmerz. Voller Wut warf sie sich auf Muschelauge, schlug sie zweimal, doch dann war Muschelauge wieder vor ihr, schlug mit ihren Krallen in Richtung Kehle von Holunderblüte. Diese wich allerding rasch aus, und atmete tief ein und aus. Dann nahm sie all ihre Kraft zusammen, und rammte Muschelauge um, danach biss sie ihr ins Ohr - Muschelauge kreischte unter ihr auf, und lief, nachdem Holunderblüte locker gelassen hatte, ins Gebüsch. Doch da warf sich auch schon der nächste Krieger auf Holunderblüte, besser gesagt zwei andere Krieger. Sie sah sich nur kurz um, und merkte wie erschöpft die FunkelClan-Katzen versuchten gegen die erfahrenen Krieger zu kämpfen. Grätenfell nagelte Holunderblüte am Boden fest, Silberschweif wollte ihr an die Kehle gehen, doch da wurde Grätenfell plötzlich von jemanden abgeworfen: Seerosengewässer! Die meerfarbene Kätzin fauchte Grätenfell bedrohlich an, und fing an ihn brutal anzuspringen, verletzte ihn jedoch nur gezielt, bis er schließlich flüchtete. Holunderblüte hatte sich entzwischen aufgerichtet, und kämpfte mit Silberschweif. Schlangenkralle, Feldschweif, Graspfote und sogar Tränentropfen warfen sich nun auch auf die SeeClan-Krieger. Als Sonne dass sah, miaute sie triumphierend. Doch da wurde sie Blutstern angefallen. Tränentropfen warf sich auf Blutstern, Holunderblüte erledigte entzwischen Silberschweif so, dass die Kätzin ins Gebüsch flüchtete. Sonne fauchte, und rammte ihre Krallen in Doppelschlag. Plötzlich war Blutstern verschwunden. Holunderblüte sah sich verwirrt um. Tränentropfen war wieder auf dem Schlachtfeld. War Blutstern wirklich schon fort? Doch dann entdeckte sie ihn, wie er auf Sonne schielte - und dann sprang er. Holunderblüte dachte nicht nach, sondern sprach einfach dazwischen - und dass obwohl sie Sonne doch hasste? Blutstern rechnete damit nicht, und fauchte erschrocken, als die graue Kriegerin gegen ihn prallte. Er fiel zu Boden "Lächerlich, kleine Kriegerin!" fauchte er, und grinste dann. Blutstern war ein richtiger Idiot, fand Holunderblüte. Doch sie sagte nichts, denn dieser Kommentar, hatte sie sehr verletzt. Schließlich fauchte sie hasserfüllt, und warf sich wie ein wildes Tier auf den Anführer des SeeClan's. Jeder Verstand hatte sie verlassen, sie hörte nicht auf, auf ihn einzuschlagen, biss an ihm herum, ins Ohr, zerkratzte ihm die Flanke, und riss ihn den Bauch beinahe auf. Plötzlich keuchte Blutstern, schreite vor Schmerz, und Holunderblüte war zurück. Erst dann sah sie, was sie eigentlich angerichtet hatte: Blutstern sank vor ihr zusammen, und atmete nicht mehr. Die SeeClan Katzen, die noch übrig waren schreiten auf, Stromflügel stieß Holunderblüte weg und warf sich zu ihrem Anführer: "Du hast Blutstern getötet!" Tatsächlich, Blutstern verlor ein Leben. "Wir brauchen einen Heiler!" fauchte Stromflügel, und sah Sonne an. Sonne blickte nur verwirrt zurück "Nun?!" Sonne senkte den Kopf "Wir haben keinen Heiler......" murmelte sie leise. Stromflügel fauchte erneut, sah Sonne erbost an "Was seit ihr für ein Clan ohne Heiler?! Blutstern wird sterben, wenn er nicht sofort gepflegt wird!" "Bleib ruhig, Stromflügel" Die sanfte Stimme kam von Seerosengewässer. Stromflügel drehte sich zu der schönen Kätzin um "Ich kann ihm helfen" Stromflügel nickte. Offenbar wussten alle, dass Seerosengewässer eine perfekte Heilerin wäre. Holunderblüte sah Seerosengewässer an.. doch da erschrack Holunderblüte: Ihre Augen waren bernsteinfarben, dunkel-bernsteinfarben! Seerosengewässer hatte sonst eisblaue Augen! Seerosengewässer's Blick verriet nichts, nur ein Geheimnis lag in ihrem Blick. Sie lehnte sich vor, um sich um Blutstern zu kümmern. Nach einer Zeit sagte sie "Ihr könnt ihn mit zu euch nehmen" Stromflügel nickte dankend, aber funkelte Holunderblüte hasserfüllt an. Die SeeClan-Katzen verschwanden dann aus dem FunkelClan-Lager. Sonne lief zu Schneeblütenblatt und Seerosengewässer, und sprach: "Danke, dass ihr meinen Clan gerettet habt. Ich werde euch das nie vergessen" Holunderblüte bemerkte verwirrt, dass Seerosengewässer wieder eisblaue Augen hatte. Mit starrem Blick folgte sie den LichtClan-Katzen, als sie das Lager verließen. Schneeblütenblatt ging neben ihr "Holunderblüte, du hast großartig gekämpft. Der Tod eines Kriegers bedeutet zwar keinen Sieg, jedoch bist du eine wunderbare Kriegerin" murmelte die weiße Kätzin, ehe sie zu ihrer Schwester trabte. Holunderblüte sah ihr nachdenklich nach, ehe sie zum Himmel starrte und ganz leise flüsterte: Rotlicht, ist es das was du willst?

15. Kapitel (Sonne(nstern)'s Sicht )

„Blumenwiese, ich muss zum Mondsagerort. Und zwar sofort. Vorher werden mich die anderen Clans nicht akzeptieren.“ Blumenwiese wirkte etwas nervös „Ist alles in Ordnung?“ fragte Sonne. „Nunja, sagen wirs so… Pfauenschritt hat den Clan verlassen…“ „Bitte?!“ erschrocken sah Sonne ihre Zweite Anführerin an. „Er sagte, er würde ohne dieser Kätzin nicht glücklich werden“ Sonne seufzte „Wann versteht er endlich dass Savage eine brutale Katze ist, die nichts außer Macht will?“ Blumenwiese sagte nichts darauf. „Ist er wieder zurück zu der Streunerbande?“ fragte Sonne. Blumenwiese antwortete ihr in einem kalten Unterton „Ich denke schon“ Sonne zuckte überrascht mit dem Schweif „Bist du schlecht gelaunt?“ fragte Sonne. „Nunja, der Clan ist hungrig, und keine Katze möchte jagen, außer Meeressturm. Und diese schläft gerade, da sie schon den ganzen Tag gejagt hat. Und einen Heiler für unsere verwundeten Katzen haben wir auch nicht.“ Blumenwiese seufzte. Sonne sah sie an „Hab keine Angst. Ich werde unterwegs am LichtClan vorbei gehen, und einen Heiler holen. Und ich werde sie bitten, für uns zu jagen. Alles gut, oder?“ Blumenwiese sah sie entzetzt an. „Bist du verrückt? Der LichtClan wird denken, wir sind von ihnen abhängig!“ „Das sind wir auch“ Blumenwiese schwieg, und trottete weg. Sonne seufzte erneut, und ging dann aus dem Lager, auf dem Weg zum LichtClan. Sie betrat deren Territorium, und begegnete einer Patrouille, bestehend aus Schlangenkralle, Zwielichtpelz und einem Schüler. Die drei Katzen fauchten, als sie Sonne sahen „Was soll das? Was machst du denn schon wieder hier?“ „Ich wollte fragen, ob ihr eure Heilerin zum FunkelClan schicken könntet. Meinen Katzen geht es schlecht“ Nach der Beute fragte sie doch nicht, da sie wusste, dass das der LichtClan nicht machen würde. Zwielichtpelz begann zu lachen „Habt ihr denn keinen eigenen Heiler? Traumgeflüster hat genug zu tun!“ „Was ist mit Seerosen-“ „Sonne…“ Schlangenkralle erhob die Stimme „Ein Clan ist auf sich alleine gestellt. Ihr könnt nicht von uns leben. Tut mir leid Sonne. Und nun geh bitte von unserem Territorium weg.“ Sonne’s Blick war verzweifelt, und sie senkte den Kopf, machte sich weiter auf den Weg zum Mondsagerort. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam sie dort an, und legte ihre Nase auf den Stein. Doch es geschah nichts. Sie wusste auch nicht, was passieren sollte. Nach einer Zeit sah sie sich in einer schemenhaften Umgebung wieder. War das der SternenClan? „Willkommen, Sonne“ hörte sie plötzlich, um sie herum standen Katzen. Eine Katze trat vor zu ihr, ihr Pelz war türkisartig blau, mit einem weißen Bauch und blassen, trüben Augen. Sie sah fast so aus, als wäre sie blind. „Sonne, wie wunderbar dass du zu uns gefunden hast. Ich bin Licht, die Gründerin des LichtClans.“ Erfürchtig neigte Sonne ihren Kopf vor ihr, und mittlerweile war sie sich sicher, dass diese Kätzin blind ist. Licht berührte Sonne’s Nase „Mit diesem Leben, gebe ich dir Lebensfreude. Auch wenn alles verloren scheint, darfst du niemals aufgeben. Denn man braucht auch keine gesunden Augen, um sehen zu können“ Sonne spürte eine warme Briese in sich, als wäre Licht immer sehr tapfer, trotz ihres Schicksals gewesen. Danach trat sie zurück. Dann trat eine schöne, schwarze Kätzin mit gepunktetem Rücken vor. „Ich bin Traum, die Gründerin des TraumClans. Aller Anfang ist schwer Sonne, vergiss das nie“ Sie berühte Sonne’s Nase „Mit diesem Leben gebe ich dir Edelmut. Du musst dich an das Gesetz der Krieger halten, nur dann werden dich die anderen Clans akzeptieren.“ Auch dieses Leben war sehr sanft für Sonne. Traum ging wieder zurück zu ihrem Platz, und eine weitere Katze trat vor. Ihr Pelz war orangebraun mit braunen Flecken und mächtigen Schultern. Sie sah Sonne warm an „Mein Name ist Fuchsseele. Vor vielen Generationen war ich eine Kriegerin des TraumClans.“ Sie beugte sich zu Sonne „Mit diesem Leben gebe ich dir Stärke. Die wahre stärke kommt aus dem Herzen, nicht aus den Krallen, auch ich musste das eines Tages lernen. Nutze sie gut, dass du deinen Clan in schweren Zeiten ans Ziel bringst“ Dieses Leben fuhr in Sonne ein, dass sie glaubte, sie müsse sich übergeben, so schlecht wurde ihr. Sie sah, dass Fuchsseele einst sehr arrogant und kalt war, und erst mit der Zeit ihre Fehler erkannt hatte. Es verebbte jedoch, und Fuchsseele trat zurück. Dann trat eine wunderschöne, edle, blau getiegerte Kätzin vor. Sie lächelte Sonne an, uns sagte dann „Ich bin Wasserlilie, einst Zweite Anführerin des SeeClans. Mit diesem Leben gebe ich dir Liebe. Liebe zu deinem Clan, Liebe zum Gesetz der Krieger, und liebe zu all den Lebewesen, die schwächer sind als du“ Dieses Leben war sehr sanft und ruhig, und Sonne genoss den Moment. Dann trat Wasserlilie zurück. Als nächstes trat eine große, helle, lohfarbene Kätzin mit beigen Pfoten, Schweifspitze, Bauch und Nasenrücken vor. Ihre Augen waren auffällig dunkel-bernstein. Ihr Blick war etwas nervös und verzagt, trotz allem wirkte sie sehr stark „Ich bin Sternenkraft, eine der LichtClan-Ahnen. Der SternenClan hat mir gewährt, dir ein Leben zu geben, denn ich bin nicht länger ein Teil des SternenClans.“ Sonne riss die Augen vor Überraschung auf. Eine Heilerin, die nicht im SternenClan war? „Mit diesem Leben gebe ich dir Treue. Vernachlässige niemals deine Treue gegenüber deinen Clan, auch wenn die Situation noch so brenzlig ist. Aber vergiss niemals wer deine Freunde und deine Feinde sind.“ Ein mächtiger Schlag fuhr in Sonne, und sie sah, wie Sternenkraft mit einer schwarzen Kätzin an der Grenze des SternenClans stand, und von der Kätzin verbannt wurde. Sie fühlte Einsamkeit, Ungewissheit und Unverständnis. Jedoch sah sie ein Licht am Ende ihrer Version. Bedeutete das, Sternenkraft wird eventuell wieder aufgenommen? Doch dann trat sie schon zurück. Dann trat ein grauer Kater mit schwarzen Beinen vor. Er neigte den Kopf vor ihr „Sei gegrüßt. Ich bin See, der Gründer des SeeClans. Mit diesem Leben gebe ich dir Gerechtigkeit. Sei immer fair zu allen Katzen, und allen Lebewesen dieses Waldes, und handle nie aus Freundschaft oder Feindschaft“ Auch dieses Leben war sehr sanft, jedoch beobachtete Sonne einem Kampf zwischen See und einer riesengroßen, braunen Katze. Dann trat See wieder zurück, und ein weißer Kater mit schwarzem Kopf nahm seinen Platz ein. Auch er lächelte sie an, und sprach dann „Ich bin Regenbogen, Gründer des RegenbogenClans. Mit diesem Leben gebe ich dir Schutz. Schütze deinen Clan in schwierigen Zeiten, mach ihnen Mut, und sie für sie wie eine Königin, die auf ihre Jungen aufpasst“ Bei diesem Leben spürte Sonne absolut nichts, außer Angst. War Regenbogen insgeheim ein ängstlicher Kater? Er trat zurück. Eine große, schwarze Kätzin mit eisblauen Augen trat vor „Ich bin Himmelhoch, eine ehemalige Kriegerin des RegenbogenClans. Mit diesem Leben gebe ich dir Mut. Du wirst es brauchen, wenn du dein Territorium verteidigen musst.“ Dieses Leben fuhr sehr stark in Sonne ein, und sie sah Himmelhoch, wie sie gegen verschiedenen Katzen kämpfte. Dann ging sie zurück. Als letzte Katze trat eine dunkle, schildpattfarbene Kätzin vor. Ihr Blick war leer, nicht sonderlich erfreut, aber auch nicht wütend oder sonst etwas. Sie sah Sonne an „Hallo. Mein Name ist Bernsteinlicht“ ihre Stimme war leise und kalt „Ich war mal eine Kriegerin des TraumClans.. wenn auch gegen meinen Willen…“ Sie senkte kurz den Kopf, sah Sonne dann aber entschlossen an. „Mit diesem Leben gebe ich dir Kraft. Kraft brauchst du immer, in jeder noch so schweren Situation. Und es werden Situationen kommen, in denen du dich mehr als einsam fühlen wirst. Tut mir übrigens leid, was jetzt gleich passieren wird“ Eben war Sonne noch verwirrt, doch plötzlich schlug das Leben in sie ein, wie als wäre sie vom Blitz getroffen. Innerlich schreite sie wie am Spieß, denn sie sah Bernsteinlicht vor sich, leidend, verzweifelt, einsam, ängstlich. All dies fühlte auch Sonne in diesem Moment. Es nagte an ihrem Verstand. Endlich verebbte es, und Bernsteinlicht stand immernoch vor ihr. „Sonne“ begann sie zu sprechen „Du wurdest vom SternenClan akzeptiert. Möge dein Clan gut gedeihen, Sonnenstern“ „Sonnenstern! Sonnenstern! Sonnenstern!“ riefen alle Katzen rund herum, und Sonnenstern fühlte sich wundervoll. Und plötzlich hörte ihr Traum auf, und sie erwachte in der Höhle des Mondsagerortes.“

16. Kapitel (Rotlicht's Sicht/Blumenwiese's Sicht)

„Unglaublich, einfach vollkommen unglaublich.“ Die Stimme der roten Kätzin war außer sich vor Wut, ihre dunklen Augen waren groß und sie ging nervös auf und ab „Rotlicht, welche Zecke hat dich diesmal gebissen?“ wollte Ampferflügel von ihrer Schwester wissen „Ich frage mich, wieso Sonne ihre neun Leben erhalten hat. Sie ist nicht die Richtige. Ich spüre das.“ Ampferflügel vergrub ihr Gesicht in ihren Pfoten „Du irrst dich. Sie ist es. Es ist ihr Schicksal einen Clan zu gründen.“ „Nein! Holunderblüte hätte die sein sollen, die heute ihre neun Leben bekommen hätte sollen.“ Ampferflügel verdrehte die Augen „Holunderblüte ist eine treue Kriegerin des LichtClans, welcher im Übrigen auch dein Clan war. Du machst sie nur nervös und bringst sie aus dem Konzept wenn du ihr soetwas einredest.“ Doch Rotlicht dachte nicht einmal daran auf ihre Schwester zu hören. Sie war sich sicher, dass Holunderblüte zu etwas bestimmt war, sie wusste nur noch nicht zu was. Rotlicht setzte sich hin und begann mit ihren Pfoten zu treten „Als Mishka uns damals in den Wald geschickt hatte, sagte sie, wir sind zu Großem bestimmt. Sie hatte Recht.“ Rotlicht warf Ampferflügel einen langen Blick zu „Wieso sollte ich mich jetzt irren?“ Doch ihre Schwester schüttelte nur den Kopf „Ach, Rotlicht. Du hattest doch irgendwie Recht. Im Wald hat sich etwas verändert, ein fünfter Clan ist aufgekommen. Sonnenstern hat ihre neun Leben erhalten. Alles ist gut, meine Liebe.“ Doch Rotlicht sah Ampferflügel gar nicht mehr an. Stattdessen starrte sie in das weite Territorium des SternenClans. Ihre Augen weiteten sich, als sich plötzlich ein Gedanke ihn ihren Kopf schob...

Blumenwiese beobachtete die Katzen des FunkelClans sehr genau. Sie saß auf dem Versammlungsfelsen und richtete ihre Augen auf alle Mitglieder gleichzeitig. Sie war aufmerksam. Seit dem letzten Angriff von Blutstern auf ihre Katzen, hatte Blumenwiese Angst dass der SeeClan erneut angreifen könnte. Wenn Sonne wieder da ist, müssen wir das Lager besser schützen. Und wir brauchen einen Heiler. Und ein paar mehr Krieger.. Die Liste in Blumenwiese's Kopf war endlos. Ich frage mich ob es für die Gründer der anderen Clans auch so schwer war. „Blumenwiese?“ Ahornfeder's Stimme riss sie aus ihren Gedanken „Ja, Ahornfeder?“ fragte sie nach. „Dyna und.. ich meine Sprenkelblatt und ich würden eventuell noch ein paar Katzen finden können, die dem FunkelClan beitreten. Möchtest du mit uns kommen?“ Erleichterung machte sich in Blumenwiese breit. Es war wunderbar, wenn ein paar Katzen beitreten könnten. „Das ist fantastisch. Aber ihr müsst ohne mir gehen. Sonne ist noch nicht wieder da, Meeressturm schläft und Schwebelicht ist eben jagen gegangen. Ich werde das Lager bewachen. Bringt reichlich Katzen mit euch!“ miaute Blumenwiese und Ahornfeder nickte. Sie deutete Sprenkelblatt mit ihr zu kommen, und die graublaue Kätzin mit der langen Narbe folgte ihr sofort. Wenn wir einmal mehr Krieger haben, können wir uns besser verteidigen. Bisher wirken wir eher wie eine Streunerbande ohne Zukunft. Sie war müde, jedoch dachte sie gar nicht erst an Schlaf. Wenn jetzt jemand angreifen würde, wären sie und Meeressturm mausetot. Gerade als Blumenwiese überlegt hat, ob sie vielleicht kurz einen Spaziergang machen könnte, sah sie wie Sonne durch den Eingang huschte. Die kleine, braune Kätzin funkelte Blumenwiese glücklich und mit großen Augen an „Blumenwiese!“ keuchte sie, und lief auf sie zu. „Willkommen zurück, Sonne.“ miaute Blumenwiese freundlich „Sonnenstern“ korrigierte sie Sonnenstern. „Das bedeutet also die Ahnen haben dich als Anführerin akzeptiert“ staunte Blumenwiese. Sonnenstern sah sie verwirrt an „Hast du daran etwa gezweifelt?“ Sofort schüttelte Blumenwiese den Kopf, auch wenn das nicht so richtig stimmte. Eigentlich dachte ich, dass sie keine Streuner bei sich wollen. Wir sind alle so unterschiedlich. Können wir wirklich ein Clan sein, so wie es die anderen sind? „Gut. Ich sehe du bewachst das Lager. Wo sind Sprenkelblatt und Ahornfeder? Und wo ist Schwebelicht?“ Blumenwiese seufzte „Ahornfeder und Sprenkelblatt sagten mir, sie kennen Katzen, welche eventuell beitreten würden. Sie sind losgegangen um sie zu holen. Und Schwebelicht ist jagen, zur Abwechslung.“ Sonnenstern nickte „Mehr Katzen würden dem FunkelClan gut gehen.“ Blumenwiese starrte kurz in den Himmel „Morgen ist so eine Versammlung.“ Sonnenstern sah sie fragend an „Holunderblüte hat mir mal davon erzählt. Die Clans treffen sich zu Vollmond. Es herrscht Waffenstillstand und es wird über alles geredet.. glaube ich.“ Sonnenstern setzte sich vor Blumenwiese hin, und begann sich mit der Pfote zu putzen „Das ist ja gut. Dann können wir einiges von den anderen lernen.“ Blumenwiese zuckte ein wenig mit ihren Schnurrhaaren. „Ich weiß ja nicht.. wir haben keinen Heiler, was wir schnellstens ändern sollten.“ „Vielleicht bringen ja Sprenkelblatt und Ahornfeder eine Katze mit, die sich ein wenig mit Heilkräutern auskennt.“ „Vielleicht“ knurrte Blumenwiese und setzte sich ebenfalls hin.
Die Stunden zogen dahin, bis Sprenkelblatt und Ahornfeder mit drei Katzen im Schlepptau zurückkamen. Blumenwiese spitzte neugierig die Ohren „Hallo, Sonne und Blumenwiese.“ miaute Sprenkelblatt „Ich heiße jetzt Sonnenstern“ miaute die Anführerin stolz und Blumenwiese freute sich, dass Sonnenstern nun endlich ihren Anführernamen hatte. „Sonnenstern“ besserte sich Sprenkelblatt aus „Das hier sind Finch, Minnow und Kitsu. Die drei sind von der Idee der Clans begeistert und möchten unbedingt beitreten. Sie sind Freunde, und wir wissen aus Erfahrung dass sie wahnsinnig schnell laufen können und gute Jäger sind.“ Bevor Blumenwiese etwas sagen konnte, miaute Sonnenstern „Das hört sich gut an. Willkommen im FunkelClan, Finch, Minnow und Kitsu. Ich werde sofort eine Versammlung einberufen.“ schnurrte die Anführerin. Blumenwiese starrte ihr nach, und betrachtete die drei Katzen nochmal, während Sonnenstern die restlichen Katzen holte. Finch war ziemlich groß – sein Pelz war hellbraun, getiegert, und mit weißen Pfoten. Er sah wie ein Kämpfer aus, aber gleichzeitig wirkte er extrem schüchtern. Minnow war dunkelgrau, ihr Fell war leicht gesprenkelt, und es sah fast so aus, als wäre ihr Fell aus Wasser und Licht scheine darauf. Blaue Augen rundeten sie ab. Sie war wirklich hübsch. Zuletzt betrachtete Blumenwiese noch Kitsu – er war rotbraun mit ein paar schwarzen Flecken im Pelz und sah stark aus, jedoch nicht so schüchtern wie Finch. Blitzschnell war Sonnenstern wieder da und fragte die Drei „Wisst ihr, dass wir nun eure Namen ändern werden?“ Sie nickten beinahe gleichzeitig. „Gut, dann beginnen wir.“ Sie setzte sich auf den Felsen und Sonnenstern sah ihr aufmerksam zu. „Heute begrüßen wir drei neue Katzen in unserem bescheidenen Clan. Tretet vor.“ Plötzlich bemerkte Blumenwiese etwas in den Augen der Drei. Sie sahen so unterschiedlich, aber doch so gleich aus. Sie sind Geschwister. dachte sie schmunzelnd. „Finch“ Sonnenstern begann mit der Zeremonie „Wir sind die sehr dankbar, dass du unserem Clan beitrittst. Von heute an wirst du als Federflug bekannt sein. Ich möchte, dass du unseren Clan schützt und das Gesetz des SternenClans ehrst.“ Wahrscheinlich weiß er nicht mal was der SternenClan ist. dachte Blumenwiese, doch Federflug verneigte sich und bedankte sich leise. Danach trat Minnow vor. Ich glaube, ich würde sie Gewässerfell oder so nennen. Irgendwas mit Wasser. Wegen ihres Pelzes. Sonnenstern begann „Minnow, auch dir danke ich herzlich dass du bei uns bist. Von Heute an nennen wir dich Fischflosse. Beschützte den Clan wenn es sein muss mit deinem Leben und halte dich an all die Gesetzte des Waldes.“ Das passt auch. dachte Blumenwiese. Zum Schluss war noch Kitsu an der Reihe. „Kitsu, dein Name von Heute an soll Wolkenbach sein. Wir danken dir, dass du bei uns bist und dass du bereit bist, für den Clan zu leben.“ Das sind gute Namen. dachte Blumenwiese, ehe sie den drei neuen Kriegern ebenfalls Glückwünsche aussprach. „Weiß einer von euch zufällig mit Heilkräutern umzugehen?“ fragte sie dabei beiläufig, doch Fischflosse sagte „Meine Brüder und ich haben nie so etwas gelernt. Wir wurden stehts im Jagen unterrichtet.“ Blumenwiese nickte enttäscht. Neue Krieger, aber noch immer kein Heiler. Sonnenstern war gerade beschäftigt, weshalb sich Blumenwiese aus dem Lager schlich um ein wenig nachzudenken. Sie spazierte das Territorium entlang, und bemerkte dabei, wie wunderschön es war. Wenn alles so funktioniert wie Sonnenstern und ich das wollen, könnte daraus wirklich etwas werden. Sie ging immer weiter zur Grenze des SeeClans. Dort angekommen, schaute sie ein wenig hinüber, betrat aber nicht die Grenze. Plötzlich sah sie einen Kater, der wahnsinnig jung wirkte. Er starrte Blumenwiese verwirrt an „Wer bist du?“ fragte er mit zaghafter Stimme. „Blumenwiese.“ „Ich hab noch nie von dir gehört“ murmelte er. „Wie heißt du denn?“ „Rebenpfote.“ Rebenpfote! Ein Schüler, also. „Ich habe eure Grenze nicht übertreten.“ sagte Blumenwiese schnell, denn w ein Schüler ist, ist auch ein Mentor. „Das sehe ich, keine Sorge. Zu welchem Clan gehörst du?“ fragte er neugierig. „Zum FunkelClan. Ich bin die Zweite Anführerin.“ „Wow!“ schnurrte er. „Möchtest du dir das Territorium ansehen?“ fragte Blumenwiese und bereute sofort wieder, es gesagt zu haben. Doch zu ihrer Erleichterung schüttelte Rebenpfote den Kopf „Nein, ich hab zu tun. Aber Blutstern hat euren Clan erwähnt. Tut mir leid, dass er euch angegriffen hat.“ „Es ist nicht deine Schuld“ sagte Blumenwiese und starrte in den Himmel. Rebenpfote miaute „Ich sollte gehen. Vielleicht sieht man sich morgen, Blumenwiese.“ kurz wollte die Kätzin fragen was morgen sei, doch dann fiel ihr die Versammlung wieder ein „Ja, vielleicht“ murmelte sie leise.

17. Kapitel (Holunderblüte's Sicht)

„Holunderblüte? Hörst du mir überhaupt zu?“ Als die dunkle Kätzin ihren Namen hörte schreckte sie plötzlich auf. Tränentropfen stand knurrend vor ihr. „Wenn du dich nicht richtig konzentrierst, brauchst du gar nicht erst mitzukommen.“ Holunderblüte richtet sich auf und starrte die Zweite Anführerin an „Tut mir leid, Tränentropfen. Ich war nur gerade in Gedanken.“ „Das bringt keine Beute.“ knurrte sie, und ging gemeinsam mit Seepferdchenpfote und Haselnuss weiter. Ihre kleine Schwester sah sie mitfühlend an, aber trottete folgsam hinter ihrer Mentorin her. Auch Holunderblüte sprang der Zweiten Anführerin hinterher. Sie prüfte die Luft, knurrte und sagte „Ich rieche RegenbogenClan auf unserem Territorium.“ Holunderblüte tat es ihr nach und sie hatte Recht. Ich fragte mich, was dem RegenbogenClan das bringen soll. Sie haben doch eigentlich immer genug Beute. „Okay, wir gehen sofort zurück zum LichtClan und melden das Stechpalmenstern.“ Die Katzen der Patrouille nickten und machten sich auf, zurück ins Lager zu gehen.

„Bitte was?“ fragte Stechpalmenstern verwirrt. „Wenn ich es dir doch sagen, der RegenbogenClan war eindeutig auf unserem Territorium. Schon wieder!“ knurrte Tränentropfen. Stechpalmenstern seufzte „Okay, danke. Gute Arbeit. Ich werde das heute auf der Versammlung ansprechen. Achja, die Versammlung..“ Stechpalmenstern sah sich kurz um. „Tränentropfen, ich möchte dass du heute aussuchst, wer mitkommt.“ Tränentropfen nickte „Ich werde gut wählen, Stechpalmenstern.“ Holunderblüte sah kurz in den Himmel, aber dachte über Tränentropfen nach. Es ist, als wäre sie dazu geboren, Zweite Anführerin zu sein. Sie ist stark und trotzig, aber gegenüber ihrer Anführerin loyal und würde alles tun was sie ihr sagt. Obwohl Tränentropfen ein richtiger Miesepeter war, war Holunderblüte extrem froh, sie zu haben. Sie bewahrte immer einen kühlen Kopf, ist auf alles vorbereitet und weiß für alles eine Lösung.“ „Katzen des LichtClans“ murmelte Tränentropfen „Stechpalmenstern hat mir aufgetragen, Katzen für die Große Versammlung auszuwählen.“ Die Katzen hörten auf zu essen und sich zu putzen, sondern lauschten Tränentropfen gespannt. „Schneeblütenblatt, Seerosengewässer, ich möchte dass ihr mit kommt.“ Die Beiden nickten. Keine Überraschung, wie Holunderblüte fand. Die Beiden waren die besten Krieger des Clans und kamen eigentlich jeden Mond mit – den Respekt den sie von ihrem eigenen und den anderen Clans haben, ist enorm. „Schneefluss, Schlangenkralle, Schlammfell, Feldschweif, ihr kommt auch mit.“ Was ist mit mir? dachte Holunder verletzt, doch dann merkte sie, dass Tränentropfen noch nicht fertig war „Holunderblüte, Pantherpelz und Zwielichtpelz werden uns ebenfalls begleiten. Zusätzlich noch Hagelpfote und Graspfote. Traumgeflüster, hast du Zeit mit uns zu kommen?“ Die Heilerin nickte, und sortierte dann weiter Kräuter aus. „Gut, dann wird auch Traumgeflüster mitkommen. Danke für eure Aufmerksamkeit.“ „Planst du einen Angriff, Tränentropfen?“ schmunzelte Blumenbeet leise zu der Zweiten Anführerin, und Holunderblüte lauschte neugierig. „Nein, aber nachdem der RegenbogenClan auf unserem Territorium war, möchte ich vorbereitet sein.“

Seepferchenpfote lief zu ihrer Mentorin und sah sie traurig an „Wieso darf ich nicht mit?“ Tränentropfen sah zu ihr „Weil ich Katzen brauche, die das Lager bewachen. Die Zeiten sind schwer, desto mehr Katzen brauchen wir hier. Da Graspfote und Hagelpfote bald Krieger sein werden, habe ich sie mitgenommen.“ Seepferdchenpfote sah noch ein bisschen beleidigt aus, aber schließlich nickte sie. „Mach dir nichts draus, Seepferdchenpfote. Für mich hat es auch ewig gedauert bis Tränentropfen mich das erste mal mitgenommen hat.“ Seepferdchenpfote nickte schließlich und fragte „Wollen wir gemeinsam essen, bevor du gehst?“ Holunderblüte nickte eifrig „Ich esse doch immer gerne mit meiner kleinen Schwester.“ Gemeinsam holten sich die Schwestern eine große, dicke Maus vom Frischbeutehaufen. „Hast du gehört das Mutter bald zu den Ältesten geht?“ Holunderblüte sah Seepferdchenpfote verwirrt an „Ehrlich?“ „Ja, Wacholderherz hat es mir erzählt, dass Blumenbeet nachdem ich und Blaupfote Krieger sind zu den Ältesten gehen möchte.“ Holunderblüte senkte kurz den Kopf „Aber Mutter ist doch noch nicht mal alt!“ „Vielleicht fühlt sie sich nicht gut genug als Kriegerin.“ Ich kenne das Gefühl.. dachte Holunderblüte. Die Beiden aßen ihre Maus fertig, ehe Tränentropfen die gewünschten Katzen zusammenrief. Holunderblüte war auf der Suche nach ihrem Bruder Schlammfuß, allerdings fand sie nur Traumgeflüster vor. „Hey, weißt du wo Schlammfuß ist?“ aber Traumgeflüster schüttelte nur den Kopf „Vorher war er bei Taubenlied“ Holunderblüte verdrehte die Augen, und erinnerte sich daran, dass Traumgeflüster und Taubenlied Geschwister waren – allerdings kam Taubenlied aus einem späteren Wurf. Schmerzlich erinnerte sich Holunderblüte daran, dass Blumenbeet ihr mal erzählt hatte, dass Traumgeflüster eine Wurfschwester namens Sonnenaufgang hatte, welche starb, und Traumgeflüster sich viele Monde lang die Schuld für ihren Tod gab, und unfähig war zu heilen. Sie schüttelte sich. Schließlich kam der Kater endlich aus der Kinderstube. „Tränentropfen wartet schon“ knurrte Holunderblüte „Ist ja gut, ich bin schon da.“ schnurrte er. Holunderblüte stellte sich also in die Reihe, und seufzte als sie sah, dass Zwielichtpelz auf sie zukam „Darf ich neben dir gehen?“ fragte er schüchtern „Wenn du möchtest.“ murmelte die Kätzin. Somit stellte sich der Kater zu ihr und fing an mit ihr zu tratschen „Ich habe gehört, der FunkelClan hat noch immer keinen Heiler. Denkst du, sie werden heute kommen?“ Holunderblüte knurrte. Ich hätte Sonne nie helfen dürfen! „Hoffentlich nicht.“ Zwielichtpelz sprach weiter, doch Tränentropfen deutete ihm, den Mund zu halten. Sie wartete geduldig auf Stechpalmenstern, ehe sie gemeinsam losgingen.

Als sie am Versammlungsort ankamen, war der SeeClan und der TraumClan bereits da. Holunderblüte hielt Ausschau nach Moosstern, konnte sie aber nirgens entdecken. Kurz nach dem LichtClan traf auch der RegenbogenClan ein, der weiß-graue Anführer Weidenstern führte seine Katzen stolz hinter sich her. „Sind alle anwesend?“ rief Blutstern in die Runde, und die Katzen begannen zu murmeln. „Der FunkelClan fehlt!“ rief Flatterblatt aus dem TraumClan plötzlich, und es war still. „Ach, FunkelClan“ knurrte eine Älteste, Schneetraum aus dem RegenbogenClan. „Als ich Kriegerin war, gab es hier vier Clans und dass soll auch so bleiben.“ „Der SternenClan hat jedoch zu uns gesprochen! Hier sind nun 5 Felsen anstatt 4, Zeiten ändern sich, Schneetraum.“ Stromflügel klang, als sie Schneetraum damit konfrontierte allerdings ziemlich unhöflich und kurz angehalten. Schneetraum fauchte die junge SeeClan-Kriegerin empört an „Wie wagst du es mit einer Ältesten zu reden, HalbClan-Katze?“ „Lass sie in Ruhe, Schneetraum!“ kam Sonnengeist ihrer Schwester sofort zu Hilfe, doch Stromflügel sah Schneetraum nur verletzt an. Schließlich mischte sich auch Blutstern ein „Schneetraum, du hast kein Recht über meine Krieger zu urteilen. Stromflügel hat ihre Loyalität mehr als nur einmal bewiesen.“ Stromflügel sah ihren Anführer dankend an, aber als Sonnengeist ihrer Schwester über das Ohr schlecken wollte, fauchte sie sie nur wütend an, und drehte sich sofort weg. „Ich mische mich ja nur ungern ein, aber wir sollten mit der Versammlung beginnen“ murmelte Stechpalmenstern „Wieso mischt du dich dann überhaupt ein?“ fauchte Schneetraum, doch Tränentropfen kam ihrer Anführerin sofort zur Hilfe „Wenn eine Anführerin redet, hast du nichts zu sagen, Schneetraum.“ Durch diesen Satz begannen Stechpalmenstern, Blutstern und Weidenstern plötzlich zu streiten. Die Katzen ihrer Anführer kamen ihnen zur Hilfe, bereit, sie zu verteidigen. „Macht euch bereit. Wir wissen nicht, was gleich passiert.“ knurrte Tränentropfen den LichtClan-Kriegern zu. „So, der LichtClan will also kämpfen? Habt ihr aus eurer Vergangenheit nichts gelernt?“ fauchte Blutstern, doch Stechpalmenstern lies sich das eindeutig nicht gefallen „Ich darf dich doch daran erinnern, wer den FunkelClan und damit auch uns vor einiger Zeit angegriffen hat?“ „Wir haben nur unseren Wald verteidigt!“ „Und Unruhe gestiftet!“ Blutstern fauchte, Weidenstern tat es ihm nach „Der LichtClan denkt wohl, er kann tun und lassen was er will.“ murmelte Weidenstern „Dann frage ich mich, was deine Krieger auf meinem Territorium zu suchen haben!“ fauchte Stechpalmenstern Weidenstern ins Gesicht, doch bevor dieser antworten konnte, murmelte Ahornfeuer, die Zweite Anführerin des TraumClans plötzlich „Übrigens, Moosstern ist schwerkrank. Grundsätzlich hatte ich vor, ihr heute eine Art Gedenkfeier zu geben, da sie höchstwahrscheinlich nicht mehr lange unter uns weilen wird, aber ihr habt nichts besseres zu tun als die Waffenruhe zu stören.“ Dann war es still auf der Lichtung. Beschämt starrten die Katzen einander an, sogar Schneetraum hielt ihren Mund. „Verzeihung, Ahornfeuer.“ murmelten sie schließlich. „Lasst uns mit der Versammlung beginnen. Ich werde unsere Anführerin heute vertreten.“ Die Katzen nickten zustimmend, und schließlich versammelten sich alle, blieben jedoch zu den anderen Clans auf Abstand. Und plötzlich, ohne Vorwarnung, betrat Sonne die Lichtung. Hinter ihr einige ihrer Krieger. Holunderblüte staunte nicht schlecht. Sie sahen stärker aus als nach dem Kampf gegen den SeeClan. Es war komplett still auf der Lichtung. Keiner wagte es etwas zu sagen. Ahornfeuer starrte die anderen Anführer an, verdrehte die Augen, ging einen Schritt vor und sagte schließlich „Willkommen auf deiner ersten Versammlung, Sonne. Deine Krieger sollen sich einen Platz suchen, sodass wir schnellstmöglich anfangen können.“ Sonne nickte Ahornfeuer dankend zu, deutete Blumenwiese und den anderen, sich einen Platz zu suchen. Dann sprang sie zu den anderen Anführern auf den Fels „Allerdings“ hob sie an „Ist mein Name nun Sonnenstern.“ Erstauntes Murmeln fing unter den Katzen an „Unglaublich, der SternenClan hat sie wirklich akzeptiert?“ flüsterte Zwielichtpelz Holunderblüte ins Ohr „Siehst so aus.“ knurrte sie verwirrt zurück. Aber Rotlicht sagte doch... Doch sie konnte nicht weiter denken. „Gut, Sonnenstern. Ich werde beginnen.“ murmelte Ahornfeuer, und stellte sich vor die anderen Anführer. „Wie ich bereits sagte: Moosstern ist krank. Wir und vorallem unsere Heilerin Fuchstrott tun alles, damit sie uns noch sehr lange erhalten bleibt. Deshalb sind im Übrigens auch Moosstern und Fuchstrott heute beide nicht da. Aber wir haben auch gute Nachrichten: Die Jungen von Schmetterlingsbeere sind nun zu Schülern ernannt worden. Bitte begrüßt mit mir Geisterpfote und Traumpfote!“ Sie deutete auf eine Kätzin und einen Kater, welche bei einer wunderschönen Kätzin saßen. Holunderblüte sah Schmetterlingsbeere an, und erkannte sofort ihre auffälligen, pinken Augen. Sie sah ihre Beiden Jungen stolz an, und die Beiden schnurrten glücklich. „Ansonsten läuft die Beute im TraumClan sehr gut. Wir hungern nicht, und uns plagt auch sonst nichts. Außerdem heiße ich im Namen des TraumClans Sonnenstern und ihren Clan herzlich willkommen. Möge dein Clan gedeihen.“ Sie pausierte kurz, und deutete dem nächsten Anführer, vorzutreten. Blutstern nahm den Platz ein „Bitte richte Moosstern gute Besserung vom gesamten SeeClan aus. Wir hoffen, dass sie sich schnell erholt.“ Er sah in die Runde. „Auch wir haben eine freudige Nachricht zu verkünden: Nachtigall, die Gefährtin unseres Kriegers Greifenpelz, hat zwei gesunde Kätzinnen geboren: Wir heißen somit Rehjunges und Füchsinjunges im SeeClan herzlich willkommen!“ Freudiges Schnurren kam unter allen Clans auf. Holunderblüte bemerkte sofort wie Autumnfall, die Schwester von Greifenpelz ihm einen warmen Blick zuwarf, obwohl sie eigentich nie sonderlich begeistert war, dass der SeeClan eine Einzelläuferin zu sich aufgenommen hatte. „Wie sehen sie aus?“ fragte Lawinenmelodie vom RegenbogenClan neugierig und die Katzen stimmten ihr sofort zu „Rehjunges ist braun, weiß getupft und mit wunderschönen, grünen Augen. Füchsinjunges hat schwarzes Fell mit einem dunklen Blau-stich und blauen Augen.“ Entzückendes Miauen unter den Kätzinnen war zu hören. Füchsinjunges ist ein interessanter Name. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals eine Katze so geheißen hat. dachte Holunderblüte. „Der SeeClan heißt den FunkelClan mit aufmerksamen Augen willkommen. Wir hoffen, dass es keine Komplikationen geben wird.“ knurrte er noch Sonnenstern zu, ehe er Stechpalmenstern den Vortritt lies. „Der LichtClan gedeiht gut. Ich freue mich verkünden zu dürfen, dass unsere Kriegerin Pantherpelz ebenfalls Junge erwartet!“ Holunderblüte sah die schwarze Kätzin überrascht an. Wieso hat mir das keiner gesagt? dachte Holunderblüte verletzt. „Außerdem habe ich eine Frage an den RegenbogenClan. Wieso sind deine Krieger ständig auf meinem Territorium Weidenstern? Sollte ich sie nochmal dort riechen, werde ich keine Gnade mehr walken lassen. Danke für eure Aufmerksamkeit.“ Mit diesen Worten verließ Stechpalmenstern den Felsen. Weidenstern drängte sich als nächstes vor „Ich weiß ehrlich gesagt nicht von was du redest, Stechpalmenstern. Meine Krieger meiden das Territorium des LichtClans, und deshalb sollten deine Krieger eventuell ihre Spürfähigkeiten verbessern.“ Stechpalmenstern fauchte, doch Weidenstern ignorierte sie „Im RegenbogenClan gibt es nichts neues. Die Beute läuft gut. Allerdings weiß ich nicht, ob wir den FunkelClan wirklich akzeptieren können. Der Wald wird nicht größer, und mehr Katzen sind vielleicht nicht von Vorteil“ Proteste waren unter den FunkelClan Katzen zu hören, doch Sonnenstern drängte sich bereits vor. „Keine Sorge Weidenstern, es wird genug für uns alle geben. Wie auch immer.“ Sie sah alle Katzen an „Danke für euren netten Empfang. Der FunkelClan ist stolz, Teil dieses Waldes zu sein und wird alles daran setzen, ihn respektvoll zu behandeln. Alle unsere Krieger haben nun ihre Kriegernamen bekommen: Sprenkelblatt, Ahornfeder, Schwebelicht, Meeressturm, Federnfell, Fischflosse und Wolkenbach!“ Die Katzen gratulierten den Kriegern, und alle bis auf Schwebelicht waren da. Wo ist sie? dachte Holunderblüte neugierig. „Schwebelicht erwartet Junge, weshalb sie mit einigen anderen im Lager zurückgeblieben ist.“ Lügnerin! dachte Holunderblüte Schwebelicht ist alleine im Lager geblieben – du willst es nur nicht zugeben! Sonnenstern erzählte noch ein wenig vom Territorium, ehe sie schließlich auch fertig war, und die Versammlung beendet war „Dafür, dass sie das erste mal gesprochen hat, war es gar nicht so schlecht. Was meinst du?“ fragte Schlangekralle Holunderblüte, und sie nickte zaghaft. Die Katzen gingen zurück zu den Clans. Holunderblüte verließ die Lichtung als letztes, und stand plötzlich Aug in Aug mit Meeressturm, einer Kriegerin des FunkelClans. Ihre blauen Augen starrten genau in die violetten von Holunderblüte. Meeressturm drehte sich dann weg, und ging ihrem Clan hinterher. Holunderblüte fing plötzlich ohne Vorwarnung an zu knurren, und hatte ein ungutes Gefühl im Magen.

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