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Wichtige Charaktere:

Klee - hellbraune Kätzin mit himmelblauen Augen und weichem Fell

Polle - kleine, breitschultrige, aschengraue Kätzin mit leuchtend grünen Augen

Lachs - schlanker, geschmeidiger, roter Kater

Wolf - mächtiger, dunkelgrauer Kater mit dickem, fluffigem Fell und bernsteinfarbenen Augen

Hasel - braun gescheckter Kater, dem ein Auge fehlt

Allgemeine Handlung

Die vor Kurzem gegründete Katzengruppe, angeführt von einem starken Kater, findet einen neuen Lebensort im Wald. Die Flucht verursacht Panik und Zweifel, da eine Katze auf dem Hund sitzend mehrere Gefährten getötet und geschwächt hat. Ein schrecklicher Verdacht wird vom Anführer angekündet und verbreitet Angst, so, dass manche die Gruppe verlassen wollen. Doch die jungen Katzen Polle, Klee, Hasel, Wolf, Lachs geben die Hoffnung nicht auf und gehen dem Hundereiter auf die Spur...

Prolog

Schwere Pfotenschritte donnerten hinter dem schnell fließenden Bach und kamen auf das mitreißende Wasser zu. Eine Gruppe verängstigter Katzen sprang augenblicklich aus den in der Nähe liegenden Büschen, welche gleich darauf von einer massigen, riesigen Gestalt verfolgt wurde. "Springt über den Bach, Jack!", krächzte ein kleinerer Kater, der entschlossen neben seinem schwarzen Gefährten ganz am Anfang der Truppe humpelte, nun aber anhielt und seinen Körper der Bestie zuwandte. Jack riss die Augen auf und blieb ebenfalls stehen, solange die Katzen schreckenserfüllt den Bach überquerten. "Lyon, das-", wollte er sagen, doch Lyon hielt Jack das Maul zu und sträubte beim Umdrehen das Fell. "Sag' nichts; lauf'!", miaute er mit einer zitternden Stimme und stupste seinen Freund unsanft in die Hüfte, doch dieser rührte sich nicht, sondern sah Lyon tief in die vor Angst geweiterten Augen, welche jedoch Entschlossenheit und Mut zeigten. Jack seufzte tief und neigte schnell den Kopf, denn er bemerkte, dass die ungeschickte, hundeähnliche Gestalt nur noch ein paar Fuchslängen von ihm entfernt war. "Jetzt geh'! Du weißt, wie diese schreckliche Kreatur Tiger getötet hat! Rette die kostbaren Katzenleben unserer Gruppe und vergiss nicht, dass es mich gab!", schrie Lyon und starrte die sich nähernde Bestie furchteinflößend an. Der schwarze Kater nickte noch ein Mal, versuchte seinem Freund Glück beim Gewinnen zu wünschen, aber das mächtige Tier würde Lyon in wenigen Minuten zerfetzt haben. Jack riss seinen starken Körper widerständig vom sumpfigen Boden, hüpfte über die rutschigen Steine und landete auf dem Ufer. Alle Katzen blieben darauf stehen, holten gierig nach Luft, leckten sich gegenseitig das Fell, doch Hoffnung schimmerte im Blick jeden einzelnen. Jack erhob den Kopf, seine Stimme hallte laut im Wald: "Macht euch bereit noch weitere Tage zu laufen! Wir rennen jetzt weiter!" Sofort ertönte ein klägliches Miauen hinter dem Rücken einer breitschultrigen Kätzin, so, dass auch die anderen hungrigen Kätzchen mit ein sprangen. Der schwarze Kater wartete einen Moment lang, als würde er nachdenken, sprang dann zu einem der weinenden Jungen und packte es fest am Nacken, kurz darauf verstummte die kleine Katze. "Nehmt die Restlichen!", meinte Jack und lief, ohne zu stoppen, tiefer in den dunklen Wald. Ruhig trabten seine Gefährten durch das Unterholz, aber immer wieder machte sein Herz einen Satz, als er Lyons herzenszerreißenden Schrei hinter sich hörte. Keine Zeit..., dachte der schwarze Kater und grub seine Krallen tiefer in die matschige Erde. Keine Zeit...

1. Kapitel

"Lachs! Kommst du? Schau mal was ich gefunden habe!", miaute eine hellbraune Kätzin mit himmelblauen Augen, in denen stolzes Funkeln auftrat. Lachs, ein roter Kater, sprang mit einem Satz zu seiner Freundin und beschnüffelte gründlich die gefundene Maus. "Ja, wunderbare Beute, die du augespürt hast, Klee.", meinte er dann, als Klee das Tier umdrehte und seinen dicken Leib betastete. "Komm wir bringen es zurück zum Lager, sicher wartet Micky schon dadrauf!" Lachs zuckte belustigt mit den Schnurrhaaren. "Sie hat einen Appetit, wie ein Bär und einen kugelrunden Bauch, seitdem sie Junge erwartet!" Klee schnurrte und wandte sich dem dichten Gestrüpp zu, wo das Lager ihrer Gruppe lag. Der Geruch nach Wald erfüllte die junge Kätzin, sie blähte ihre Nüstern auf, um ein bisschen dieser wunderbaren Luft einzuatmen. "Ich kann mir keinen besseren Lebensort vorstellen...", nuschelte sie leise und drehte den Kopf ihrem Freund zu, welcher lässig vor sich hin trabte. Dann nickte Lachs zustimmend und seufzte traurig, als würden schlimme Erinnerungen auf ihn eingehen. "Es war aber auch nicht immer so. Wir wurden vertrieben." Klee sah tiefen Schmerz im Blick ihres Begleiters und rieb den Kopf an seiner zerkratzten Schulter, worauf Lachs schnurrend davonlief. "Fang' mich doch, du Mauseloch!", schrie er fröhlich...